CH369839A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH369839A
CH369839A CH1300062A CH1300062A CH369839A CH 369839 A CH369839 A CH 369839A CH 1300062 A CH1300062 A CH 1300062A CH 1300062 A CH1300062 A CH 1300062A CH 369839 A CH369839 A CH 369839A
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CH
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dyes
ethyleneimine
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water
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CH1300062A
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Peter Dr Jaeger
Eugen Dr Koller
Heinrich Prof Dr Zollinger
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/62Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an ethylenamino or N-acylated ethylenamino group or a —CO—NH—CH2—CH2—X group, wherein X is a halogen atom, a quaternary ammonium group or O-acyl and acyl is derived from an organic or inorganic acid, or a beta-substituted ethylamine group

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Description


  Zusatzpatent zum     Hauptpatent    Nr. 366607    Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe    Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zur Herstellung neuer, wertvoller organischer, vor  zugsweise wasserlöslicher Farbstoffe, die eine     Äthy-          lenimingruppierung,    insbesondere die Gruppierung  der Formel  
EMI0001.0005     
    enthalten.  Neben mindestens einer Gruppierung dieser Art  enthalten die erfindungsgemässen Farbstoffe vor  zugsweise mindestens eine     wasserlöslichmachende     Gruppe, z.

   B. eine gegebenenfalls     acylierte        Sulfon-          säureamidgruppe,    eine     Sulfongruppe,    insbesondere  eine     Methylsulfongruppe    oder mit Vorteil min  destens eine stark saure     wasserlöslichmachende     Gruppe, wie eine     Carboxyl-    oder eine     Sulfonsäure-          gruppe.    Sie können auch weitere, insbesondere nicht       wasserlöslichmachende        Substituenten,    wie Halogen  atome,     Nitro-,        Acylamino-,

          Alkyl-    oder     Alkoxy-          gruppen    aufweisen.  



  Die     wasserlöslichmachenden    Gruppen und die       Äthylenimingruppierungen    können im Farbstoff  molekül beliebig verteilt sein, das heisst je eine  Gruppe beider Arten kann im Rest einer einzigen  Komponente vorhanden sein, oder eine Farbstoff  komponente kann z. B. die     löslichmachende    Gruppe  und eine andere die     Äthylenimingruppierung    enthal  ten.  



  Die Einführung der     Äthylenimingruppierung    in  das     Farbstoffmolekül    erfolgt nach vorliegendem Ver  fahren dadurch, dass man in Farbstoffe, die aus  tauschbare Halogenatome in einer     aliphatischen     Kette enthalten, durch Kondensation mit Äthylen-         imin    in Gegenwart säurebindender Mittel eine     Äthy-          lenimingruppe    einführt.  



  Zu diesem Zweck kann man     Äthylenimin    z. B.  mit     Farbstoffen    umsetzen, die derartige Halogen  atome in einem     aliphatischen    Rest, z. B. in y- oder       ss-Stellung    eines     aliphatischen    Restes,     enthalten,    der  direkt oder über eine     Amino-,        Sulfon-,        Carbamid-          oder        Sulfonsäureamidgruppe    an das     Farbstoffmolekül     gebunden ist;

   die austauschbaren Halogenatome  können auch in einem     aliphatischen        Acylrest,    z. B.  in einem     Acetyl-,        Propionyl-    oder     Äthansulfonylrest     stehen.  



  Diese, beim vorliegenden Verfahren als Aus  gangsstoffe zu verwendenden Farbstoffe sind in  grosser Zahl bekannt, oder sie können nach an sich  bekannten Methoden erhalten     werden.    Es eignen sich  z. B.     Farbstoffe    der verschiedensten Klassen, wie       Stilbenfarbstoffe,        Azinfarbstoffe,        Dioxazinfarbstoffe,          Xanthon,        Thioxanthonfarbstoffe,    vor allem aber  saure     Phthalocyaninfarbstoffe,    saure     Anthrachinon-          farbstoffe    und insbesondere     Azofarbstoffe,

      und zwar  sowohl     metallfreie    wie metallhaltige Mono- und       Polyazofarbstoffe.     



  Die erfindungsgemässe Umsetzung solcher aus  tauschbare Halogenatome enthaltender Farbstoffe  mit     Äthylenimin    führt man zweckmässig in Gegen  wart von Alkali, z. B. in Gegenwart von Natrium  hydroxyd oder     -carbonat,    in organischen Lösungs  mitteln oder vorzugsweise in     wässrigem    Mittel aus.  



  Die nach dem angegebenen Verfahren erhaltenen       Farbstoffe    sind neu. Sie eignen sich zum Färben  und Bedrucken der verschiedensten Materialien, ins  besondere     polyhydroxylierter    Materialien, wie     cellu-          losehaltiger        Stoffe,    und zwar sowohl synthetischer       Fasern,    z. B. aus     Polyvinylalkohol,    regenerierter       Cellulose    oder Viskose, als auch natürlicher Mate  rialien, z. B. Leinen oder vor allem Baumwolle.

