Unterhaltungsspiel Im Schweizer Patent Nr. 338746 ist bereits ein Unterhaltungsspiel mit einem unter einer Platte ver schiebbar angeordneten Magneten zum Bewegen einer auf der Platte befindlichen Figur erläutert. Hierbei ist auf derPlatte durch entsprechendeErhöhungen ein Parcours für die Figur markiert. Es handelt sich also darum, den unter der Platte befindlichen Magneten diesem Parcours entlang zu bewegen, so dass die Figur zwischen den entsprechenden Erhöhungen, ohne an diese anzustossen, vorbeidirigiert wird.
Beim An stossen kann es vorkommen, dass die Figur aus dem magnetischen Kraftfeld herausgelangt und dadurch liegen bleibt und durch Zurückdirigieren des Magne ten wieder gesucht werden muss. Um nun den Ma gneten parallel zur Platte in jeder Richtung verschie ben zu können, sind zwei Antriebsorgane vorgesehen, mittels denen unabhängig voneinander der Magnet in zwei winkelrecht zueinander liegenden Richtungen verschiebbar ist.
Bei Betätigung der Antriebsorgane von Hand mittels je einer Handkurbel oder eines Handrades, kann der Bedienende durch gefühlsmäs- siges Arbeiten bei etwelcher Geschicklichkeit ein Freiwerden der Figur vom Magneten verhindern, was bei motorischem Antrieb nicht der Fall ist. Aus die sem Grunde hat sich der Gedanke des motorischen Antriebes bisher nicht in befriedigender Weise in die Praxis umsetzen lassen.
Die vorliegende Erfindung behebt nun diesen Nachteil und betrifft ein Unterhaltungsspiel der ein gangs erwähnten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Verschiebung des Magneten durch hand gesteuerten, motorischen Antrieb erfolgt und sich der Magnet nur innerhalb einer unter der Platte ange brachten, durch eine Profilierung gebildeten Füh rungsbahn bewegen kann, um ein Abstreifen der Fi gur vom Magneten zu verhindern. Hierdurch lässt sich eine Führung des Magneten erreichen, bei wel- cher dieser innerhalb des vorbestimmten Parcours der Figur bleibt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt einen Grundriss bei abgehobener Fahrbahnplatte und weggelassener Spiel-Figur.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in Seitenansicht einen Steuerschalter. Fig. 4 zeigt eine Stirnansicht hierzu in Richtung des Pfeiles A in Fig. 3.
Fig. 5 zeigt in derselben Darstellung wie Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel des Steuerschalters. Abgesehen vom motorischen Antrieb erfolgt die Bewegung des Magneten in der Hauptsache mit den im erwähnten Schweizer Patent Nr. 388746 beschrie benen Mitteln, wonach unterhalb der Fahrbahn- oder Deckplatte 1 eine das Spielfeld in der einen Rich tung überquerende Traverse 2 mittels parallelen Füh rungsschienen 3 in der Längsrichtung der letzteren verschiebbar gelagert ist.
Die Traverse 2 ist am einen Ende mit einem Mitnehmer 4 versehen, welcher in eine endlose Kette 5 eingreift, die über zwei Umlenk räder 6 bzw. 7 läuft, die sich an gegenüberliegenden Enden des Spielfeldes befinden, wobei die Umlenk- rolle 7, unter Zwischenschalten einer Rutschkupp lung 8 durch einen umsteuerbaren elektrischen Mo tor 9 antreibbar ist. Auf der Traverse 2 ist längsver schiebbar ein Schlitten 10 gelagert, der einen verti kalen Permanentmagneten 11 trägt.
Der Schlitten 10 weist auf der Unterseite vier drehbare Führungsrollen 12 auf, die in parallelen U-profilförmigen Führungs schienen 13 der Traverse geführt sind. Der besseren übersichtlichkeit wegen ist in Fig. 2 die Traverse nur durch diese Führungsschienen 13 veranschaulicht. Gemäss Fig. 1 ist der Schlitten 10 durch ein end loses Zugorgan in Form einer Gelenkkette 14 ange- trieben,
welche über zwei an den Traversenenden drehbar gelagerten Umlenkrädem 15 bzw. 16 läuft. Die Kupplung der Kette 14 mit dem Schlitten 10 erfolgt über einen Kuppelmagneten 17.
Das Umlenkrad 15 sitzt längsverschiebbar, aber undrehbar auf einer parallel zu den Führungsschie nen 3 drehbar gelagerten prismatischen, insbesondere vierkantigen Welle 18 (Fig. 1), welche am einen Ende ausserhalb des Spielfeldes ein Kettenrad 19 trägt, das zu einem Kettentrieb 20 gehört, der unter Zwischen schalteng einer Rutschkupplung 21 von einem um steuerbaren Elektromotor 22 antreibbar ist.
