CH367815A - Verfahren zur Herstellung eines Dispergierungsmittels für Wasser-in-Öl-Dispersionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Dispergierungsmittels für Wasser-in-Öl-Dispersionen

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Dispergierungsmittels        für        Wasser-in-Öl-Dispersionen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung eines     Dispergierungsmittels    für     Wasser-in-          Öl-Dispersionen,    das mit besonderem Vorteil bei der  Erzeugung von Margarine angewendet werden kann,        eil    es dieser eine Reihe von besonders erwünsch  ten und wertvollen Eigenschaften erteilt.  



  In einer hochwertigen Margarine muss die     wäss-          rige        disperse    Phase nicht nur weitgehend und gleich  mässig in der kontinuierlichen Fettphase     dispergiert,     sondern auch so fest gebunden sein, dass die Mar  garine trocken ist, das heisst bei Einwirkung von  Druck keine     wässrige    Phase abgibt.

   Diese Aufgabe  kann durch Anwendung von technischen     Mono-          glyceriden    höherer Fettsäuren, insbesondere     Stearin-          säuremonoglycerid,    und den ihnen entsprechenden  partiellen     Polyglycerinestern    als     Dispergierungsmittel     bei der Herstellung von Margarine gelöst werden. Von  einer hochwertigen Margarine wird aber auch ver  langt, dass sie sich bei Verwendung als     Bratfett    ähn  lich wie Butter verhält, das heisst ruhig und gleich  mässig schäumt und nicht spritzt und ohne Festbren  nen auf der Pfanne einen fein verteilten braunen  Niederschlag ausscheidet.

   Man hat vergeblich ver  sucht, diese Aufgabe durch verschiedene Zusätze zu  den als     Dispergierungsmitteln    verwendeten partiellen       Fettsäureestern    zu lösen. So hat man als Zusatz be  sonders das in gesundheitlicher Beziehung einwand  freie     Lecithin    tierischer oder pflanzlicher Herkunft  verwendet, aber auch mit diesem Zusatz ist bisher  noch keine voll befriedigende Lösung dieser Aufgabe  erzielt worden, insbesondere dann, wenn eine     salz-          arme    Margarine hergestellt werden soll, die hinsicht  lich ihres Geschmackes der     vielfach    vorgezogenen  ungesalzenen Butter entspricht.  



  Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein in  gesundheitlicher Beziehung einwandfreies     Dispergie-          rungsmittel    für die Herstellung von Wasser-in-Öl-    Dispersionen zu schaffen,     mit    dem eine hochwertige  trockene Margarine hergestellt werden kann, die vor  zügliche Brateigenschaften hat, welche denen der  Butter nicht oder nicht wesentlich nachstehen.  



  Diese Aufgabe     wird        erfindungsgemäss    dadurch  gelöst, dass ein     partieller    höherer     Fettsäureester    einer       Polyhydroxylverbindung    durch Erhitzen mit einer       mehrbasischen        Polyhydrocarbonsäure    oder einem  funktionellen Derivat, z. B. einem     Anhydrid,    einer  solchen Säure umgesetzt wird.  



  Als     partielle    höhere     Fettsäureester    werden     beim     neuen Verfahren vor     allem    Ester der     Fettsäuren    ver  wendet, die als saure Bildungskomponenten in pflanz  lichen oder     tierischen        Fettsäuretriglyceriden    vorhan  den sind. Besonders     geeignet    sind     Stearinsäureester,     aber es können z. B. auch     Palmitin-,        Margarin-,        Myri-          stin-    oder     ölsäureester    verwendet werden.

   Die par  tiellen Ester enthalten     vorzugsweise    eine Anzahl von  freien     Hydroxylgruppen,    die grösser ist als ihre An  zahl von veresterten     Hydroxylgruppen.    Sie     sind    z. B.  Monoester der     Polyhydroxylverbindungen,    aber es  können auch höhere     partielle    Ester verwendet werden.

    Die     Polyhydroxylverbindungen,    deren Reste in den       partiellen    Estern     vorliegen,    sind in erster Linie     Poly-          glycerine;    sie     können    aber auch     Glycerin,    Glykol,  Polyglykole, Mono-,     Di-    oder     Polysaccharide    sein.

    Die technischen partiellen Ester höherer Fettsäuren  enthalten von ihrer Herstellung her neben freier     Poly-          hydroxylverbindung    auch     geringe    Mengen von     Alkali-          metallseifen,    weil zur Herstellung dieser Ester häufig       Alkalimetallhydroxyde,        insbesondere        Natriumhydr-          oxyd    als Katalysatoren verwendet werden.

   Diese Ver  unreinigungen werden     zweckmässig    aus den     partiellen          Estern    entfernt, bevor diese beim     erfindungsgemässen     Verfahren angewendet werden, weil durch diese Ent  fernung eine die Ausbeute herabsetzende     Harzbildung     vermieden wird.      Als mehrbasische     Polyhydroxycarbonsäure    wird  beim neuen Verfahren vorzugsweise Weinsäure ver  wendet, aber es kann auch mit anderen mehrbasi  schen     Polyhydroxycarbonsäuren,    z. B. Schleimsäure,       durchgeführt    werden.

   Es ist wesentlich, dass eine  mehrbasische     Hydroxycarbonsäure    mit mindestens  zwei freien     Hydroxylgruppen    verwendet wird, weil  nur bei Anwendung einer derartigen Säure ein Er  zeugnis erhalten wird, mit dem eine Margarine mit  den     geschilderten    guten Brateigenschaften hergestellt  werden kann. Diese sind nicht oder nur in wesentlich  geringerem Grade vorhanden, wenn z. B.     Diacetyl-          weinsäure,        Citronensäure    oder Milchsäure verwendet  wird.  



