CH366112A - Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Disazofarbstoffen

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CH366112A
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Wilhelm Dr Liechti Hans
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/06Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive hydroxyl group

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     wasserunlöslichen        Disazofarbstoffen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung von neuen, von     wasserlöslichmachen-          den    Gruppen freien     Disazofarbstoffen    der Formel  (1) A     N=N-B-N=N-C-OH,     worin A einen     Benzolrest    bedeutet, der in o- oder in       m-S-tellung    zur     Azogruppe    eine Nitrogruppe aufweist  und gegebenenfalls     weitersubstituiert    ist,

   B und C  gegebenenfalls substituierte     Benzolreste        bedeuten.     



  Zu den neuen Verbindungen :gelangt man, wenn  man die     Diazoverbindung    eines     Aminoazofarbstoffes     der Formel  (2)     A-N=N-B-NH2,          mit    einem in     para-Stellung    kuppelnden     Hydroxyben-          zol    vereinigt.  



  Von besonderem Interesse als     Diazokomponentcn     sind jene     Aminoazofarbstoffe    der Formel (2), welche  in den     Benzolresben    A und B ausser den     genannten    als  weitere     Substituenten    lediglich Halogenatome,     Alkyl-          oder        Alkoxygruppen    aufweisen.  



  Die Farbstoffe der Formel (2) können erhalten  werden durch Kuppeln der     Diazovarbindung    eines     o-          oder        m-Nitro-anilins,        beispielsweise     1     Amino-2-    oder     -3-nitro-benzol,     1     Amino-2-nitro-4-methyl-benzol,     1     Amino-2-nibro-4-methoxy-#benzol     mit einem von     wasserlöslichmachenden    Gruppen  freien     Aminobenzol    als     Mittelkomponente,

      das     in        p-          Stellung    zur     Aminogruppe    kuppelt, beispielsweise mit  Anilin,       2-Chlor-anilin,     2- und 3     Methoxy-    oder 2- und 3     Äthoxy-ahilin,          2,5-Dimethoxy-anilin,          2,5-Diäthoxy-anilin,     2- und     3-Methyl-anilin,          2,5-Dimethyl-anilin,          2-Methoxy-5-methyl-anilin,

            2-Chlor-5-methoxy-anilin.       Diese Kupplung     erfolgt        zweckmässig    in schwach  saurem bis schwach     alkalischem,    z. B.     in    essigsau  rem bis     bicarbonatalkalischem    Medium.

       Besitzen    die  Mittelkomponenten nur ein     geringes        Kupplungsver-          mögen,    so werden ,sie im     allgemeinen        vorteilhaft        in     Form ihrer     coMethansulfonsäuren    gekuppelt, und     die,          co-Methansulfonsäuregruppe    wird nachher wieder ab  gespalten. Dies trifft     beispielsweise        beten.    1     Amino        2-          mebhoxy-benzol    zu.

   Die     Diazotierung    der     Aminoazo-          farbstoffe    der Formel (2) kann nach üblichen, an sich  bekannten Methoden     vorgenommen    werden, z. B. mit  Hilfe von     Salzsäure        und        Natriumnitrit.     



  Die so erhältlichen     Diazomonoazoverbindungen     werden     zweckmässig    in alkalischem, beispielsweise     a7-          kalicarbonatalkalischem    Medium     mit    den     Endkorn          ponenten    gekuppelt,     gegebenenfalls        unter    Zusatz von       kupplungsfördernden        Mittelur,,    wie     Pyridün    oder     Picolin.     



       Als    Endkomponenten     kommen    die     in        para-Stel-          lung    zur     Hydroxygruppe    kuppelnden     Hydroxyben          zole,    wie z. B.  



