CH372216A - Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial, bestehend aus Schichtträger und lichtempfindlicher Kolloidschicht - Google Patents

Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial, bestehend aus Schichtträger und lichtempfindlicher Kolloidschicht

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CH372216A
CH372216A CH5729758A CH5729758A CH372216A CH 372216 A CH372216 A CH 372216A CH 5729758 A CH5729758 A CH 5729758A CH 5729758 A CH5729758 A CH 5729758A CH 372216 A CH372216 A CH 372216A
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photosensitive
diazonium
acid
diphenylamine
light
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CH5729758A
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Wilhelm Dr Neugebauer
Oscar Dr Sues
Rebenstock August
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Kalle Ag
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Description


      Lichtempfindliches    Reproduktionsmaterial, bestehend aus Schichtträger und       lichtempfindlicher        Kolloidschicht       Es ist bekannt, dass wasserlösliche Kolloide  durch Belichten in Gegenwart von     Diazoverbindun-          gen    in ihrer Löslichkeit verändert werden; sie werden  gehärtet oder gegerbt. Die Ergebnisse sind hinsicht  lich einer praktischen Anwendung in der Reproduk  tionstechnik im allgemeinen unbefriedigend. Deshalb  ist schon vorgeschlagen worden,     Diazoverbindungen     enthaltende     Kolloidschichten    nach dem Belichten  unter einer Vorlage noch mit einer Lösung von       ctxromsauren    Salzen nachzubehandeln.

   Auch     Diazo-          verbindungen    mit höherem     Molekulargewicht,    insbe  sondere Kondensationsprodukte von Aldehyden mit       Diazoverbindungen,    z. B. mit der     Diazoverbindung     aus     p-Amino-diphenylamin,    sind für die Licht  gerbung von     Kolloidschichten    vorgeschlagen wor  den. Solche     Diazoverbindungen    sollen in einer  Menge von etwa.     104/a,    bezogen auf das Trocken  gewicht der Kolloide, angewandt werden.  



  Eine praktische Verwendung im Druckgewerbe  in der Weise, dass die im Licht gehärteten Kolloid  teile als Träger fetter Druckfarbe im Flachdruck  oder Offsetdruck dienen, haben die bisher beschrie  benen, mit     Diazoverbindungen        lichtempfindlich    ge  machten Schichten aus wasserlöslichen Kolloiden  nicht gefunden, da ihre mechanische Widerstands  fähigkeit nicht für höhere Druckauflagen genügt.  



  Ein für den genannten Verwendungszweck ge  eignetes lichtempfindliches Reproduktionsmaterial,  bestehend aus einem metallischen oder     Papier-          Schichtträger    und     lichtempfindlicher        Kolloidschicht,     ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die  lichtempfindliche     Kolloidschicht    als Kolloid     Poly-          acrylsäure,

          Polymethacrylsäure    oder     Acrylsäure-          Methacrylsäure-Mischpolymerisate    und     als    licht  empfindliche Substanz das     Diazoniumchlorid    oder         -bromid    aus     para-Aminodiphenylamin    oder aus  einem     para-Aminodiphenylamin,    das     in    mindestens  einem der     Arylkerne    einen     Substituenten    trägt, in       Mengen        von        75-400%,

          bezogen        auf        das        Trocken-          gewicht    des     Acrylpolymerisats,    enthält.  



  Dabei kann die     Diazoverbindung    vorzugsweise  in einer Menge von     100-2004/a    vom Trockengewicht  des     Acrylpolymerisats    verwendet werden.  



  Beide Komponenten, das heisst die     Polyacrylsäure     oder     Polymethacrylsäure    oder das     Mischpolymerisat     aus     Acrylsäure    und     Methacrylsäure    einerseits sowie  das     Diphenylamin-p-diazoniumchlorid    bzw.

       -bromid     anderseits, können in wässriger     Lösung    oder auch in  Lösung in     organischen        Lösungsmitteln,    wie     Glykol-          monomethyläther,    oder in     Gemischen    von organi  schen     Lösungsmitteln    mit Wasser angewendet wer  den.

   Die Konzentration der     Beschichtungslösung    an       Polyacrylsäure    kann in weiten Grenzen schwanken,  vorteilhaft beträgt sie     1-21/o.    Bei gekörnten Zink  platten hat sich eine Konzentration von     2-311/o,    be  sonders     bewährt.     



