Vorhangschienenaggregat Die Erfindung bezieht sich auf ein Vorhang schienenaggregat mit einer Vorhangschiene mit einem seitlichen Längsschlitz zur Aufnahme von gleitbaren Aufhängern und mit einem mindestens eine Schnur rolle aufnehmenden Abschlussgehäuse, welches an einem Ende der Vorhangschiene befestigt ist.
Die Erfindung bezweckt, ein solches Vorhang schienenaggregat so auszubilden, dass es möglich ist, die Aufhänger schnell und leicht in die Vorhang schiene einzuführen oder ihr zu entnehmen, ohne dass dazu das Aggregat zerlegt werden muss, und dass die Vorhangschiene keine lösbaren Teile auf weisen muss, welche den freien Lauf der Aufhänger stören und die Tragfähigkeit der Schiene herab setzen könnten.
Das erfindungsgemässe Vorhangschienenaggregat ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Sperrglied im Abschlussgehäuse derart beweglich gehalten ist, dass ein Endteil des Sperrgliedes in einer Stellung des selben den Zugang aus dem Längsschlitz zu einer Öffnung zwischen dem Längsschlitz der Vorhang schiene und einer Wand des Abschlussgehäuses sperrt, während das Endteil in einer anderen Stellung des Sperrgliedes diesen Zugang zur Einführung oder Ent nahme von Aufhängern freigibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Vorhangschienenaggregates gemäss der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Rückansicht eines Endes der Vor hangschiene mit dem Abschlussteil, Fig. 2 eine ähnliche Rückansicht wie Fig. 1, bei anderer Lage des Sperrgliedes, Fig.3 einen Schnitt nach der Linie III-111 in Fig. 1,
Fig.4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2 und Fig.5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 1.
Gemäss Fig. 1 und 2 umfasst das Vorhangschie- nenaggregat 10,ein Abschlussteil 11, das mit einem Ende der eigentlichen Vorhangschiene 12 lösbar ver bunden ist.
Wie aus Fig. 1 und 4 ersichtlich, weist die rohrförmige Vorhangschiene 12 in ihrer Rück wand 14 einen waagrechten Schlitz als Führungsbahn 13 auf, welche sich von einem Ende der Schiene zum anderen Ende erstreckt. Ferner sind mehrere Auf hänger 15 vorgesehen, die jeweils stiftförmige Gleit- stücke 16 tragen, welche innerhalb der Führungs bahn 13 gleitend beweglich sind.
Jeder Gleitstift 16 trägt einen Kopf 17, der sich in dem Hohlraum 18 der Schiene 12 befindet, damit die Aufhänger 15 die Führungsbahn 13 nicht verlassen können. Ferner besitzt jeder Aufhänger 15 eine nach unten ragende Verlängerung 19, an der man Vorhänge oder. Dekora tionen bekannter Art aufhängen kann.
Das Abschlussteil 11 wird durch ein im wesent lichen rechteckiges Gehäuse 21 (Fig. 1, 3 und, 5) gebildet; bei dem hier beschriebenen Ausführungsbei- spiel besitzt dieses Gehäuse auf einer Seite einen mit ihm aus einem Stück bestehenden kanalförmigen Fortsatz 22, der sich auf ein Ende der Schiene 12 aufschieben lässt.
Der obere Flansch 23 des Fort satzes 22 ist mit einem nach unten ragenden Finger 24 versehen, der gemäss Fig. 1 und 2 in einen Aus schnitt 25 eingebogen werden kann, welcher .in der Schiene 12 nahe ihrem äusseren Ende angebracht ist, um das Abschlussteil 11 an der Stange 12 zu be festigen. Das Abschlussteil 11 kann an einer Trag konstruktion, z. B. einer Wand-, unmittelbar oder mittelbar angebracht werden, z. B. mittels der in Fig. 3 bei 20 gestrichelt eingezeichneten Halterung.
Das Gehäuse 21 besitzt gemäss Fig. 1 bis 3 einen mit ihm aus einem Stück bestehenden waagrechten Tragflansch 26, der sich von der Oberkante des Gehäuses aus nach hinten erstreckt und mit der Rück seite 29 des Gehäuses einen rechten Winkel bildet. An dem Tragflansch 26 ist mittels Nieten 30 ein L-förmiger Schnurrollen-Lagerblock 27 befestigt, der einen oberen, waagrechten Flansch 28 trägt; die Nie ten 30 erstrecken sich durch den Flansch 28 des Lagerblocks und den Flansch 26 des Gehäuses.
Die Tragplatte 31 des Lagerblocks, die sich rechtwinklig zu dem Flansch 28 nach unten erstreckt, ist gegen über der Rückwand 29 des Gehäuses 21 parallel nach hinten versetzt. Auf der Tragplatte 31 sind zwei Schnurrollen 33 und 34 drehbar so gelagert, dass sich ihre Oberkanten auf verschiedenen Höhen be finden, wobei jedoch beide Schnurrollen mit der Sym metrieebene des Hohlraums 18 der Schiene 12 fluch ten, wie aus Fig. 3 .ersichtlich ist.
