Elektrischer Fadenwächter für Stickmaschinen und dergleichen Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Faden wächter für Stickmachsinen und dergle#ichen jener bekannten Art, bei welcher mindestens ein im Stick- oder dergleichen Rhythmus betätigter Schalter an gebracht ist, der bei der betriebsmässigen Lockerung des Fadens die Signal-Stromkreise unterbricht und bei welcher anderseits von auf den Fäden aufliegen den Fühlern gesteuerte Kontakte vorgesehen sind, die bei jeder Lockerung des Fadens den zugeordne ten Signalstromkreis schliessen.
Um eine fehlerfreie Wirkung solcher Anlagen zu erzielen, ist es erforderlich, dafür zu sorgen, dass die Signalstromkreise, in denen die Fühlkontakte liegen, nur während der relativ kurzen Zeit der höch sten Fadenspannung unter Strom stehen. Die Erfin dung löst dieses Problem unter Verzicht auf weitere mechanisch gesteuerte Schalter in vorteilhafterer Weise, wobei eine mechanische nicht erreichbare besonders kurze Schaltzeit erzielt wird, auf elek trische Art.
Erfindungsgemäss liegt in den Signal stromkreisen<B>je</B> eine Glimmtriode, deren Starterelek- trode über einen oder mehrere parallel liegende Fühl- kontakte an einer für das Zünden der Glimmtriode ausreichenden positiven Spannung liegt, wobei zwi schen den Klemmen der Spannungsquelle und par allel zu den Signalstromkreisen ein ansprechverzö- gertes Relais magnetischer oder elektronischer Art vorgesehen ist,
nach dessen Ansprechen infolge Schliessens des im Stick- oder dergleichen Rhythmus betätigten Schalters die Spannung am Fühlkontakt unter die Zündspannung der Glimmtriode absinkt, so dass eine eventuelle Zündung der Glimmtriode nur während der Verzögerungszeit des Relais möglich ist.
Vorzugsweise dient als ansprechverzögertes Relais eine Glimmtriode, die über einen Anoden-Wider- stand an der vollen Betriebsspannung liegt, wobei der oder die Fühlkontakte zwischen dem Anoden- Widerstand und der Anode dieser Glimmtriode angeschlossen ist bzw. sind, und deren Starter- elektrode an einem aus zwei Widerständen beste henden Spannungsteiler angeschlossen ist,
von des sen dem am negativen Pol der Stromquelle<B>-</B> ange schlossenen Widerstand ein Kondensator parallel ge schaltet ist.
Nachstehend sind an Hand der Zeichnung zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Fig. <B>1</B> zeigt ein Schaltschema einer solchen Faden- wächteranlage mit einem magnetischen Verzöge rungsrelais, Fig. 2 ein Schaltbild mit einer Glimm- triode als verzögertes Relais. Die Fig. <B>3</B> ist ein Dia <U>gramm,</U> das die zeitliche Veränderung der Faden spannung (Ordinate) und die einzelnen Schaltzeit punkte darstellt.
Zwischen der positiven und der negativen Klemme P und<B>N</B> einer Gleichspannungsquelle von z. B.<B>230</B> Volt liegt für jeden Signalstromkreis<B>je</B> eine Glimmtriode (gesteuerte Glimmlampe,) Tl bzw. TII usw. in Serie mit einem Arbeitswiderstand Rl, Rl' usw. Die Glimmtriode zündet, wenn an deren Starterelektrode Stl eine positive Spannung von mindestens<B>150</B> V angelegt wird.
Die Kathoden die ser Glimmtrioden sind einerseits über einen Wider stand Rl bzw. Rll usw. von z. B.<B>33</B> Kilo-Ohm mit dem Minuspol der Speisespannung und anderseits über eine Ventilzelle,<I>Z, Z'</I> usw. mit einer Sammel schiene<B>SS</B> verbunden;
diese Sammelschiene führt über eine Spannungsquelle<B>Q</B> zur Erzeugung einer festen Startervorspannung zu der Starterelektrode einer weiteren Kaltkathodentriode <B>T3,</B> welche ein akustisches SignalgeYät <B><I>(G)</I></B> in Tätigkeit setzt bzw. die Maschine abschaltet.
Der von der Stickmaschme gesteuerte Schalter Sl, der in der positiven Zuleitung P liegt, wird von der Maschine kurz vor der höchsten Fadenspannung im Punkt<B>A</B> (Fig. <B>3)</B> geschlossen und vor dem näch sten Fadenanzug Punkt<B>C</B> (Fig. <B>3)</B> wieder geöffnet. Diese Schaltzeitpunkte sind mechanisch regelbar und können auf die günstigsten Zeiten eingestellt werden. Der Schalter<B>S2</B> ist der auf dem zu überwachenden Faden sitzende Fühlkontakt, der sich bei jeder Ent spannung des Stickfadens schliesst. In der Praxis besteht er aus einer Mehrzahl, z.
