CH368182A - Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von AzepinenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen basisch alkyllerten Aze- pinen mit wertvollen pharmakologischen Eigen schaften.
5-Dibenzo[b,f]azepin, welches im folgenden als Iminostilben bezeichnet wird, und Derivate desselben sind bisher nicht bekannt geworden. Es wurde nun gefunden, dass N-substituierte Iminostilbene der Formel I
EMI0001.0011
worin X Wasserstoff, ein Halogenatom oder die Methyl- gruppe, Y einen Alkylenrest mit 2-6 Kohlenstoffatomen und 2-4 Brückengliedern zwischen N und Am und Am einen niedermolekularen Dialkylaminorest,
worin die beiden Alkylreste auch untereinander ver bunden sein können, bedeuten, wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere antiallergische und sedative Wirksam keit, besitzen und unter anderem zur Behandlung von gewissen Formen von Geisteskrankheiten, ins besondere Gemütsdepressionen, in Betracht kommen.
Quaternäre Ammoniumsalze, die sich von den vorstehend definierten tertiären Basen ableiten, wirken als Ganglioplegica.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, ist dadurch gekenn zeichnet, dass man einen reaktionsfähigen Ester einer Verbindung der Formel II
EMI0001.0026
insbesondere ein Halogenid, mit einem sekundären Amin der Formel III Am-H nI umsetzt. Die Umsetzung kann beispielsweise bei mässig hoher Temperatur von z. B. 80-120 in einem inerten Lösungsmittel, wie z.
B. einem niedermole kularen Alkanol oder Alkanon erfolgen, wobei zweck mässig ein überschuss des umzusetzenden Amins als säurebindendes Mittel verwendet wird. Je nach dem Siedepunkt des verwendeten Amins und des Lösungs mittels, sowie der benötigten Reaktionstemperatur ist die Umsetzung gegebenenfalls im geschlossenen Gefäss durchzuführen.
Zu reaktionsfähigen Estern von Verbindungen der Formel 1I gelangt man bei spielsweise durch Umsetzung von Alkalimetallver- bindungen von Iminostilbenen der Formel IV
EMI0001.0047
mit Alkylenoxyden und Umsetzung der erhaltenen 5-Hydroxyalkyl-iminostilbene mit anorganischen Säurehalogeniden, Methansulfonsäurechlorid oder Arylsulfonsäurechloriden, wobei 5-Halogenalkyl-imi- nostilbene bzw.
5-Arylsulfonyloxyalkyl-iminostilbene erhalten werden. Diese können beispielsweise mit Dimethylamin, Methyläthylamin, Diäthylamin, Di-n- butylamin, Pyrrolidin oder Piperidin umgesetzt werden. Durch Anlagerung von Halogeniden oder Sul faten aliphatischer oder araliphatischer Alkohole, z.
B. von Methyljodid, Dimethylsulfat, Äthylbromid, Äthyljodid oder Benzylchlorid, kann man aus den tertiären Aminen der Formel I in üblicher Weise monoquaternäre Ammoniumverbindungen erhalten, wobei die Gruppe Am reagiert.
Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthandisulfon- säure, Essigsäure, Citronensäure, Apfelsäure, Bern steinsäure, Weinsäure, Benzoesäure und Phthalsäure können aus den tertiären Basen Salze gebildet wer den, welche zum Teil wasserlöslich sind. Ferner seien Fumar- und Maleinsäure genannt.
Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile Gewichtsteile, diese verhalten sich zu Volumteilen wieg zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsius graden angegeben.
<I>Beispiel</I> 19,3 Teile Iminostilben werden in 200 Volum- teilen abs. Benzol gelöst und bei 45 unter Rühren in Stickstoffatmosphäre eine Suspension von 4 Tei len Natriumamid in 30 Volumteilen abs. Benzol zugetropft. Dann wird das Reaktionsgemisch 2 Stunden auf 75 erwärmt, anschliessend auf Raum temperatur abgekühlt,
7 Volumteile Propylenoxyd in 7 Volumteilen Benzol zugegeben und das Ganze weitere 15 Stunden unter Stickstoffatmosphäre gerührt. Hierauf versetzt man das Reaktionsgemisch mit Was ser, trennt die benzolische Schicht ab, wäscht sie mehrmals mit Wasser, trocknet sie und dampft sie im Vakuum ein.
Der Rückstand stellt das rohe 5-(ss-Hydroxy- propyl)-iminostilben dar, welches bei 0 in 40 Vo- lumteilen Pyridin mit 11,5 Teilen Methansulfonsäure- chlorid versetzt wird.
Man lässt das Reaktionsgemisch eine Stunde bei Raumtemperatur stehen, gibt dann, um das teilweise aus dem Methansulfonsäureester und teilweise aus dem Chlorid des Ausgangsstoffes bestehende Reaktionsprodukt vollständig in letzteres überführen, 23 Teile Pyridin-Hydrochlorid zu, lässt das Ganze zunächst 15 Stunden bei Raumtemperatur stehen und erhitzt es schliesslich noch 11,/:2 Stunden auf 80 .
Nach dem Erkalten fällt man das entstan dene 5-(ss-Chlorpropyl)-iminostilben durch Verdün nen mit Wasser aus und erhitzt es mit 100 Volum- teilen 33 loiger äthanolischer Dimethylaminlösung in geschlossenem Gefäss 3 Stunden auf 90 . Nach dem Erkalten versetzt man das Reaktionsgemisch mit Wasser, stellt es mit verdünnter Salzsäure kon gosauer, schüttelt es mit Äther und fällt das 5-(ss- Dimethylamino-propyl)-iminostilben mit Natronlauge aus.
Es geht unter 0,02 mm Druck bei 151-153 über und kann in Hydrochlorid mittels alkoholischer Salzsäure überführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkyl- derivaten von Azepinen der Formel I EMI0002.0068 worin X Wasserstoff, ein Halogenatom oder die Methyl- gruppe, Y einen Alkylenrest mit 2-6 Kohlenstoffatomen und 2-4 Brückengliedern zwischen N und Am, und Am einen niedermolekularen Dialkylaminorest, worin die beiden Alkylreste auch untereinander ver bunden sein können, bedeuten, dadurch gekennzeichnet,dass man einen reaktionsfähigen Ester einer Verbindung der For mel 1I EMI0002.0079 mit einem sekundären Amin der Formel III Am-H III umsetzt. UNTERANSPRACHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktionsfähigen Ester einer Verbindung der Formel 1I ein Halogenid ver wendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen tertiären Basen in ihre Salze mit anorganischen oder organi schen Säuren überführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH569662A CH368182A (de) | 1957-10-29 | 1957-10-29 | Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH569662A CH368182A (de) | 1957-10-29 | 1957-10-29 | Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH368182A true CH368182A (de) | 1963-03-31 |
Family
ID=4297848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH569662A CH368182A (de) | 1957-10-29 | 1957-10-29 | Verfahren zur Herstellung von N-Aminoalkylderivaten von Azepinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH368182A (de) |
-
1957
- 1957-10-29 CH CH569662A patent/CH368182A/de unknown
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