CH366146A - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FormkörpernInfo
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Description
verfahren zur Herstellung von Formkörpern Es ist bekannt, die Oberflächen von Gegenstän den aus Metall, Holz, Glas, Gummi, Kunststoffen usw. dadurch zu verändern, dass man sie mit einem geeigneten Klebemittel überzieht und auf die noch feuchte Klebeschicht staub- oder faserförmige Stoffe mittels Streueinrichtungen, wie Rüttel-Schüttelsiebe, aufbringt. Man nennt dieses Verfahren Beflocken. Ins besondere hat sich das elektrostatische Beflocken be währt, bei dem ein elektrostatisches Kraftfeld erzeugt wird, das die staub- oder faserförmigen Stoffe beim Aufbringen passieren müssen.
Die Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, dass dieses Verfahren geeignet ist, Formkörper, ins besondere elektrisch isolierende Körper, herzustellen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Her stellung von Formkörpern, das dadurch gekennzeich net ist, dass eine als Matrize oder Patrize für den Formkörper dienende Unterlage nach Aufbringen einer Klebemasse mit einer Beflockungsschicht ver sehen und hierauf der so von der Klebemasse und der Beflockungsschicht gebildete Formkörper von der Unterlage abgehoben wird.
Zweckmässig wird der Formkörper vor dem Abheben von der Unterlage imprägniert, wobei als Imprägniermittel ein durch Abkühlung oder Umwandlung bei normaler oder leicht erhöhter Temperatur erstarrendes Mittel, wie Giessharz auf Polyester-Grundlage oder Epoxydharz- Grundlage oder Wachs, Paraffin oder dergleichen verwendet werden kann.
In den Fig. 1 bis 11 der Zeichnung sind Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Zur Herstellung einer Klemmenplatte 1 nach Fig.1 wird eine als Matrize dienende Unterlage 2 nach Fig. 2 verwendet, die eine der Form der Klemmen platte entsprechende Aussparung 3 besitzt. Die Ober flächen der Aussparung werden zunächst mit einem Trennmittel und dann mit einem Klebemittel einge- strichen. Unter Umständen kann ein Klebemittel ver wendet werden, das bereits das Trennmittel enthält. Hierauf wird der Formkörper durch Beflockung und Imprägnierung der Beflockung hergestellt.
Nach Här tung der Imprägnierung kann der Formkörper mittels der Auswerfebolzen 4 von der Unterlage abgenommen werden.
Die Fig.3 zeigt ein entsprechendes Hilfswerk- zeug 5 zur Herstellung einer Nutauskleidung 6 ent sprechend Fig. 4. Hier werden die Fläche 7 und die dieser Fläche sowie den Flächen 8 und 9 gegenüber liegenden Flächen in der gleichen Weise wie oben an gegeben, beflockt und imprägniert. Die aus einem Stück bestehende Nutauskleidung 6 isoliert nicht nur die Nut, sondern auch die Nutstirne.
Die Fig. 5 zeigt eine Matrize 10 zur Herstellung einer Kappe 11 nach Fig. 6. In der gleichen Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 werden die Innenwände 12, 13 und 14 der Matrize beflockt und imprägniert. Mittels der Auswerfebolzen 15 kann die Kappe aus der Matrize herausgenommen werden.
Das Verfahren ist auch zur Herstellung von Roh ren geeignet, wie die Fig. 7 und 8 zeigen. Hier wer den als Matrizen zwei Rohrhälften 16 und 17 ver wendet, deren Innenflächen beflockt und imprägniert werden. Die beiden so gebildeten Formkörperteile werden vor dem Aushärten der Imprägniermasse, wenn diese also noch bindefähig ist, entsprechend Fig. 8 zu einem Rohr 18 zusammengesetzt.
Zur Herstellung eines kastenförmigen Körpers 19, entsprechend Fig. 9, dient die in Fig. 10 dargestellte kastenförmige Unterlage 20. Es werden die Flächen 21, 22, 23 sowie die den Flächen 22, 23 gegenüber liegenden Flächen beflockt. Durch Ineinanderlegen zweier solcher kastenförmiger Matrizen lassen sich auch Hohlkörper herstellen.
Zur Herstellung einer Klemmleiste entsprechend Fig. 11 werden zwei durch Beflockung hergestellte Körper aufeinandergelegt. Eine Matrize 21 mit ent sprechenden Einschnitten 22 wird mit einer Beflok- kungsschicht 23 versehen, in die die Klemmen 24 ein gelegt werden.
Nach Imprägnierung der Beflockung wird vor dem Erhärten des Imprägniermittels eine einseitig beflockte Platte 25 darübergelegt, und zwar derart, dass die Beflockungsschicht 26 die Beflok- kungsschicht 23 der unteren Matrize 21 berührt. Man könnte auch die beiden beflockten Schichten zuerst aufeinanderlegen und dann gemeinsam tränken. Unter Umständen können die durch Beflockung gebildeten Formkörper schon vor der Imprägnierung von der Unterlage abgehoben und erst nachträglich imprä gniert werden.
Die Erfindung bietet den Vorteil, dass Form körper, wie beispielsweise Grundplatten, Kappen, Schalen, Rohre und dergleichen ohne Anwendung komplizierter Spritz- oder Pressformen hergestellt werden können. Diese Formkörper weisen mindestens zum Teil glatte Oberflächen auf; sie können aber auch so hergestellt werden, dass alle Oberflächen glatt sind.
Es ist nicht erforderlich, dass die Klebeschicht eine solche Stärke aufweist wie bei der üblichen Be- flockung, bei der die Beflockung fest in dem Kleb stoffgrund verankert sein muss, um einen mechanisch festen Überzug zu erhalten, da die Fasern durch die Imprägnierung gegenseitig festgehalten werden. Wird aber die Beflockung vor dem Imprägnieren von der Unterlage abgehoben, dann muss auch hier eine ge nügend feste Verankerung der Fasern gewährleistet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Formkörpern, da durch gekennzeichnet, dass eine als Matrize oder Pa- trize für den Formkörper dienende Unterlage nach Aufbringen einer Klebemasse mit einer Beflockungs- schicht versehen, und hierauf der so von der Klebe masse und der Beflockungsschicht gebildete Form körper von der Unterlage abgehoben wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Unterlage vor dem Aufbringen der Klebemasse eine das Miteinanderverbinden von Klebemasse und Unterlage verhindernde Trennmasse aufgebracht wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Formkörper vor dem Abheben von der Unterlage imprägniert wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, gekennzeich net durch ein Polyester-Giessharz als Imprägniermittel. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, gekennzeich net durch ein Epoxyd-Giessharz als Imprägniermittel. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Formkörper aus zwei Teilen hergestellt wird, die mit ihren beflockten Oberflächen vor dem Erhärten des Imprägniermittels aufeinander- gelegt werden. 6.Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den beiden Einzelteilen des Formkörpers andere Bauteile des Formkörpers eingelegt werden. 7. Verfahren nach den Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Einzelteile so ausgebildet und so aufeinandergelegt werden, dass ein hohler Formkörper entsteht. PATENTANSPRUCH 1I Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Herstellung von elektrisch isolierenden Form- körpern.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0056108 | 1957-12-03 |
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=7490876
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH6675758A CH366146A (de) | 1957-12-03 | 1958-11-29 | Verfahren zur Herstellung von Formkörpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH366146A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0063923A1 (de) * | 1981-04-25 | 1982-11-03 | Aryan Group Limited | Bauelement |
-
1958
- 1958-11-29 CH CH6675758A patent/CH366146A/de unknown
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