   Sie      eignen sich zum Färben nach der sogenannten     Di-          rektfärbemethode    und auch nach dem Druck- oder  nach dem     Foulardierfärbeverfahren    aus alkalischen  (gegebenenfalls stark     salzhaltigen)    wässerigen Lösun  gen, vorzugsweise aus ziemlich stark alkalischen Lö  sungen, z. B. nach den Verfahren, wonach die  Farbstoffe auf die zu färbende Ware durch Wärme  behandlung, z. B. durch Dämpfen,     fixiert    werden.  Es empfiehlt sich bei der Fixierung der Farbstoffe,  auf den zu färbenden Materialien ziemlich starke  Alkalien, z.

   B.     Alkalihydroxyde,    zu verwenden, um  eine bessere Fixierung zu erwirken; gute Resultate  erhält man schon bei     pH-Werten    oberhalb 9, am  besten jedoch oberhalb 10.  



  Die mit den erfindungsgemässen Farbstoffen auf       cellulosehaltigen    Fasern erhältlichen Färbungen  zeichnen sich in der Regel durch die Reinheit ihrer  Farbtöne, durch eine gute Lichtechtheit und vor  allem durch hervorragende Waschechtheit aus.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe, die höchstens  zwei     Sulfonsäuregruppen,    vorzugsweise aber eine  einzige saure     wasserlöslichmachende    Gruppe, auf  weisen, eignen sich auch zum Färben und Bedrucken  von     stickstoffhaltigen    Textilmaterialien, wie Leder,  Seide und vor allem Wolle sowie     Superpolyamid-          oder        Superpolyurethanfasern    aus schwach alkali  schem Bade.  



  Die auf Wolle     mit    solchen Farbstoffen erhaltenen  Färbungen sind ausgezeichnet wasch- und     walkecht.     Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichts  teile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  50 Teile der     1-Hydroxy-2-benzolazo-8-chlor-          acetylamino-naphthalin-3,6-disulfonsäure    der Formel  
EMI0002.0019     
    werden in Form des     Dinatriumsalzes    in 1500 Teilen  Wasser gelöst. 5 bis 10 Teile     Äthylenimin    werden  in Wasser unter Zusatz von mindestens 13,8 Teilen       Kaliumcarbonat    gelöst und zur     Farbstofflösung    ge  geben. Hierauf wird während 6 Stunden bei 30 bis  40      weitergerührt.     



  Der gebildete Farbstoff der Formel  
EMI0002.0025     
    wird mit     Natriumchlorid        ausgesalzen,        filtriert    und  getrocknet. Er färbt Baumwolle in waschechten  karminroten Tönen.  



       Ausziehf        ärbemethode     2 Teile des gemäss Beispiel erhaltenen Farbstoffes  werden in<B>100</B> Teilen Wasser durch Aufkochen ge  löst. Die erhaltene Stammlösung fügt man zu 2900  Teilen Wasser von 20 . Nach Zugabe von 30 Teilen       Natriumhydroxyd    und 60 Teilen     Natriumchlorid    geht  man mit 100 Teilen Baumwolle ein, steigert die  Temperatur in 45 Minuten auf 80 , gibt nochmals 60  Teile     Natriumchlorid    zu und färbt nach 30 Minuten  bei 90 bis 95 . Dann wird die Färbung gespült und  während 15 Minuten bei Siedetemperatur in einer  Lösung nachbehandelt, die im Liter Wasser 2 g     Na-          triumcarbonat    und 3 g Seife enthält.

   Dann wird  noch einmal kalt gespült und getrocknet.  



  Man erhält eine orangerote Färbung von sehr  guter Wasch- und Lichtechtheit.  



       Foulardier        f        ärbemethode     1 Teil des gemäss Beispiel erhaltenen Farbstoffes  wird mit 9 Teilen Harnstoff vermischt in 100 Teilen  Wasser gelöst.  



  Mit dieser Lösung imprägniert man bei 80  am       Foulard    ein Baumwollgewebe und quetscht die über  schüssige Flüssigkeit so ab, dass der Stoff<B>750/a</B>  seines Gewichtes an     Farbstofflösung    zurückhält.  



  Die so imprägnierte Ware wird getrocknet, dann  bei Zimmertemperatur in einer Lösung     imprägniert,     die pro Liter 10 g     Natriumhydroxyd    und 300 g Na  triumchlorid enthält, auf     751/o.    Flüssigkeitszunahme  abgequetscht und während 60 Sekunden bei 100 bis  101  gedämpft. Dann wird gespült, in     0,59/o,iger    Na  triumbicarbonatlösung behandelt, gespült, während  einer     Viertelstunde    in einer     0,39/o.igen    Lösung eines       ionenfreien    Waschmittels bei Kochtemperatur geseift,  gespült und getrocknet.  



  Es resultiert eine orangerote, kochecht fixierte  Färbung. Verwendet man anstelle eines Baumwoll  gewebes ein     Zellwollgewebe,    so erhält man ein ähn  lich gutes Resultat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung organischer Farb stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man in Farb stoffe, die austauschbare Halogenatome in einer ali- phatischen Kette enthalten, durch Kondensation mit Äthylenimin in Gegenwart säurebindender Mittel eine Äthylenimingruppe einführt. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe sulfon- säuregruppenhaltige Monoazofarbstoffe verwendet,
    die eine acylierte Aminogruppe enthalten, deren Acylrest ein aliphatisch gebundenes Chloratom auf weist.
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