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Klimaanlage Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klimaanlage für industrielle Betriebe, z. B. Spinnereien, mit einem Luftwascher, einem Thermostaten und einem Feuchtigkeitsregler.
Wegen den in Spinnereien herrschenden Verhältnissen und den dort hergestellten Waren hat die Klimaanlage einen dreifachen Zweck. Die erste Funktion ist, die Temperaturverhältnisse aufrechtzuerhalten, die zweite Funktion ist, einen gewünschten Feuchtigkeitsgrad aufrechtzuerhalten, und die dritte Funktion ist, die nötige Ventilation der Fabrik zu gewährleisten. Die Konstanthaltung geeigneter Temperaturverhältnisse in der Fabrik gewährleistet nicht nur den Komfort für die Arbeiter, sondern verhindert auch jedes unterschiedliche Ausdehnen oder Schwinden der Maschinen und gewährleistet ebenfalls die Einheitlichkeit der produzierten Ware.
Speziell bei synthetischen Fasern wurden bei wechselnden Temperaturbedingungen Ausdehnungen festgestellt. Auch die Überwachung der _ Feuchtigkeit in der Spinnerei ist wichtig, speziell wenn natürliche Fasern hergestellt werden, die durch die Feuchtigkeitsverhältnisse stark beeinflusst werden. Durch die Regelung der Feuchtigkeit wird auch die Menge der statischen Elektrizität gesteuert, die bei der Verarbeitung verschiedener Fasern entsteht. Selbstverständlich ist die Notwendigkeit geeigneter Ventilatoren einer Spinnerei offensichtlich.
Um diese Funktion auszuführen, wird gewöhnlich eine Klimaanlage mit Luftwascher verwendet. Diese Luftwascher haben sich in den letzten fünfzig Jahren nicht grundlegend geändert und weisen im wesentlichen einen Ventilator zur Erzeugung eines Luftstroms durch den Luftwascher, Düsen zum Reinigen der Luft, indem Wasser in den Luftstrom gesprüht wird, und Abscheider zum Entfernen mitgenommener Flüssigkeitsteilchen aus dem Luftstrom, wenn dieser den Wascher verlässt, auf.
Gewöhnlich gehört zum Wascher auch eine Pumpe zur Umwälzung des gebrauchten Wassers im Wascher und ein Filtersystem zum Entfernen der Fasern aus dem zirkulierenden Wasser. An gewissen Räumen, wo Verdampfungs- kühlung allein zur Konditionierung nicht ausreicht, können passende Wasserkühlvorrichtungen verwendet werden, um die Spinnerei besser zu konditionieren.
Um die Luft zu konditionieren, wird die Luft durch den Luftwascher geleitet, wo sie durch die in ihm enthaltenen Sprühdüsen befeuchtet wird, und die Luft unterliegt adiabatischer Sättigung.
Dieser Wärmeaustauschprozess ist von einem Reinigungs- prozess begleitet, wobei die Fasern in der Luft in solchem Ausmass befeuchtet werden, dass die nassen Faserteilchen aus dem Luftstrom heraus in einen Sumpf des Luftwaschers fallen. Ein Teil der Fasern mag auf die Abscheiderschaufeln in der Einheit gelangen, von wo ein grosser Teil der nassen Fasern in den Sumpf des Luftwaschers abgeleitet wird. Ein- zelne dieser Faserteilchen werden an der Oberfläche der Platten haften, wodurch eine regelmässige Reinigung nötig wird.
Um dieses Reinigungs- und War- ltungsproblem herabzusetzen, werden die Sprühdüsen im Luftwascher während des Betriebes im wesentlichen auf Volleistung gehalten, um sicherzustellen, dass die Luft vollständig angefeuchtet und ein grosser Teil der Fasern entfernt wird. Bei einem solchen Vorgehen arbeitet der Luftwascher immer mit maximalem Wirkungsgrad oder Befeuchtungsgrad und alle Luft wird mit Feuchtigkeit gesättigt.
Da die Luft im Luftwascher praktisch immer gesättigt wird, wurde dieser Faktor als Hauptsteuerkriterium für die Luftwaschanlage verwendet. Trotzdem wurden, um die Anlage anpassungsfähiger zu machen, beim Waschen Hilfsmittel verwendet. Diese Mittel bestehen gewöhnlich aus Wassererhitzungs-
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mitteln, Lufterhitzungsmitteln am Austritt des Waschers oder passenden Mitteln zum Mischen der Aussen- und Umwälzluft, die in den Wascher geleitet wird.
Die normalerweise in einer gewöhnlichen Wascher- anlage verwendeten Steuerorgane sind: ein Taupunkt- Thermostat, der sich am Austritt des Waschers befindet, ein Raumthermostat und in einigen Fällen ein Raum-Feuchtigkeitsregler.
Beim Winterbetrieb einer gewöhnlichen Anlage werden Umwälzluft und Aussenluft unter Kontrolle eines Taupunkt-Thermostaten gemischt, so dass die durch den Wascher tretende Luft adiabatisch gesättigt wird, wodurch eine praktisch gesättigte Luft bei mit befeuchteter Hülle der Thermometerkugel eines Psychrometers gemessener Temperatur erzielt wird, wie diese durch den Taupunkt-Thermostaten gewählt wurde.
Ist es dem Taupunkt-Thermostaten unmöglich, eine genügend warme Luftmischung zu wählen, wie dies bei dieser, mit nasser Thermometerkugel eines Psychrometers gemessenen Temperatur auftritt, so wird er durch das Erhitzen des Sprühwassers unterstützt, um die gewünschte Versorgung mit konditionierter Luft zu erreichen.
Die Luft mit dem gewünschten Taupunkt wird dann in den zu konditionierenden Raum geleitet und die Lufttemperatur wird gewöhnlich längs einer im wesentlichen horizontalen Feuchtigkeitsgeraden im psychrometrischen Diagramm steigen. Sollte die Konditionierungsmenge oder die totale Wärmemenge im zu konditionierenden Raum ungenügend sein, um die Lufttemperatur auf die gewünschte Temperatur zu bringen, so wird der Raumthermostat im Raum die in den Raum eintretende Luftmenge verringern. Dies kann in begrenztem Ausmass geschehen, worauf, wenn der Raum immer noch zu kalt ist, der Raumthermostat Vorkehren zur Wiedererhitzung der Luft trifft, die in den zu konditionierenden Raum eintritt.
Beim Sommerbetrieb kann, wenn nur Verdamp- fungskühlung allein verwendet wird, auch noch ein Raum-Feuchtigkeitsregler verwendet werden. Dieser Feuchtigkeitsregler wird unabhängig vom Raumthermostat arbeiten und erhält die relative Feuchtigkeit im Raum aufrecht, wobei er die dadurch entstehende Temperatur total ausser acht lässt. Natürlich kann in gewissen Räumen die Temperatur so hoch sein, dass Verdampfungskühlung allein nicht durchführbar ist. In :solchen Fällen wird im Wascher gekühltes Wasser verwendet.
Dieses gekühlte Wasser wird einer Steuerung durch den Taupunkt-Thermo- staten unterstellt, der durch Mischen mit umgewälztem Wasser die Temperatur des Sprühwassers vorwählt, um die Bedingungen der austretenden Luft zu überwachen.
Aus vorstehender Beschreibung ist leicht ersichtlich, dass diese Taupunktkontrolle unelastisch ist, und ferner ist vom Standpunkt des Arbeitens im zu konditionierenden Raum eine Sättigung der Luft in den meisten Fällen absolut unnötig. Vom Standpunkt der Aufrechterhaltung vernünftiger Sauberkeit des Abscheiders ist die Sättigung der Luft dagegen zwingend.
Die Nachteile dieser Art Steuerung sind speziell während der Sommer-Verdampfungskühlung offensichtlich. Um die Feuchtigkeitsbedingungen aufrechtzuerhalten, wird die Luft zuerst im Wascher zur Luftkühlung gesättigt, dann wird die Luft in den Raum geleitet und erleidet eine Temperatursteigerung, wenn sie die Raumwärme aufnimmt. Wie vorgängig festgestellt, kann der Feuchtigkeitsregler unter gewissen Umständen dem Raumthermostaten voreilen, um die relative Feuchtigkeit beizubehalten.
Wenn die Raumwärmemenge kleiner ist als in einem Spitzensommer, so verursacht dieser Feuchtigkeitsregler eine Wiedererwärmung der Luft beim Verlassen des Waschers. Die Anlage wird folglich ein Erwärmen der Luft während Sommerbedingungen erfordern, um die relative Feuchtigkeit beizubehalten. Dies zeigt mit Sicherheit einen Mangel der Taupunktkontrolle und Steuerung.
Die vorliegende Erfindung zielt auf die Schaffung einer Anlage ab, die keine Taupunktsteuerung und keine volle Sättigung der Luft erfordert, die durch den Wascher strömt, die dagegen vielmehr die Steuerung der Anlage aufgrund der tatsächlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen, die z. B. in der Spinnerei herrschen, vornimmt.
Dies ist durch Anwendung von Luftwaschern des Typs, wie er im Schweizer Patent Nr. 360052 beschrieben ist, möglich, das einen Wascher beschreibt, dessen Sprühdüsen bis auf einen Punkt gedrosselt sein können, bei dem nur noch ein 20%iger Wascherwirkungsgrad existiert, ohne dass die Betriebsauberkeit des Waschers beeinträchtigt wird.
Zweck vorliegender Erfindung ist, ein Luftwascherregelsystem zu schaffen, das zur Steuerung nicht auf Taupunktbedingungen abstellt.
Um diesen Zweck zu erreichen, ist die erfindungsgemässe Klimaanlage dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Drosselung des in die durch den Wascher strömende Luft eingesprühten Wassers vorgesehen sind, wobei diese Mittel wechselweise durch den Feuchtigkeitsregler und den Thermostaten regulierbar sind.