Durch Steuern der Motore 9, 22 in der einen oder anderen Richtung mit unterschiedlichen vor gesehenen Geschwindigkeitsstufen, lässt sich die Tra verse 2 und unabhängig davon nacheinander oder gleichzeitig der Schlitten 10 mit dem Magneten 11 längs der Traverse in der anderen Richtung über das ganze Spielfeld verschieben.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, sitzt auf der Deck platte eine Spielfigur in Form eines nachgebildeten Autos 23, das zentral zwischen den Rädern eine Eisenplatte 24 aufweist, die nur mit geringem Spiel oberhalb der Deckplatte 1 angeordnet ist. Analog befindet sich der als vertikaler Stab ausgebildete Magnet 11 mit seinem einen Pol unmittelbar unter der Platte 1, so dass die Autofigur 23 den Bewegun gen des Magneten folgt.
Auf der Deckplatte 1 befinden sich Erhöhungen 25, welche in ihrer Gesamtheit in nicht dargestellter bekannter Weise einen Parcours bilden, welchen die Autofigur 23 durchfahren soll. Die Erhöhungen kön nen also in Form von Häusern, welche Strassenzüge begrenzen, von Verkehrsinseln und anderen Hinder nissen usw. ausgebildet sein.
Um nun nach Möglichkeit zu verhindern, dass der Magnet 11 den Kontakt mit der Autofigur 23 verliert, ist am unteren Ende des Magneten 11 ein Kugellager angeordnet, dessen Innenring 26 fest auf dem Magneten 11 sitzt, wogegen der Aussenring 27 mit Führungen zusammenarbeitet, die durch eine Profilierung 28 gebildet sind, die sich in der Höhe des Kugellagers befindet und durch entsprechende Erhöhungen 29 begrenzt ist, die sich auf einer Füh- rungsbahnprofilplatte 30 befinden. Die Profilierung 28 ist dem durch die Erhöhungen 25 auf der Fahr bahn- oder Deckplatte 1 gebildeten Parcours für das Auto 23 nachgebildet.
Die Platte 30 schliesst zu gleich den Bewegungsraum des Magneten nach unten ab und dient daher als. Boden oder Zwischenboden des die ganzen Bauteile umfassenden Tischrahmens üblicher Bauart.
Die Ecken der Führungsbahn-Profilierung 28 können Abschrägungen oder Abrundungen aufweisen, die einen allmählichen Übergang bei Richtungsände- rungen von der einen Richtung in die andere gewähr leisten.
Gemäss Fig. 2 ist in der Führungsbahn an gewis sen Stellen die Profilplatte 30 mit einer Durchbre- chung 31 versehen, in welche ein U-förmiger, hoch- gebogener Teil 32 einer Kontaktfeder 33 hineinragt. Diese Kontaktfeder ist mittels Schrauben 34 an der Platte 30 isolierend befestigt und erhält durch eine Leitung 35 Steuerstrom zugeführt. Das freie Ende 36 der Kontaktfeder 33 arbeitet mit dem freien Ende einer weiteren Kontaktfeder 37 zusammen, die eben falls mittels Schrauben 34 an der Platte 30 befestigt und an eine Stromleitung 38 angeschlossen ist.
Die Leitungen 35, 38 liegen in einem Steuerstromkreis, der zu Registrierzwecken oder Signalisierungen die nen kann und beim Durchfahren des über dem Teil 32 befindlichen Magneten geschlossen wird. Sobald der Magnet die betreffende Stelle verlässt, federt die Kontaktfeder 33 mit ihrem freien Ende 36 nach un ten, wodurch der Stromkreis geöffnet wird.
Es können an mehreren vorbestimmten Stellen der Platte 30 solche Steuerstromschalter vorgesehen sein.
Die Profilierung 28 kann sich auch an einer an deren Stelle unterhalb der Fahrbahnplatte 1 befinden und zwar auch oberhalb der Traverse 2, z. B. unmit telbar an der Unterseite der Platte 1. An dieser ist dann durch entsprechende Erhöhung sozusagen ein Gegenprofil gegenüber dem durch die Erhöhungen 25 markierten Parcours gebildet. Natürlich muss sich dann das Kugellager 26, 27 in gleicher Höhe befinden wie die Profilierung.
Beim Ausführungsbeispiel des Steuerschalters ge- mäss Fig. 5 ist vorausgesetzt, dass, wie im Schema nach Fig. 1 vorgesehen, jedes der beiden Antriebs organe 5 bzw. 18 durch einen eigenen umsteuerbaren elektrischen Motor betätigt wird, die beide durch ein gemeinsames Steuerorgan kontrollierbar sind. Dieses Steuerorgan weist einen zweiarmigen Hebel 39 auf, der mittels eines Kugelgelenkes 40 in einem Träger 41 gelagert ist.
