CH356174A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer KräfteInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung von meh#rlagigen Glim- merschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte. Es wurden bereits elektrostatische Vorrichtungen vorgeschlagen, bei denen die auf einer vorteilhaft an Erde liegende Elektrode zugeführten Glimmerblättchen von einer Hochspannungselektrode abgezogen und auf -eine zwischen beiden Elektroden angeordnete zu beschich tende Unterlage gebracht werden.
Ein weiterer Vorschlag ordnet beide Elektroden so gegeneinander an, dass die Kraftlinien praktisch tangential zu einer unter den beiden Elektroden zu beschichtenden Unterlage verlaufen. Die von einer an Erde liegenden Elektrode zugeführten Glimmer- teilchen werden hierbei von einer Hochspannungs elektrode abgezogen und fallen, bevor sie diese er reichen, auf die zu beaufschlagende Unterlage.
Bei den beschriebenen und auch sonstigen be kannten Verfahren wird reiner trockener Glimmer verwendet, und es sind zusätzliche Einrichtungen erforderlich, um ein Bindemittel, vorteilhaft zusam men mit einem Lösungsmittel, auf die zu beschich tende Unterlage oder die einzelnen Glimmerblättchen aufzubringen. Ferner werden bei diesen Verfahren oft besonders fest aufeinanderhaftende Glimmer blättchen nicht vollständig aufgeblättert; so können einzelne Glimmerpakete auf die Unterlage gelangen, so dass diese verschieden dick beaufschlagt wird.
Nach der Erfindung sind zusätzliche Einrichtun gen zur Aufbringung des Binde- und Lösungsmittels nicht erforderlich, und es kann eine ausreichende Auf- blätterung der Glimmerpakete gewährleistet werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von z. B. mehrlagigen Glimmerschicht- produkten für elektrische Isolierzwecke mit überfüh- rung der einzelnen Glimmerteilchen an ihren Platz im Verband der Glimmerschicht mittels elektrostatischer Kräfte, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem Lösungsmittel aufgeschlämmte Glimmerblätt chen mit Hilfe von mit elektrostatischen Feldern arbeitenden Vorrichtungen, welche zum Versprühen von Lack geeignet sind, auf eine zu beschichtende Unterlage gebracht werden.
Diesen zur Aufschlämmung der Glimmerteilchen verwendeten Lösungsmitteln können die Bindemittel, beispielsweise Lacke, bereits zugesetzt sein. Binde mittel können auch durch zusätzliche, an sich be kannte, ebenfalls elektrostatische Einrichtungen in trockener Form, vorteilhaft in Pulver- oder Granulat- form, auf die zu beschichtende Unterlage oder die Glimmerblättchen aufgebracht werden.
Im folgenden wird an Hand der Abbildungen eine mögliche Ausführungsform einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung und ein Verfahren nach der Erfindung beschrieben.
Die Figur zeigt eine schaufelförmige Elektrode<B>1,</B> welche an Hochspannung liegt und deren nach oben gerichtetes Schaufelblatt bei 2 als Sprühkante wirkt. Dieser gegenüber ist eine flächenförmige, an Erde lie gende Elektrode<B>3</B> so angeordnet, dass die sich zwi schen den beiden Elektrodenkanten ausbildenden Kraftlinien tangential zu der zu beschichtenden, bei spielsweise kontinuierlich in Pfeilrichtung geführten, Unterlage 4 laufen. In der schaufelförmigen Elek trode<B>1</B> befindet sich eine Aufschlämmung<B>5</B> von Glimmerblättchen in einem Lösungs- und Binde mittel.
Diese Aufschlämmung wird durch eine am Stutzen<B>6</B> angeschlossene, nicht dargestellte Leitung aus einem Mischer laufend nachgefüllt. In diesem Mischer wird durch bekannte Mittel, beispielsweise, ein Rührwerk, die Aufschlämmung hergestellt, und die Glimmerpakete werden hierbei in ihre einzelnen Blättchen zerteilt. Zwischen den Mischer und die Elektrodenschaufel kann ein Pumpwerk eingebaut sein, dessen Förderleistung bequem regulierbar ist, oder die Glimmeraufschlämmung kann auch von einem hoch gestellten Mischer über ein Regelvent-il der Elektrodenschaufel zugeführt werden.
Diese Auf- schlämmung wird über die Sprühkante 2 der Elek trode<B>1</B> von der an Erde liegenden Elektrode<B>3</B> abgezogen. Diese Saugelektrode ist so weit von der Sprühkante entfernt angeordnet, dass die Glimmer blättchen und das Lösungs- und Bindemittel weniger auf die Elektrode selbst auftreffen, sondern infolge ihres Eigengewichtes aus dem Kraftfeld der Elektro den herausfallen und auf die zu beschichtende Unter lage gelangen. Da die Glimmerteilchen sich parallel zu den Kraftlinien der Elektrode stellen, gelangen sie unter einem sehr spitzen Winkel, praktisch parallel der Unterlage, auf diese und bleiben auf deren vor teilhaft geleimter Oberfläche haften.
