CH370797A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-DerivatenInfo
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- CH370797A CH370797A CH168663A CH168663A CH370797A CH 370797 A CH370797 A CH 370797A CH 168663 A CH168663 A CH 168663A CH 168663 A CH168663 A CH 168663A CH 370797 A CH370797 A CH 370797A
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Hyd'razin-Derivaten der Formel I,
EMI0001.0004
worin A eine Alkylengruppe, R1 eine acyl'ierte pri märe Amino@gruppe bedeuten und R, und 11,3 für eine niedere Alkylgruppe stehen., wobei die Gruppen A, Rund R3 zusammen mindestens 5 Kohlenstoff atome enthalten,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein. Säurehydrazid mit einem Halogenalkyl- amin der Formel 1I,
EMI0001.0021
worin Hal für Chlor, Brom oder Jod\ stehst, umsetzt. Das erfindungsgemässe Verfahren kann wie folgt ausgeführt werden:
Ein Säurehydrazid, beispielsweise Acetylhydrazin, wird in wässeriger Lösung bei Zim mertemperatur unter Rühren mit einem Halogen- alkylamin der Formel Il, wie z. B. ss-Diäthylamino- äthylchlorid, umgesetzt. Zur Vervollständigung der Reaktion wird anschliessend noch etwa 24 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt.
Das Kondensationsprodukt wird nach bekannten Methoden isoliert.
Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Hy- drazin-Derivate sind bei Zimmertemperatur kristallin oder flüssig ,und lassen 5üch im Vakuum umersetzt destillieren. Es sind basische Verbindungen., di'e mit anorganischen oder organischen Säuren beständige,
bei Zimmertemperatur kristallisierte Salze bilden. Sie können auf mannigfaltige Art verwendet werden. Sie sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstel lung von Medikamenten.
Ihre Umsetzung mit reak tionsfähigen mono- oder d'isubstituierten Malon- säure-Derivaten führt zu 3,5-Dioxo-pyrazolidin-Deri- vaten, :die wertvolle Medikamente sind:. Sie wirken antiphfogistisch und können in, der Behandlung rheu matischer Erkrankungen angewendet werden.
Einige Pyrazolidin-Derivate übertreffen in ihrer Wirkung das Phenylbutazon um ein Mehrfaches. Der Umsatz der erfindungsgemäss hergestellten neuen Hydrazine mit ss-Ketosäuren oder ihren reaktionsfähigen Deri vaten führt zu neuen Pyrazolon 5-Derivaten, die eine therapeutisch verwertbare,
antipyretische und- analge- tische Wirkung besitzen und dadurch wertvolle Medi- kamente darstellen.
Besonders wichtig für die therapeutische Verwen- dung aller dieser Verbindungen ist, d.'ass sie ee basische Gruppe enthalten.
Aus diesem Grund kön nen sie mit anorganischen oder organischen Säuren Salze bilden, die in Wasser löslich sind. Dies erleich tert einerseits die Resorption, dieser Medikamente bei peroraler Medikation, ermöglicht aber anderseits auch die Herstellung hochkonzentrnerter Lösungen,
die in vielen Fälfen für die parenterale Stosstherapie un entbehrlich sind.
Die neuen Hydrazin-Derivate besitzen indessen auch selbst therapeutisch verwertbare pharmakody- namische Eigenschaften, :die sie zu wertvollen Medi kamenten machen. So zeichnen sie sich beispielsweise durch eine starke Monoamin-oxyd@ase-Hemmwirkung aus.
Schliesslich sind die erfindungsgemäss hergestell ten Hyd:razin-Derivate auch als Oxydations-Inhibito- ren von Treibstoffen für Otto-Motoren verwendbar, indem sie die Lagerbeständigkeit der Treibstoffe be trächtlich erhöhen..
In den nachfolgernden Beispielen sind die Tem peraturen in Celsiusgraden angegeben. <I>Beispiel 1</I> Zu einer Lösung von 9,6 g Acetylhydrazin in 120 cm3 Wasser lässt man unter Rühren bei einer Temperatur von 18-20 innert 20 Min. 29,5 g 2-Di- äthylamino-isohexylchlorid zutropfen. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch während 100 Std.
bei Zimmertemperatur weitergerührt. Gegen Ende der Reaktionszeit hat sich die Emulsion in eine klare Lösung umgewandelt. Die Reaktionslösung wird mit Pottasche gesättigt und mit total 350 cm3 Chloro form extrahiert. Nach Trocknen der vereinigten Chloroformauszüge über Magnesiumsulfat wird das Chloroform im Hochvakuum abgedampft und d--r Rückstand
im Hochvakuum fraktioniert, wobei das 1-(2'-Diäthylammo-isohexyl-1')-2-acetylhydrazi'n zwi schen 125-130 bei 0,08 mm Hg übergeht. n1 = 1,4668.
