CH366314A - Verfahren zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von GlimmerschichtproduktenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. <B>312389</B> Verfahren zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten Es ist bereits vorgeschlagen worden, reine und trockene Glimmerblättchen nach dem an sich be kannten elektrostatischen Befl#ockungsverfahren zu Schichtstoffen auf einer Unterlage zu vereinigen. Bei dem bereits bekannten Verfahren zur Her stellung von Glimmerschichtprodukten mittels elek trostatischer Kräfte sollen die Glimmerblättchen zwi schen Gleichspannungselektroden möglichst oft hin und her bewegt werden, um eine ausreichende Tren nung und gewünschte Verteilung der Glimmerblätt chen zu erreichen. Zu diesem Zweck ist es erforder lich, dass die Glimmerblättchen mehrmals an den Elektroden umgeladen werden. Es wird also ein ge wisses Umladungsvermögen der Glimmerblättchen vorausgesetzt. Bei ungenügendem Umladung#vermö- gen muss mit nicht ausreichender Trennung der ein zelnen mit ihren, Flächen aneinanderhaftenden Glim merblättchen gerechnet werden. Ausserdem ist zu be rücksichtigen, dass mit zunehmender Flächengrösse der Glimmerblättehen unter normalen Verhältnissen das Umladungsvermögen der Glimmerbl#ättchen sich verringert. Es bilden sich dann Glimmerbrücken zwi schen den Elektroden. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elek trische Isolierzwecke gemäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes, welches Verfahren dadurch gekenn zeichnet ist, dass Glimmerblättchen mit einer Flüssig keit benetzt und mit Hilfe elektrostatischer Vorrich tungen auf eine zu beschichtende Unterlage gebracht werden. Als Benetzungsmittel für die Glimmerblättchen können Lösungsmittel in flüssiger Form oder in Dampfform Anwendung finden. Es können aber auch Bindemittel selbst als Be- netzungsmittel eingesetzt werden oder aber in Lö- sungsmitteIngelöste oder dispergierteBindemittel,ins- besondere Lacke. Die Erzeugung eines Benetzungsfilms auf den Glimmerblättchen kann vorteilhaft durch Konden sation eines Dampfes auf den Glimmerblättchen in einer Khmakammer erfolgen. Zweckmässig ist es da bei, die Vorrats- und Aufgabevorrichtung für den GEmmer in einer Klimakammer einzuschliessen. Nach einem anderen bekannten Verfahren zur Benetzung der Glimmerblättchen wird der Glimmer in Aufbe reitungsvorrichtungen, z. B. in einem Mischer, mit einem Bindemittel sowie einem Lösungsmittel und gegebenenfalls Netzmitteln in engen Kontakt ge bracht, so dass sowohl in Päckchenform aufeinander haftende Glimnierteilchen aufgeblättert als auch die einzelnen Glimmerlamellen allseitig mit einer dünnen Flüssigkeits-, insbesondere auch Bindemittelhaut, um geben werden. Diese Aufteilung der Glimmerpakete und Benet zung der einzelnen Glimmerblättchen mit einem Bindemittel kann auch in zwei getrennten Arbeits gängen erfolgen, beispielsweise derart, dass in einem mit einem Netzmittel versehenen Lösungsmittel die Glimmerpakete aufgeblättert und dieser so erzeugten Aufschlämmung in einem zweiten Arbeitsgang ein Bindemittel, vorteilhaft ein Lack, zugesetzt wird. Die mit dem Bindemittel benetzten GE=er- blättchen können vom überschüssigen Lösungsmittel und Bindemittel abgetrennt und unter lebhafter Durchmischung, um ein Zusammenkl en der einzel nen Blättchen zu verhindern, beispielsweise in einer Trommel einem Trockenverfahren unterworfen wer den. Vor dem Versprühen müssen sie<U>dann</U> ausrei chend benetzt werden. Dieser Benetzungseffekt tritt besonders stark bei Glimmerblättchen hervor, welche bereits mit einem Bindemittel überzogen sind und elektrostatisch ver sprüht und niedergeschlagen werden sollen, was offen bar darauf zurückzuführen ist, dass die mit einem Bindemittel, z. B. mit Kunstharz