CH366528A - Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates

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CH366528A
CH366528A CH5721558A CH5721558A CH366528A CH 366528 A CH366528 A CH 366528A CH 5721558 A CH5721558 A CH 5721558A CH 5721558 A CH5721558 A CH 5721558A CH 366528 A CH366528 A CH 366528A
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CH
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amylose
product
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ethanol
sulfated
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CH5721558A
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Roubal Zdenek Rndr
Placer Zdenek Rndr
Vokac Vaclav Mudr
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Spofa Spojene Farmaceuticke Z
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B33/00Preparation of derivatives of amylose
    • C08B33/02Esters

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates
Auf Grund eingehender biochemischer und biologischer Forschung wurde festgestellt, dass die   Schutz-    wirkung des Magenschleims bei der Entwicklung und Behandlung von Magenerosionen von der   Pepsinih-    hibition durch spezifisch wirkende Substanzen, besonders durch Polysaccharide mit esterartig gebundener Schwefelsäure, abhängig ist.



   Aus einer Reihe von dargestellten Verbindungen bewährte sich am besten   sulfieirte    Amylose. Diese Verbindung wird im Magen-Darmkanal nicht resorbiert und ruft bei der Verabfolgung keine toxischen Nebenerscheinungen hervor (LD 50 = 14,000 mg/kg per os, Ratte).



   Als ein weiterer Vorteil sei erwähnt, dass auch der Ausgangsstoff, nämlich die Amylose, leicht zugänglich ist und dass die ganze Aufarbeitung bis zum Endprodukt technisch einfach   durchftihrbar    ist.



   Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung dieses neuen Derivates. Als Ausgangsstoff dient reine Amylose. Diese wird in Gegenwart von organischen   stickstoffhaltigen    Basen, z. B.   Pvri    din, Chinolin, a-Picolin oder einem oberhalb   110     siedenden Pyridinbasengemisch bei erhöhter Temperatur, vorteilhaft bei   70-105 ,    mit Chlorsulfonsäure, Schwefeltrioxyd oder Oleum   sulfiert.    Aus dem Reaktionsgemisch wird das sulfierte Produkt durch Fällung mit einem organischen Lösungsmittel, z. B. Methanol, Äthanol oder Aceton, isoliert und in ein wasserlösliches Alkali-,   Erdalkaii- oder    Ammoniumsalz überführt.



   Beispiel
In einen 3000-cm3-Dreihalskolben, welcher mit Rührwerk, Thermometer und Calciumchloridverschluss versehen ist, trägt man 2100 cmS wasserfreies Pyridin und 480 cmS Chlorsulfonsäure ein. Dann erhitzt man die Mischung auf   90o    und gibt unter starkem Rühren 150 g Amylose zu. Dann erhöht man die Temperatur auf   100-105     und hält sie unter stetigem starkem Rühren 30 Minuten ein. Danach giesst man die Reaktionsmischung in 4000 cm3 heisses Äthanol, wobei sich der saure Amylosepolyschwefelsäureester   m    Form eines voluminösen Niederschlages ausscheidet.



  Das überschüssige freie Pyridiniumsulfat geht dabei in Lösung. Man rührt diese Mischung noch 30 Minuten bei   60-700    und saugt dann den Niederschlag durch Glasfilter Nr. G 3 ab und wäscht ihn unter denselben Bedingungen noch einmal mit 3000 cm3 heissem Äthanol. Schliesslich wäscht man das Produkt auf dem Filter noch zweimal mit je 500 cm3 heissem Äthanol und saugt es scharf ab. Eine Probe des Produktes darf nach Auflösen in Wasser, Ansäuern mit   HC1    und Erwärmen keinen Niederschlag mit BaCl2 bilden.



   Man löst das erhaltene Produkt in 2000   cm3    destilliertem Wasser und neutralisiert die Lösung durch Zugabe einer 4 N NaOH-Lösung auf pH 7,0 bis 7,5. In diese Lösung rührt man dann 30 g Aktivkohle ein und filtriert nach 30 Minuten ab. Aus dem klaren Filtrat fällt man nach Zusatz von 0,9   O/o    NaCl durch 4000   cm3    Äthanol das Natriumsalz des Amylosepolyschwefelsäureesters aus. Die flüssige Phase trennt man ab, wäscht den Niederschlag mit 1000 cm3 absolutem Äthanol, saugt ab, wäscht mit 500 cm3 Äther nach und trocknet. Ausbeute etwa 260-270 g trockener Substanz. Das Natriumsalz des Amylosepolyschwefelsäureesters stellt eine gelbliche, vollkommen wasserlösliche Substanz dar; Schwefelgehalt   17 O/o.     



   PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates, dadurch gekennzeichnet, dass man Amylose in Gegenwart von organischen stickstoffhaltigen Basen bei erhöhter Temperatur mit 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates Auf Grund eingehender biochemischer und biologischer Forschung wurde festgestellt, dass die Schutz- wirkung des Magenschleims bei der Entwicklung und Behandlung von Magenerosionen von der Pepsinih- hibition durch spezifisch wirkende Substanzen, besonders durch Polysaccharide mit esterartig gebundener Schwefelsäure, abhängig ist.
    Aus einer Reihe von dargestellten Verbindungen bewährte sich am besten sulfieirte Amylose. Diese Verbindung wird im Magen-Darmkanal nicht resorbiert und ruft bei der Verabfolgung keine toxischen Nebenerscheinungen hervor (LD 50 = 14,000 mg/kg per os, Ratte).
    Als ein weiterer Vorteil sei erwähnt, dass auch der Ausgangsstoff, nämlich die Amylose, leicht zugänglich ist und dass die ganze Aufarbeitung bis zum Endprodukt technisch einfach durchftihrbar ist.
    Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung dieses neuen Derivates. Als Ausgangsstoff dient reine Amylose. Diese wird in Gegenwart von organischen stickstoffhaltigen Basen, z. B. Pvri din, Chinolin, a-Picolin oder einem oberhalb 110 siedenden Pyridinbasengemisch bei erhöhter Temperatur, vorteilhaft bei 70-105 , mit Chlorsulfonsäure, Schwefeltrioxyd oder Oleum sulfiert. Aus dem Reaktionsgemisch wird das sulfierte Produkt durch Fällung mit einem organischen Lösungsmittel, z. B. Methanol, Äthanol oder Aceton, isoliert und in ein wasserlösliches Alkali-, Erdalkaii- oder Ammoniumsalz überführt.
    Beispiel In einen 3000-cm3-Dreihalskolben, welcher mit Rührwerk, Thermometer und Calciumchloridverschluss versehen ist, trägt man 2100 cmS wasserfreies Pyridin und 480 cmS Chlorsulfonsäure ein. Dann erhitzt man die Mischung auf 90o und gibt unter starkem Rühren 150 g Amylose zu. Dann erhöht man die Temperatur auf 100-105 und hält sie unter stetigem starkem Rühren 30 Minuten ein. Danach giesst man die Reaktionsmischung in 4000 cm3 heisses Äthanol, wobei sich der saure Amylosepolyschwefelsäureester m Form eines voluminösen Niederschlages ausscheidet.
    Das überschüssige freie Pyridiniumsulfat geht dabei in Lösung. Man rührt diese Mischung noch 30 Minuten bei 60-700 und saugt dann den Niederschlag durch Glasfilter Nr. G 3 ab und wäscht ihn unter denselben Bedingungen noch einmal mit 3000 cm3 heissem Äthanol. Schliesslich wäscht man das Produkt auf dem Filter noch zweimal mit je 500 cm3 heissem Äthanol und saugt es scharf ab. Eine Probe des Produktes darf nach Auflösen in Wasser, Ansäuern mit HC1 und Erwärmen keinen Niederschlag mit BaCl2 bilden.
    Man löst das erhaltene Produkt in 2000 cm3 destilliertem Wasser und neutralisiert die Lösung durch Zugabe einer 4 N NaOH-Lösung auf pH 7,0 bis 7,5. In diese Lösung rührt man dann 30 g Aktivkohle ein und filtriert nach 30 Minuten ab. Aus dem klaren Filtrat fällt man nach Zusatz von 0,9 O/o NaCl durch 4000 cm3 Äthanol das Natriumsalz des Amylosepolyschwefelsäureesters aus. Die flüssige Phase trennt man ab, wäscht den Niederschlag mit 1000 cm3 absolutem Äthanol, saugt ab, wäscht mit 500 cm3 Äther nach und trocknet. Ausbeute etwa 260-270 g trockener Substanz. Das Natriumsalz des Amylosepolyschwefelsäureesters stellt eine gelbliche, vollkommen wasserlösliche Substanz dar; Schwefelgehalt 17 O/o.
    PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates, dadurch gekennzeichnet, dass man Amylose in Gegenwart von organischen stickstoffhaltigen Basen bei erhöhter Temperatur mit Chlorsulfonsäure, Schwefeltrioxyd oder Oleum sulfiert, wonach man das Reaktionsprodukt durch Fällen mit einem organischen Lösungsmittel als sauren Amylosepolyschwefelsäure ester isoliert, welchen man in wässriger Lösung durch Neutralisieren in ein Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumsalz überführt, das man durch Umfällen mit einem organischen Lösung mittel reinigt und isoliert.
CH5721558A 1957-03-20 1958-03-19 Verfahren zur Herstellung eines physiologisch wirksamen Amylosederivates CH366528A (de)

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