  <I>Beispiel 1</I>  40 Gewichtsteile technisches     Pentaglycerin,    das  in üblicher Weise durch Kondensation von Glycerin  mit     Natriumhydroxyd    als Katalysator hergestellt ist,  werden durch     Erhitzen    mit 60 Gewichtsteilen Stearin  säure ,verestert. Der auf diese Weise erhaltene par  tielle     Stearinsäurepolyglycerinester,    der eine kleine  Seifenmenge enthält, wird durch Behandlung mit       19/aiger    Phosphorsäure bei 115  C     entseift    und dann  mit essigsäurehaltigem Wasser mit einem     pH-Wert     von 4-5 gewaschen, wodurch etwa<B>501u,</B> freies Poly  glycerin entfernt werden.  



  10 Gewichtsteile des in dieser Weise gereinigten       Polyglycerinesters,    dessen Viskosität bei 60  C 330       Centipoise    beträgt, werden auf 170  C erhitzt, worauf  unter Umrühren in einer     Kohlensäureatmosphäre    2,4  Gewichtsteile Weinsäure zugesetzt werden und 30  Minuten lang weiter erhitzt wird.  



  Das erhaltene wachsartige Reaktionsprodukt, das  vermutlich ein     kettenartiges    Kondensat aus mehreren  Molekülen     Polyglycerinester    mit etwa der halben An  zahl von     Weinsäuremolekülen    darstellt, schmilzt bei  etwa 55  C und hat bei 60  C eine Viskosität über  10000     Centipoise.    Es ist unlöslich in Wasser und  klar löslich in pflanzlichen Ölen.  



  Eine mit 24 Gewichtsteilen dieses Reaktionspro  duktes als     Dispergierungsmittel    aus 709 Gewichts  teilen Sojaöl, 700 Gewichtsteilen     gehärtetem    Palmöl       34-36 C,    2111 Gewichtsteilen Kokosfett, 1172 Ge  wichtsteilen gehärtetem Waltran 30-32 C, 12 Ge  wichtsteilen Salz, 60 Gewichtsteilen Glukose, 9 Ge  wichtsteilen     Kartoffelmehl    und 1203 Gewichtsteilen  Wasser in üblicher Weise unter Anwendung einer  Kühltrommel hergestellte Margarine ist trocken.

   Beim  Erhitzen der Margarine auf einer Bratpfanne wird  das vorhandene Wasser ruhig ohne jedes Spritzen  verdampft unter Bildung eines feinen gleichmässigen  Schaumes und einer fein     verteilten    braunen Ausschei  dung, die nicht     festbrennt.     



  Die hergestellte Margarine enthält 40/00     Disper-          gierungsmittel.    Eine Herabsetzung .ihres Dispergie-         rungsmittelgehaltes    auf 20/0o     führt    nicht zu einer Än  derung der Eigenschaften der Margarine.  



  <I>Beispiel 2</I>  Der im Beispiel 1 angewendete     Stearinsäurepenta-          glycerinester    wird     ersetzt    durch einen partiellen       Pentaglycerinester,    der in gleicher Weise aus 15 Ge  wichtsteilen     Pentaglycerin    und 85 Gewichtsteilen einer  aus gehärtetem Talg 54  C gewonnenen Fettsäure  hergestellt ist. Das Wasser der     hergestellten    Marga  rine verdampft beim Erhitzen auf der Bratpfanne etwas  unruhiger als das Wasser der Margarine nach Bei  spiel 1.  



  <I>Beispiel 3</I>  Der im Beispiel 1 angewendete     Stearinsäurepenta-          glycerinester    wird durch den in gleicher Weise her  gestellten entsprechenden     partiellen        ölsäureester    er  setzt. Der Geschmack des erhaltenen     Dispergierungs-          mittels    ist etwas geringer als der des     Stearinsäure-          esters.    Die hergestellte Margarine hat die gleichen  Brateigenschaften wie die Margarine nach Beispiel 1,  aber sie ist nur trocken,     wenn    sie 40/00     Dispergie-          rungsmittel    enthält.

   Bei 20/00     Dispergierungsmittelge-          halt    ist die Margarine nass.  



  <I>Beispiel 4</I>  Bei Verwendung von technischem     Stearinsäure-          monoglycerid,        das        70%,        Monoester        enthält,        an        Stelle     des     Stearinsäurepentaglycerinesters    des Beispiels 1  wird neben einem öllöslichen     Dispergierungsmittel    mit  den gleichen Eigenschaften etwa eine gleiche Menge  eines Harzes erhalten, das abgetrennt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Dispergierungs- mittels für Wasser-in-Öl-Dispersionen, dadurch ge kennzeichnet, dass ein partieller höherer Fettsäureester einer Polyhydroxylverbindung durch Erhitzen mit einer mehrbasischen Polyhydroxycarbonsäure oder einem funktionellen Derivat einer solchen Säure um gesetzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein partieller höherer Fettsäure- polyglycerinester verwendet wird.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass ein partieller Stearinsäurepolygly- cerinester verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein partieller Ester verwendet wird, der mehr freie Hydroxylgruppen als veresterte Hydoxylgruppen ent hält. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass Wein säure als Polyhydroxycarbonsäure verwendet wird.
CH5899558A 1957-05-02 1958-05-01 Verfahren zur Herstellung eines Dispergierungsmittels für Wasser-in-Öl-Dispersionen CH367815A (de)

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