  Als     Substituenten    in den     Arylkernen    des     Di-          phenylaminrestes    werden beispielsweise genannt       Alkyl-,        Alkoxy-,    Halogen-,     Hydroxy-    und     Sulfarylido-          gruppen.    Auch eine     Diazoniumsalzgruppe,    z. B. eine       Diazoniumchloridgruppe,    kommt als     Substituent    in  Betracht, der ausser der     Diazoniumchloridgruppe    vor  handen sein kann.

   Die     Substituenten    müssen     einmal     oder können auch mehrere Male im Molekül vorhan  den sein. Auch sind Verbindungen mit mehreren  voneinander verschiedenen     Substituenten    brauchbar.  



  Ein Teil der substituierten und nichtsubstituier  ten     Diphenylamin-4-diazoniumchloride    und     -bromide     ist bereits aus der Literatur     bekannt.    Man kann     alle          Diazoniumhalogenide    aus den     Aminodiphenylaminen         nach den     üblichen    Methoden der organischen Chemie  herstellen, z.

   B. aus den entsprechenden     Nitro-          diphylaminen    durch Reduktion und     Diazotierung     der erhaltenen     Aminodiphenylamine.    Für die Her  stellung der     Nitro-diphenylamine    bringt man in be  kannter Weise     1-Chlor-4-nitro-benzolsulfonsäuren-(3)     mit aromatischen Aminen zur Reaktion und spaltet  aus den gebildeten     Nitro-diphenylaminsulfosäuren     die     Sulfogruppe    mit Schwefelsäure in der Hitze ab.

    Für einige der bisher nicht bekannten     Diazonium-          halogenide    werden folgende Herstellungsangaben ge  macht:  2 -     Anilidosulfonyl    -     diphenylamin    - 4 -     diazonium-          chlorid    stellt man z. B. her, indem aus der Lösung  von     4-Nitro-diphenylamin-2-sulfochlorid    und Anilin  in Benzol durch Stehenlassen der     benzolischen    Lö  sung 4     Nitro-diphenylamin-2-sulfanilid    gebildet wird.

    Dieses     Nitro-sulfanilid    wird in     Dioxan    gelöst und  katalytisch zu dem entsprechenden     4-Amino-diphenyl-          amin-2-sulfanilid        reduziert,    das in Form des Chlor  hydrats in     Dimethylformamid    gelöst und in Gegen  wart von     Salzsäure    mit     Natriumnitritlösung    langsam       diazotiert    wird. Das sich ausscheidende 2     Anilido-          sulfonyl-diphenylamin-4-diazoniumchlorid        schmilzt     nach der Reinigung mit Äther bei 178-180  C.  



  Die Herstellung von     2-[p-Toluol-sulfonyl-amino]-          diphenylamin-4-diazoniumchlorid    erfolgte ausgehend  von     2-Amino-4-nitro-diphenylamin,    das in     Dioxan     gelöst und in Gegenwart von     Pyridin    mit     p-Toluol-          sulfochlorid    bei 50-60  C zur Reaktion gebracht  wird. Die Nitroverbindung wird mit     Natriumhypo-          sulfit        in        Dioxan        reduziert    und das entsprechende  Amin mit Eisessig aus der Lösung abgeschieden.

   Die       Aminoverbindung        diazotiert    man in     salzsäurehaltiger     alkoholischer Lösung mit     Isoamylnitrit.    Das gebildete  2 - [p -     Toluol    -     sulfonyl-amino]    -     diphenylamin    -4 -     di-          azonium-chlorid    zersetzt sich nach der Reinigung  mit Äther bei 160-162  C.  



  Mit den Lösungen, welche     Polyarcylsäure    oder       Methacrylsäure    oder das     Mischpolymerisat        Acryl-          säurejMethacrylsäure    und eines oder mehrere der  oben genannten     Diazoniumchloride    oder     Diazonium-          bromide    enthalten, z. B. das Chlorid von     p-Diazo-          diphenylamin,    werden Metallplatten, beispielsweise  aus Aluminium oder Zink, oder auch speziell be  handelte Folien aus Papier in an sich bekannter  Weise beschichtet.