  Phenol,  1     Hydroxy-2-    oder     -3-methyl-benzol,          1-Hydroxy-3        methoxy-benzol,          1-Hydroxy-2-chlorbenzol    oder  2,5- und 3,5     Dimethyl@-phenol     in Betracht. Man kann auch anstelle     eines        einzigen          Hydroxybenzols    ein Gemisch von 2 oder mehreren,       beispielsweise    2     isomeren        Hydroxybenzolen    verwen  den.  



  Die neuen     Disazofarbstoffe        eignen,    sich aus  gezeichnet, insbesondere nach     einer    passenden     Ver-          pasGung,        die    auch     mit        einer        Umfällung,    z. B. einer       solchen    aus Schwefelsäure verbunden sein     kann,    zum       Färben    und Bedrucken von Gebilden und insbeson  dere Fasern aus     Polyestern,    z.

   B. aus     Polyäthylen-          terephthalaten,    die unter der     Handelsbezeichnung           Terylene     oder      Dacron     bekannt     sind.    Man     erhält         darauf     nach    den üblichen Färbemethoden, z.

   B. aus  einer     Färbeflotte,    die eine Dispersion des Farbstoffes  und zweckmässig ein     Dispergiermittel    enthält, bei  Temperaturen nahe bei 100 , gegebenenfalls unter  Zusatz eines     Quellmittels    oder bei Temperaturen über  100  unter Anwendung von     überdruck,    reine, meist  kräftige orange bis scharlachrote Färbungen, die sich  durch besonders gute Licht und     Sublimierechtheit          auszeichnen.    Daneben     können    die neuen     Farbstoffe     auch zum Färben und Bedrucken von Gebilden aus       Celluloseestern    und     -äthern,

          Superpolyamiden    und       -urethanen,        Polyvinylchlorid    sowie als Pigmente ver  wendet werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern     nichts    anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die     Prozente        Gewichtsprozente,    und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  <B>28,6</B> Teile 4 -     Amino    - 2 -     methyl    - 5 -     methoxy-3'-          nitro-l,l'-azobenzol    werden in bekannter Weise     di-          azotiert    und die     Diazoverbindung    mit Aktivkohle fil  triert.

   Das Filtrat vereinigt man bei 5 bis 10  mit  einer Lösung von 9,4     Teilen        Hydroxybenzol    in 100  Teilen Wasser, 10 Teilen     30o/oiger        Natriumhydroxyd-          Iösung,    20 Teilen     Natriumcar!bonat    und 20     Teilen          Natriumacetat.    Dabei tritt     sofortige    Kupplung zum       Disazofarbstoff    ein. Dieser wird     abfiltriert,    mit Was  ser bis zur neutralen Reaktion gewaschen und ge  trocknet.  



  Der neue wasserunlösliche Farbstoff ist ein brau  nes Pulver, das in feiner Dispersion     Acetatseide    und       Polyamidfascrn,    wie Nylon und Perlon, in orangen  Tönen von     vorzüglichen        Echtheitseigenschaften    färbt.  Vor allem aber färbt der neue     Farbstoff    die Poly  esterfasern, wie      Dacron ,         Terylen     oder      Diolen ,     in leuchtend     orangen;    Tönen an, die eine hervor  ragende     Sublimierechtheit    besitzen.  



  Zu einem Farbstoff mit .den gleichen vorzüglichen  Eigenschaften gelangt man, wenn man anstelle von       4-Amino-2        methyl-5-methoxy-3'-nitro-l,l'-azobenzol     als     Anfangskomponente    4     Amino-2-methyl        5-meth-          oxy-2'-nitro-1,1'-azobenzol        verwendet.     



  Benützt     man    anstelle von     4-Amino-2-methyl-5-          methoxy-3'-nitro-1,1'-azäbenzol    als     Anfangskompo-          nente        4-Amino-2,5-dimethyl3'-nitro-1,1'-azobenzol,     so erhält man einen     Dispersionsfarbstoff,    der die ge  nannten Fasern in gelbstickig orangen Tönen mit     den-          selben    guten Echtheitseigenschaften färbt.

