CH356174A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte

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CH356174A
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CH
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mica
solvent
electrode
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Rudolf Dipl Ing Floetgen
Karl Dipl Phys Kalb
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Licentia Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B14/00Use of inorganic materials as fillers, e.g. pigments, for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of inorganic materials specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B14/02Granular materials, e.g. microballoons
    • C04B14/04Silica-rich materials; Silicates
    • C04B14/20Mica; Vermiculite
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/02Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
    • H01B3/04Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances mica

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Description


  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von     Glimmerschichtprodukten     für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte    Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine  Einrichtung zur Herstellung von     meh#rlagigen        Glim-          merschichtprodukten    für elektrische Isolierzwecke  mittels elektrostatischer Kräfte. Es wurden bereits  elektrostatische Vorrichtungen vorgeschlagen, bei  denen die auf einer vorteilhaft an Erde liegende  Elektrode zugeführten Glimmerblättchen von einer  Hochspannungselektrode abgezogen und auf -eine  zwischen beiden Elektroden angeordnete zu beschich  tende Unterlage gebracht werden.  



  Ein weiterer Vorschlag ordnet beide Elektroden  so gegeneinander an,     dass    die Kraftlinien praktisch       tangential    zu einer unter den beiden Elektroden zu  beschichtenden Unterlage verlaufen. Die von einer  an Erde liegenden Elektrode zugeführten     Glimmer-          teilchen    werden hierbei von einer Hochspannungs  elektrode abgezogen und fallen, bevor sie diese er  reichen, auf die zu     beaufschlagende    Unterlage.  



  Bei den beschriebenen und auch sonstigen be  kannten Verfahren wird reiner trockener Glimmer  verwendet, und es sind zusätzliche Einrichtungen  erforderlich, um ein Bindemittel, vorteilhaft zusam  men mit einem Lösungsmittel, auf die zu beschich  tende Unterlage oder die einzelnen Glimmerblättchen  aufzubringen. Ferner werden bei diesen Verfahren  oft besonders fest     aufeinanderhaftende    Glimmer  blättchen nicht vollständig aufgeblättert; so können  einzelne     Glimmerpakete    auf die Unterlage gelangen,  so     dass    diese verschieden dick     beaufschlagt    wird.  



  Nach der Erfindung sind zusätzliche Einrichtun  gen zur Aufbringung des Binde- und Lösungsmittels  nicht erforderlich, und es kann eine ausreichende     Auf-          blätterung    der     Glimmerpakete    gewährleistet werden.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von z. B.     mehrlagigen        Glimmerschicht-          produkten    für elektrische Isolierzwecke mit überfüh-         rung    der einzelnen     Glimmerteilchen    an ihren Platz im  Verband der     Glimmerschicht    mittels elektrostatischer  Kräfte, welches dadurch gekennzeichnet ist,     dass    in  einem Lösungsmittel aufgeschlämmte Glimmerblätt  chen mit Hilfe von mit elektrostatischen Feldern  arbeitenden Vorrichtungen, welche zum Versprühen  von Lack geeignet sind, auf eine zu beschichtende  Unterlage gebracht werden.  



  Diesen zur Aufschlämmung der     Glimmerteilchen     verwendeten Lösungsmitteln können die Bindemittel,  beispielsweise Lacke, bereits zugesetzt sein. Binde  mittel können auch durch zusätzliche, an sich be  kannte, ebenfalls elektrostatische Einrichtungen in  trockener Form, vorteilhaft in Pulver- oder     Granulat-          form,    auf die zu beschichtende Unterlage oder die  Glimmerblättchen aufgebracht werden.  



  Im folgenden wird an Hand der Abbildungen  eine mögliche Ausführungsform einer Einrichtung zur  Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung  und ein Verfahren nach der Erfindung beschrieben.  



