Kransteuereinrichtung Es sind Kransteuereinrichtungen bekannt, bei denen die Schaltgeräte, für die Antriebsaggregate bei derseits eines Kranführersitzes angeordnet sind und die Schalthebel sich vor diesen Anordnungen befin den.
Dabei sind die Schaltgeräte in zwei beiderseits des Kranführersitzes angeordneten Gehäusen unter gebracht, deren Höhe über der Standfläche der Kran- steuereinrichtung die Höhe des Kranführersitzes we sentlich überschreitet -und die auch nach vorn. -erheb lich über den Kranführersitz vorstehen, so dass der unmittelbar vor dem Sitz befindliche Teil des von einem fahrbaren Kran bei Vorlauf zu befahrenden Raumes der Beobachtung durch den KranführDr teil weise entzogen ist. Dies ist wegen der Unfallgefahr nachteilig.
Es sind auch bereits Kransteuereinrichtungen be kannt, bei denen die Schaltgeräte unter dem Kranfüh rersitz und die Schalthebel teils an der Vorderseite, teils an der Seite des Sitzes angeordnet sind. Diese Anordnung gewährt zwar dem Kranführer volle Sicht freiheit nach unten" doch ist der unter dem Sitz ver fügbare Raum für die Unterbringung grösserer oder eine-r grösseren Zahl von Steuergeräten zu beschränkt. Ausserdem ist der Kranführer durch die an der Vor derseite des Kranführersitzes angeordneten Schalt hebel in seiner Bewegungsfreiheit nach vorn behin dert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kransteue,reinrichtung, bei der die Schaltgeräte<B>für</B> die Ant-ridbsaggregate beiderseits eines KranfÜhrer- sitzes angeordnet sind und die Schalthebel sich vor diesen Anordnungen befinden, z.
B. so auszubilden, dass die Schaltgeräe für sechs Kranoperationen, näm lich Vor- und Rücklauf des Kranes sowie Links- und Rechtslauf einer Laufkatze, Heben und Senken einer Greifvorrichtung einschliesslich Greiferbetätigung bei Brückenkranen oder Kran-, Lastorgan- und Dreh- bewegungen, eines Auslegers bei Drehkranen so an geordnet sind, dass der Kranfährer freie Sicht nach den Seiten, nach vorn und unten hat und in seinen Bewegungen nicht durch Schalthebel behindert ist.
Erfindungsgemäss sind dir, Schaltgeräte unter waag rechter, zueinander paralleler Anordnung ihrer An triebswellen zusammen mit den die Wellen, mit den Schalthebeln verbindenden Getrieben und den Schalt hebeln in Räumen beidseits des Sitzes untergebracht, deren, oben liegende Begrenzungsflächen sich etwa auf Armlehnenhöhe des Sitzes be-finden und deren vordere Beigrenzungsflächen von den Cbern Flächen bis etwa in Höhe des Vorderrandes des Sitzes nach vorn, unten geneigt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigen: Fig. <B>1</B> die Kransteuereinrichtung in Ansicht von vorn, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. <B>1,</B> Fig. <B>3</B> eine Ansicht der Kransteuereinrichtung von oben-, Fig. 4 eine Vorderansicht mit hochgeklapptem und beiseite geschwenktem Sessel, Fig. <B>5</B> und<B>6</B> das rechte und das linke Schalt- gerätegehäuse in senkrechtem Schnitt,
Fi.g. <B>7</B> einen Teilschnitt nach der Linie B-B der Fig. <B>6.</B>
Die dargestellte Kransteuercinrichtung ist mit den Schaltgeräten zur Steuerung der Elektromotore, z. B. für Vor- und Rücklauf des Kranes, Links- und Rechtslauf einer Laufkatze, Heben, Senken und Be tätigung einer Greifervorrichtung, oder bei Verwen dung für Turmdrehkrane statt für die Katzfahrbewe- gungen zur Durchführung von Drehbewegungen ein gerichtet.
Wie die Fig. <B>1</B> bis 4 zeigen, sind beiderseits eines Kranführersitzes, bestehend aus dem eigentlichen Sitz<B>1,</B> der Rückenlehne 2 und einer diese Teile tra genden Säule<B>3,</B> zwei Gehäuse 4 und<B>5</B> angeordnet, in denen die Schaltgeräte untergebracht sind.
