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Entwicklungsvorrichtung zur Herstellung von Kopien Die Erfindung betrifft eine Entwicklungsvorrichtung zur Herstellung von Kopien nach dem Diffusionsverfahren mittels Positiv- und Negativschichtträger mit in einem Badbehälter angeordneten Führungselementen, deren einen Schichtträger führende Teile derart im Bereich der Oberfläche der Badflüs- sigkeit liegen, dass der über die Führungselemente vorrückende Schichtträger infolge der Affinität der Badflüssigkeit und der Schicht an der gesamten, der Badflüssigkeit zugekehrten Fläche benetzt wird.
Derartige vorgeschlagene Vorrichtungen haben gegenüber anderen bekannten Vorrichtungen, bei denen beide Schichtträger durch die Badflüssigkeit hindurch zu einem Quetschwalzenpaar geführt werden, den Vorteil, dass die Zeit zur Herstellung von Kopien erheblich verkürzt wird, weil die Trock-. nungszeit vermindert wird.
Häufig ist es jedoch erforderlich, zwecks Lösung der Entwicklersubstanzen in der Schicht des Nega- tivschichtträgers diesen stärker mit Badflüssigkeit zu befeuchten als den Positivschichtträger. Hierdurch lassen sich bei einer möglichst kurzen Herstellungszeit für die Kopien optimale Qualitäten erzielen.
Erfindungsgemäss sind Führungselemente zwecks Führung des Positzvschichtträgers bei nur einseitiger Benetzung in der Oberfläche der Badflüssigkeit angeordnet, und die Führungsbahn für den Negativschichtträger verläuft durch die Badflüssigkeit.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung der genannten Ausführungsform ist wenigstens ein Führungselement auf einem Schwimmkörper angeordnet; das oder die schwimmbaren Führungselemente sind höhenverstellbar und schwenkbar an dem Behälter angeordnet.
Gemäss einer anderen vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist den starr in der Vorrichtung angeordneten Führungselementen. wenigstens zur Führung des Positivschichtträgers eine; Kükentränke zugeordnet, die die Oberfläche der Badflüssigkeit in der vorgeschriebenen Höhe hält.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen: Fig.1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung im Schnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht einer anderen erfindungsgemässen Vorrichtung im Schnitt.
In den Zeichnungen sind nur die für die erfindungsgemässe Ausbildung wesentlichen Teile dargestellt, um das Verständnis zu erleichtern.
In Fig. 1 ist der Behälter 1 mit Entwicklerflüssig- keit 2 bis zu einem Flüssigkeitsoberflächenstand 3 gefüllt. Dieser Flüssigkeitszustand wird durch eine an sich bekannte Kükentränke 4 genau auf der eingestellten Höhe gehalten. Diese Kükentränke besteht beispielsweise aus einem allseitig verschlossenen Behälter 23, in dessen Bodenfläche zwei Rohre 24, 25 münden. Das Rohr 25 endet über dem Boden des Behälters 1, während das Rohr 24 mit seiner Mündung genau in Höhe des vorgesehenen Flüssigkeitsstandes 3 liegt. Der Behälter 23 ist mit Flüssigkeit 5 gefüllt.
Wenn der Flüssigkeitsstand in dem Behälter 1 abnimmt, wird die Mündung des Rohres 24 freigegeben und Luft gelangt in den Behälter 23, wodurch durch das Rohr 25 Flüssigkeit in den Behälter 1 nachfliesst, bis die Oberfläche der Flüssigkeit das Rohr 24 wieder verschliesst.
Vorzugsweise ist an dem Behälter 1 ferner ein Quetschwalzenpaar 6 befestigt, das wenigstens mit dem Berührungsabschnitt zwischen den Walzen über der Badflüssigkeit 2 liegt. Die Walzen 6 sind angetrieben und transportieren Schichtträger aus dem
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Bad unter gleichzeitiger Abquetschung der ihnen noch anhaftenden Flüssigkeit.