Die beiliegende Zeichnung stellt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Klimaanlage nach der Erfindung dar, und zwar zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung der Klimaanlage mit einem Luftwascher des Typs des ob- genannten Schweizer Patents, Fig. 2 eine vereinfachte schematische Darstellung der Arbeitsweise des Steuersystems bei Sommer- und Winterverdampfungskühlung, Fig. 3 eine vereinfachte schematische Darstellung der Arbeitsweise des Steuersystems bei Sommerbetrieb mit Verwendung von gekühltem Wasser, Fig. 4 ein psychrometrisches Diagramm des Winterbetriebes,
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Fig.5 ein psychrometrisches Diagramm des Sommerbetriebes mit Verdampfungskühlung, Fig. 6 ein psychrometrisches Diagramm, das den Sommerbetrieb unter Verwendung von gekühltem Wasser zeigt, Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Feuchtigkeitsreglers, Fig.8 eine schematische Darstellung eines Thermostaten, Fig. 9 eine schematische Darstellung eines DuplexKumulators, Fig. 10 eine schematische Darstellung eines ein proportionales Druckverhältnis erzeugenden Druckrelais,
Fig. 11 ist eine schematische Darstellung eines Minimalrelais und Fig. 12 ist eine schematische Ansicht eines Umsteuerrelais.
Nach Fig. 1 geht die Luft zuerst in eine Mischkammer 2, welche ein Umwälzluft-Regulierorgan 3 und ein Aussenluft-Regulierorgan 4 aufweist. Diese Organe werden durch einen Motor 5 gesteuert. Auf Wunsch kann für jedes Regulierorgan ein Motor verwendet werden. Der Motor 5 wird durch später zu beschreibende Steuerungen pneumatisch gesteuert. Das Regulierorgan arbeitet so, dass ein Öffnen des einen Regulierorgans ein proportionales Schliessen des andern Regulierorgans bewirkt, so dass, wenn das Umwälzluftregulierorgan 3 voll offen ist, das Aussenluftregulierorgan 4 praktisch geschlossen ist, und umgekehrt.
Die Mischkammer 2 ist mit dem Luftwascher 6 verbunden, der einem im Schweizer Patent Nr.360052 beschriebenen Typ entspricht. Dieser Wascher weist einen zylindrischen Teil 7 auf, in dem konzentrisch ein motorgetriebener Ventilator 9 angeordnet ist.
Auf diesen Ventilatorteil folgt der Wascherteil, der ein Gehäuse 18 aufweist, in das sich ein Rohr 13 erstreckt, das Austrittsöffnungen 12 aufweist. Diese Leitung 13 ist mit einer passenden Dampfquelle verbunden, die in der Folge ausführlicher beschrieben werden soll. Die Austrittsöffnungen 12 sind nahe dem Ventilator 9 angeordnet, und auf sie folgt der Sprühteil des Waschers. Der Sprühteil enthält ein Rohr 19, das mittels einer Leitung 17 mit einer Sprühwasserquelle verbunden ist. Eine Anzahl Reihen von Zweigleitungen 15 erstreckt sich aus diesem Rohr 19, und am Ende jeder Leitung 15 befindet sich eine Sprühdüse 16. Im Unterteil des Gehäuses 18 befindet sich ein Sumpf 10 mit einem passenden Auslauf 11 zum Entfernen des Wassers aus der Einheit.
Auf die Reihen der Sprühleitungen 15 folgt ein drehbarer Abscheid'er 20, der im Lager 21 gelagert ist. Die Konstruktion dieses drehbaren Abscheiders ist einer der im vorgenannten Patent gezeigten Ausführungen ähnlich und weist vor allem eine Nabe auf, von der eine Anzahl Schaufeln ausgehen, die eine Anzahl Oberflächen aufweisen, die sich gerade oder konisch schneiden, wobei der äussere Umfang des Abscheiders Abschlussmittel aufweist, die mit pas- senden Dichtungsmitteln verbunden sind, so dass jede Undichtigkeit um die Abscheiderstruktur vermieden wird.
Auf den Abscheider und den eigentlichen Wascher folgt ein Leitungsteil 25, der sich in die durch den Wascher zu bedienenden Räume erstreckt. In dieser Leitung befindet sich eine passende Heizschlange 24, die mit einer passenden Dampf- oder einer anderen Heizmittelquelle verbunden ist.
Entsprechend der Wirkungsweise des Waschers wird Luft mittels der Organe 3 und 4, die in noch zu beschreibender Weise gesteuert werden, passend gemischt. Die Luft wird durch den Ventilator 9 aus der Mischkammer 2 in den Wascher befördert. Die Luft, die in den Wascher strömt, trifft zuerst die Dampfstrahlen 12, deren Funktion ,darin besteht, den Taupunkt und\ das Gewicht der Feuchtigkeitsmenge in der Luft entsprechend gewünschter Bedingungen heraufzusetzen. Dies kann auch durch Erhitzen des Sprühwassers erreicht werden.
Auf die Dampfstrahlen folgen die verschiedenen Reihen von Düsen 16, die mit der Sprühwassersteuerung verbunden sind. Luft, die in den Wascher gesaugt wurde, wird passend befeuchtet und kann auf Wunsch auf Sättigungsbedingungen gebracht werden. Bei dieser Art Wascher ist es möglich, das Wasser bis auf einen Punkt zu dros- seln, wo der Wascher mit nur noch etwa 20'% Wir- kungsgrad arbeitet.
Bisher war dies wegen der starken Hinderung durch die Abscheiderstruktur nicht möglich. Hingegen ist .der gezeigte Waschex mit der im erwähnten Patent beschriebenen Abscheiderstruktur praktisch selbstreinigend und kann während Perioden von mehr als einem Jahr, ohne grosse Wartungs- und Reinigungsarbeiten, in Betrieb bleiben. Die befeuchtete Luft, die an den Sprühdüsen vorbeigeht, trifft auf den Abscheider 20.
Dieser Abscheider entfernt praktisch alle Fasern und flüssigen Tröpfchen aus der Luft, die den Wa- scher verlässt und befördert die Feuchtigkeit und die Fasern in den Sumpf 10, von wo das Wasser durch ein passendes Filtersystem geleitet und an die Sprühdüsen zurückbefördert wird. Nachdem die Luft durch den Waschar hindurchgegangen ist, wird sie in die Leitung 25 geleitet.
Wenn die Konditionierungsmenge im zu konditionierenden Raum nicht ausreicht, um die relative Feuchtigkeit auf einen gewünschten Punkt zu erniedrigen oder um die Temperatur auf eine passende Temperatur zu erhöhen, so kann diese Be- dingung durch passende Anwendung von Wärme mittels einer Dampfschlange 24, deren Dampfdurchlass gesteuert werden kann, erreicht werden.
Bis jetzt wurde ein passender Wascher beschrieben, der mit vorliegender Erfindung zusammen verwendet werden kann. Andere Wascher können verwendet werden, wenn es möglich ist, das Sprühwasser während des Betriebs passend zu drosseln, ohne dass Faseranhäufungen die Funktion des Apparates stören.
Bisher war dies nicht möglich, weil die gewöhnlich verwendete stillstehende Abscheider- struktur nur eine Anzahl stillstehender Schaufeln
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aufwies, die eine Anzahl von Richtungswechseln in demselben ergaben, damit alle Flüssigkeits- oder Faserteilchen durch einen Prallprozess aus der Luft entfernt werden konnten.
Es wird festgestellt, dass der gezeigte Wascher mit passenden Mitteln kombiniert ist, um die Bedingungen der Luft, die in den zu konditionierenden Raum hinausströmt, zu regeln, wobei die erste Steuerung gestatten soll, die Aussenluft und die Umwälzluft in passenden Mengen zu mischen, um eine passende Mischtemperatur zu erreichen. Zweitens soll mit der Anwendung von Dampfstrahlen der Taupunkt des Apparates passend gesteuert werden. Die gewünschte Luftfeuchtigkeit wird durch ein Wassersprühsystem erreicht, das passend zwischen etwa 20 "/a und praktisch 100 1/o Wascherwirkungsgrad reguliert werden kann. Uni den Anwendungsbereich des Systems zu vergrössern, ist die Aufheizschlange 24 verwendet.
Durch passende Anwendung dieser vier Mittel können die gewünschte Temperatur, die Feuchtigkeit und die Sauberkeit des zu konditionierenden Raumes aufrechterhalten werden.
Um diese vier Mittel zu steuern, wird ein Steuersystem mit zwei abhängigen Elementen verwendet. Ein Thermostat 30 und ein Feuchtigkeitsregler 31 sind die abhängigen Elemente, und sie werden im zu konditionierenden Raum befestigt; mit Vorteil werden sie für exakte Steuerung in einem Saugschrank (nicht gezeigt) angeordnet. Die Bedienungsluft wird durch die Leitung 111 zum Feuchtigkeitsregler 31 und durch die Leitung 123 zum Thermostaten 30 geleitet.
Das vorliegende Steuersystem wird pneumatisch gesteuert, besteht aus einer Anzahl Ventile, die normalerweise offen sind, um ein Sommerbetriebssehema festzulegen, und weist Mittel auf, die auf Luftdruck ansprechen, um ein zweites Betriebsschema für den Winter festzulegen. Diese speziellen Schemen werden in einer Beschreibung der Fig. 2 und 3 näher erklärt.
Beim Studium der Fig. 1 wird festgestellt, dass eine Anzahl von Umsteuerrelais verwendet werden. Selbstverständlich haben zwei Umsteuerrelais in Serie eine aufhebende Wirkung. Diese Arbeitsweise wurde vom Standpunkt der Schaffung eines Umschaltsystems, das für zwei verschiedene Betriebsmethoden geeignet ist, als notwendig befunden. Die Arbeitsweise dieser Relais ist eine solche, dass, wenn ein gegebener Druck ins Relais eingeführt wird, ein dem maximalen Betriebsluftdruck minus dem gegebenen Druck gleicher Druck aus dem Relais heraustritt.
Zum Beispiel kann der maximale Druck 1,05 at sein, wobei dann durch Einführung eines Druckes von 0,21 at in ein Umsteuerrelais ein Druck von 0,84 a-t entsteht, der aus dem Relais heraustritt. Eine passende Konstruktion für ein Umsteuerrelais wird in Fig. 12 gezeigt. Es wird festgestellt, dass beim Betrieb dieses Relais durch die Öffnung 183 Bedienungsluft eingeführt wird.