Die Gehäuse 4 und<B>5</B> sind so gestaltet, dass die oberen Begrenzungsflächen<B>6</B> sich etwa auf Arm- lehnenhöhe des Sitzes befinden und dem sitzenden Kranführer nach links und rechts volle Sichtfreiheit gewähren. Die vordem Gehäusübegrenzungsflächen <B>7</B> sind von den Flächen<B>6</B> etwa bis in Höhe des Vor derrandes des Sitzes nach vorn unten geneigt, so dass derKranfährervorn Sitz aus auch nach unten freie Sicht hat.
Die Schalthebell <B>8, 9, 10</B> für die Schaltgeräte be finden sich an der Vorderseite der Gehäuse 4 und<B>5</B> und sind so angeordnet, dass sie die Bewegungsfrei heit des Kranführers nicht behindern, insbesondere seine Beinhaltung nicht stören.
Diese besondere,vorteilhafteBauform der Schalt- gerätegehäuse 4 und<B>5</B> ist dadurch ermöglicht, dass eine besondere gedrängte Anordnung der Schaltgeräte getroffen ist. Als Schaltgeräte sind bei der dargestell ten Ausführungsform beispielsweise Nockenschalter an sich bekannter Bauart vorgesehen, die in Fig. <B>5</B> und<B>6</B> bei<B>11</B> lediglich angedeutet sind. Eine Darstel- lun der Nockenschalter erübri,-,>t sich, da die Aus bildung derselben bekannt ist.
Die Antriebswellen 12, <B>13,</B> 14 und<B>15</B> der Nockenschalter sind waagrecht und zueinander parallel in den Gehäusen 4 und<B>5</B> an geordnet. Die Antriebswellen 12,<B>13</B> und<B>15</B> tragen Kegelräder <B>17, 18</B> und<B>19,</B> die<B>je</B> mit einem Kegelrad 20, 21 und 22 in Eingriff stehen.
Diese sind auf quer zu den, Wellen 12,<B>13</B> -und<B>15</B> in den Gehäusen 4 und <B>5</B> g gelagerten Wellen 23, 24 und 25 befestigt. Auf den Wellen<B>23,</B> 24 und<B>25</B> sitzt<B>je</B> ein Stirnrad<B>26.</B> Mit jedem Stimrad <B>26</B> steht ein Zahnsegment<B>27, 28</B> und <B>29</B> in Eingriff.
Die Zahnsegmente<B>27</B> und<B>28</B> sitzen schwenkbar auf -einer im Gehäuse 4 gelagerten Achse<B>30.</B> Mit jedem Zahnsegment ist einer der Schalthebel<B>9</B> und <B>10</B> fest verbunden. Die Schalthebel durchdringen Schlitze<B>31,</B> die in die Gehäuse 4 und<B>5</B> vorderseitig abschliessenden Deckeln vorgesehen sind. Die Griffe <B>32</B> der Schalthebel<B>9</B> und<B>10</B> sind einander zugekehrt, so dass der Kranführer wahlweise mit einer Hand den einen oder anderen Schalthebel oder beide gemeinsam betätigen kann.
Bei der dargestellten Ausführungsförm ist einer der im Gehäuse 4 untergebrachten bei & n Nockenschaltex <B>11</B> für das Heben und senken der Ar beitsvorrichtung, z. B. der Greifvorrichtung, des Kranes, und der andere Nockenschalter zur Betäti gung der Arbeitsvorrichtung, z. B. zum Öffnen und Schliessen der Greifer, bestimmt.
Die Anordnung ist derart getroffen, dass der Schalthebel sinnfällig in der zu steuernden Bewe gungsrichtung bewegt wird, das heisst, dass beispiels weiseder & haltheb,e19,falliserfürdi,eHebe-un-dISen,k- funktion vorgesehen ist, beim Senken vom Kran führer nach unten -ed#ückt, beim Heben nach oben gezogen wird.
Die jeweilige Schaltstel#lung der Schaltge#räte im Gehäuse 4 wird durch eine Anzeigevorrichtung an gezeigt, die aus einer mit einer Skala versehenen Seiltrommel<B>33</B> besteht, die über Schnurtriebe 34 von Rollen<B>35</B> angetrieben wird, die auf den An triebswellen 12 und<B>13</B> der Schaltgeräte<B>11</B> befestigt sind. Die auf der Trommel<B>33</B> angebrachte, auf der Zeichnung nicht dargestellte Skala kann durch eine Schauöffnung36in demdasGehäuse4obenverschlie- ssenden Deckel<B>37</B> beobachtet werden.