B. zehn auf neben- einanderliegenden Stickfäden aufruhenden Fühlkon- takten, die alle zueinander parallel geschaltet sind.
Sind nun die Schalteer Sl und<B>S2</B> gleichzeitig geschlossen, was dann der Fall ist, wenn Fadenbruch vorliegt, dann kann die Röhre Tl zünden und gibt durch ihr Aufleuchten optisch und weiters über die an die Sammelschiene<B>SS</B> angeschlossene Glimm- triode <B>(T3)</B> ein akustisches Signal. Die Anzeige dauert so lange, bis der Schalter Sl wieder unter brochen wird.
Um nun zu erreichen, dass die Zündung der Glimmtriode Tl nur während der kurzen Zeit spanne der höchsten Fadenspannung eintreten kann, ist folgende Einrichtung getroffen- In der Leitung vom Pluspol P der Spannungs quelle zum Schalter<B>S2</B> bzw. zur Starterelektrode Stl liegt der vom Relais VR gesteuerte Ruhekontakt VRL Das Relais liegt über Sl an der Speisespan nung P-N und hat eine Ansprechzeit von etwa <B>3</B> Millisekunden.
Wird der von der Stickmaschine gesteuerte Schal ter Sl geschlossen, so wird das Relais VR erregt und öffnet nach etwa<B>3</B> Millisekunden den Kontakt VRL Dadurch ist erreicht, dass eine Zündung der Röhre Tl nur möglich ist, solange die Schalter Sl und<B>S2</B> geschlossen sind und das Relais VR seinen Ruhe kontakt VR1 noch nicht geöffnet hat, das heisst nur während der Zeit der höchsten Fadenspannung, welche etwa<B>3</B> Millisekunden beträgt und in Fig. <B>3</B> durch den Abschnitt A-B dargestellt ist.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die gleichen Schaltelemente mit den gleichen Bezugszei chen versehen. Der Unterschied gegenüber F.ig. <B>1</B> liegt in folgendem: In der Leitung vom Pluspol P zum Schalter<B>S2</B> bzw. zur StarterelektrodeStl liegt ein WiderstandR2 von z. B.<B>33</B> Kilo-Ohm. Zwischen diesem und dem negativen Pol<B><I>N</I></B> liegt eine Glimmtriode T2, deren StarterelektrodeSt2 einerseits über einenRegelwider- stand R3 von z.
B. 200 Kilo-Ohm mit dem Plus pol P und anderseits über einen Widerstand R4 von z. B.<B>3</B> Megohm bzw. einen hiezu parallel liegenden Ladekondensator<B>Cl</B> von z. B.<B>3000</B> pF mit dem Minuspol V verbunden ist.
Diese Glimmtriode wirkt als kurzzeitig verzögertes Relais in folgender Weise: Wenn der Schalter Sl geschlossen wird, so wird die Glimmtriode T2 nach einer Verzögerung von etwa<B>3</B> Millisekunden gezündet, weil die Starter- elektrode erst nach der nötigen Aufladezeit des Kon- densators <B>Cl</B> von etwa<B>3</B> misec die nötige Zünd- spannung erhält.
Sobald die Glimmtriode T2 gezün- det hat, wirkt sie zusammen mit dem Widerstand R2 als Spannungsteiler und die an der Starterelektrode Stl liegende Spannung sinkt auf etwa<B>115</B> V, so dass eine Zündung von Tl nicht mehr möglich ist. Der Einschaltzeitpunkt des Schalters Sl und der Zündzeitpunkt der Röhre Tl liegen im Bereich der höchsten Fadenspannung.
Auch in diesem Falle schliesst der von der Maschine gesteuerte Schalter SI im Punkt<B>A</B> des Diagramms nach Fig. <B>3.</B> Von diesem Punkte<B>A</B> bis zu dem etwa<B>3</B> m,'sec verschobenen Punkt B liegt die ganze Spannung an der Starterelektrode Stl und es wird daher die Glimmtriode gezündet, falls infolge Reissens eines Fadens der Schalter<B>S2</B> geschlossen ist. Im Punkte B des Diagramms hat die Röhre T2 gezündet und eine Zündung der Röhre Tl ist nicht mehr möglich. Im Zeitpunkt<B>C</B> öffnet wieder der Schalter Sl.
Es ist ersichtlich, dass die angegebenen elektrischen Werte und Zeitangaben nur Beispiele sind und geän dert werden können. Einem Magnetrelais zur Er zielung der erforderlichen Schaltverzögerung ist ein elektronisches Relais, z. B. eine Glimmtriode, vor zuziehen, weil es billiger ist und betriebssicherer arbeitet.