Zur Führung der Schichtträger dienen Leit- bzw. Führungselemente. Für den Positivschichtträger sind Führungselemente 7 vorgesehen, die von einem Einführungsabschnitt, der zu der Flüssigkeit 2 hin verläuft, derart parallel zur Oberfläche 3 der Flüssigkeit gerichtet sind, dass die den Schichtträger tragenden Führungselemente in der Oberfläche oder nur so wenig über der Oberfläche liegen, dass die der Flüssigkeit zugekehrte Schicht des Positivschichtträgers durch die Affinität zwischen der Schicht und der Badflüssigkeit benetzt wird.
Die mit 7 bezeichneten Führungselemente können aus Draht oder aus einem mit Sicken versehenen Flächenteil und dergleichen bestehen, wobei die Anordnung der den Schichtträger tragenden Elemente jedoch derart zweckmässig ist, dass während des Durchlaufes des Schichtträgers alle Flächenteile der Schicht benetzt werden. Beispielsweise verlaufen die den Schichtträger tragenden Elemente schräg zur Vorschubrichtung des Schichtträgers.
Der über die Führungselemente 7 laufende Schichtträger wird in dem Abschnitt der Führungselemente, die .in der Oberfläche der Badflüssigkeit laufen, durch Affinität an den Führungselementen gehalten, so dass keine besonderen Andrück- oder Führungselemente erforderlich sind. Über dem Einführungsabschnitt der Führungselemente 7 kann beispielsweise ein gegebenenfalls nur bis an die Oberfläche der Badflüssigkeit reichendes Leitelement 8 angeordnet sein, um den .Schichtträger auf die in der Flüssigkeitsoberfläche laufende Bahn zu bringen.
Anstelle des Leitelementes 8, das streifenförmig oder als Fläche ausgebildet sein kann, können auch Rollen oder andere bekannte Vorrichtungen angeordnet werden.
Unter dem Führungselement 7 befinden sich Führungselemente 9 für den Negativschichtträger. Diese Führungselemente verlaufen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel im wesentlichen parallel zu den Führungselementen 7. Hierdurch ergibt sich, dass der Abschnitt, welcher unter dem in der Flüssigkeitsoberfläche verlaufenden Abschnitt der Führungselemente 7 liegt, derart durch die Flüssigkeit verläuft, dass der auf den Führungselementen entlang laufenden Negativscnichtträger völlig in die Flüssigkeit eintaucht und wenigstens streckenweise durch die Flüssigkeit hindurchgeführt wird.
Hierbei können die Führungselemente 7 zugleich als Leit- elemente für den Negativschichtträger dienen, um ihn auf seiner Bahn zu halten. Da die vorgesehene Führung des Positivschichtträgers in der Oberfläche der Flüssigkeit 2 lediglich die Verwendung ausserordentlich dünner, gegebenenfalls aus Draht bestehender Leitelemente erfordert, ist der Abstand zwischen den Schichtträgern in dem Bereich, in welchem sich die Führungselemente 7 erstrecken, ausserordentlich gering.
Hinzu kommt, dass auch die Führungselemente 9 für den Negativschichtträger während eines wesentlichen Teiles ihrer Länge parallel zur Oberfläche der Flüssigkeit verlaufen, so dass für beide Schichtträger praktisch gleiche \Weglängen vorliegen.
Die Führungselemente 9 für den Negativschichtträger weisen einen Endabschnitt 10 auf, der zu dem Quetschwalzenpaar 6 gerichtet ist. An diesem Endabschnitt, der gekrümmt oder an seinem Ende auch im wesentlichen geradlinig verlaufen kann, werden die Schichtträger bzw. der Negativschichtträger zu dem über der Badflüssigkeit liegenden Quetsch- walzenpaar geführt.