In Fig. 1 erstreckt sich vom Thermostat 30 aus die Leitung 33, von welcher die Leitung 34 ausgeht, welche in sich das Druckwandlerventil 35 aufweist. Die Funktion dieses Ventils ist, den Luftdruck, der auf seine eine Seite wirkt, in einem vorbestimmten Verhältnis passend zu ändern. Eine passende Konstruktion für das Ventil 35 ist in Fig. 10 gezeigt. Eine Quelle von Hochdruckbedienungsluft wird durch die Leitung 158' mit dem Ventil 35 verbunden. Die Leitung 33 ist ebenfalls mit den Leitungen 37, 38 und 39 verbunden. Die Leitung 37 führt zum Umsteuerrelais 40.
Die Wirkungsweise dieses Umsteuerrelais ist eine solche, dass, wenn ein Druck von 0,21 at in der Leitung 37 herrscht, in der Leitung 41 ein Druck von 1,05 at minus 0,21 at oder 0,84 at in der vorgängig erklärten Weise aufrechterhalten wird. In der Leitung 41 befindet sich ein Ventil 42, das vom Typ des pneumatisch gesteuerten Dreiwegventils ist.
Dieses Ventil weist, wie aus der schematischen Zeichnung ersichtlich ist, drei Öffnungen auf, eine gemeinsame Öffnung c, die immer offen ist und die mittels der Leitung 43 mit dem Motor 5 verbunden ist, welcher die Umwälzluft- und Aussenluft-Regulierorgane 3 und 4 steuert.
Das Ventil 42 hat auch eine normalerweise offene Öffnung (no), welche in diesem speziellen Fal die gemeinsame Öffnung c mit der Atmosphäre verbindet. Eine dritte Öffnung (nc) wird als normalerweise geschlossen angegeben, ist aber unter gewissen Umständen geöffnet.
In diesem speziellen Fall, wenn ein Druck von 1,5 at auf das Motorelement des Ventils ausgeübt wird, werden die normalerweise geschlossene Öffnung (ne) und die gemeinsame Öffnung c durch das Ventil verbunden, wodurch dem Druck der Leitung 41 gestattet wird, durch die Leitung 43 zum Motor 5 zu gehen und so die Luftmischung, die in den Wascher 6 eintritt, zu steuern. Um das Ventil 42 zu steuern, wurde ein passendes pneumatisches System mit einem Umschalter 45 geschaffen. Dieser Umschalter ist mit einer passenden Luftversorgung 45' versehen.
In diesem speziellen Fall wird Luft mit 1,05 at verwendet; immerhin ist leicht einzusehen, dass auch andere Drücke verwendet werden können.
Dieser Umschalter ist während des Sommerbetriebs geschlossen, und auf die Motorglieder der verschiedenen Dreiwegventile wird kein Druck ausgeübt, wodurch die normalerweise offene und die gemeinsame Öffnung (no) bzw. c verbunden bleiben. Während des Winterbetriebes hingegen liefert der Umschalter Luftdruck von 1,05 at, der auf die Bedienungselemente der verschiedenen Dreiwegventile wirkt, wodurch die normalerweise geschlossene und die gemeinsame Öffnung (nc) bzw. c verbunden werden. Die verschiedenen Ventile im System sind durch die Leitungen 46, 47, 48 und 49 mit dem Umschalter verbunden.
Das Verständnis der Sommer- und Winterkreisläufe wird durch die Beschreibung der Fig. 2 und 3 vereinfacht. Bei der Betrachtung des bis jetzt besprochenen Kreislaufes kann festgestellt werden, dass der Thermostat beim Winterbetrieb mittels des Umsteuerrelais einen vorbestimmten Luftdruck auf den Motor 5 wirken lässt. Während des Sommerbetriebes wird der Motor vom Steuersystem getrennt und die Stellung der Regulierorgane 3 und 4 der
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Mischkammer ist eine solche, dass das Umwälzluft- Regulierorgan 3 .ganz geöffnet und das Aussenluft- Regulierorgan 4 geschlossen ist.
Der Thermostat 30 ist mittels der Leitungen 33 und 38 auch mit dem Ventil 52 verbunden. Diese Verbindung führt zur normalerweise offenen Öffnung (no) des Ventils, das ein Dreiwegsteuerventil ist. Die gemeinsame Öffnung c des Ventils ist mittels der Leitung 53 mit dem Dampfaufheizventil 54 verbunden. Durch Ausübung eines Druckes auf das Steuerelement des Ventils 54 wird dem Dampf gestattet, durch die Leitung 55 zur Aufheizschlange 24 in der Leitung 25 zu strömen. Dieses Ventil 54 ist normalerweise in geschlossener Stellung und öffnet sich, wenn ein minimaler Luftdruck auf das Motorelement des Ventils ausgeübt wird.
Die normalerweise geschlossene Öffnung des Ventils 52 ist mittels der Leitung 57 mit dem Duplex- kumulator 58 in in der Folge zu beschreibender Weise verbunden.
Der Thermostat 30 ist mittels der Leitungen 33 und 39 mit dem Ventil 59 verbunden, wobei diese Verbindung an die gemeinsame Öffnung c des Ventils anschliesst. Die normalerweise offene Öffnung (no) dieses Ventils ist mit dem Umsteuerrelais 60 verbunden, das dem vorgenannten Umsteuerrelais 40 ähnlich ist. Das Ventil 59 umgeht mittels der normalerweise geschlossenen-Öffnung (nc) des Ventils und mittels der Leitung 61 das Umsteuerrelais 60 und stellt die Verbindung mit der Leitung 62, die sich zwischen dem Umsteuerrelais 60 und dem Duplex- kumulator 58 befindet, her.
Der Duplexkumulator ist ein pneumatisches Instrument, das auf Wunsch entweder auf einen niedrigen oder auf einen hohen, auf den Kumulator wirkenden Druck anspricht. Im Betrieb können zwei Drücke auf die Vorrichtung ausgeübt werden, wobei, wenn die Vorrichtung auf einen hohen Druck eingestellt ist, nur der höhere Druck durch die Vorrichtung geleitet wird. In gewissen Momenten ist es wünschbar, dass der niedrigere Druck durch die Vorrichtung geleitet wird, wobei dann die Vorrichtung so eingestellt werden kann. Der Duplexkumulator 58 ist für hohe Drücke eingestellt.
Mit andern Worten, nur der höhere, in den Kumulator geleitete Druck wird durch diesen hindurchgelassen. Dieser Druck wird durch die Leitung 63 geleitet und kann, entsprechend den Umständen, durch die Leitung 57 durch das Ventil 52 und die Leitung 53 hindurchgehen, um das Ventil 54 zu steuern, das den Auf- heizdampf steuert.
Die Leitung 63 führt zur normalerweise offenen Öffnung (no) des Ventils 68. Die gemeinsame Öffnung c dieses Ventils ist mittels der Leitung 69 mit dem Minimaldruckrelais 70 verbunden. Dieses Relais 70 arbeitet in der Weise, dass nur Drücke über einem gewissen Minimalwert durch dieses hindurchgelassen werden und dieses Relais ist seinerseits mittels der Leitung 71 mit dem Ventil 72 verbunden. Bedie- nungsluft wird durch die Leitung 162' an das Relais 70 geliefert. Das Ventil 72 drosselt die Wasserzufuhr zu den Sprühdüsen 16 im Wascher 6.
Der Raum-Feuchtigkeitsregler 31 weist ein UmsteuerreIais auf, das mittels der Leitung 73 mit der normalerweise geschlossenen Öffnung (nc) des Ventils 68 verbunden ist. Entsprechend den saisonalen Bedingungen und wenn in der Leitung 49 ein Druck wirkt, wird entschieden, ob die gemeinsame Öffnung c des Ventils 68 mit der normalerweise geschlossenen oder der normalerweise offenen Öffnung (nc) bzw. (no) des Ventils verbunden wird.
Das Umsteuerrelais 76 ist mittels der Leitungen 73 und 75 auch mit dem Raum-Feuchtigkeitsregler 31 verbunden. Dieses Umsteuerrelais ist seinerseits mittels der Leitung 77 mit dem Duplexkumulator 58 verbunden. Es wird festgestellt, dass die Wassersprüh- düsen mittels eines Ventils 72 gesteuert werden, das entsprechend den saisonalen Bedingungen entweder durch den Raumthermostaten 30 oder den RaumFeuchtigkeitsregler 31 gesteuert werden kann.
Ein zweiter Duplexkumulator 80 ist mittels der Leitungen 73 und 81 mit dem Raum-Feuchtigkeits- regler 31 verbunden. Dieser Duplexkumulator 80 ist auf niedrige Bedingungen eingestellt, wodurch der niedrigere, ins Instrument eingeführte Druck durch dieses hindurchgeht und ermöglicht, das Ventil 83 zu steuern. Das Ventil 83 steuert die Einführung des Dampfes durch die Leitung 85, aus der schliesslich die Dampfstrahlen 12 austreten. Der Duplexkumulator 80 ist mittels der Leitung 86 auch mit dem Ventil 35 verbunden, das seinerseits mit dem Thermostaten 30 verbunden ist.
Durch diese Anordnung wird das Dampfstrahlventil 83 hauptsächlich durch den Raum- Feuchtigkeitsregler 31 gesteuert. Immerhin wird, unter gewissen Bedingungen, wenn die thermo- statischen Bedingungen äusserst streng sind, der niedrigere Druck :durch das Umsteuerrelais des Thermostaten 30 zum Ventil 35 geleitet, das seinerseits einen doppelt so grossen Druck als der in dasselbe geleitete Steuerdruck auf den Duplexkumulator 80 überträgt. Selbst nach dieser durch das Ventil 35 bedingten Druckerhöhung wird dieser Druck der niedrigere, in den Duplexkumulator geleitete sein.
Der Raumthermostat 30 steuert die Dampfstrahlen 12 mittels des Ventifs 83. Diese Steuerung geht normalerweise so vor sich, dass das Ventil sich nicht öffnet, da ein Druck von vorausbestimmter Grösse notwendig ist, um das Ventil zu öffnen. Da der niedrigere, in den Duplexkumulator 80 geleitete Druck zum Ventil geleitet wird, ist das Ventil selten geöffnet.
