CH370086A - Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfanilamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfanilamiden

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CH370086A
CH370086A CH5683258A CH5683258A CH370086A CH 370086 A CH370086 A CH 370086A CH 5683258 A CH5683258 A CH 5683258A CH 5683258 A CH5683258 A CH 5683258A CH 370086 A CH370086 A CH 370086A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
formula
group
compound
halopyrazine
sulfanilamido
Prior art date
Application number
CH5683258A
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English (en)
Inventor
Hans Dipl Chem Mueller
Original Assignee
Cilag Chemie Aktiengesellschaf
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D241/00Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings
    • C07D241/02Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D241/10Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D241/14Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D241/20Nitrogen atoms
    • C07D241/22Benzenesulfonamido pyrazines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von neuen     Sulfanilamiden       Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    bildet ein  Verfahren zur Herstellung von neuen     Sulfanilamiden     der Formel  
EMI0001.0004     
    in welcher X Sauerstoff oder Schwefel und R einen  niederen     aliphatischen    Rest bedeutet. Die neuen Ver  bindungen der Formel I sowie deren Salze mit organi  schen und     insbesonders    anorganischen Basen, sind  wertvolle     Chemotherapeutica    mit besonders langer       Verweilzeit    im Blutstrom.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0009     
    mit einer Verbindung der Formel  
EMI0001.0010     
    umsetzt, wobei in den Formeln     II    und     III    die Sym  bole Y und V     reaktionsfähige,    mit Ausnahme einer  in einem von ihnen befindlichen     -NI-Gruppe    sich  leicht abspaltende Reste, W die     Aminogruppe    oder  einen     vermittels        Verseifung    oder Reduktion in die       Aminogruppe        überführbaren    Rest und T ein Ha  logenatom bedeutet,

   und dass man die erhaltene Ver  bindung mit einem Alkohol oder     Thioalkohol    der  Formel  R     XH    IV    bzw. einem Metallsalz eines solchen umsetzt und  die erhaltene Verbindung, falls W nicht die     NH2-          Gruppe    ist, verseift bzw. reduziert.  



  Man kann wie folgt vorgehen:  A. Umsetzung eines     p-substituierten        Benzolsul-          fonamides    bzw. eines     Salzes    mit einem     2,5-Dihalogen-          pyrazin    und weiteres Umsetzen eines so     erhaltenen     p -substituierten 2 -     Benzolsulfonamido    - 5 -     halogen-          pyrazins    mit einem Alkohol oder     Thioalkohol    der  Formel IV bzw.

   einem     Metallsalz    eines solchen und       überführung    der     p-ständigen    Gruppe des     Benzol-          sulfonylrestes,    falls diese nicht bereits die     NH.-    Gruppe  ist, in die     Aminogruppe;     B.

   Umsetzung eines     p-substituierten        Benzolsulfo-          chlorides    mit einem     2-Amino-5-halogen-pyrazin    nach  üblichen Methoden und Überführung der     p-ständigen     Gruppe, falls diese nicht bereits die     NH2    Gruppe ist,  in die     Aminogruppe.     



  Als Gruppen, die vermittels     Verseifung    oder Re  duktion in die     p-ständige        Aminogruppe        übergeführt     werden können, seien z. B. genannt:  a) die Nitrogruppe, welche durch katalytische Hy  drierung oder durch Reduktion mit Metallen und  Säuren in die     NH.-    Gruppe     übergeführt    werden  kann,  b) eine     Acylaminogruppe,    welche vorzugsweise durch  alkalische Hydrolyse in die     -FH,-    Gruppe über  geführt werden kann,  c) eine     Azogruppe,

      welche durch     katalytische    Hy  drierung oder durch Umsetzen mit     Natrium-          dithionit    in die     Aminogruppe    umgewandelt wer  den kann.  



