CH369247A - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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CH6695858A
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Jacob Dr Koch
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
    • C08K5/3412Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having one nitrogen atom in the ring
    • C08K5/3432Six-membered rings
    • C08K5/3437Six-membered rings condensed with carbocyclic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/62Cyclic imides or amidines of peri-dicarboxylic acids of the anthracene, benzanthrene, or perylene series

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe der Perylentetra  carbons äu rediimidreihe,    welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man   Perylen3      4, 9, 10-tetracarbon-    säure, ein funktionelles Derivat oder ein ringsubstituiertes Derivat derselben bei erhöhter Temperatur mit aromatischen Aminen, enthaltend phenolische Hydroxygruppen, zur Umsetzung bringt.



   Die neuen Farbstoffe weisen folgende Formel auf:
EMI1.1     
 worin R einen   Hydroxyarvlrest,    vorzugsweise einen Hydroxy-benzolrest bedeutet, und der Perylenrest beispielsweise durch Halogenatome oder Alkoxygruppen substituiert sein kann.



   Vorzugsweise verwendet man 1 Mol der Perylen  3,4,9,10-tetracarbonsäure    oder ihrer Derivate und 2 Mol eines primären Arylamins,   enthaltend    phenolische Hydroxygruppen.



   Als Beispiele geeigneter Hydroxyarylverbindungen seien insbesondere die   Hydroxyanunobenzole    genannt, beispielsweise das   l-Amino-3- oder    insbeson  dere 4-hydroxy-benzol,    das   1 -Amino-3 -hydroxy-4-    carboxy-benzol oder das   4 - Amino - 4'- oder -3'-    hydroxy-diphenyl. Als Beispiele von Hydroxyverbindungen der Naphthalinreihe seien das l-Amino-4-, -5-, -6- oder -7-hydroxy-naphthalin oder das 2  Amino-5- oder -6-hydroxy-naphthalin    genannt.



   Die Kondensation der Ausgangsverbindungen kann durch einfaches Erhitzen der Reaktionspartner für einige Zeit auf höhere Temperatur, vorzugsweise auf Temperaturen zwischen 150 bis 2000, zweckmässig in Gegenwart von wasserabspaltenden Mitteln, wie z. B. Zinkchlorid, erfolgen. Die Reaktion kann ohne Verdünnungsmittel oder in einem Überschuss z. B. des Aminohydroxy-benzols als Verdünnungsmittel oder in Gegenwart eines hochsiedenden indifferenten Verdünnungsmittels, beispielsweise Nitrobenzol oder Dimethylformamid, erfolgen. Besonders glatt   veffauft    die Kondensation bei Verwendung von Wasser als Verdünnungsmittel. In diesem Falle liegt die Reaktionstemperatur vorzugsweise zwischen 120 bis 2000.



   Nach vollständiger Umsetzung der eingesetzten   Perylen-3, 4, 9, 10-tetracarbonsäure    empfiehlt es sich, das Kondensationsprodukt durch Behandeln mit ver  dünnen    Säuren, zweckmässig in der Wärme, von überschüssigem Amin zu befreien. Da die   Kondensga-      tionsprodukte    zwei phenolische Hydroxygruppen enthalten, sind sie in wässrigen   Alkalihydroxydlösungen    löslich. Aus diesen Lösungen können sie durch Ansäuern wieder ausgefällt werden.



   Die verfahrensgemäss erhaltenen Produkte stellen wertvolle Pigmente dar, die sich nach   Uberführung    in  eine fein verteilte Form zum Färben von organischen Erzeugnissen, wie z. B. Lacken, plastischen Massen, als Druckfarben oder zum Spinnfärben von Kunstfasern, wie z. B. Viskosekunstseide, Acetatseide, Nylon oder Polyestern eignen. Es werden brillante rote Färbungen von ausgezeichneter   Licht- und    Migrationsechtheit erhalten.

   Die   Überführung    in eine fein verteilte Form kann erreicht werden durch Lösen des Rohpigmentes in verdünntem Alkalihydroxyd und Ausfällen durch Zusatz von Säuren oder vorteilhaft durch Lösen in konzentrierter Schwefelsäure und Ausfällen mit Wasser, durch Behandeln mit Dichloressigsäure oder aromatischen Sulfonsäuren in Gegenwart oder Abwesenheit von organischen Verdünnungsmitteln, ferner durch Mahlung in trockener oder wässrig feuchter Form, zweckmässig in Gegenwart eines organischen wasserlöslichen oder wasserunlöslichen Lösungsmittels, oder auch durch Kneten oder Mahlen des Rohpigmentes in Gegenwart fester Hilfsstoffe, z. B. auswaschbarer Salze.