  Die Figur zeigt eine schaufelförmige Elektrode<B>1,</B>  welche an Hochspannung liegt und deren nach oben  gerichtetes Schaufelblatt bei 2 als Sprühkante wirkt.  Dieser gegenüber ist eine flächenförmige, an Erde lie  gende Elektrode<B>3</B> so angeordnet,     dass    die sich zwi  schen den beiden     Elektrodenkanten    ausbildenden  Kraftlinien     tangential    zu der zu beschichtenden, bei  spielsweise kontinuierlich in Pfeilrichtung geführten,  Unterlage 4 laufen. In der schaufelförmigen Elek  trode<B>1</B> befindet sich eine Aufschlämmung<B>5</B> von       Glimmerblättchen    in einem     Lösungs-    und Binde  mittel.

   Diese Aufschlämmung wird durch eine am  Stutzen<B>6</B> angeschlossene, nicht dargestellte Leitung  aus einem Mischer laufend nachgefüllt. In diesem  Mischer wird durch bekannte Mittel, beispielsweise,  ein Rührwerk, die Aufschlämmung hergestellt, und      die     Glimmerpakete    werden hierbei in ihre einzelnen  Blättchen zerteilt. Zwischen den Mischer und die       Elektrodenschaufel    kann ein Pumpwerk eingebaut  sein, dessen Förderleistung bequem regulierbar ist,  oder die     Glimmeraufschlämmung    kann auch von  einem hoch gestellten Mischer über ein     Regelvent-il     der     Elektrodenschaufel    zugeführt werden.

   Diese     Auf-          schlämmung    wird über die Sprühkante 2 der Elek  trode<B>1</B> von der an Erde liegenden Elektrode<B>3</B>  abgezogen. Diese Saugelektrode ist so weit von der  Sprühkante entfernt angeordnet,     dass    die Glimmer  blättchen und das     Lösungs-    und Bindemittel weniger  auf die Elektrode selbst auftreffen, sondern infolge  ihres Eigengewichtes aus dem Kraftfeld der Elektro  den herausfallen und auf die zu beschichtende Unter  lage gelangen. Da die     Glimmerteilchen    sich parallel  zu den Kraftlinien der Elektrode stellen, gelangen sie  unter einem sehr spitzen Winkel, praktisch parallel  der Unterlage, auf diese und bleiben auf deren vor  teilhaft geleimter Oberfläche haften.  



  Dieses Versprühen von in einem     Lösungs-    und  Bindemittel aufgeschlämmten Glimmerblättchen zeigt  zwei wesentliche Vorteile:  <B>1.</B> Beim Herstellen der Aufschlämmung werden in  einem Mischer die einzelnen     Glimmerpakete    be  reits weitgehend aufgeblättert und gleichmässig  mit einer     Bindemittelhaut    überzogen;  2. die aufgeschlämmten Glimmerblättchen werden  einzeln über die Sprühkante der Schaufelelektrode       gezo    'gen, und hierbei werden im Mischer selbst  noch nicht aufgeblätterte     Glimmerpakete    schicht  weise abgesaugt und so zerteilt.  



  Um einen sich     evtl.    bildenden     Überschuss    von  Lösungsmittel aus der     Elektrodenschaufel    abführen  zu können, ist eine über ein nicht dargestelltes Ventil       regalierbare    Rückleitung<B>7</B> vorgesehen, durch welche  das     überschüssi-e    Lösungsmittel in den Mischer zu  rückgeführt wird.  



  Das zur     Herstellunc,    der     Glimmeraufschlämmung     verwendete Lösungsmittel wird vorteilhaft so aus  gewählt,     dass    die Glimmerblättchen gut benetzt und  möglichst lange in der Schwebe gehalten werden.  Besonders bewährt haben sich     cWorierte        Kohlenwas-          serstoffe    und geringe, Zusätze von Netzmitteln.  



