CH369994A - Verfahren zur Herstellung von Skibelägen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SkibelägenInfo
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Classifications
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Description
Verfahren zur Herstellung von Skibelägen Aus dem Schweizer Patent 312244 ist es be,- kannt, dass Polyamide in Form von aufgeleimten Filmen als Skibeläge geeignet sind. Besonders vor züglich ist die Gleitfähigkeit, die Abriebfestigkeit und die Temperaturbeständigkeit von Polyamidski- belägen. Die Verklebung von Polyamidfilmen mit Metall skis erfolgt im allgemeinen durch sogenannte Kom- bi,nationskleber, bestehend aus Epoxyharz und Poly amid. Polyamide haben aber die Eigenschaft, unter Wasseraufnahme bis zu<B>10</B> Gew.% zu quellen. Die Kombinationskleber haben ein anderes Quellverhal- ten als die Polyamide, so dass durch das Quellen eine Verformung der Skier bewirkt wird. Diese Verfor mung erfolgt vor allem dann, wenn die Beläge nach längerer Berührung mit Nasschnee wieder austrock nen. Ebenso kann eine Verformung auftreten, wenn der Polyamidskibelag längere Zeit der Sonnenbe strahlung ausgesetzt ist, da auch die Wärmeausdeh- nungskoeffizienten von Polyamidbelägen und Kle bern verschieden sind. Es wurde nun gefunden, dass die Verformung von mit Polyamidbelägen versehenen Skiern ver hindert werden kann, indem man, statt einen Poly- amidbelag direkt auf die Skier zu kleben, ein mit einer Polyamidschicht überzogenes Gewebe mit der Skiunterfläche verbindet, so dass das Gewebe als Zwischenschicht unter der Polyamidaussenschicht liegt. Vorzugsweise wird ein dichtes Gewebe aus Fä den mit hoher elastischer Dehnung und vorzugsweise hoher Drehung verwendet. Ein solches Textilband als Zwischenschicht zwischen Ski und Polyamidbelag vermag die Ausdehnungsschwankungen des Poly- amidfilmes aufzunehmen. Die Dicke des Polyamid- filmes beträgt vorzugsweise 0,2-2 mm. Es ist zweckmässig, die Gewebezwischenschicht nur einseitig mit Polyamidlihn zu beschichten und darauf zu achten, dass das Gewebeband nicht zu stark mit Kunststoffmasse, durchzogen wird. Selbstverständlich kann das Gewebeband gefärbt sein, so dass seine Farbe, durch den transparenten Polyamidfilm durchscheint. Ebenso kann das Poly- amidband zur Erhöhung der Gleitfähigkeit Graphit enthalten. Auch können in dem Polyamidband nebst oder an Stelle des Graphites Kältestabilisatoren wie z. B. Brenzkatechin oder Nigrosin-Waxoa enthalten sein. Ein mit einem Gewebe kombiniertes Polyamid- band, welches als Belagsmaterial durch Verkleben mit dem Holz- oder Metallski verbunden ist, lässt sich an der Kante in an sich bekannter Weise fräsen, um Metallkantenmaterial seitlich zu montieren. Stahl kanten können auch, beispielsweise nach dem Wir belverfahren, vor der Montage auf dem Ski mit Polyamid bedeckt werden, um die ganze Gleitfläche aus dem gleichen Material zu gestalten. <I>Beispiel<B>1</B></I><B> :</B> Ein Polyamidband in der Breite und Länge eines Skis mit einer Stärke von<B>0,5-1,0</B> mm wird mit einer gleichmässigen Schicht Klebstofflösung, bestehend aus<B>6 %</B> Polycaprolactam, <B>60 %</B> Resorcin und 34<B>%</B> <B>95</B> %igem Methanol, bestrichen. Hierauf wird ein Baumwollgewebe von gleicher Breite unter einem Flächendruck von<B>3-5</B> kg/cm# auf das mit Klebstoff bestrichene Polyamidband gepresst. Die Verklebung unter Verdunstung des Lösungsmittels erfolgt innert ca. <B>15</B> Min. bei<B>600 C.</B> Hierauf wird das mit Poly amid kaschierte Band mittels Holzleim in an sich bekannter Weise mit dem Ski verklebt. <I>Beispiel 2<B>:</B></I> Nylon<B>66</B> wird aus dem Schmelzfluss, beispiels weise aus einem Extruder, direkt einseitig auf eine Gewebebahn gegossen. Hierbei tritt die Polyamid- schmelze tangential auf die von einer Abzugsrolle über eine niit konstanter Geschwindigkeit angetrie bene Riffelwalze laufende Gewebebahn. Durch eine Gegenwalze mit dem Abstand ent sprechend der herzustellenden Belagsdicke wird die austretende Polyamidschmelze profiliert, wodurch die Schmelze ein wenig in die Oberfläche des Gewebes eindringt und sich verankert. Das so kaschierte Textilband wird nach Durch laufen eines Kühlbades von ca. 2m Unge wieder aufgewickelt und nachher nach Bedarf geschnitten und mit Skiern verklebt. Es ist zweckmässig, hochmolekulares Polyamid, <B>d.</B> h. solches mit einem Molekulargewicht über <B>25 000,</B> zu verwenden, da dieses Polyamid eine zäh flüssige Schmelze bildet, die nur leicht in das Tex tilgewebe eindringen kann, so dass die Elastizität der Textilzwischenschicht nicht zerstört wird. Am besten verwendet man Polycaprolactam mit einem Molekulargewicht von über<B>50 000,</B> entspre chend einer Schmelzviskosität von ca. <B>300 000</B> Poise bei 200o <B>C.</B>
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren zur Herstellung von Skibelägen mit Polyamidgleitfläche, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einer Polyamidschicht überzogenes Gewebe mit der Skiunterfläche verbunden wird. <B>11.</B> Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch <B>1</B> hergestellter Skibelag mit elastischem Textilgewebe. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamidschicht mit dem Gewebe verklebt ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gewebeband mit ge schmolzenem Polyamid beschichtet und dann mit der Skiunterfläche verleimt.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe gefärbt ist, und dass seine Farbe durch die eine Dicke von 0,2-2,0 mm aufweisende Polyamidschicht durch scheint. 4. Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Polyamid ein Polycaprolac- tam mit einem Mindestmolekulargewicht von<B>25 000</B> ist. <B>5.</B> Skibelag nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Polyamidschicht Graphit ent hält. <B>6.</B> Skibelag nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die Polyamidschicht Kältestabili satoren enthält.
Priority Applications (1)
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1957
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