   Auch die Kombination verschiedener Methoden kann zu guten Resultaten   fühlen.    In vielen Fällen erweist es sich als vorteilhaft, zwecks Überführung in eine fein verteilte Form, das Rohpigment mit dem zu färbenden Substrat oder einer Komponente davon zu vermahlen. Es ist durchaus möglich, dass diese Behandlungen auch mit einer   Anderung    der Kristallmodifikation verbunden sind.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
In einem   Druckbehälter    werden 20 Teile Wasser, 5,3 Teile Eisessig und 3,3 Teile   l-Amino-4-hydroxy-    benzol vorgelegt. Dazu gibt man eine durch Erwärmen hergestellte Lösung von 3,9 Teilen   Perylen-3,4,      9,10-tetracarbonsäure-dianhydrid    in 74 Teilen 5,4  o/Oiger      Kalilauge.    Der Behälter wird 10 Stunden bei 170 bis   175     gedreht. Nach dem Abkühlen und Öffnen wird der entstandene Farbstoff durch Filtration isoliert, durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure von eventuell noch vorhandener überschüssiger Base gereinigt und schliesslich aus verdünnter Kalilauge oder aus konzentrierter Schwefelsäure umgelöst und getrocknet. Die Ausbeute ist nahezu quantitativ.

   Das Pigment eignet sich zum Färben von plastischen Massen sowie von Lacken und Druckfarben. Es ergibt darin Rosatöne von grosser Klarheit und sehr guten Echtheitseigenschaften.



   Beispiel 2
In einem Druckbehälter werden 20 Teile Wasser, 5,3 Teile Eisessig und 3,3 Teile   l-Amino-4-hydroxy-    benzol vorgelegt. Dazu gibt man eine durch Erwärmen hergestellte Lösung von 3,9 Teilen   Perylen-3,4,    9,10-tetracarbonsäure-dianhydrid in 74 Teilen 5,4   4 /o-    iger Kalilauge. Der Behälter wird 10 Stunden bei 170 bis   175     gedreht. Nach dem Abkühlen und Öffnen wird der entstandene Farbstoff durch Filtration isoliert, durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure von eventuell noch vorhandener überschüssiger Base gereinigt und getrocknet. Die Ausbeute ist nahezu quantitativ. Der Farbstoff enthält keine nicht umgesetzte Perylentetracarbonsäure mehr.



   Der Farbstoff ist identisch mit dem in Beispiel 1 beschriebenen. Er kann entsprechend den Angaben des Beispieles 1 aus Schwefelsäure in Nadeln kristallisiert und aus verdünnter wässriger Alkalihydroxydlösung umgelöst werden.



   Beispiel 3
In einem Druckbehälter werden 20 Teile Wasser, 5,3 Teile Eisessig und 5,6 Teile 4-Amino-4'-hydroxydiphenyl vorgelegt. Dazu gibt man eine durch Erwärmen hergestellte Lösung von 3,9 Teilen   Perylen3,4,    9,1   10-tetracarbonsäure-dianhydrid    in 74 Teilen 5,4   4 /o-    iger Kalilauge. Der Behälter wird 10 Stunden bei 200 bis 2100 gedreht. Nach dem Abkühlen und Öffnen wird der entstandene Farbstoff durch Filtration isoliert, durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure von eventuell noch vorhandener überschüssiger Base gereinigt und getrocknet. Die Ausbeute ist nahezu quantitativ. Der Farbstoff enthält keine nicht umgesetzte   Perylentetracarbonsäure    mehr.



   Der Farbsoff ist in verdünnter wässriger Alkalihydroxydlösung nicht löslich, verküpt aber nach Zugabe von Natriumdithionit sehr leicht. Er färbt aus rubinroter Küpe Baumwolle in sehr kräftigen, klaren, blaustichig roten Tönen.



   Zur Erzielung eines klaren Farbtones in Polyvinylchloridfolien wird der Farbstoff vorteilhaft einer Mahlung mit festen Hilfsstoffen unterworfen. Zu diesem Zwecke mahlt man z. B. 10 Teile Farbstoff zusammen mit 25 Teilen wasserfreiem Natriumsulfat, 4 Teilen wasserfreiem Natriumacetat, 2,5 Teilen p Dichlor-benzol und 0,5 Teilen des Kondensationsproduktes aus   Naphthalin-2-sulfonsäure    und Formaldehyd so lange in einem   Walzentambour    aus rostfreiem Stahl, bis die letzte aufgearbeitete Probe gegen über der vorhergehenden keine weitere Zunahme der Klarheit und Farbstärke der Rosanuance mehr ergibt.



   Vorgängig der Mahlung mit festen Hilfsstoffen kann der Farbstoff auch umgeküpt werden.



      Färbevorschrift:   
65 Teile Polyvinylchlorid, 35 Teile Dioctylphthalat und 0,2 Teile des in fein verteiltem Zustand gebrachten, gemäss Beispiel 1, Absatz 1 erhaltenen Farbstoffes werden miteinander verrührt und dann auf einem   Zweiwalzenkalander    während 7 Minuten bei   140"    hin und her gewalzt. Man erhält eine rosarot gefärbte Folie von sehr guter   Licht- und    Migrationsechtheit.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Perylentetracarbons äurediimidreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man Perylen-3, 4, 9, O-tetracarbonsäure, ein funktionelles Derivat oder ein ringsubstituiertes Derivat derselben bei erhöhter Temperatur mit aromatischen Aminen, enthaltend phenolische Hydroxygruppen, zur Umsetzung bringt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aromatische Amine der Ben zol- oder Diphenyfreihe verwendet.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Amino-hydroxybenzole als Amine verwendet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man t-Amino-4-hydroxy-benzol als Amin verwendet.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Amino-4'-hydroxy-diphenyl als Amin verwendet.
    5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Wasser bei Temperaturen zwischen 120 und 2000 durchführt.
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