  Zur Aufschlämmung des Glimmers kann man  jedoch auch reines Lösungsmittel, gegebenenfalls mit  einem     Netzmittelzusatz,    jedoch ohne Bindemittel, ver  wenden. Das Bindemittel kann dann mittels bekann  ter Einrichtungen, auch elektrostatischer Art, vorteil  haft in Pulver- oder     Granulatform    auf die zu beschich  tende Unterlage     bzw.    auf einzelne     Glimmerschichten     aufgebracht werden. Das mit dem Glimmer ver  sprühte Lösungsmittel löst dann die     Bindemittelteil-          chen    auf und gewährleistet eine gleichmässige     Vertei-          lunor    und     Verklebung.     



  Um das     überschüssigge    Lösungsmittel einer er  neuten     Verwendunc,    zuführen zu können, wird es  vorteilhaft bei der Verfestigung der     Glimmerschicht     durch Druck und Wärme aufgefangen, kondensiert  und dem Mischer wieder zugeführt.

      Die beschriebene Einrichtung und das geschil  derte Verfahren können vielseitig abgewandelt wer  den, beispielsweise durch Verwendung von anderen       Elektrodenformen    oder auch durch verschieden  artige Anordnung der Elektroden, insbesondere der  art,     dass    die Hochspannungselektrode unter der zu  beschichtenden Unterlage angeordnet ist, wobei eben  falls die Kraftlinien der beiden Elektroden     tangential     zur     Glimmerunterlage    verlaufen.

   Weitere mögliche       Elektrodenformen    und deren Anordnung sind bei  spielsweise im Hauptpatent ausführlich beschrieben  worden, jedoch soll sich das Verfahren nach der  Erfindung nicht auf diese beschränken, sondern es  bezieht sich auf die elektrostatische     Verstäubung     einer Aufschlämmung von Glimmer in einem Lö  sungsmittel mit oder ohne Bindemittel unabhängig  von der Form und Anordnung der hierzu verwen  deten Elektroden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH 1</B> Verfahren nach dem Patentanspruch<B>1</B> des Haupt patentes zur Herstellung von Glimmerschichtproduk- ten für elektrische Isollerzwecke mit überführung der einzelnen Glimmerteilchen an ihren Platz im Ver band der Glimmerschicht mittels elektrostatischer Kräfte, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Lö sungsmittel aufgeschlämmte Glimmerblättchen mit Hilfe von mit elektrostatischen Feldern arbeitenden Vorrichtungen, welche zum Versprühen von Lack geeignet sind, auf eine zu beschichtende Unterlage gebracht werden.
    UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel chlorierte Koh- lenwasserstoffe verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass dem Lö sungsmittel Netzmittel zugesetzt werden. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass dem Lösungsmittel, in welchem die Glimmerblättchen aufgeschlämmt sind, ein Binde mittel zugesetzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass Bindemittel in trockener Form auf die zu beschichtende Unterlage aufgebracht wer den. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Glimmerteilchen in einem Mischer aufgeschlämmt werden, welcher über eine Dosiereinrichtung mit einer Sprühelektrode verbunden ist. <B>6.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass überschüssiges Lösungsmittel von der Sprühelektrode mittels einer regulierbaren Rück leitung dem Mischer wieder zugeführt wird.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass bei einer anschliessenden Behand lung des Glimmerschichtproduktes mit Druck und Wärme das Lösungsmittel wieder gewonnen und einem Vorratsbehälter zugeführt wird.
    <B>PATENTANSPRUCH</B> Il Einrichtung nach dem Patentansprach II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Vor ratsbehälter mit einer schaufelförmigen Elektrode, die an Hochspannung liegt und welcher der auf geschlämmte Glimmer zugeführt wird, sowie eine an Erde liegende Saugelektrode, die in einer solchen Lage der Schaufelclektrode gegenüber angeordnet ist, dass die Feldlinien zwischen diesen beiden Elektroden praktisch tangential zu der unter den beiden Elek troden geführten zu beschichtenden Unterlage ver laufen.
CH356174D 1951-11-12 1957-12-05 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten für elektrische Isolierzwecke mittels elektrostatischer Kräfte CH356174A (de)

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