  <I>Beispiel 1</I>  Zu     einer    Lösung von 60 g     2-Amino-5-brom-          pyrazin    in 200     cm3        Pyridin        gibt    man 80 g     N-Acetyl-          sulfanilsäurechlorid.    Man erwärmt unter Rühren auf           60-70     und belässt 2 Stunden bei dieser Temperatur.  Nach dem Stehen über Nacht gibt man zwecks Neu  tralisierung der entstandenen Salzsäure eine ent  sprechende Menge Natronlauge zu und verdampft  im Vakuum. Der Rückstand wird in Wasser gelöst  und dann mit Essigsäure angesäuert.

   Die ausgefal  lenen Kristalle werden aus Äthanol     umkristallisiert.     Man erhält so 100 g     2-(N4        Acetyl-sulfanilamida)-5-          brom-pyrazin,    das bei 233-234  schmilzt.     Zwecks     Abspaltung der     Acetylgruppe    wird das erhaltene Pro  dukt in 1000     cm3    10%iger Natronlauge 2 Stunden  zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wird fil  triert und dann mit     Salzsäure    auf     pH    6 gestellt. Das  ausgefallene     2-Sulfanilamido-5-brom-pyrazin    wird aus  Äthanol umkristallisiert und schmilzt, so gereinigt,  bei 206-207 . Die Ausbeute beträgt 70 g.  



  Das so erhaltene     Produkt    wird in eine Lösung von  9 g Natrium     in    500     cm3    Methanol eingetragen und  das Ganze im     Autoklaven    während 4-5 Stunden  auf 180  erhitzt. Anschliessend wird der Methanol  verdampft und der Rückstand in Wasser gelöst. Nach  dem Ansäuern mit Essigsäure erhält man 50 g     2-          Sulfanilamido-5-methoxy-pyrazin.    Nach dem Um  kristallisieren aus Äthanol schmilzt das Produkt bei  172-173 .  



  <I>Beispiel 2</I>  60 g     2-Sulfanilamido-5-brom-pyrazin    (hergestellt  gemäss Beispiel 1) werden in eine Lösung von 8,5 g  Natrium in 500     ein?-    Äthanol eingetragen. Das Ganze  wird im     Autoklaven    während 4 Stunden auf 180   erhitzt. Anschliessend wird der Alkohol     verdampft,     der Rückstand in Wasser gelöst und die Lösung  angesäuert. Nach dem     Umkristallisieren    aus Äthanol  erhält man 40 g     2-Sulfanilamido-5-äthoxy-pyrazin.     



  In     gleicher    Weise, wie in den Beispielen 1 und 2  beschrieben, gewinnt man durch Erhitzen von     2-          Sulfanil'amido-5-brom-pyrazin    mit     Methyl-    bzw.       Athylmercaptan-natrium    in     methanolischer    oder     ätha-          nolischer    Lösung     2-Sulfanilamido-5-methyl-    bzw.       -äthyl-thiopyrazin.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Sul'fanil- amiden der Formel EMI0002.0036 in welcher X Sauerstoff oder Schwefel und R einen niedrigen aliphatischen Rest bedeutet, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0038 mit einer Verbindung der Formel EMI0002.0039 umsetzt, wobei in den Formeln<B>11</B> und III die Symbole Y und V reaktionsfähige, sich mit Ausnahme einer in einem von ihnen enthaltenen -NH-Gruppe leicht abspaltende Reste,
    W die Aminogruppe oder einen vermittels Verseifung oder Reduktion in diese über fü trbaren Rest bedeutet und T ein Halogenatom dar stellt, und dass man die erhaltene Verbindung mit einem Alkohol oder Thioalkohol der Formel R-XH IV bzw. einem Metallsalz eines solchen umsetzt und die erhaltene Verbindung, falls W nicht die NHz Gruppe ist, verseift bzw. reduziert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein 2-Amino-5-halogen- pyrazin mit einem N-Acyl-sulfanilsäurchalogenid um setzt, das erhaltene 2-(N4-Acyl-sulfanilamido)-5- halogen-pyrazin zum 2-Sulfanilamido-5-halogen- pyrazin verseift und auf das letztere ein Alkalialko- holat bzw. ein Alkalithioalkoholat einwirken lässt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen der Formel I in ihre Salze überführt.
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