Die im Gehäuse<B>5</B> untergebrachten beiden Nok- kenschalter sind für den. Vor- und Rücklauf des Kranes und für die Bewegung der auf der Kran brücke vorgesehenen Laufkatze in Richtung nach links oder rechts rechtwinklig zur Fahrtrichtung des Kranes bestimmt. Für die Steuerung dieser beiden Schaltgeräte ist nur ein Schalthebel<B>8</B> vorgesehen. Dieser ist quer durch eine im Gehäuse<B>5</B> gelagerte Welle<B>38</B> gesteckt und durchdringt gleichzeitig eine auf der Welle<B>38</B> sitzen & _ Scheibe<B>39,</B> die fest mit dem Schalthebel<B>8</B> verbunden ist. Dieser ist um die Längsachse seines obgebogenen, in der Bohrung der Welle<B>38</B> gelagerten Teils 8a drehbar.
Die Scheibe<B>39</B> ist mit einem rechteckigen Loch auf einen entspre chenden beiderseits abgeflachten Gelenkkopf 41 der Welle<B>3 8</B> aufgesteckt und kann daher an einer Drehung des Hebels<B>8</B> um die Achse des Teils 8a teilnehmen. Die Scheibe<B>39</B> weist am Umfang Nu-ten 42 auf. In diese greifen Rollen 43 ein, die an einem Bügel 44 gelagert sind. Der Bügel liegt in einem Schlitz 45, der am Kopf 46 eines im Gehäuse<B>5</B> gelagerten Bol zens 47 angeordnet ist. Auf dem Bolzen 47 ist ein Zahnsegment 48 befestigt, das mit einem auf der Schaltgerätwelle 14 sitzenden Stirnrad 49 in, Eingriff steht.
Wird der Schalthebel<B>8</B> so bewegt, dass sich der durch die Achse<B>38</B> gestreckte Teil 8a des Schalt hebels um seine eigene Längsachse dreht, so wird die Scheibe<B>39</B> entsprechend dem Drehsinn des He bels auf dem abgeflachten Teil 41 der Welle<B>38</B> ver- schwenkt. Dadurch wird über den Bügel 44 der Bol zen 47 verdreht. Diese Drehung wird über den Zahn trieb 48, 49 auf die Antriebswelle 14 übertragen und dadurch, das dieser zugeordnete Schaltgerät<B>11</B> ge schaltet.
Wird der Schalthebel<B>8</B> um die Achse der Welle <B>38</B> auf- oder abwärts bewegt, so wird durch die Welle <B>38</B> über das auf dieser befestigte Zahnseginent <B>29</B> das Rädergetriebe<B>26,</B> 22,<B>19</B> angetrieben und somit die Welle<B>15</B> des im Sinne der Fig. <B>6</B> unten liegenden Nockenschalters <B>11</B> gedreht und dieser geschaltet. Der obere Nockenschalter ist für die Hin- und Heir- bewegung der Laufkatze und der untere für Vor- und Rücklauf des Kranes vorgesehen.
Die Anord nung des Schalthebels und des Getriebes ist derart, dass die mit dem Schalthebel<B>8</B> auszuführenden Schalt bewegungen sinnfällig mit der Bewegungsrichtung der Laufkatze bzw. des Kranes übereinstimmen. Die Auf- oder Abwärtsbewegung des Schalthebels<B>8</B> und seine Drehung nach links oder rechts können nacheinander oder gleichzeitig ausgeführt werden.
Mit der in, Fig. <B>5</B> und<B>6</B> dargestellten Schaltgeräte- anordnung können, wie beschrieben, Vor- und Rück lauf des Kranes, Links- oder Rechtslauf der Lauf katze, Heben und Senken der Greifvorrichtung und öffnen und Schliessen der Greifer ausgeführt werden. Schaltgeräte für weitere Operationen, z. B. Drehen eines von der Katze getragenen Auslegers mit der Greifvorrichtung, können in besonderen Gehäusen. <B>50</B> untergebracht werden, die gemäss Fig. 2 an die Gehäuse 4 und<B>5</B> angesetzt werden. Die Schaltgeräte in diesen Gehäusen werden mittels Handrädern<B>51</B> bestätigt, die vom Führersitz aus bequem erreichbar sind.
Der Kranführersitz kann zusammengeklappt und beiseite geschwenkt werden, wie Fig. 4 erkennen lässt; dadurch ist der Raum zwischen den Schalt- gerätegehäusen 4 und<B>5</B> zum Zwecke der Wartung und Reparatur der Schaltgeräte begehbar.