   Nach der Beschichtung werden die  Schichtträger getrocknet, im allgemeinen bei erhöhter  Temperatur, beispielsweise bei etwa     90     C.  



  Die beschichteten Folien besitzen im unbelich  teten Zustand hervorragende Lagerfähigkeit. Beson  ders einfach kann die Entwicklung der Folien vor  genommen werden, nachdem man sie unter einer  negativen Vorlage in üblicher Weise belichtet hat.  Es genügt, die Folien mit Wasser abzuspritzen, ab  zureiben oder zu baden. Dazu kann man auch die  Folien nach der     Belichtung    in die Druckmaschine       einspannen    und dort     mit    einem mit Wasser befeuch  teten     Schwamm        überwischen.    Nach dieser Entwick  lung kann unmittelbar gedruckt werden.

   Eine beson-         dere    Behandlung mit einem sogenannten     Fixierungs-          rnittel,    wie dies sonst beim Offsetdruck üblich ist,  ist nicht erforderlich. Man erhält auch ohne diese  Behandlung tonfreie Drucke. Die mit den Platten  erzielbaren Auflagen sind sehr hoch.

      <I>Beispiel 1</I>  Eine durch Bürsten mechanisch     aufgerauhte    Alu  miniumfolie wird mit einer     Glykolmonomethyläther-          lösung,        die        1%        mittelviskose        Polyacrylsäure        und        10,70     des Chlorids der     Diazoverbindung    aus     p-Amino-          diphenylamin    enthält, unter Verwendung einer Plat  tenschleuder beschichtet und mit dem Föhn getrock  net.

   Man belichtet die getrocknete Schicht unter einer  negativen Vorlage, beispielsweise mit einer Bogen  lampe von 18 Ampere, in einem Abstand von 70 cm  etwa 1 Minute. Die Entwicklung der belichteten  Schicht erfolgt mit einem mit Wasser befeuchteten  Tampon oder mit der Wasserbrause. Nach der Ent  wicklung kann die noch feuchte Platte direkt in eine       Offsetdruckmaschine    eingespannt werden, worauf  das Drucken ohne eine sonst übliche Zwischenfixie  rung mit Gummi oder     Phosphorsäurelösung    ausge  führt werden kann.

   Man erhält sehr hohe Druck  auflagen. Ähnlich gute Ergebnisse erzielt man, wenn  man anstelle der oben angegebenen     Beschichtungs-          lösung        eine        solche        verwendet,        die        0,5%        Polyacryl-          säure    und 1,50/0     Diazoverbindung    oder 1,50/0     Poly-          acrylsäure    und     2,01/o,        Diazoverbindung    enthält.

   An  stelle der mittelviskosen     Polyarcylsäure    können auch  hochviskose oder     niedrigviskose        Polyacrylsäuren     Verwendung finden.  



  Die Aluminiumfolien können vor der Beschich  tung in an sich bekannter Weise durch eine aufein  anderfolgende Behandlung mit verdünnten Lösungen  von     Ätzalkalien    und Salpetersäure oder mit Lösun  gen von tertiären     Alkaliphosphaten    vorbehandelt  werden, falls dies aus Reinigungsgründen erwünscht  erscheint.  



  <I>Beispiel</I>  Eine in üblicher Weise gekörnte Zinkplatte wird  mit einer Lösung von 3 Gewichtsteilen hochviskoser       Polyacrylsäure    und 3 Gewichtsteilen des     Chlorids    der       Diazoverbindung    aus     p-Aminodiphenylamin    in 100  Gewichtsteilen     Glykolmonomethyläther    beschichtet  und bei etwa 70  C getrocknet. Nach dem Belichten  der getrockneten Schicht unter einer negativen Vor  lage wird die Schicht mit einer Wasserbrause ent  wickelt. Die Platte kann dann sofort in die Druck  maschine eingespannt werden und unmittelbar zum  Druck Verwendung finden.