In Fig. 2 wird ein vereinfachtes Schema des in Fig.l gezeigten Gesamtsteuersystems gezeigt. Die Fig. 2 bezieht .sich auf ein System, das unter Winterbedingungen oder unter Sommerbedingungen nur Verdampfungskühlung verwendet. Um im operativen Sinn zur Fig. 2 zu kommen, leitet der in Fig. 1 gezeigte Umschalter 45 Druckluft auf die Ventile 42, 52, 59 und 68.
Durch Anwendung dieses Druckes werden die normalerweise geschlossene und die ge-
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ureinsame Öffnung (no) bzw. c dieser Ventile verbunden, und die normalerweise offene Öffnung (no) dieser Ventile wird ausser Betrieb gesetzt.
Aus der Fig.2 ist ersichtlich, dass der Raumthermostat mittels der Leitungen 33 und 37, Umsteuerrelais 40, Leitung 41, Ventil 42 und Leitung 43 mit dem Motor 5 verbunden ist. Während des Winterbetriebes wird der Thermostat so arbeiten, dass er die Mengen von Aussen- und Umwälzluft, die in den in Fig. 1 gezeigten Wascher geleitet werden, einteilt. Während des Sommerbetriebes ist bei Verwendung von Verdampfungskühlung das Aussenluft-Regulier- organ 4 weit offen und nur eine kleine Menge von Leck-Umwälzluft wird durch den Wascher geleitet. Dies soll in der Folge gezeigt werden.
Der Raumthermostat ist mittels der Leitungen 33 und 34, Ventil 35 und Leitung 86 mit dem Duplex- kumulator 80 verbunden, der mit dem Ventil 83 in vorgängig erwähnter Weise zusammenarbeitet. Der Raumthermostat ist mittels der Leitungen 36 und 39, Ventil 59 und Leitung 61 auch mit dem Duplexkumulator 58 verbunden, der während des Winterbetriebes mittels der Leitungen 63 und 64, Ventil 52 und Leitung 53 mit dem Dampf-Wiedererhitzungs- ventil 54 zusammenarbeitet.
Der Raum-Feuchtigkeits- regler 31 ist mittels der Leitungen 73 und 75 und Umsteuerrelais 76 mit dem Duplexkumulator 58 verbunden, der auch in Verbindung mit dem Raumthermostaten das Dampfaufheizventil 54 steuert.
Der Raum-Feuchtigkeitsregler ist mittels der Leitungen 73 und 81 auch mit dem Duplexkumulator 80 verbunden, und dieser Feuchtigkeitsregler ist weiter über Leitung 73; Ventil 68, Leitung 69, Relais 70 und Leitung 71 mit dem Sprühwasser-Drosselventil 72 verbunden.
Aus der Fig.2 ergibt sich, dass der Raumthermostat die Aussen- und Umwälzluft Regulierorgane und .auch das Aufheizventil 54 durch den Duplexkumulator 58 steuert. Immerhin wird auch festgestellt, dass der Raum-Feuchtigkeitsregler mittels des Umsteuerrelais 76 die Steuerung des Dampf- Aufheizventils 54 übernimmt, weil, bei Erhöhung der relativen Feuchtigkeit, das Umsteuerrelais des Feuchtigkeitsreglers und die Umsteuerwirkung des Relais 76 die Einführung eines hohen Druckes in dem Duplexkumulator 58 bedingen,
die stärker als die Wirkung des Thermostaten 30 sein könnte, der bei Temperaturerhöhung nur einen niedrigeren Druck auf den Duplexkumulator 58 überträgt.
Der Thermostat 30 spielt auch bei der Begrenzung der Wirkung des Dampfventils 83 wegen des Ventils 35 eine sekundäre Rolle.
Der Raum-Feuchtigkeitsregler 31 steuert nicht nur das Dampfaufheizventil 54 mittels des Duplex- kumulators 58, sondern spielt auch bei der Steuerung des Duplexkumulators 80, der das Dampfventil 83 steuert, eine wichtige Rolle. Immerhin ist es die primäre Funktion des Feuchtigkeitsreglers, das Spüh- wasserdrosselventil 72 zu steuern. Fig. 3 ist eine vereinfachte, schematische Zeich- nung des in Fig.l gezeigten Steuersystems bei Sommerbetrieb unter Verwendung von gekühltem Wasser in den Sprühdüsen. Beim Sommerbetrieb sind die.
Regulierorgane 3 und 4 so eingestellt, dass das Aussenluft-Regulierorgan 4 im wesentlichen geschlossen ist und nur eine kleine Menge von Aussenluft durch dieses Organ eintreten kann und somit in der Luft des Luftwaschers vorhanden ist. Das Schema der Fig. 3 ist das Ergebnis der Wirkung des in Fig. 1 gezeigten Umschalters 45. Beim Sommerbetrieb leitet der Umschalter 45 keine Luft in die Steuerventile 42, 52, 59 und 68. Darum sind diese Ventile in einer solchen Stellung, dass die gemeinsame Öffnung c und die normalerweise offene Öffnung (no) des Ventils miteinander verbunden sind und die normalerweise geschlossene Öffnung (nc) ist ausser Betrieb.
Diese Einstellung der Ventilelemente ergibt eine Arbeitsweise entsprechend dem Schema der Fig. 3.
Der Raumthermostat 30 ist mittels der Leitungen 33 und 38, Ventil 52 und Leitung 53 mit dem Dampfaufheizventil 54 verbunden. Gleichzeitig ist der Thermostat 30 mittels der Leitungen 33, 38 und 39, Ventil 59, Umsteuerrrelais 60 und Leitung 62 mit dem Duplexkumulator 58 verbunden, der seinerseits über die Leitung 63 das Ventil 68, die Leitung 69, das Relais 70 und die Leitung 71 mit dem Ventil 72, das das Sprühwasserdrosselventil für den Wascher ist, verbunden ist. Der Duplexkumulator 80 arbeitet mittels der Leitungen 33 und 34, Relais 35 und Leitung 86 auch mit dem Thermostaten 30 zusammen.
Wie vorher erwähnt, spricht dieser Duplex- kumulator auf den niedrigeren, in das Instrument zur Steuerung des Dampfventils 83 durch die Leitung 84 eingeführten Druck an. Der Raum-Feuchtigkeitsregler 31 ist mittels der Leitungen 73 und 75, Umsteuerrelais 76 und Leitung 77 mit dem Duplexkumulator 58 verbunden. Der Feuchtigkeitsregler ist über die Leitungen 73 und 81 auch mit dem Duplexkumulator 80 verbunden.
In diesem Schema wird der Raumthermostat, bei Sommerbedingungen und unter Verwendung von gekühltem Wasser, bei niedrigeren Temperaturen durch das Öffnen des Dampfaufheizventils 54 Wärme einführen. Auch wenn die Temperatur im zu konditionierenden Raum steigt, besteht die Tendenz, den Duplexkumulator 58 so zu steuern, dass die Sprühmenge durch weiteres Öffnen des Ventils 72 erhöht wird. Der Raum-Feuchtigkeitsregler 31 wird bei einer Erhöhung der relativen Feuchtigkeit darnach tendieren, das Sprühdrosselventil 72 durch den Duplex- kumulator 58 zu steuern, wobei in diesem Fall die Wirkung des Thermostaten 30 auf den Kumulator überholt ist.
Gleichzeitig wird dieser Raum-Feuchtig- keitsregler auch den Duplexkumulator 80 durch den Thermostaten 30 steuern, der eine sekundäre Rolle spielt, dem es aber trotzdem möglich ist, die Wirkung des Raum-Feuchtigkeitsreglers, der von den Bedingungen und der Einstellung des Ventils 35 abhängt, auszuschalten.
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Bei näherer Betrachtung der Arbeitsweise des Steuersystems nach Fig. 1 sind die Fig. 7 bis 12 zu beachten, um eine Angabe der Eigenart der in den SteueTschemataverwendeten Instrumente geben zukön- nen. Fig. 7 ist eine schematische Ansicht eines Feuchtigkeitsreglers, wie er in der Klimaanlage verwendet werden kann. Dieser spezielle Typ eines Feuchtigkeits- reglers verlangt eine Bedienungsluftversorgung (l,05 kg/em2 im Falle der Steuerung nach Fig. 1).
Der Feuchtigkeitsregler weist eine Verbindung mit einer Quelle von Luft, die durch die verengte Öffnung 111 in den Teil 110 tritt, ein Nadelventil 107, 108 und eine Verbindung zum Steuersystem durch die Öffnung 112 auf. Ein Hebel 105, der um den Punkt 106 schwenkbar ist, steuert das Nadelventilglied 107. Das Nadelventilglied 107 wird durch die Zugfeder 104 in offener Stellung gehalten. Das entgegengesetzte Ende des Hebels 105 wird durch die Glieder 101 und 102 gehalten, die durch den feuchtigkeitsempfindlichen Teil 103 verbunden sind. Normaler- weise weist dieser feuchtigkeitsempfindliche Teil zwei Glieder auf, die durch hygroskopisches Material, wie Litzen aus menschlichem Haar oder Holzstücke, verbunden sind.
Bei einer Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit dehnt sich das hygroskopische Material aus und gestattet der Feder 104, das Nadelventil in eine offene Stellung zu verschwenken, wodurch der Druck der Luft in der Öffnung 112 gesenkt wird. Es ist klar, dass auch Feuchtigkeitsregler anderer Konstruktion verwendet werden können. Immerhin ist es wichtig, dass die Grösse des Luftdruckes, der durch die Öffnung 112 zum Steuersystem geleitet wird, mit der Zunahme der relativen Feuchtigkeit in der Spinnerei abnimmt.
Fig.8 zeigt eine schematische Ansicht eines Thermostaten, wie er in der Klimaanlage verwendet werden kann. Dieser Thermostat weist eine fühlende Blase 115 auf, die eine sich bei Erwärmung ausdehnende Flüssigkeit oder ein Gas enthält, welches sich bei Temperaturerhöhung durch die Leitung 116 ausdehnt und so den Balg 117 füllt. Dieser Balg ver- schwenkt den Hebel 118 um den Punkt 119. Am Ende des Hebels befindet sich die Nadel eines Nadelventils 120, das normalerweise durch die Druckfeder 121 in geschlossener Stellung gehalten wird.