Dieses Versprühen von in einem Lösungs- und Bindemittel aufgeschlämmten Glimmerblättchen zeigt zwei wesentliche Vorteile: <B>1.</B> Beim Herstellen der Aufschlämmung werden in einem Mischer die einzelnen Glimmerpakete be reits weitgehend aufgeblättert und gleichmässig mit einer Bindemittelhaut überzogen; 2. die aufgeschlämmten Glimmerblättchen werden einzeln über die Sprühkante der Schaufelelektrode gezo 'gen, und hierbei werden im Mischer selbst noch nicht aufgeblätterte Glimmerpakete schicht weise abgesaugt und so zerteilt.
Um einen sich evtl. bildenden Überschuss von Lösungsmittel aus der Elektrodenschaufel abführen zu können, ist eine über ein nicht dargestelltes Ventil regalierbare Rückleitung<B>7</B> vorgesehen, durch welche das überschüssi-e Lösungsmittel in den Mischer zu rückgeführt wird.
Das zur Herstellunc, der Glimmeraufschlämmung verwendete Lösungsmittel wird vorteilhaft so aus gewählt, dass die Glimmerblättchen gut benetzt und möglichst lange in der Schwebe gehalten werden. Besonders bewährt haben sich cWorierte Kohlenwas- serstoffe und geringe, Zusätze von Netzmitteln.
Zur Aufschlämmung des Glimmers kann man jedoch auch reines Lösungsmittel, gegebenenfalls mit einem Netzmittelzusatz, jedoch ohne Bindemittel, ver wenden. Das Bindemittel kann dann mittels bekann ter Einrichtungen, auch elektrostatischer Art, vorteil haft in Pulver- oder Granulatform auf die zu beschich tende Unterlage bzw. auf einzelne Glimmerschichten aufgebracht werden. Das mit dem Glimmer ver sprühte Lösungsmittel löst dann die Bindemittelteil- chen auf und gewährleistet eine gleichmässige Vertei- lunor und Verklebung.
Um das überschüssigge Lösungsmittel einer er neuten Verwendunc, zuführen zu können, wird es vorteilhaft bei der Verfestigung der Glimmerschicht durch Druck und Wärme aufgefangen, kondensiert und dem Mischer wieder zugeführt.
Die beschriebene Einrichtung und das geschil derte Verfahren können vielseitig abgewandelt wer den, beispielsweise durch Verwendung von anderen Elektrodenformen oder auch durch verschieden artige Anordnung der Elektroden, insbesondere der art, dass die Hochspannungselektrode unter der zu beschichtenden Unterlage angeordnet ist, wobei eben falls die Kraftlinien der beiden Elektroden tangential zur Glimmerunterlage verlaufen.
Weitere mögliche Elektrodenformen und deren Anordnung sind bei spielsweise im Hauptpatent ausführlich beschrieben worden, jedoch soll sich das Verfahren nach der Erfindung nicht auf diese beschränken, sondern es bezieht sich auf die elektrostatische Verstäubung einer Aufschlämmung von Glimmer in einem Lö sungsmittel mit oder ohne Bindemittel unabhängig von der Form und Anordnung der hierzu verwen deten Elektroden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH 1</B> Verfahren nach dem Patentanspruch<B>1</B> des Haupt patentes zur Herstellung von Glimmerschichtproduk- ten für elektrische Isollerzwecke mit überführung der einzelnen Glimmerteilchen an ihren Platz im Ver band der Glimmerschicht mittels elektrostatischer Kräfte, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Lö sungsmittel aufgeschlämmte Glimmerblättchen mit Hilfe von mit elektrostatischen Feldern arbeitenden Vorrichtungen, welche zum Versprühen von Lack geeignet sind, auf eine zu beschichtende Unterlage gebracht werden.UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel chlorierte Koh- lenwasserstoffe verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass dem Lö sungsmittel Netzmittel zugesetzt werden. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass dem Lösungsmittel, in welchem die Glimmerblättchen aufgeschlämmt sind, ein Binde mittel zugesetzt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass Bindemittel in trockener Form auf die zu beschichtende Unterlage aufgebracht wer den. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Glimmerteilchen in einem Mischer aufgeschlämmt werden, welcher über eine Dosiereinrichtung mit einer Sprühelektrode verbunden ist. <B>6.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass überschüssiges Lösungsmittel von der Sprühelektrode mittels einer regulierbaren Rück leitung dem Mischer wieder zugeführt wird.<B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass bei einer anschliessenden Behand lung des Glimmerschichtproduktes mit Druck und Wärme das Lösungsmittel wieder gewonnen und einem Vorratsbehälter zugeführt wird.<B>PATENTANSPRUCH</B> Il Einrichtung nach dem Patentansprach II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Vor ratsbehälter mit einer schaufelförmigen Elektrode, die an Hochspannung liegt und welcher der auf geschlämmte Glimmer zugeführt wird, sowie eine an Erde liegende Saugelektrode, die in einer solchen Lage der Schaufelclektrode gegenüber angeordnet ist, dass die Feldlinien zwischen diesen beiden Elektroden praktisch tangential zu der unter den beiden Elek troden geführten zu beschichtenden Unterlage ver laufen.
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