<I>Beispiel 2</I> Zu einer Emulsion von 3,05g Acetylhyd'razin und 4,97 g Triäthylamin in 20 cm3 abs. Benzol lässt man unter Rühren bei einer Temperatur von l8-20 innert 15 Min. eine Lösung von 9,
4 g 2-Diäthyl- amino-iso exylchlorid in 20 cm3 abs. Benzol zutrop- fen. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch noch 3 Tage bei 40 gerührt. Nach Abkühlen wird vom ausgeschiedenen Triäthylamin - hydrochlorid abfil- triert, das Filtrat mit total 30 cm3 wässeriger, gesät tigter Sodal'ösung gewaschen,
die Benzollösung über Magnesiumsulfat getrocknet und das Benzol im Va kuum abgedampft. Der Rückstand wird im Hoch vakuum fraktioniert, wobei das 1-(2'-Diäthylamino- isohexyl-1')-2-acetyl@hydrazin zwischen 125-129 bei 0,09 mm H- übergeht.
Bei nochmaliger Reindestilla- tion zeigt die Verbindung einen Siedepunkt von<B>119</B> bis 120 bei 0,03 mm Hg. <I>Beispiel 3</I> Zu einer Lösung von 6,6 g Acetylhydrazin in 40 cm- Wasser lässt man unter Rühren bei einer Temperatur von 18-20 innert 15 Min. 12,0 g fl-Di- äthylamino-äthylchlorid zutropfen, wobei sich das Reaktionsgemisch trübt. Nach Entfernen der Küh lung tritt leichte Erwärmung ein, und es entsteht eine klare Lösung.
Zur Beendigung der Reaktion wird noch 24 Std. bei Zimmertemperatur weiter gerührt. Darauf wird die Reaktionslösung unter star kem Kühlen mit Pottasche gesättigt und mit total 175 cm3 Chloroform extrahiert. Nach Trocknen der vereinigten Chloroformextrakte über Magnesiumsul- fat wird das Chloroform im Vakuum entfernt und der Rückstand im Hochvakuum destilliert, wobei das 1-(ss-Diäthylamino-äthyl)-2-ace@tylhydrazin zwischen 120-122 bei 0,02 mm Hg als farbloses Öl über geht. nD - 1,4699.
Zur weiteren Charakterisierung wird das saure Naphthalin-1,5-disuIfonat hergestellt. Smp. 248 bis 249 (Zerr.) nach Umkristal#lisieren: aus Wasser.' Methanol.
<I>Beispiel 4</I> 28,4 g Dimethylamino-isopropylchlorid und 33,4 g Benzoylhydrazin in 230 cm- Wasser werden 52 Std. bei 20-23 gerührt, wobei allmählich vollständ -ige Lösung eintritt. Die Reaktionslösung wird mit Ka- liumcarbonat alkalisch gemacht und mit Chloroform ausgeschüttelt. Der Chloroformauszug wird über Ma gnesiumsulfat getrocknet und eingedampft.
Darauf wird der ölige Rückstand in 150 em3 Methanol ge löst und in diese Lösung unter guter Kühlung Chlor wasserstoff bis zur stark kongosauren Reaktion ein- geleitet. Beim Animpfen kristallisiert das 1-(Dime thylamino-isopropyl)-2-benzoylhydrazin-dihydrochlo- rid aus und' wird aus Methanol umkristallisiert. Smp. 210-220 (Zers.).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin- Derivaten der Formel I, EMI0002.0117 worin A eine Alkylengruppe, R1 eine, acylierte pri märe Aminogruppe bedeuten und R, und R3 für eine niedere Alkylgruppe stehen, wobei die Gruppen A, R2 und R3 zusammen mindestens 5 Kohlenstoffatome enthalten,dadurch gekennzeichnet, dass man ein ent- sprechendes Säurehydrazid mit einem Halogenalkyl- amin der Formel II, EMI0002.0138 worin Hal für Chlor, Brom oder Jod steht, umsetzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH168663A CH370797A (de) | 1958-08-08 | 1958-08-08 | Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH168663A CH370797A (de) | 1958-08-08 | 1958-08-08 | Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH370797A true CH370797A (de) | 1963-07-31 |
Family
ID=4216220
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH168663A CH370797A (de) | 1958-08-08 | 1958-08-08 | Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH370797A (de) |
-
1958
- 1958-08-08 CH CH168663A patent/CH370797A/de unknown
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