Während des Betriebes wird durch die verengte Öffnung 123 des Ventilgliedes 122 Bedienungsluft eingeführt. Bei Temperaturerhöhung wird das Nadelventil 120 ge- öffnet sein, wodurch die Luftversorgung vermindert wird, so dass ein stark reduzierter Luftdruck durch die Öffnung 124 an den Rest des Steuersystems geleitet wird.
Fig.9 zeigt eine schematische Ansicht eines Duplexkumulators, der in Fig. 1 mit 58 bezeichnet ist. Diese Vorrichtung weist ein geflanschtes Gehäuse 130 mit zwei Kammern 131 und 132 auf, die durch eine flexible Membran 133 getrennt werden. Zu diesen Kammern sind Lufteinlässe 135 und 136 vorgesehen. Mit der Membran arbeitet ein Ventilglied 134 zusammen, das im Ventilkörper 137 auf und ab bewegt werden kann. Dieser Ventilkörper weist einen ringförmigen Kanal 138 auf, der mit dem Kumulator- auslass 139 verbunden ist. Das Ventilglied 134 weist zwei Durchlässe 140 und 141 auf.
Diese Durchlässe sind so angeordnet, dass in einer ersten, in Fig. 9 gezeigten Stellung die Kammer 132 mit der Öffnung 139 verbunden ist. Diese erste Stellung tritt dann auf, wenn der Luftdruck, der durch die Öffnung 136 eingeführt wird, grösser als der Druck ist, der in der Kammer 131 herrscht. Beim Eintritt der Luft in die Kammer 132 wird diesem höheren Druck gestattet, in den Rest des Steuersystems zu treten. Ein Anschlag 142 dient dazu, die erste Stellung des Ventilgliedes 134 festzulegen.
Wenn der durch die Öffnung 135 eingeführte Druck in der Kammer 131 auf einen höheren Wert als der Druck in der Kammer 132 steigt, so wird die Membran 133 nach unten entspannt, wodurch das Ventilglied 134 sich in eine zweite Stellung bewegt, bei der der Auslass 139 der Vorrichtung über den Durchlass 140 mit der Kammer 131 verbunden wird. Wenn dies eintritt, so kann aus der Kammer 132 keine Luft austreten, weil die Austrittsöffnung aus dem Durchlass 141 geschlossen ist.
Aus obiger Beschreibung ist ersichtlich, dass der grössere der in einer der Kammern 131 und 132 herrschenden Drücke die Stellung des Ventilgliedes 134 und schliesslich die zum Auslass 139 fliessende Luft bestimmt.
Zur Untersuchung einer möglichen Konstruktion des Druckwandlerventils 35 der Fig.l zeigt die Fig. 10 schematisch eine Konstruktion, welche ein Ventil 150 im Zusammenhang mit einem Dämpfer 151 aufweist. Durch die Leitung 153 wird auf die Vorrichtung ein Steuerdruck ausgeübt. Dieser Druck wird in die Kammer 155 geleitet, worin sich eine Membran 152 befindet. Der Luftdruck darin zwingt die Membran nach oben, wobei eine Ventilstange 154 mitgenommen wird. Durch passende Wahl einer Gegendruckfeder 156 und eines passenden Nadelventils 157 kann ein proportionaler Druck durch das Ventilglied geleitet werden.
Da der durch die Leitung 153 eingeführte Druck bis 1,05 kg/cm2 gross werden kann, muss im Fall, .dass eine Vergrösserung im Verhältnis zwei zu eins gewünscht wird, durch die öff- nung 150 ein Druck von 2,1 kg/cm2 eingeführt werden. Wegen der Eigenart der Feder 156 und der Eigenart des Nadelventils 157 wird aus der Ventil- öffnung 159 ein doppelt so hoher Druck an den Rest des Steuersystems im Kreislauf abgegeben werden als der durch die Öffnung 153 eingeführte.
In Fig. 11 ist eine Konstruktion für einen Minimaldruckregler gezeigt. Diese Vorrichtung hat die Aufgabe, unabhängig von an das Instrument übertragenem Steuerdruck, einen minimalen Druck zu liefern. Die Bedienungsluft wird durch die verengte Öffnung 162 eingeführt. Ein Teil dieser Luft geht durch die Leitung 163 in den Membranapparat 160. Diese Luft wird in die Kammer 164 eingeführt, worin sich eine Membran 165 befindet. Diese Membran ist mit der Ventilstange 166 verbunden, die mit dem
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Nadelventil 168 zusammenarbeitet, das sich im Ventilkörper 161 befindet.
Gegen den Luftdruck in der Kammer 164 wirkt ein Federglied 167, das das Nadelventil 168 in einer offenen Stellung hält. Durch diese Konstruktion wird immer ein Steuerluftdruck an das Ventil 170 geliefert.
Druckluft wird durch die Öffnung 162 eingeführt, die darnach tendiert, das Nadelventil 168 zu schlie- ssen, wodurch der an das Ventil 170 gelieferte Druck begrenzt wird. Nimmt dieser Druck ab, so bewirkt die Feder 167 das Weiteröffnen des Nadelventils, wodurch die Drosselung der Luftversorgung an dieses Ventil abnimmt. Durch diese Konstruktion wird der in das Ventil 170 geleitete Druck reguliert. Diesem regulierten Luftdruck wird gestattet, durch die Leitung 169 zu fliessen, die mit dem Steuersystem (Ventil 72) verbunden ist. Mit dieser Leitung 169 ist auch die Leitung 172 verbunden, die an den Rest des Steuersystems anschliesst. In dieser Leitung 172 befindet sich das Ventil 171.
Bei normalem Betrieb geht die Luft durch die Leitung 172, durch das Ventil 171 und durch die Leitung 169 an den Rest des Steuersystems. Im Falle, dass dieser Druck in der Leitung 172 auf einen Wert, der kleiner ist als der Wert des regulierten Luftdrucks, der an das Ventil 170 geliefert wird, abnimmt, wird der regulierte Luftdruck das Ventil 170 öffnen und das Ventil 171 schliessen, wodurch eine Bedingung eingehalten wird, worin ein Luftdruck, der kleiner als der regulierte Druck ist, in der Leitung 169 nie auftreten kann.
Wie aus der Wirkungsweise dieser Vorrichtung hervorgeht, wird das Sprühwasser- drosselventi'l 72 immer so weit geöffnet werden, wie dies durch diesen minimalen, regulierten Druck bestimmt wird.
Fig. 12 zeigt eine schematische Ansicht einer möglichen Konstruktion der in Fig.1 verwendeten Umsteuerrelais. Es wird grundlegend dieselbe Ventilkonstruktion wie in Fig.10 verwendet. Diese Vorrichtung benötigt wie im Falle des Feuchtigkeitsreglers, des Thermostaten und des Druckwandler- ventils 35 einen Betriebsluftdruck, Dieser Betriebsluftdruck wird durch die verengte Öffnung 183 eingeführt und wird .durch den Ventilteil 177 mittels des Nadelventils 182 passend gesteuert. Bei dieser Vorrichtung wird der Steuerluftdruck durch die Leitung 178 in die Kammer 179 des Membranapparates 175 geleitet.
Dieser Luftdruck versucht, die Membran nach unten zu entspannen. Dieser Tendenz entgegen wirkt das Federglied 180, das sich unterhalb der Membran 176 befindet. Es ist festzustellen, dass der in die Kammer 179 eingeführte Luftdruck versucht, die Stange 181 nach unten zu bewegen, wodurch das Nadelventil 182 geschlossen wird.
Wird kein Luft- druck angeliefert, so hält die Feder 180 das Ventil in offener Stellung. Wie ersichtlich, gestattet diese Konstruktion einem grösseren Luftdruck, durch die Öffnung 184 in. den Rest des Steuersystems zu treten, wenn durch die Leitung 178 ein kleiner Luftdruck in den Membranapparat tritt, wodurch die Umsteuerwirkung dieses Luftdruckreglers angegeben wird.
Es sei festgestellt, dass auch andere Konstruktionen von Steuervorrichtungen verwendet werden können, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu überschreiten.
Zur Untersuchung der Arbeitsweise der erläuterten Einrichtung ist in Fig. 4 ein psychrometrisches Diagramm gezeigt, das die Arbeitsweise der Einrichtung bei Winterbetriebsbedingungen darstellt. Eine gewünschte Raumbedingung wird beim Punkt A gezeigt, bei dem im Raum eine spezifische relative Feuchtigkeit und eine spezifische, bei trockener Thermometerhülle eines Psychrometers gemessene Temperatur herrscht. Als Ausgangspunkt wird angenommen, dass der Raum eine maximale Kühlung verlangt.
In diesem Fall wird der Raumthermostat die Aussen- und Umwälzluft-Regulierorgane 3 und 4 so in Stellung bringen, dass eine Mischung geschaffen wird, die bei den Bedingungen des Punktes C in den Ventilator tritt, das heisst Luft mit der Temperatur des Punktes A, also Umwälzluft, und Aussenluft mit der Temperatur des Punktes B werden so kombiniert, dass eine Luftmischung der Bedingungen des Punktes C entsteht. Diese Stellung ist notwendig, um die bei nasser Thermometerhülle eines Psychrometers gemessene Temperatur, die für maximale Kühlung nötig ist, zu schaffen. Die Luft wird beim Durchtritt durch den Versorgungsventilator von den Bedingungen des Punktes C auf die Bedingungen des Punktes D erwärmt. Dieser Vorgang verläuft bei konstanter Feuchtigkeit.
Bei den Bedingungen des Punktes D tritt die Luft in die Sprühkammer des Waschers und wird adiabatisch gesättigt, so dass fast die Sättigungskurve erreicht wird. Die Luft verlässt den Wascher bei den Bedingungen des Punktes E. Bei diesen Bedingungen liegt im wesentlichen der gewünschte Taupunkt der Luft vor; immerhin wird die Sättigungskurve wegen des 95 o/oigen Wirkungsgrades der meisten Wascher, die immer einen gewissen Verlust haben, nicht ganz erreicht. Dann wird die Luft in den Raum geleitet, wobei sie bei konstanter Feuchtigkeit von der Bedingung E zur Bedingung A gelangt, was der Wärme entspricht, die durch die Einheit zur Konditionierung des Raumes aus demselben entzogen wird.
