verfahren zur Herstellung von Formkörpern Es ist bekannt, die Oberflächen von Gegenstän den aus Metall, Holz, Glas, Gummi, Kunststoffen usw. dadurch zu verändern, dass man sie mit einem geeigneten Klebemittel überzieht und auf die noch feuchte Klebeschicht staub- oder faserförmige Stoffe mittels Streueinrichtungen, wie Rüttel-Schüttelsiebe, aufbringt. Man nennt dieses Verfahren Beflocken. Ins besondere hat sich das elektrostatische Beflocken be währt, bei dem ein elektrostatisches Kraftfeld erzeugt wird, das die staub- oder faserförmigen Stoffe beim Aufbringen passieren müssen.
Die Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, dass dieses Verfahren geeignet ist, Formkörper, ins besondere elektrisch isolierende Körper, herzustellen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Her stellung von Formkörpern, das dadurch gekennzeich net ist, dass eine als Matrize oder Patrize für den Formkörper dienende Unterlage nach Aufbringen einer Klebemasse mit einer Beflockungsschicht ver sehen und hierauf der so von der Klebemasse und der Beflockungsschicht gebildete Formkörper von der Unterlage abgehoben wird.
Zweckmässig wird der Formkörper vor dem Abheben von der Unterlage imprägniert, wobei als Imprägniermittel ein durch Abkühlung oder Umwandlung bei normaler oder leicht erhöhter Temperatur erstarrendes Mittel, wie Giessharz auf Polyester-Grundlage oder Epoxydharz- Grundlage oder Wachs, Paraffin oder dergleichen verwendet werden kann.
In den Fig. 1 bis 11 der Zeichnung sind Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Zur Herstellung einer Klemmenplatte 1 nach Fig.1 wird eine als Matrize dienende Unterlage 2 nach Fig. 2 verwendet, die eine der Form der Klemmen platte entsprechende Aussparung 3 besitzt. Die Ober flächen der Aussparung werden zunächst mit einem Trennmittel und dann mit einem Klebemittel einge- strichen. Unter Umständen kann ein Klebemittel ver wendet werden, das bereits das Trennmittel enthält. Hierauf wird der Formkörper durch Beflockung und Imprägnierung der Beflockung hergestellt.
Nach Här tung der Imprägnierung kann der Formkörper mittels der Auswerfebolzen 4 von der Unterlage abgenommen werden.
Die Fig.3 zeigt ein entsprechendes Hilfswerk- zeug 5 zur Herstellung einer Nutauskleidung 6 ent sprechend Fig. 4. Hier werden die Fläche 7 und die dieser Fläche sowie den Flächen 8 und 9 gegenüber liegenden Flächen in der gleichen Weise wie oben an gegeben, beflockt und imprägniert. Die aus einem Stück bestehende Nutauskleidung 6 isoliert nicht nur die Nut, sondern auch die Nutstirne.
Die Fig. 5 zeigt eine Matrize 10 zur Herstellung einer Kappe 11 nach Fig. 6. In der gleichen Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 werden die Innenwände 12, 13 und 14 der Matrize beflockt und imprägniert. Mittels der Auswerfebolzen 15 kann die Kappe aus der Matrize herausgenommen werden.
Das Verfahren ist auch zur Herstellung von Roh ren geeignet, wie die Fig. 7 und 8 zeigen. Hier wer den als Matrizen zwei Rohrhälften 16 und 17 ver wendet, deren Innenflächen beflockt und imprägniert werden. Die beiden so gebildeten Formkörperteile werden vor dem Aushärten der Imprägniermasse, wenn diese also noch bindefähig ist, entsprechend Fig. 8 zu einem Rohr 18 zusammengesetzt.
Zur Herstellung eines kastenförmigen Körpers 19, entsprechend Fig. 9, dient die in Fig. 10 dargestellte kastenförmige Unterlage 20. Es werden die Flächen 21, 22, 23 sowie die den Flächen 22, 23 gegenüber liegenden Flächen beflockt. Durch Ineinanderlegen zweier solcher kastenförmiger Matrizen lassen sich auch Hohlkörper herstellen.
Zur Herstellung einer Klemmleiste entsprechend Fig. 11 werden zwei durch Beflockung hergestellte Körper aufeinandergelegt. Eine Matrize 21 mit ent sprechenden Einschnitten 22 wird mit einer Beflok- kungsschicht 23 versehen, in die die Klemmen 24 ein gelegt werden.
Nach Imprägnierung der Beflockung wird vor dem Erhärten des Imprägniermittels eine einseitig beflockte Platte 25 darübergelegt, und zwar derart, dass die Beflockungsschicht 26 die Beflok- kungsschicht 23 der unteren Matrize 21 berührt. Man könnte auch die beiden beflockten Schichten zuerst aufeinanderlegen und dann gemeinsam tränken. Unter Umständen können die durch Beflockung gebildeten Formkörper schon vor der Imprägnierung von der Unterlage abgehoben und erst nachträglich imprä gniert werden.