überzogenen Glim merblättchen nicht mehr als Leiter aufgefasst werden können. Sobald solche Glimmerblättehen angefeuch tet worden sind, lassen sie sich überraschend gut nach der elektrostatischen Methode versprühen und ergeben eine ausreichende Streuwirkung. Bei nicht angefeuchteten Glimmerblättchen tritt dagegen bei Anlegung verschiedener Spannungen eine Brücken bildung der Glimmerblättchen untereinander auf, wo durch ein Verstreuen stark beeinträchtigt, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Das erfindungsgemässe Verfahren wird anhand einer beispielsweisen Vorrichtung auf der beigefügten Figur erläutert. Die Glimmerzuführungsvorrichtung enthält ein Vorratsgefäss<B>1,</B> welches über einem Transport band 2 angeordnet ist. Die gesamte Glimmerzufüh- rungsvorrichtung ist von einer Klimmaanlage <B>3</B> um geben, in der in an sich bekannter Weise der ge wünschte Feuchtigkeits- und Sättigungsgrad der zur Filmbildung benötigten Komponente aufrechterhalten werden kann. Die Glimmerblättehen 4 in der Zufüh rungsvorrichtung<B>1</B> sind in einer vorhergehenden Verfahrensstufe einem Reinigungsprozess unterwor fen und bereits mit einer Bindemittelhaut versehen worden, auf der sich durch Kondensation des Damp fes in der Klimakammer ein Flüssigkeitsfilm gebildet hat. Vom Transportband 2 werden durch eine in geeigneter Weise abgedichtete öffnung <B>5</B> die Glim merblättchen auf eine geneigte, geerdete Elektroden- fläche <B>6</B> befördert, wo sie unter der Wirkung des elektrostatischen Feldes zwischen den beiden Elek troden<B>6</B> und<B>7</B> fortbewegt werden und schliesslich auf der zu beaufschlagenden Unterlage<B>8</B> ihren Platz im Verband der Glimmerschicht finden. Die verhält- nismässig locker aufgeschichteten Glimmerblättehen werden dann einem Druck- und Wärmeverfahren unterworfen und in an sich bekannter Weise zu einem Glimmerschichtstoff verfestigt. Die Elektroden <B>6</B> und<B>7</B> können zur Steigerung des Trenn- und Ver teilungseffektes noch in mechanische Bewegung yer- setzt werden, indem man z. B. an ihnen Rüttelvor richtungen oder Vibratoren anordnet. Der Abstand der Elektroden voneinander richtet sich nach der Glimmergrösse und der angewandten Spannung.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung von Glimmerschicht- produkten für elektrische Isolierzwecke gemäss dem Patentanspruch<B>1</B> des Hauptpatentes, dadurch gekenn zeichnet, dass Glimmerblättchen mit einer Flüssig keit benetzt und mit Hilfe elektrostatischer Vorrich tungen auf eine zu beschichtende Unterlage gebracht werden. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Benetzungsmittel ein Lösungs mittel, verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Benetzungsmittel ein Binde mittel verwendet wird.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Benetzungsmittel ein in Lö sungsmittel gelöstes oder dispergiertes Bindemittel, insbesondere ein Lack, verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mit Bindemittel überzogene Glimmerblättehen benetzt werden. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Benetzung der Glimmerblätt chen vor dem elektrostatischen Besprühen in einer Klimakammer vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE312389X | 1951-11-12 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH366314A true CH366314A (de) | 1962-12-31 |
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ID=25793927
Family Applications (2)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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1958
- 1958-11-13 CH CH6620558A patent/CH366313A/de unknown
- 1958-11-14 CH CH6620658A patent/CH366314A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH366313A (de) | 1962-12-31 |
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