Der eine Hebelarm ist mit einem Handgriff 42 versehen, wogegen der andere Hebel arm am freien Ende eine runde Steuerscheibe 43 trägt, die mit vier Federkontaktpaaren zusammen arbeitet, die um je 90 gegeneinander versetzt rings um die Steuerscheibe 43 angeordnet sind. Die Kon taktpaare 44 liegen im Steuerstromkreis 45 für den Vorwärtsgang des einen Motors, z. B. des Motors 9 in Fig. 1. Die diametral gegenüberliegend angeord neten Kontaktpaare 46 liegen im Steuerkreis 47 für den Rückwärtsgang desselben Motors. Analog liegen die Kontaktpaare 48 im Steuerstromkreis 49 für den Vorwärtsgang des anderen Motors, z. B. 22.
Das letzte, nicht sichtbare Kontaktpaar liegt dann im Steuerstromkreis für den Rückwärtslauf dieses Motors.
Durch entsprechende Schwenkung des Hebels 39 kann der Bedienende mit einer Hand nach Belieben jeden Motor wahlweise im Vorwärts- oder Rück wärtslauf einschalten und wieder ausschalten. Er kann auch durch entsprechende Diagonalbewegung des Handgriffes 42 zugleich beide Motore ein- bzw. ausschalten und zwar in den verschiedenen Kombina tionen bezüglich des Vor- und Rückwärtslaufes der selben. Die Geschwindigkeitsregulierung der Motore er folgt zweckmässig durch ein gesondertes Steuerorgan durch die andere Hand des Bedienenden, wobei wahl weise für jeden Motor die gerade passende Geschwin digkeit gewählt werden kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 ist vorgesehen, dass beide Antriebsorgane 5 bzw. 18 (Fig. 1) entgegen der Darstellung in der Zeichnung durch einen gemeinsamen Elektromotor antreibbar sind, aber wieder durch ein gemeinsames Steuerorgan kontrolliert werden können. Dieses weist wieder den anhand der Fig. 5 erläuterten Steuerhebel auf, des sen übereinstimmende Bezugszeichen in beiden Fällen identisch sind.
Unterschiedlich gegenüber dem Steuer hebel nach Fig. 5 ist, dass die am freien Ende des Hebels 39 befindliche Steuerscheibe als auf dem He bel 39 drehbar gelagerte Reibscheibe 50 ausgebildet ist, die mittels einer biegsamen Welle 51 durch den Antriebsmotor angetrieben ist. Jedes Antriebsorgan 5 bzw. 18 (Fig. 1) weist dann zwei miteinander durch einen Kettentrieb 52', 53',56 bzw. 54', 55', 57 ge- kuppelte Reibräder 52, 53 bzw. 54, 55 auf, mit den endlosen Zuggliedern 56 bzw. 57.
Die Reibräder 52, 53, 54, 55 sind wieder um 9011 gegeneinander ver setzt rings um das Steuerrad 50 angeordnet, so dass durch entsprechendes Schwenken des Hebels 39 das Steuerrad 50 wahlweise mit einem beliebigen der vier Reibräder 52-55 in Eingriff gebracht werden kann. Wird das Steuerrad 50 z. B. mit dem Reibrad 52 in Eingriff gebracht, dann wird der Trieb 52', 53', 56 in der einen Richtung angetrieben, wodurch das ent sprechende Antriebsorgan, z. B. 5 in Fig. 1, in der einen Richtung bewegt wird. Soll die Bewegung in an derer Richtung erfolgen, dann wird das Steuerrad 50 durch entsprechende Schwenkung des Hebels 39 mit dem Reibrad 53 in Eingriff gebracht.
Analog verhält es sich beim Ineingriffbringen des Steuerrades 50 mit den Reibrädern 54 bzw. 55, für das andere Antriebs organ z. B. 18 (Fig. 1).
Es bedarf also keines umsteuerbaren Motors, um beide Antriebsorgane nach Belieben im Vorwärts oder Rückwärtsgang wahlweise zu betätigen.
Analog wie beim Steuerorgan nach Fig. 5 kann auch hier wahlweise der gemeinsame Antrieb zweier i einander benachbarter Reibräder, z. B. 52 und 54, erfolgen, indem der Hebel 39 in der Diagonalrichtung bewegt wird. Auf diese Weise lassen sich wieder die verschiedenen Kombinationen für den Antrieb im Vorwärts- bzw. Rückwärtsgang der beiden Glieder 5, 18 erzielen.
Auch hier können die Geschwindigkeitsabstufun- gen des gemeinsamen Motors durch ein gesondertes Steuerorgan, das mit der anderen Hand des Bedie nenden zu betätigen ist, erzielt werden. Es können auch, wenn beide Antriebsorgane mit unterschiedli cher Geschwindigkeit gleichzeitig angetrieben werden sollen, für jedes Antriebsorgan besondere überset- zungen eingeschaltet werden, so dass trotz des ge meinsamen Antriebes die Geschwindigkeit des einen Antriebsorgans gegenüber dem anderen herabgesetzt bzw. erhöht werden kann.