Die Erfindung bietet den Vorteil, dass Form körper, wie beispielsweise Grundplatten, Kappen, Schalen, Rohre und dergleichen ohne Anwendung komplizierter Spritz- oder Pressformen hergestellt werden können. Diese Formkörper weisen mindestens zum Teil glatte Oberflächen auf; sie können aber auch so hergestellt werden, dass alle Oberflächen glatt sind.
Es ist nicht erforderlich, dass die Klebeschicht eine solche Stärke aufweist wie bei der üblichen Be- flockung, bei der die Beflockung fest in dem Kleb stoffgrund verankert sein muss, um einen mechanisch festen Überzug zu erhalten, da die Fasern durch die Imprägnierung gegenseitig festgehalten werden. Wird aber die Beflockung vor dem Imprägnieren von der Unterlage abgehoben, dann muss auch hier eine ge nügend feste Verankerung der Fasern gewährleistet sein.
Method for the production of moldings It is known to change the surfaces of objects made of metal, wood, glass, rubber, plastics, etc. by coating them with a suitable adhesive and using dust or fibrous substances on the still moist adhesive layer Spreading devices, such as vibrating shaking sieves, apply. This process is called flocking. In particular, electrostatic flocking has proven itself, in which an electrostatic force field is generated through which the dusty or fibrous substances must pass when they are applied.
The invention is based on the new finding that this method is suitable for producing molded bodies, in particular electrically insulating bodies. The invention relates to a process for the manufacture of shaped bodies, which is characterized in that a support serving as a die or male mold for the shaped body is provided with a flocking layer after application of an adhesive and then the shaped body thus formed by the adhesive and the flocking layer is lifted from the base.
The shaped body is expediently impregnated before it is lifted off the base, in which case an agent which solidifies by cooling or conversion at normal or slightly elevated temperature, such as casting resin based on polyester or epoxy resin or wax, paraffin or the like, can be used as the impregnating agent.
In Figs. 1 to 11 of the drawings Ausfüh approximately examples of the invention are shown.
To produce a terminal plate 1 according to Figure 1 serving as a die base 2 is used according to FIG. 2, the plate has a recess 3 corresponding to the shape of the terminal. The surfaces of the recess are first coated with a release agent and then with an adhesive. Under certain circumstances, an adhesive that already contains the release agent can be used. The shaped body is then produced by flocking and impregnating the flocking.
After hardening the impregnation, the molded body can be removed from the base by means of the ejector pin 4.
FIG. 3 shows a corresponding auxiliary tool 5 for producing a groove lining 6 in accordance with FIG. 4. Here the surface 7 and the surfaces opposite this surface and surfaces 8 and 9 are flocked in the same way as indicated above and impregnated. The one-piece groove lining 6 not only insulates the groove, but also the face of the groove.
FIG. 5 shows a die 10 for producing a cap 11 according to FIG. 6. In the same way as in the exemplary embodiment according to FIG. 1, the inner walls 12, 13 and 14 of the die are flocked and impregnated. The cap can be removed from the die by means of the ejector pin 15.
The method is also suitable for the production of raw ren, as FIGS. 7 and 8 show. Here who uses the two pipe halves 16 and 17 ver as matrices, the inner surfaces of which are flocked and impregnated. The two molded body parts thus formed are put together to form a tube 18 in accordance with FIG. 8 before the impregnation compound hardens, that is to say when it is still capable of binding.
The box-shaped base 20 shown in FIG. 10 is used to produce a box-shaped body 19, corresponding to FIG. 9. The surfaces 21, 22, 23 and the surfaces opposite the surfaces 22, 23 are flocked. Hollow bodies can also be produced by placing two such box-shaped matrices one inside the other.
To produce a terminal strip according to FIG. 11, two bodies produced by flocking are placed on top of one another. A die 21 with corresponding incisions 22 is provided with a flocking layer 23 into which the clamps 24 are placed.
After the flocking has been impregnated, a plate 25 flocked on one side is placed over it before the impregnating agent hardens, specifically in such a way that the flocking layer 26 touches the flocking layer 23 of the lower die 21. You could also first lay the two flocked layers on top of one another and then soak them together. Under certain circumstances, the molded bodies formed by flocking can be lifted from the substrate before the impregnation and only subsequently impregnated.
The invention offers the advantage that molded bodies such as base plates, caps, shells, tubes and the like can be produced without using complicated injection or compression molds. These moldings have at least some smooth surfaces; but they can also be made so that all surfaces are smooth.
It is not necessary for the adhesive layer to have the same thickness as in conventional flocking, in which the flocking must be firmly anchored in the adhesive material base in order to obtain a mechanically strong coating, since the fibers are mutually held by the impregnation . If, however, the flocking is lifted from the substrate before the impregnation, a sufficiently strong anchoring of the fibers must also be guaranteed here.