      <I>Beispiel 3</I>  Eine     Papierdruckfolie    wird mit der in Beispiel 1  angegebenen Lösung beschichtet und nach dem  Trocknen in der gleichen Weise wie in Beispiel 1  angegeben weiterbehandelt. Auch in diesem Fall  kann ohne Verwendung einer besonderen     Fixierungs-          lösung    direkt gedruckt werden. Man erhält hohe  Druckauflagen.      <I>Beispiel 4</I>  0,5 Gewichtsteile     p-Diphenylamin-4-diazonium-          chlorid    und 0,5 Gewichtsteile     Polymethacrylsäure     werden in 100 Gewichtsteilen     Glykolmonomethyl-          ätlier    gelöst.

   Mit dieser Lösung wird eine mechanisch       aufgerauhte        Aluminiumfolie    beschichtet, beispiels  weise durch Tamponieren oder durch Beschichten  mit einer Plattenschleuder. Man trocknet die be  schichtete Folie bei mässiger Wärme und belichtet  sie dann unter einer transparenten negativen Vorlage.  Anschliessend wird die belichtete Folie durch über  brausen mit Wasser entwickelt.  



  Die     Polymethacrylsäure    kann bei der beschrie  benen Arbeitsweise durch die gleiche     Polenge    eines       Mischpolymerisates    aus     Acrylsäure    und     Methacryl-          säure,    beispielsweise eines solchen aus 1     Mol        Acryl-          und    1     Mol        Methacrylsäure,    ersetzt werden.  



  <I>Beispiel 5</I>  Man arbeitet wie in Beispiel 4 angegeben, ver  wendet aber als Träger für die     lichtempfindliche     Schicht anstelle einer Aluminiumfolie eine     übliche          Papierdruckfolie,    wie sie beispielsweise von der  amerikanischen Firma S. D.     Warren        Company    in       Cumberland        Mills        (Maine)    in den Handel gebracht  wird.

      <I>Beispiel 6</I>  Eine durch Bürsten mechanisch     aufgerauhte    Alu  miniumfolie wird unter Verwendung einer Platten  schleuder mit einer     Glykolmonomethylätherlösung          beschichtet,        die        0,6%        mittelviskose        Polyacrylsäure          und        0,6%        Diphenylamin-4-diazoniumbromid        ent-          hält,    und mit Warmluft getrocknet.

   Man belichtet  die getrocknete Schicht unter einer negativen Vorlage  und entwickelt die belichtete Schicht unter einer  Wasserbrause oder mit einem mit Wasser befeuch  teten Tampon. Dabei werden die unbelichteten Teile  der Schicht     entfernt.    Nach der Entwicklung wird die  Folie ohne die sonst übliche Zwischenfixierung mit  Gummi und Phosphorsäure in eine Offsetdruck  maschine eingespannt, und es kann sofort. damit  gedruckt werden.

       Ähnlich    gute Ergebnisse erhält  man, wenn man anstelle der vorstehend angegebenen  Lösung zum Beschichten eine     Glykolmonomethyl-          ätherlösung        verwendet,        die        1%        Polyacrylsäure        und          1,511/o    der genannten     Diazoverbindung    enthält.

   An  stelle der     Polyacrylsäure    kann auch die gleiche  Menge     Polymethacrylsäure    oder eines     Mischpoly-          merisats    aus     Acrylsäure    und     Methacrylsäure    (1 :1)  Verwendung finden.  



  Gleich gute     Druckplatten    werden erhalten, wenn  man zur Herstellung der Schicht     Glykolmonomethyl-          ätherlösungen    verwendet, die analog den oben an  gegebenen zusammengesetzt sind, aber anstelle von       Diphenylamin-4-diazoniumchlorid    oder     -bromid    etwa  äquivalente Mengen eines der folgenden     Diazonium-          chloride    enthalten:

         4'-Brom-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          4'-Chlor-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          4'-Methoxy-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,            3-Methoxy-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          3-n-Propoxy-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          x,xi,x2        Tribrom-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          4'-Methyl-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          4'-Hydroxy-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,          4'-Benzoylamino-diphenylamin-4-diazonium-          chlorid,          4'-Fluor-diphenylamin-4-diazoniumchlorid,

            2-Anilinosulfonyl-diphenylamin-4-diazonium-          chlorid,          2-(p-Toluol-sulfonyl-amino)-diphenylamin-4-          diazoniumchlorid,          4'-Benzoylamino-2,        5-diäthoxy-diphenylaniin-4-          diazoniumchlorid,          4'-Chlor-2'-methoxy-diphenylamin-4-diazonium-          chlorid.       In jedem Falle kann der Träger der licht  empfindlichen Schicht eine     Aluminiumfolie    sein,

   die       bei        20         C        je    5     Minuten        lang        mit        5%iger        Natron-          lauge    und mit 5     1/oiger    Salpetersäure behandelt, mit  Wasser gespült und dann getrocknet- worden ist.