Die dem Quetschwalzenpaar 6 zugekehrten Enden der Führungselemente 7 weisen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen entsprechenden, nach oben gezogenen Endabschnitt 11 auf, an welchem der Positivschichtträger von der Oberfläche der Badflüssigkeit abgehoben wird und der den Verlauf dieses Schichtträgers zu dem Quetschwalzen- paar 6 richtet. Es wird darauf hingewiesen, dass die Endabschnitte 10, 11 vorteilhaft nicht genau parallel zueinander verlaufen, damit die Schichtträger vor dem Spalt des Quetschwalzenpaares 6 zusammenkommen.
Gemäss einer anderen Ausführungsform besitzen die Führungselemente 7 den Abschnitt 11 nicht, sondern weisen einen Abschnitt auf, der in der Flüssigkeitsoberfläche verläuft.
Bei dieser Ausführungsform endet somit weni- stens ein Führungselement ,in einem in der Flüssigkeitsoberfläche verlaufenden Abschnitt, welcher vorteilhaft bis nahe an den Endabschnitt der Führungselemente herangeführt ist.
Der Abschnitt, der in der Flüssigkeitsoberfläche verläuft, kann beispielsweise bis kurz vor dem Abschnitt 10 der Führungselemente 9 geführt sein, so dass der Positivschichtträger auf den auf diesen Abschnitt aus der Flüssigkeit laufenden Negativschichtträger aufläuft. Gemäss einer weiteren Ausführungsform enden die Führungselemente 7 in erheblichem Abstande vor dem Abschnitt 10, wobei der Positivschichtträger dann durch seinen Vorschub zu dem Abschnitt 10 der Führungselemente 9 schwimmt.
Die Führungselemente 7, 9 und gegebenenfalls das Leitelement 8 sind beispielsweise mittels einer oder mehrerer Halteschrauben 12 im Bereich der Seitenwand des Behälters 1 lösbar befestigt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Befestigungseinrichtung vorteilhaft eine Höheneinstellung und auch eine Anpassung der Richtung der Führungselemente 7, 9 derart zulässt, dass beispielsweise eine Verschwendung zur Anpassung an den Verlauf der Oberfläche bei schräg stehendem Behälter 1 möglich ist.
Bei der dargestellten Vorrichtung wird der Nega- tivschichtträger mit der Schicht nach oben auf die Führungselemente 9 und der Positivschichtträger mit der Schicht nach unten auf die Führungselemente 7 gebracht und durch die Einführungsabschnitte von Hand vorgeschoben, bis die verlaufenden Ränder von dem Quetschwalzenpaar 6 ergriffen worden sind,
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das den Transport der Schichtträger aus der Vorrichtung heraus übernimmt.
Die in Fig.2 gezeigte Vorrichtung besitzt einen Behälter 13, an der Ausführungsseite für die Schichtträger ein Quetschwalzenpaar 14 und durch die in dem Behälter befindliche Flüssigkeit 15 verlaufende Führungselemente 16 für den Negativschichtträger und 17 für den Positivschichtträger. Letztere Führungselemente verlaufen derart du der Nähe der Oberfläche der Badflüssigkeit, dass der auf ihnen geführte Positivschichtträger bloss an der der Flüssigkeit zugekehrten Seite benetzt wird.
Der Badbehälter 13 ist ferner an der Einführungsseite mit einer Ausnehmung in der Seitenwand sowie einer schräg verlaufenden Zuführungsfläche 18 versehen.
Die Führungselemente 16, 17 sind auf einem Schwimmer 19 angeordnet. Dieser Schwimmer bzw. sein Auftrieb ist so bemessen, dass die Führungselemente 17 in der erforderlichen Weise in der Oberfläche der Badflüssigkeit 15 gehalten werden. Um eine selbsttätige Einstellung der Führungselemente zur Flüssigkeitsoberfläche zu ermöglichen, sind die Führungselemente verschwenkbar und in ihrer Höhe veränderbar gehalten. Zu diesem Zweck sind ein oder mehrere beispielsweise von dem Boden des Behälters 13 nach oben ragende und aus der Badflüssigkeit 15 herausführende Bolzen 20 vorgesehen.
