CH369878A - Verfahren und Vorrichtung zum Kochen von Eiern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kochen von EiernInfo
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 365508 Verfahren und Vorrichtung zum Kochen von Eiern Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zum Kochen von Eiern, welches sich gemäss dessen Patent anspruch I dadurch auszeichnet, dass die Eier so lange mit Abstand über einer Wärmequelle gehalten werden, bis die Eimasse, im eigenen Wasser gekocht, die gewünschte Härte erreicht hat.
Die Praxis hat nun gezeigt, dass diesem Verfahren verschiedene Mängel anhaften, sofern die Eier in heisser Luft gekocht werden.
So besteht der Nachteil, d'ass es fast unmöglich ist, der Hausfrau eine genaue Gebrauchsanweisung für das elektrische Kochen zu geben, denn die Heizstufen der verschiedenen elektrischen Heizplatten sind leider nicht einheitlich, sondern sehr verschieden.
Man kann also nicht einfach vorschreiben: Belassen Sie das Eierkochgerät mit den Eiern 10 Minuten auf Heizstufe 11I , weil die Heizstufe III der einen, elek trischen Platte eventuell nur eine Wärme entwickelt wie die Heizstufe 1I einer anderen.
Bei Verwendung von Gas sind die Schwierig- keiten natürlich noch viel grösser, denn eine Vor schrift: Bei kleiner Flamme oder bei mittlerer Flamme ist sehr ungenau und relativ.
Dazu kommt noch, dass zu Stosszeiten wie z. B. von 11 bis 13 Uhr die Gas- und elektrischen Leitun gen überlastet -sind, also bei gleicher Einstellung der elektrischen Platte oder des Gashahnes weniger Wärme erzeugt wird als zu normalen Zeiten. Bei zu grosser Hitzeeinwirkung können die Metallteile des Gerätes zu heiss werden, so dass die Eier an ihren Aufliegestellen eher gebraten anstatt nur ge kocht werden, wodurch im Eiweiss braune Flecken entstehen und die Eierschalen springen sowie der Geschmack der Eier leidet.
Ein weiterer Nachteil des Heissluft-Kochverfahrens ist die grosse Trockenheit der heissen Luft. Je nach der Beschaffenheit der Eierschale und nach der Dauer der Heisslnftein ir kung kann ein Teil des Eiwassers verdunsten, was bewirkt, dass die Eihaut mit der Eiweissmasse zusam menbackt, so dass das Ei nicht mehr gut geschält werden kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Wei terentwicklung dieses Verfahrens und. besteht darin, dass als gasförmiges Medium, .in welchem die Eier gekocht werden, mindestens teilweise Wasserdampf angewendet wird, welcher durch die Wärmequelle erzeugt wird.
Weiter betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, welche gekennzeichnet ist durch eingeschlossenes Gefäss, welches aus einem tellerartigen, mit Wasser füllbaren Boden besteht, über welchen eine Haube gestülpt ist, wobei im Inneren des. Gefässes ein Trä ger angeordnet ist, welcher die Eier mix Abstand vom Wasser und den Gefässwandungen zu tragen geeignet ist.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung sowohl ein Durchführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens als auch ein Ausführungsbeispiel, der erfindungsgemässen Vorrichtung beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung von der Seite im Schnitt und Fig. 2 zeigt eine Draufsicht bei abgehobener Haube.
Auf dem tellerartigen Boden 1 steht auf Füssen 2 eine Scheibe 3 aus Drahtgeflecht, auf welcher die Eier 4 liegen. über den Boden 1 bzw. über die Scheibe 3 ist eine Haube 5 gestülpt.
Diese Haube bezweckt einerseits, die Wärme im Gefäss zusammen- zuhalten, und anderseits, die nach oben strahlende Wärme nach unten zurückzuwerfen. Boden, Haube und Drahtgeflechtscheibe bestehen aus Metall, z. B. aus Aluminium. Die Eier selbst kommen mit dem Wasser 6 nicht in direkte Berührung.
Die Scheibe 3 ist in ihrer Mitte an einer vertikal auf ihr stehenden Stange 7 befestigt, wobei die Stange die Haube 5 frei durchdringt und: ihr freies Ende als Handgriff 8 zum Tragen der Eier ausgebildet ist.
Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass sie zugleich zum Servieren der gekochten Eier verwendet werden kann.
Zum Kochen der Eier wird die Vorrichtung auf eine elektrische Kochplatte oder über eine Gasflamme gestellt, in den Teller 1 Wasser 6 gegeben und die Eier 4 auf das Drahtgeflecht gelegt. Nun wird geheizt, wobei es nicht von grosser Wichtigkeit ist, ob dies nun bei kleiner oder grosser Heizstufe bzw. mit kleiner oder grosser Gasflamme geschieht. Sobald das Wasser 6 zu kochen beginnt, schaltet man auf eine solch kleine Heizstufe bzw.
Flamme, dass das Wasser eben noch am Kochen gehalten wird. Die erforderliche Kochzeit der Eier wird ab dem Koch punkt des Wassers berechnet, das. heisst sobald das Wasser kocht, rechnet man weitere 3 bis 8 Minuten für das Kochen der Eier je nach gewünschter Härte der Eier.
Der Vorteil dieses Eierkochverfahrens in heiss feuchter Luft oder Dampf gegenüber dem gebräuch- Lichen Eierkochverfahren im kochenden Wasser ist folgender: Beim üblichen Kochverfahren muss zuerst ein grosses Quantum Wasser zum Kochen gebracht werden, worauf die Eier selbst auch noch 3 bis 8 Minuten gekocht werden müssen. Beim hier be schriebenen Verfahren aber muss nur ein sehr kleines Quantum Wasser, z. B. statt einem Liter nur 50 bis 100 Gramm, zum Kochen gebracht werden.
Da das Zumkochenbringen von 50 bis 100 Gramm Was ser rascher geht als das Zumkochenbringen von 1 Liter Wasser und zudem logischerweise viel weniger elek trische Energie bzw. Gas erfordert, so werden die Eier mit dem beschriebenen Kochverfahren nicht nur in kürzerer Zeit, sondern auch bedeutend billiger gekocht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Kochen von Eiern nach Pa tentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekenn zeichnet, dass als gasförmiges Medium, in welchem die Eier gekocht werden, mindestens teilweise Was serdampf angewendet wird, welcher durch die Wärme quelle erzeugt wird. Il.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I des Haupt patentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I hiervor, gekennzeichnet durch ein geschlossenes Gefäss, welches aus einem tellerartigen, mit Wasser füllbaren Boden besteht, über welchen eine Haube gestülpt ist, wobei im Inneren des Ge fässes ein Träger angeordnet ist, welcher die Eier mit Abstand vom Wasser und den Gefässwandungen zu tragen geeignet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als gasförmiges Medium heisse, durch Wasserdampf relativ feucht gehaltene Luft verwendet wird. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger für die Eier eine mit Füssen versehene Scheibe aus Drahtgeflecht ist, wel che Öffnungen zur Aufnahme der Eier besitzt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Draht geflechtscheibe in ihrer Mitte an einer vertikal auf ihr stehenden Stange befestigt ist, wobei die Stange die aufgestülpte Haube frei durchdringt und ihr freies Ende als Handgriff zum Tragen der Eier ausgebildet ist.
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