      <I>Beispiel 7</I>  Man stellt nach der in Beispiel 6 angegebenen  Arbeitsweise unter Verwendung einer     Beschichtungs-          lösung,    die  
EMI0003.0098     
  
    0,2 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Diphenylamin-4-diazonium  chlorid,
<tb>  0,1 <SEP> Gewichtsteile <SEP> 4'-Brom-diphenylamin-4  diazoniumchlorid,
<tb>  0,15 <SEP> Gewichtsteile <SEP> 4'-Fluor-diphenylamin-4  diazoniumchlorid,
<tb>  0,5 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Polyacrylsäure <SEP> hochviskos       in 100 Raumteilen     Glykolmonomethyläther    enthält,  eine Druckplatte her, die in Verhalten und Leistung  den in Beispiel 6 beschriebenen nicht unterlegen ist.

    <I>Beispiel 8</I>  Eine     anodisch    oxydierte     Aluminiumfolie    wird auf  einer Plattenschleuder mit einer     wässrigen    Lösung       beschichtet,        die        0,3%        mittelviskose        Polyacrylsäure     und 0,6 0/0     4'-Brom-diphenylamin-4-diazoniumchlorid     enthält, und durch kurzfristiges Einhängen in einen  100  C warmen Trockenschrank     getrocknet.    Man  belichtet die getrocknete     lichtempfindliche    Schicht  unter einer negativen Vorlage und entwickelt die  belichtete Schicht mit Wasser durch Abbrausen oder  Tamponieren.

   Nach der Entwicklung spannt man die       Folie    direkt in eine     Offsetdruckmaschine    ein.  



  <I>Beispiel 9</I>  Eine     Papierdruckfolie,    beispielsweise eine von  der Firma S. D.     Warren        Company,        Cumberland        Hills,          Maine        (USA)    in den Handel gebrachte Papier  druckfolie, wird     in        einer    Plattenschleuder mit     einer     Lösung beschichtet, die 1 g mittelviskose Polyacryl  säure und 1 g     4'-Brom-diphenylamin-4-diazonium-          chlorid    je 100     cm3        Glykolmonomethyläther    enthält,  und dann getrocknet.

   Man belichtet die Folie nach      dem Trocknen unter einer negativen Vorlage, ent  wickelt die belichtete Schicht mit Wasser und färbt  sie mit fetter Farbe ein.  



  Für die     Beschichtung    der     Papierdruckfolie    kann  auch eine     wässrige    Lösung von     Polyacrylsäure    und       4'-Brom-diphenylarnin-4-diazoniumchlorid    Verwen  dung finden.  



  <I>Beispiel 10</I>  Man arbeitet wie in Beispiel 6 beschrieben, ver  wendet aber zur Beschichtung der Aluminiumfolie  eine Lösung, die in 100     cm3        Glykolmonomethyläther     0,3 g     4'-Brom-diphenylamin-4-diazoniumbromid    und  0,5g mittelviskose     Polyacrylsäure    enthält. Die eben  genannte     Diazoniumverbindung    kann auch durch die  gleiche Menge     4'-Chlor-diphenylamin-4-diazonium-          bromid    ersetzt werden.  



  4'     Brom-diphenylamin-4-diazoniumbromid    wird  folgendermassen hergestellt: 10g     4'-Brom-diphenyl-          amin-4-diazoniumchlorid    werden in 150     cm-'    mit       gasförmigem    Bromwasserstoff gesättigtem Eisessig  unter Erwärmen gelöst. Die Lösung wird     mit    Tier  kohle behandelt,     filtriert    und mit 300     cm3    Essigester  versetzt. Hierdurch wird das     Diazoniumbromid    aus  gefällt. Nach dem     Umkristallisieren    aus 200     cm3          Athanol    hat es einen Zersetzungspunkt von 138 bis  139  C.  