Diese Bolzen dienen zur Führung der aus dem Schwimmer 19, den Führungselementen 16, 17 und gegebenenfalls Einführungsleitelementen 21 bestehenden Baugruppen. An den Einführungsabschnitten weisen die Führungselemente 16, 17 sowie die Leit- elemente 21 oder diese Leitelemente tragende Ge- stellteile Öffnungen auf, durch welche die Bolzen 20 hindurchragen. Die Öffnungen sind im Durchmesser grösser als der Bolzendurchmesser,
so dass eine reibungslose Höhenverstellung sowie bis zum gewissen Masse Verschwenkungen der Baugruppe möglich sind. Hierdurch ist eine freie Einstellbarkeit in Abhängigkeit von dem Auftrieb des Schwimmers gewährleistet. Es wird bevorzugt, wenigstens zwei Bolzen anzuordnen, damit insbesondere der Endabschnitt 22 mit seinem Endrand parallel zu den Quetschwalzen 14 verläuft.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Bolzen 20 nicht am Einführungsende angeordnet zu sein brauchen und dass gegebenenfalls auch mehrere Bolzen längs des Behälters an einer Seitenwand hintereinander angeordnet sein können. Wesentlich ist, dass die Zuführungsfläche 18 des Behälters so niedrig in bezug zu den unteren Zuführungselementen 16 liegt, dass bei normalem Flüssigkeitsstand in dem Behälter 13 sowie bei zulässigen Abweichungen von diesem Flüssigkeitsstand keine Berührung zwischen dieser Zuführungsfläche bzw. anderen fest angeordneten Teilen und der die Führungselemente 16, 17 tragenden Baugruppen erfolgt.
Es besteht die Möglichkeit, diese Baugruppe auch in anderer Weise einstellbar festzulegen, beispiels- weise indem zwischen der Führungsfläche 18 oder einem entsprechenden Randteil und der Baugruppe eine gelenkartige Verbindung vorteilhaft aus einer flexiblen Kunststoffolie vorgesehen wird.
Die Durchführung der Schichtträger durch die in Fig.2 gezeigte Vorrichtung erfolgt in gleicher Weise wie für Fig. 1 beschrieben, indem der Positivschichtträger auf die Führungselemente 17 und der Negativschichtträger auf die Führungselemente 16 aufgebracht wird. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Darstellung in Fig.2 der Endabschnitt 22 der Führungselemente 16 im wesentlichen bogenförmig gekrümmt ist und an seinem Ende einen Winkel zu der Richtung des Endabschnittes der Führungselemente 17 aufweist.
Die Erfindung ist bezüglich der schwimmbaren Anordnung von Führungselementen nicht auf die vorstehend behandelten Ausführungsformen der Führungselemente beschränkt. Dieses Merkmal wird auch bei einer anderen Anordnung und einem anderen Verlauf von Führungselementen vorgesehen.
Ferner sind Ausführungen vorgesehen, bei denen Führungselemente für einen oder mehrere Schichtträger abschnittsweise schwimmfähig angeordnet sind, während Einführungselemente für die Schichtträgerbehälter fest sind. Bei dieser Ausführung befindet sich vorteilhaft eine Kupplung zwischen den gehäusefesten und den schwimmfähigen Abschnitten, die eine höhenverstellbare Einstellung bzw. eine Ver- schwenkbarkeit zul'ässt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die schwimmfähigen Teile durch Verwendung von Bolzen 20 entsprechend ausgerichtet zu Einführungselementen zu führen.
Vorteilhaft ist der Schwimmkörper in Art einer Taucherglocke ausgeführt, die auf ihrer Oberseite ein Luftventil aufweist. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, den Antrieb des Schwimmkörpers und damit die Höhenlage der von dem Schwimmkörper getragenen Führungselemente genau einzustellen. Diese Ausführungsform ist besonders wesentlich bei Verwendung von Führungselementen, die in der Oberfläche der Badflüssigkeit verlaufen müssen.