Im Falle, wo das Raumkühlungsbedürfnis, wie gewöhnlich, beim Winterbetrieb abnimmt, da die Konditionierungsmenge weniger gross ist, wird der Raum kühler. Der Raumthermostat stellt jeweils einen Temperaturabfall fest und stellt die Aussen- und Umwälzluft-Regulierorgane neu ein, so dass weniger Aussenluft zugelassen wird.
Die Mischbedingungen der Umwälzluft bei den Bedingungen A und der Aussenluft mit den Bedingungen B ergeben die Bedingungen des Punktes C, und die Zuführung der Venti- latorwärme bringt die Bedingungen auf D''. Dann wird die Luft adiabatisch bis zu den Bedingungen E' gesättigt und bei diesen Bedingungen in den Raum geleitet.
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Um dies durchzuführen, muss natürlich die Wirkung des Wasche.rs geändert werden. Es .ist offensichtlich, dass sich die Luft, wenn sie durch den Wascher geleitet wird, normalerweise dem Taupunkt für diese spezielle Sättigungsgerade, die sich beim Punkt F' befindet, nähert.
Nun bewirkt aber der in Fig.2 gezeigte Raum-Feuchtigkeitsregler 31, dass das Ventil 72 leicht drosselt, so d:ass :der Wascher mit geringerem Wirkungsgrad arbeitet, wodurch bewirkt wird, dass die Luft den Wascher bei den Bedingungen des Punktes E' verlässt.
Nimmt das Kühlungsbedürfnis weiter ab, so kann der Raumthermostat 30 die Mischung von Aussen- und Umwälzluft ändern, bis nur noch etwa 5 !o Aussenluft eintreten, und gleichzeitig wird der Raum- Feuchtigkeitsregler die Wasserzufuhr drosseln, bis der Wascher nur noch mit 201/01 Wirkungsgrad arbeitet, wobei .dann allerdings kein weiteres Drosseln erlaubt ist, weil der entstehende Waschvorgang ungenügend würde, wodurch im System Faseransammlungen entstehen, weil die Fasern im durchströmenden Luftstrom zu wenig benetzt würden.
Unter gewissen Umständen können die Wasserstrahlen nicht bis zu einem Wascherwirkungsgrad von 20 Klo gedrosselt werden, und in vielen Fällen ist es auch erwünscht, eine grössere Menge Aussenluft einzuführen, anstatt die Umwälzluft weiter umzuwälzen. Unter diesen Umständen macht die Luft einen Kreislauf von C nach D' und nach E', wobei die Luft für das nun vorausgesetzte geringe Kühlungsbedürfnis eine höhere relative Feuchtigkeit und eine tiefere mit trockener Thermometerhülle eines Psychrometers gemessene Temperatur hat, als dies wünschbar ist, was den in Fig. 2 gezeigten Raumthermostaten 30 veranlasst, durch den Duplexkumulator 58 auf das Ventil 54 zu wirken,
wodurch dem Dampf der Durchtritt in die Schlangen 24 gestattet wird. Diese Wirkung bewirkt im Betrieb die Abgabe von Wärme an die Luft, bevor diese in den zu konditionierenden Raum tritt. In Fig. 4 wechselt die Luft von den Bedingungen E' zu den Bedingungen G. Die abzuführende Wärme in der Spinnerei bringt schliesslich die Luft von den Bedingungen G zu den Bedingungen A.
Ferner besteht eine Möglichkeit, dass die Mischung von Aussen- und Umwälzluft unter gewissen Umständen nur bei den Bedingungen C" gehalten werden kann und bei Zufügung von Ventilatorwärme die Bedingungen D" erreicht. Eine adiabatische Sättigung in diesem Punkt ergibt die Erreichung der Bedingungen E". Von diesem Standpunkt aus ist es natürlich offensichtlich, dass ein sehr niedriger Taupunkt erreicht wird, der es :nie gestattet, den Punkt A mit fühlbarer Erwärmung der Luft zu erreichen.
Um diese Situation zu verbessern, öffnet der Raum- Feuchtigkeitsregler mit Hilfe des Duplexkumulators 80 das Ventil 83, wodurch dem Dampf gestattet wird, durch die Austrittsöffnungen 12, die in Fig. 1 gezeigt sind, auszutreten, und dies zwingt die Luft, vom adiabatischen Prozess abzuweichen und von den Be- dingungen D" in die Bedingungen E und von da zu den Bedingungen A, welche die gewünschte Raumbedingung ist, hinüberzuwechseln.
Wieder, wenn die Verhältnisse im Raum für die Aufnahme all dieser Kühlwirkung ungeeignet sind, ist es möglich, das Dampf-Wiedererhitzungsventil 54 unter Wirkung des Thermostaten 30 mit Hilfe des Duplexkumulators 58 zu öffnen und so einen Temperaturfall im Raum zu verhindern.
Es sollen nun Wochenendbedingungen betrachtet werden, wo die Mischung von Aussenluft und Um- wälzluft auf die Bedingungen C"' festgelegt wird. Bei Zufügung von Ventilatorwärme wechselt die Luft in die Bedingungen D' und adiabatische Sättigung erfolgt auf die Bedingungen E', welche die minimale, unter den bestehenden Konditionierungsmengen- Bedingungen zulässige Stellung ist, um die minimale Betriebssauberkeit des Waschers beizubehalten;
die Raumbedingungen wechseln zum Punkt A', welcher die richtige, bei trockener Thermometerhülle eines Psychrometers gemessene Temperatur aufweist, wobei aber viel zu hohe relative Feuchtigkeit besteht. Unter solchen Umständen leitet der Raum-Feuchtigkeits- regler mit Hilfe des in Fig.2 gezeigten Duplex- kumulators 58 durch das Öffnen des Ventils 54 Dampf in die Aufheizschlangen 24.
Dies bringt die Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen der Luft auf die Bedingungen A", die, wie festgestellt wird, der richtigen relativen Feuchtigkeit entsprechen; immerhin ist die bei trockener Thermometerhülle des Psychrometers gemessene Temperatur zu hoch. Bei diesem Punkt stellt der Raumthermostat diese Bedingungen fest und bringt sofort die Aussen- und Um- wälzluftmischung wieder auf die resultierenden Bedingungen C', also näher an die Bedingungen C, wodurch die Gerade E"'-A" schliesslich in die Gerade E-A übergeht. Der Feuchtigkeitsregler und der Thermostat arbeiten dann weiter zusammen, um die Bedingungen des Punktes A beizubehalten.
Beim überblicken des obigen Vorgangs wird festgestellt, dass die Bedienung der Umwälz- und Aussenluft-Regulierorgane 3 und 4 aus der Wirkung des Thermostaten 30 resultiert, der, wie aus diesem Diagramm ersichtlich ist, auch über den Duplexkumulator 58 arbeiten kann; immerhin hat, unter den obgenannten Bedingungen, der Feuchtigkeitsregler 31 den Duplexkumulator überholt und die Steuerung für die Ausschaltung des Thermostaten 30 übernommen. Offensichtlich geht die beschriebene Operation nicht schrittweise vor sich. Die beiden Instrumente arbeiten zusammen, das heisst der Raum-Feuchtigkeitsregler und der Thermostat versuchen ständig die gewünschten Raumbedingungen beizubehalten.
Die Ausschaltung der Erwärmung durch Dampfstrahlen mittels :des Duplexkumulators 80 wird unter ausserordentlichen Bedingungen verwendet, um zu verhindern, dass das System Bedingungen in einer unrichtigen Weise anstrebt, wie z. B. während der Anlassbedingungen, wenn das System ursprünglich
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ungenügende Luftkapazität für die Verhältnisse im zu konditionierenden Raum aufweist. Unter diesen Bedingungen wird die Einheit versuchen, die grösstmögliche Lufterwärmung, das heisst vom Punkt E zum Punkt A im psychrometrischen Diagramm der Fig. 4, zu erreichen.
Entsprechend werden sich das Aussenluft-Regulierorgan und das Umwälzluft-Regu- lierorgan so einstellen, dass die Bedingungen C im Diagramm erreicht werden. Unter diesen Bedingungen gibt die Einheit eine :relative Feuchtigkeit ab, die tiefer als die gewünschte ist; trotzdem werden die Strahlen nicht auf voll eingestellt. Der natürliche Ausweg für die Steuerung wäre eine Steigerung der relativen Feuchtigkeit, indem die Dampfstrahlen auf voll gestellt würden, um die relative Feuchtigkeit zu erhöhen. Dies ist aber sehr unerwünscht, weil, da das System eine kleine Kapazität aufweist, der Dampf unnötige Wärme in das System bringen würde.
Unter diesen Bedingungen tritt der Duplex-Kumulator 80 unter den Einfluss des Raumthermostaten 30, wobei er den Feuchtigkeitsregler 31 unwirksam macht und die Dampfstrahlen am Eintritt verhindert, wenn die bei trockener Thermometerhülle des Psychrometers gemessene Temperatur im Raum über dem festgelegten Punkt liegt. Das System wird folglich zuerst die gewünschte bei trockener Thermometerhülle des Psychrometers gemessene Temperatur erreichen, bevor dem Dampf gestattet wird, die Feuchtigkeit auf den gewünschten Punkt zu bringen.
Es wird angenommen, dass die in Fig. 2 beschriebene Anpassungsfähigkeit des Systems bei Winterbetrieb durch die in Fig. 4 gezeigten, verschiedenen Operationsmethoden ausreichend beschrieben wurde. Es ist klar, dass dank der Verwendung eines im Schweizer Patent Nr.360052 gezeigten Waschers durch Drosseln der Wasserstrahlen im Waschersystem Anpassungsfähigkeit und Sparsamkeit möglich werden. Andere bekannte Waschersysteme sind an die Taupunkt-Thermostatsteuerung gebunden.
Dieser Taupunktthermostat steuert zuerst die Regulierorgane für die Aussen- und UmwäWuft, und ist dies ungenügend, so passt er sich durch Erwärmen des Sprühwassers den Bedingungen an. Ein Raumthermostat würde die Luftmenge bemessen oder die Menge der Luft drosseln, die in den zu konditionierenden Raum geleitet wird, was sicher unerwünscht ist, weil dadurch die Kapazität der Einheit herabgesetzt und die relative Feuchtigkeit des Raumes verändert wird. Ist eine Reduktion der Luftmenge nicht angebracht, um den Bedingungen entgegenzutreten, so würde der Raumthermostat Dampf in die Aufheizschlangen anfordern.