Die innere Kante der Tragplatte 31 ist nahe dem Ende der Schiene 12 mit einem Ausschnitt 36 ver sehen, der dem Ende der Führungsbahn 13 gegen übersteht. Der Ausschnitt 36 bildet zusammen mit dem benachbarten Teil der Führungsbahn 13 eine Öffnung, die so bemessen ist, dass man den Kopf 17 (FiQ.4) eines der Aufhänger 15 in den Hohlraum 18 einführen oder aus ihm entfernen kann, wie in Fig.2 bei 17a durch einen gestrichelt gezeichneten Kreis angedeutet ist.
Ein langgestrecktes Sperrglied 37 ist in der Nähe seines einen Endes auf der Tragplatte 31 nahe der Aussparung 36 drehbar gelagert. Dieses Sperrglied, das an seinem anderen Ende einen abgewinkelten Riegel 38 trägt, lässt sich in die aus Fig. 1 ersicht liche Stellung und aus dieser Stellung heraus bewegen; bei der Stellung nach Fig. 1 verdeckt es teilweise den Ausschnitt 36, und der Riegel 38 versperrt den Zu gang zum äusseren offenen Ende der Führungsbahn 13. Der Ausschnitt 36 ist mit einer Stufe 39 ver sehen, die in Fluchtung mit der Führungsbahn 13 eine Anschlagfläche 41 aufweist.
Von der Unterseite des Sperrgliedes 37 erstreckt sich gemäss Fig. 5 ein Anschlagfinger 42, der zwischen den Enden des Sperrgliedes angeordnet ist und an der Anschlag fläche 41 des Ausschnitts 36 ansteht, wenn sich das Sperrglied 37 gemäss Fig. 1 in seiner Sperrstel lung befindet. Wird das Sperrglied nach oben in seine geöffnete Stellung geschwenkt (Fig. 2), so be findet sich der Anschlagfinger 42 in einem Abstand oberhalb der Fläche 41, und der Riegel 38 gibt den Zugang von der Öffnung 17a zur Führungs bahn 13 frei.
Der Anschlagfinger 42, die Schwenk achse 43 des Sperrgliedes 37 und der Riegel 38 desselben sind so angeordnet, dass der Riegel 38 in der Sperrstellung sowohl unterhalb der Mittellinie der Führungsbahn 13 als auch der Schwenkachse 43 liegt. Wenn die Aufhänger 15 gemäss Fig. 1 durch die Betätigungsschnüre 44 gegen den abgewinkelten Flansch 38 gedrückt werden, suchen sie das Sperr glied 37 nach unten und somit um so fester in seiner Sperrstellung zu halten.
Nachdem das Abschlussteil 11 auf dem äusseren Ende der Vorhangschiene 12 befestigt worden ist, wird es bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel dadurch festgelegt, dass man den Finger 24 in den Ausschnitt 25 der Schiene 12 hineinbiegt. Die Be tätigungsschnüre 44 werden in der üblichen Weise über die Schnurrollen 33 und 34 geführt. Nunmehr kann man das Vorhangschienenaggregat 10 an einer Wand oder einer anderen Konstruktion mit Hilfe der Halterung 20 befestigen, wobei die Halte rung in bekannter Weise mit dem Gehäuse 21 ver bunden wird.
Bei der beschriebenen Konstruktion ist es nicht erforderlich, die Aufhänger 15 vor dem Einbau der Vorhangschiene in die Schiene 12 ein zusetzen, doch wird man aus Gründen der Bequem lichkeit normalerweise wenigstens die erforderliche Mindestzahl von Aufhängern einsetzen. Wenn man nach dem Zusammenbau des Aggregats oder seinem Einbau in der Gebrauchsstellung eine grössere Zahl von Aufhängern benötigt, kann man das Sperr glied 37 in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung heben und die erforderlichen Aufhänger 15 dadurch in die Vorhangschiene 12 einsetzen, dass man nacheinander ihre Köpfe 17 in die durch die Aussparung 36 in der Tragplatte 31 gebildete Öffnung einführt und sie dann derart seitwärts bewegt,
dass die Stifte 16 von der Führungsbahn 13 aufgenommen werden. Wenn die Aufhänger 15 in der gewünschten Anzahl in die Führung eingesetzt worden sind, schwenkt man die Sperre 37 nach unten in die aus Fig. 1 ersicht liche Stellung, woraufhin man die Dekorationen oder dergleichen in der üblichen Weise an den Aufhängern 15 aufhängt.
Wenn die Zahl der Aufhänger 15 innerhalb der Führungsbahn 13 vermindert werden soll, und zwar vor oder nach dem Einbauen des Vorhangschienen aggregats, so lässt sich dies leicht und schnell durch führen, denn man braucht nur das Sperrglied 37 nach oben zu schwenken, die erforderliche Zahl von Auf hänger durch das offene Ende der Führungsbahn hin durch herauszunehmen und dann das Sperrglied 37 wieder in seine Sperrstellung nach Fig. 1 zu bringen.