      <I>Beispiel 2</I>  28,6     Teile    4     Amino@2-methyl-5-methoxy-3'-nitro-          1,1'-azobenzol    werden auf dem üblichen Wege     diazo-          tiert    und die     Diazolösung        mit    Aktivkohle     klarfiltriert.     Das Filtrat lässt man     bei    5 bis 10  zu einer Lösung  von 10,8 Teilen 1     Methyl-2-hydroxy-benzol    in 100       Teilen        Wasser,

          10        Teilen        30%iger        Natriuanhydroxyd-          lösung,    20     Teilen        Natriumcarbonat    und 20 Teilen Na  triumacetat     zufliessen.    Der     gebildete        Disazofarbstoff     wird     abfilbriert,    mit Wasser bis zur neutralen Re  aktion gewaschen und getrocknet.

      Der neue wasserunlösliche     Farbstoff    ist ein brau  nes Pulver, das in feiner Verteilung     Acetatseide    und       Polyamidfasern,    wie Nylon und Perlon, in orangen  Tönen von     vorzüglichen    Echtheitseigenschaften färbt.  Vor allem aber färbt der     neue    Farbstoff die Poly  esterfasern :in leuchtend orangen Tönen an, die eine  ganz hervorragende     Sublimierechtheit        besitzen.     



  Verwendet man anstelle von     1-Methyl-2-hydroxy-          benzol    das     1-Methyl-3-hydroxybenzol    als     Azokompo-          nente,    so erhält man einen Farbstoff, der die     genann-          ten    Fasern in .orangen Tönen mit denselben guten  Echtheitseigenschaften färbt.  



  <I>Färbevorschrift:</I>  1 Teil des Farbstoffes gemäss Beispiel 1 wird mit  2 Teilen einer     50o/oigen    wässerigen Lösung von       Sulfitcelluloseablauge    nass     vermahlen    und     getrocknet.     



  Dieses     Farbstoffpräparat    wird! mit 40     Teilen    einer       10%igen        wässerigen        Lösung        eines        Kondensations-          produktes    aus     Octadecylalkohol    mit 20     Mol    Äthylen  oxyd verrührt und 4 Teile einer 40     o/a        igen    Essigsäure  lösung     zugegeben.    Durch Verdünnen     mit    Wasser wird  daraus ein Färbebad von 4000 Teilen bereitet.  



  In diesem Bad geht man bei 50  mit 100 Teilen  eines gereinigten Polyesterfaserstoffes ein, steigert die  Temperatur in einer halben Stunde auf 120 bis 130   und färbt eine     Stunde    in     geschlossenem    Gefäss bei die  s,er     Temperatur.    Anschliessend wird gut gespült. Man  erhält     eine        kräftige,    leuchtend orange Färbung von  guter Lichtechtheit und sehr guter     Sublimierechtheit.     



  Wird in einem Färbebad gefärbt, :das anstelle von  4 Teilen einer     400/eigen        Essigsäurelösung    8 Teile       Seife    enthält, so erhält     man    eine in Stärke, Farbton  und     Echtheiten    genau entsprechende Färbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von. Disazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Diazoverbin- dung eines von sauren, wasserlöslichmachenden Grup pen freien Aminoazofarbstoffes der Formel A N-N-B-NH2, worin A einen Benzolrest bedeutet, der in o- oder in m-Stellung zur Azogruppe eine Nitrogruppe aufweist und gegebenenfalls weitersubstituiert ist,
    und B einen gegebenenfalls substituierten Benzolrest bedeutet, mit einem von sauren, wasserlöslichmachenden Gruppen freien, in para-Stellung kuppelnden Hydroxybenzol vereinigt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von Aminoazofarbstoffen aus geht, die in den Benzolresten A und B als weitere Substituenten lediglich Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen aufweisen. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man von Aminoazofarbstoffen aus geht, die die Nitrogruppe in m-Stellung zur Azo- gruppe enthalten.
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