Es werde das psychrometrische Diagramm eines gewöhnlichen Waschers mit Bezug auf Fig.4 betrachtet. Der Taupunktthermostat reguliert die Mischung der Umwälz- mit der Aussenluft, so dass der Wascher die Luft adiabatisch von den Bedingungen D auf die Bedingungen E sättigt. Der Punkt E ist ein wichtiger Punkt, weil der Wascher mit im wesentlichen voller Sättigung arbeitet. Punkt A liegt bei der gewünschten Temperatur und relativen Feuch- tigkeit des zu konditionierenden Raumes.
Sollte das Kühlungsbedürfnis abnehmen, so dass nur die Kühlmenge zwischen E' und A notwendig ist, so wird das System gezwungen, Aufheizung anzuwenden und die Luft von den Bedingungen E auf die Bedingungen E' zu erwärmen. Dies ist natürlich unerwünscht, da ja an sich immer noch eine Kühlung erforderlich ist, so dass also ein erwärmendes System gegen ein kühlendes System wirkt. Dies ist bei der beschriebenen Anlage nicht notwendig, wenn die Mischung von Aussen- und Umwälzluft so gewählt wird, dass sie sich längs der adiabatischen Sättigungsgeraden D'-E' hinaufbewegt und dann zum Punkt A geht, bei dem genau die Raum- oder Spinnereibedingungen herrschen.
Aus obigem Vergleich des neuen Systems mit dem gebräuchlichen System geht hervor, dass beim neuen System nicht bis auf den Taupunkt gesättigt werden muss und d'ass ein beträchtlich herabgesetzter Wascher- wirkungsgrad auftreten kann, wodurch das System bei Bruchteilen der vollen Kühlkapazität arbeiten kann, was bei den gebräuchlichen Systemen normalerweise Aufheizung erfordert. Zudem ist die Taupunktsteue- rung der Wirklichkeit nicht angepasst, weil sie die wirklichen Raumbedingungen nicht als direkte Grundlage für die Steuerung berücksichtigt.
Das vorliegende System stellt die Temperatur und die relative Feuchtigkeit fest und stellt den Wascher entsprechend ein, ohne an die Taupunktsteuerung gebunden zu sein.
Fig. 5 zeigt eine Betrachtung des psychrometri- schen Kreislaufes beim Sommerbetrieb. Bei dieser Art Betrieb wird das Steuersystem der Fig.2 beibehalten. Bei Vollbelastungs-Sommerbetrieb würde die im Raum bei trockener Thermometerhülle eines Psychromete.rs gemessene Temperatur bei Verdamp- fungskühlung offensichtlich über der im Winter gewünschten liegen.
Da die so gemessene Temperatur hoch ist, wird der Raumthermostat ein Maximum an Aussenluft verlangen, was bei den 5% Luftleck- verlusten einen 95%igen Anteil der Aussenluft in der Mischung ergibt.
Die kleine Menge Umwälzluft der Bedingungen H mischt sich mit der grossen Menge Aussenluft der Bedingungen K und ergibt eine Mischung der Bedingungen L und das Hinzufügen der Ventilatorwärme ergibt die Bedingungen M. Von den Bedingungen M aus wird die Luft adiabatisch gesättigt und auf den gewünschten Taupunkt gebracht, und die Luft verlässt die Klimaanlage bei den Bedingungen N. Wieder wird festgestellt, dass die Sättigungswirkung der Einheit nie 1001/o beträgt, sondern sich um 950/9 herum bewegt und der Punkt N liegt nicht auf der Sättigungskurve, sondern in ihrer Nähe. Die Luft verlässt die Einheit bei den Bedingungen N und geht in die Bedingungen H über, indem sie Wärme aufnimmt.
Unter dieser Bedingung ist die ganze Steuerung des Raumes unter dem Einfluss des Raum-Feuchtigkeitsreglers, da der Thermostat am Ende seiner Wirkung angelangt ist, indem er die Aufheizung ganz abgeschaltet und indem er das Aussenluft-Regulierorgan in seine maximale Stellung geöffnet hat.
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Um die Steueroperation eingehender zu beschreiben, sei angenommen, dass die .bei trockener Thermo- meterhülle des Psychrometers gemessene Temperatur der Aussenluft die gleiche geblieben sei, dass aber das Raumkühlungsbedürfnis aus irgendeinem Grunde abgenommen habe.
Beim Auftreten dieser Bedingungen würde die bei trockener Thermometerhülle des Psychrome-ters gemessene Raumtemperatur zu sinken beginnen und die relative Feuchtigkeit würde steigen. Der Feuchtigkeitsregler würde, sobald er eine Steigerung der relativen Feuchtigkeit feststellt, das Sprühwasserventil drosseln, um einen geringeren Wascherwirkungsgrad zu schaffen, und die Luft würde unter den Bedingungen N' austreten. Sie würde dann in die Bedingungen H' hinüberwechseln, wobei die Raumfeuchtigkeit auf einer tieferen, angenehmeren, bei trockener Thermometerhülle des Psychro- meters gemessenen Temperatur gehalten wird.
Der Thermostat würde die Luftregulierorgane nicht neu einstellen, da, obgleich die erwähnte Temperatur tiefer ist, diese immer noch weit über der minimalen, gewünschten Temperatur liegt.
Obgleich bei diesem psychrometrischen Kreislauf keine Heizeinrichtung für das Sprühwasser verwendet wird, gibt es Bedingungen, bei denen Schwierigkeiten entstehen könnten. Wieder würden aber der Duplex- kumulator 80 und das Ventil 35 jede Fehloperation verhindern.
Hat das System z. B. eine ungenügende Luftkapazität, um die Raumfeuchtigkeit zu erhalten, so würde der Feuchtigkeitsregler, nachdem er die vollen Strahlen eingeschaltet hat, die Dampfstrahlen einschalten. Offensichtlich ist dies unerwünscht, da die Temperatur zu hoch würde. Unter solchen Umständen würde die Steuerverriegelung, nämlich das Ventil 35 und der Duplexkumulator 80, das Einschalten der Dampfstrahlen, dank der Tatsache, dass die im Raum bei trockener Thermometerhülle des Psychrometers gemessene Temperatur oberhalb 26 oder einer andern festgelegten Temperatur liegt, verhindern. Diese Zustände könnten auch auftreten, wenn das System nach einem Stillstand wieder angelassen wird und die Bedingungen heiss und trocken sind.
Wieder würde der Raumthermostat die Feuch- tigkeitsreglersteuerung wegen des grossen Unterschiedes der Temperaturbedingungen verglichen mit den Feuchtigkeitsbedingungen im System überholen.
Bei der Betrachtung der Arbeitsweise eines gebräuchlichen Systems, wo es kein Drosseln, des Sprühwassers gibt, wird festgestellt, dass vom Punkt M zum Punkt N in Fig. 5 ein Vorgang adiabatischer Sättigung auftritt. Im Falle, wo das Kühlungsbedürfnis im Raum abnimmt, so dass es nur noch einer Temperaturerhöhung von N nach P entspricht, wird festgestellt, dass beim Punkt P die relative Raumfeuchtigkeit für richtiges Funktionieren des Systems viel zu hoch ist.
Um diese Bedingung zu kompensieren, wird das Dampfaufheizventil im System die Luft, die im zu konditionierenden Raum aufgenommen wird, erwärmen und auf die Bedingungen H, welche die gewünschte Betriebsfeuchtigkeit für den Raum aufweisen, bringen. Selbstverständlich ist die Aufheizung wegen der- Tatsache, dass während des Sommers Kühlung verlangt wird, unerwünscht, wobei aber wegen des Bruchteils der Konditionierungsmenge für die Beibehaltung richtiger Feuchtigkeit im zu kondi- tioniarenden Raum Dampf notwendig ist.
Diese Bedingung soll nun mit der in Fig. 5 gezeigten verglichen werden, bei der der Wirkungsgrad des Waschers herabgesetzt wird, so dass die Luft den Wascher beim Punkt N' verlässt und in die Bedingungen H' übergeht, wodurch eine richtige Feuchtigkeitssteuerung :resultiert, die durch eine tiefere, bei trockener Thermometerhülle des Psychrometers gemessene Temperatur begleitet ist, die natürlich für die in der Spinnerei arbeitenden Personen angenehmer ist.
Natürlich ist eine Lösung mit Steuerung des Systems durch einen Taupunktthermostaten sehr unwirtschaftlich, weil bei gewissen Zeiten des Sommerbetriebes Aufheizdampf während des Teils des Jahres nötig sein wird, bei dem sicher die Kühlung das Hauptproblem darstellt.
Zusätzlich zum vorgenannten Nachteil wird der Dampf eine Erhöhung - der bei trockener Thermometerhülle des Psychrometers gemessenen Temperatur auf einen Punkt bedingen, der für die in der Spinnerei arbeitenden Personen sehr unangenehm sein kann, wogegen das verbesserte System nicht nur die Notwendigkeit des Aufheiz- dampfes erübrigt, sondern auch eine tiefere, bei trockener Hülle des Psychrometers gemessene Betriebstemperatur schafft.
Es wird nun ein System betrachtet, bei dem während des Sommers Abkühlung durch gekühltes Wasser angewendet wird, wobei der Umschaltschalter 45 nach Fig. 1 auf Sommerbetrieb eingestellt wird, wodurch an die Betätigungselemente der Ventile 42, 52, 59 und 68 kein Druck geleitet wird.
Diese Schaltung ändert den Steuerkreislauf, der in Fig. 2 dargestellt ist, in den in der Fig. 3 dargestellten. Es wird festgestellt, dass der Duplexkumulator 58 jetzt die Sprühwassermenge, anstatt des vorher gesteuerten Aufheizdampfes; steuert, und dass der Thermostat das Aufheizventil 54 steuert.
Es wird auch festgestellt, dass bei Sommerbetrieb eine minimale Menge Aussenluft eingelassen wird und dass die Luftreguherorgane in eine solche Stellung gebracht wurden, dass das Aussenluft-Regulierorgan geschlossen und das Um- wälzluftRegulierorgan voll geöffnet sind, so dass nur Aussenleckluft durch den Wascher tritt, was in den meisten Fällen ungefähr 511/o der Luftmenge ausmacht, die durch den Wascher strömt.