       4'-Chlor        -diphenylamin-4-diazoniumbromid    wird  wie folgt hergestellt: 10 g     4'-Chlor-diphenylamin-4-          diazoniumchlorid    werden in 100 cm?,     48 /o,iger     wässriger     Bromwasserstoffsäure    unter Erwärmen ge  löst und mit Tierkohle behandelt. Im Filtrat kristalli  siert beim Erkalten das     Diazoniumbromid    aus, das       zur    Reinigung in Eisessig gelöst und durch Zugabe  von Äther wieder aus der Lösung ausgeschieden wird.  Das gereinigte     Diazoniumbromid    besitzt einen Zer  setzungspunkt von 128-129  C.

      <I>Beispiel 11</I>  Bei der in Beispiel 6 beschriebenen Arbeitsweise  verwendet man zur Beschichtung der Aluminium  folie eine Lösung, die in 100     cm3        Glykolmono-          methyläther    1 g 2' -     Methoxy    -     diphenylamin    - 4 -     di-          azoniumbromid    und 0,6g mittelviskose Polyacryl  säure enthält.

   In der vorstehend angegebenen     Be-          schichtungslösung    kann das     2'-Methoxy-diphenyl-          amin-4-diazoniumbromid    durch die gleiche Menge       4'-Methoxy-diphenylamin-4-diazoniumbromid    ersetzt  werden.  



  - 2' -     Methoxy    -     diphenylamin    - 4 -     diazoniumbromid     wird folgendermassen hergestellt:  20 g 2' -     Methoxy-        diphenylamin    - 4 -     diazonium-          chlorid    werden unter Erwärmen in 200     cm3    48      /9        iger          Bromwasserstoffsäure    gelöst.

   Die Lösung wird mit  Tierkohle behandelt und     filtriert.    Beim Abkühlen  der filtrierten Lösung scheidet sich das     Diazonium-          bromid    ab, das durch Auflösen in Eisessig und durch    Wiederausfällen mit Äther gereinigt wird. Es     schmilzt     bei 1l7  C unter Zersetzung.  



       4'-        Methoxy    -     diphenylamin    - 4 -     diazoniumbromid     wird wie folgt hergestellt:  20 g 4' -     Methoxy-        diphenylamin    - 4 -     diazonium-          chlorid    werden unter Erwärmen in 200     cm3        484/oiger     wässriger     Bromwasserstoffsäure    gelöst. Man behan  delt die Lösung mit Tierkohle, filtriert sie und  dampft das Filtrat im Vakuum bei 60  C zur Trockne  ein.

   Der Rückstand wird in 200     cm3    heissem Me  thanol gelöst und die Lösung mit 500     cm3    Äther  versetzt. Das dadurch ausgeschiedene     Diazonium-          bromid    zersetzt sich bei 152  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial, be stehend aus einem metallischen oder Papier-Schicht- träger und lichtempfindlicher Kolloidschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Kolloid schicht als Kolloid Polyacrylsäure,
    Polymethacryl- säure oder Acrylsäure-Methylacrylsäure-Mischpoly- merisate und als lichtempfindliche Substanz das Di- azoniumchlorid oder -bromid aus para-Aminodi- phenylamin oder aus einem para-Aminodiphenyl- amin, das in mindestens einem der Arylkerne einen Substituenten trägt, in Mengen von 75-400 11/a,
    be zogen auf das Trockengewicht des Acrylpolymerisats, enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Kolloidschicht als Kolloid Poly- methacrylsäure oder ein Acrylsäure-Methaerylsäure- Mischpolymerisat und als lichtempfindliche Substanz das Diazoniumchlorid aus para-Aminodiphenylamin enthält. 2.
    Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Kolloidschicht als lichtempfind liche Substanz das Diazoniumbromid aus para- Aminodiphenylamin enthält. 3. Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Kolloidschicht als lichtempfind liche Substanz das Diazoniumchlorid oder -bromid aus einem para-Aminodiphenylamin, das in min destens einem der Arylkerne einen Substituenten trägt, enthält. 4.
    Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Kolloidschicht als Kolloid min destens zwei der Acrylpolymerisate enthält. 5. Lichtempfindliches Reproduktionsmaterial nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Kolloidschicht als lichtempfind liche Substanz mindestens zwei der Diazoniumsalze enthält.
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