Bei Sommerbetrieb mit Kühlung der vorgenannten Art wird gekühltes Wasser 'von konstanter Temperatur, die durch die Kühlapparatesteuerung gewährleistet wird, an den Wascher geliefert. Um Ände- rungen der Kühlleistung vorzunehmen, werden die Sprühdüsen durch den Duplexkumulator 58, der das
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Sprühdüsendrosselventil 72 steuert, gedrosselt.
Da bei den gebräuchlichen Systemen die volle Wassermenge nicht gedrosselt werden kann, wird dort das kalte Wasser mit wärmerem Wasser in bestimmtem Verhältnis gemischt, um die gewünschte Mischungstemperatur beizubehalten, und der normale Kreislauf findet so statt, dass die Luft im wesentlichen gesättigt wird, bevor sie in den zu konditionierenden Raum geleitet wird.
Entsprechend Fig. 6 wird gekühltes Wasser bei der Temperatur T, die auf der Taupunktkurve des psychrometrischen Diagramms liegt, in die Einheit eingeführt. Dieses Wasser bewegt sich längs der Taupunktkurve hinauf, bis es die Temperatur T' erreicht, bei der es die Einheit verlässt. Diese Temperaturerhöhung wird natürlich von einer Verminderung der Temperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes der durch den Waschei strömenden Luft begleitet.
Bei voller Sommerlast tritt eine kleine Menge Aussenluft der Temperatur U in die Einheit und mischt sich mit einer viel grösseren Menge Umwälzluft der Raumtemperatur S, wodurch eine Mischung geschaffen wird, die im Diagramm bei den Bedingungen P gezeigt ist. Diese Luft steigert ihre Temperatur auf die Bedingungen Q, indem sie über den Ventilatormotor streicht. Beim Durchtritt der Luft durch den Luftwascher werden die Bedingungen auf die Bedingungen R erniedrigt, die der Sättigungskurve nahe liegen.
Die Luft der Bedingungen R wird dann in den Raum geleitet und nimmt dabei Wärme auf, wodurch die Temperatur und die relative Feuchtigkeit auf den Bedingungen S gehalten werden. Der Raum- Feuchtigkeitsregler drosselt die Menge gekühlten Wassers, um einen Austrittstaupunkt beizubehalten, welcher der Raumfeuchtigkeit bei der gewünschten Temperatur entspricht. Unter dieser Art Bedingungen ist kein Aufheizen notwendig, da die Steigerung von R auf S von der nötigen Grösse ist, um die Raumbedingungen unter Spitzensommerlast zu halten.
Es werde nun eine weitere Situation betrachtet, wo eine Bedingung teilweiser Last auftritt und wo die Aussenluft eine bei nasser Thermometerhülle des Psychrometers gemessene Temperatur U' aufweist. Die Mischung von Umwälzluft der Bedingungen S und von Aussenluft der Bedingungen U' ergibt eine Mischung der Bedingungen P'. Die Luft steigert ihre Temperatur auf Q', indem sie über den Ventilatormotor streicht. Dann tritt die Luft durch den Luftwascher, und aufgrund der Wirkung der Wasserstrahlen, die durch die Duplexwirkung des Thermostaten 30 und, des in Fig.3 gezeigten RaumFeuchtigkeitsreglers 31 gesteuert werden, wird die Luft passend abgekühlt und auf den Punkt R' befeuchtet.
Immerhin wurden zur Erreichung dieses Punktes die Sprühdüsen passend gedrosselt, wodurch ein Wascherwirkungsgrad erhalten wird, der die Zustände R' schafft, die keine gesättigte Luftbedingung darstellen.
Um den Unterschied bei Voll- und Teillastbedin- gungen zu illustrieren, ist die total notwendige Wärmeabfuhr bei Vollast mit h bezeichnet, was zugleich die Enthalpieänderung der Luft darstellt, wenn sie durch die Einheit strömt. Bei Bedingungen teilweiser Last stellt der Abstand h' die neue total notwendige Wärmeabfuhr dar.
Bei weiterer Abnahme der Last stellt der Raum- Feuchtigkeitsregler eine Abnahme der relativen Feuchtigkeit fest und bewirkt eine entsprechende Änderung der Sprühmenge, wodurch der totale Wärmeunterschied des Wassers mit dem von der Luft verlangten in Übereinstimmung gebracht wird.
Natürlich kann das Kühlbedürfnis unter gewissen Bedingungen sehr niedrig werden, und man muss sich daran erinnern, d@ass der Wirkungsgrad bei dieser Art Waschei normalerweise nicht unter 2011/e sinken soll, damit eine ausreichende Waschung stattfindet. Wenn durch diese Bedingung begrenzt oder durch eine Winterkühllast, so wirkt der Raumthermostat auf eine solche Weise, dass das Dampfaufheizventil 54 eingesetzt wird, wodurch Wärme in die Dampfschlange 24 der Leitung 25 eingeführt wird, wobei der Mangel an Kühlungsbedürfnis in der Spinnerei wettgemacht wird. Unter anderen Bedingungen setzt der Raum- Feuchtigkeitsregler die Dampfstrahlen ein, um den Bedingungen zu genügen.
Bei der Betrachtung der vorgenannten, in Fig. 3 dargestellten Steuerung unter Sommerbedingungen mit Abkühlung erinnert man sich, dass zur Beibehaltung der Bedingungen im Raum hauptsächlich der RaumFeuchtigkeitsregler betrachtet wurde, wobei es aber immerhin möglich ist, wie aus dem Schema der Fig. 3 ersichtlich, dass eine gemeinsame Steuerung der Sprühdüsen mittels des Duplexkumulators 58 stattfindet, und der Feuchtigkeitsregler mit dem Raum- thermostaten eng zusammenarbeitet, um den Betrieb dieses speziellen Teils des Systems zu steuern.
Beim Sommerbetrieb werden die Wasserstrahlen hauptsächlich durch den Raumthermostaten und den Raum Feuchtigkeitsregler zusammen gesteuert. Im Falle, wo der Thermostat, nachdem er durch den Raum-Feuchtigkeitsregler überholt wurde, keine befriedigenden Bedingungen bewirken kann, wird das Dampfaufheizventil geöffnet, um zu versuchen, die Bedingungen zu erzeugen.
Im Fall, wo der Raum- Feuchtigkeitsregler durch den Raumthermostaten überholt wird und den Taupunkt des Apparates und die relative Raumfeuchtigkeit nicht durch das Drosseln der Strahlen am Fallen verhindern kann, werden die Dampfstrahldüsen in solchem Ausmass geöffnet, wie dies zur Bewirkung der Bedingungen nötig ist, indem Dampf in die durch die Einheit strömende Luft geleitet wird.
Auch hier hat, wenn die thermo- statischen Bedingungen stark verschieden sind, der Thermostat 30 die Möglichkeit, diese Feuchtigkeits- reglersteuerung zu überholen, indem der Duplex- kumulator 80 durch das Ventil 35 ähnlich der vorgängig beschriebenen Weise verbunden wird.
Beim Vergleich des vorliegenden Systems mit gebräuchlichen Systemen kann mit Sicherheit gesagt
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werden, dass, wenn das vorliegende System auch in seltenen Fällen Aufheizdampf benötigt, um teilweisen Lastbedingungen zu genügen, dieser Dampfbedarf viel niedriger als bei den gebräuchlichen Systemen ist, die direkte Aufheizung verwenden, wobei die den Wascher verlassende Luft immer einer, wie in Fig. 6 gezeigten, gesättigten Bedingung nahe ist. Zudem bleibt die umgewälzte Luftmenge konstant und gleichmässige und richtige Raumbedingungen können beibehalten werden.
Die beschriebene Anlage ist nicht von der Taupunktsteuerung abhängig und ist viel befriedigender, was die genauere Raumkontrolle, die bessere Wirksamkeit und die nicht übermässige Benötigung von Aufheizung anbetrifft. Weitere Vorteile der Anlage sind ebenfalls augenscheinlich, wie z. B. bei gewissen Zuständen, wo die Raumbedingungen eine hohe relative Feuchtigkeit verlangen. Statt einer starken Steigerung der Luftmenge des Systems ist es eher erwünscht, im Raum Wasserzerstäuber konstanter Liefermenge zu verwenden, wobei diese Zerstäuber nicht wie bei gebräuchlichen Systemen aus- und eingeschaltet werden, um Veränderungen der relativen Feuchtigkeit zu verhindern.
Bei einer solchen Anwendung ist das Steuersystem nicht von dem in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten verschieden. Das psychro- metrische Diagramm würde sich leicht verändern. Dies sei durch die Fig. 5 dargestellt. Die Luft geht, nachdem sie im wesentlichen längs einer Adiabate von den Bedingungen M auf die Bedingungen N gesättigt wurde, statt von den Bedingungen N zu den Bedingungen H, zu den Bedingungen H" hinauf, die dieselbe bei trockener Thermometerhülle des Psychro- meters gemessene Temperatur aufweisen wie H, wobei aber die relative Feuchtigkeit etwas höher ist, was der Aufnahme und Verdampfung zerstäubten Wassers im Raum zuzuschreiben ist.
Wie aus dieser Anwendung ersichtlich ist, kann eine Einheit mit keinerer Luftkapazität verwendet werden; dennoch wird, durch die Verwendung der Verdampfungskühlung der Zerstäuber im Raum, die Kühlkapazität des ganzen Systems stark vergrössert.
Weitere Anordnungen liegen auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung; so können z. B. mehrere Wascher parallel angewendet werden, die eine gemeinsame Quelle umgewälzten Wassers und auch ein gemeinsames Filtersystem zur Entfernung der Faserteilchen aus den Einheiten, aufweisen. Dabei würde sich das Steuersystem nicht verändern und die einzelnen psychrometrischen Diagramme jedes Waschers, die von den Bedingungen in den verschiedenen Räumen abhängen, würden ähnlich aussehen wie die in Fig.4, 5 und 6 gezeigten psychrometrischen Diagramme.
Es wurde hier ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, wobei festgestellt sei, dass sich die Erfindung nicht darauf beschränkt, da sie im Rahmen des folgenden Patentanspruches anders ausgeführt werden kann.