CH372310A - Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten

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CH372310A
CH372310A CH815763A CH815763A CH372310A CH 372310 A CH372310 A CH 372310A CH 815763 A CH815763 A CH 815763A CH 815763 A CH815763 A CH 815763A CH 372310 A CH372310 A CH 372310A
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ethyl
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benzhydryloxy
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CH815763A
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Ernst Dr Jucker
Anton Dr Ebnoether
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Herstellung von neuen     Tropan-Derivaten       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen     Tropan-Derivaten    der  Formel I,  
EMI0001.0003     
    worin R ein Wasserstoffatom oder einen einwertigen       Substituenten    bedeutet, welches dadurch gekennzeich-         net    ist, dass man ein     N-(2'-Benzhydryloxy-äthyl)-          nortropan-3-on-Derivat    der Formel     II,     
EMI0001.0009     
    reduziert.

    Es war schon bekannt (US-Patent Nr. 2 595 405),  dass aus     Tropin    und     Pseudotropin    durch Um  setzung mit     Diphenyldiazomethan    die entsprechenden       Benzhydryläther    hergestellt werden können.

   Aus den  schweizerischen Patentschriften     Nrn.    334838 und  339213 ist ebenfalls bekannt, dass man aus  N -     Alkylnortropinen    und aus 6 -     Alkoxy-tropinen     mit     DiphenyI-diazomethan-    oder     Diphenyl-halogen-          methan-Derivaten    in     3-Stellung    des     Tropangerüstes          verätherte        Tropan-Derivate    herstellen kann.

   Die  vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von     Benzhydryläthern    der     Tropanreihe,     die sich von den erwähnten     Tropin-    und Pseudo-         tropinäthern    dadurch unterscheiden, dass die     Benz-          hydryläther-Gruppierung    über eine     Athylenbrücke    mit  dem     Stickstoffatom    des     Tropangerüstes    verknüpft ist.  



  Die Reduktion der     Carbonylgruppe    zur     Hydroxy-          gruppe    kann z. B. durch katalytische Hydrierung mit  oder ohne Druck, bei normaler oder erhöhter Tempe  ratur, mit Natrium in einem Alkohol, oder durch  Behandlung mit     Lithiumaluminiumhydrid    ausgeführt  werden. Katalytische Hydrierung führt zu     3a-Hy-          droxy-tropanen,    Reduktion mit     Natrium    und Alkohol  oder mit     Lithiumaluminiumhydrid    zu     3fl-Hydroxy-          tropanen        (Pseudotropin-Derivate).     



  Bei der katalytischen Hydrierung verfährt man  beispielsweise so, dass man die Lösung eines Hydro-           halogenids    der Formel     1I    in einem niederen     Alkanol,     z. B. Methanol, bei Raumtemperatur und Normal  druck in Gegenwart von Platinoxyd hydriert. Ver  wendet man     Raney-Nickel    als Katalysator, so wird  die Hydrierung vorzugsweise bei leicht erhöhter  Temperatur bei einem Druck von 40-50     at    ausge  führt. Das Reduktionsprodukt der Formel I wird  nach Entfernen des Katalysators aus dem Reaktions  gemisch nach bekannten Methoden isoliert und ge  reinigt.  



  Die     Reduktion    mit     Lithiumaluminiumhydrid,    wo  bei     Pseudotropin-Derivate    entstehen, erfolgt bei-         spielsweise    so, dass man die Lösung einer Verbin  dung der Formel     II    in     BenzoljAther    bei     0-5     mit     Li-          thiumaluminiumhydrid    in Äther behandelt und an  schliessend noch 1-3 Stunden bei Zimmertemperatur  rührt. Das nach bekannten Methoden isolierte       Pseudotropin-Derivat    wird vorzugsweise durch über  führung in ein geeignetes Salz gereinigt.  



  Die als Ausgangsmaterialien verwendeten     N-(2'-          Benzhydryloxy-äthyl)-nortropan-3-on-Derivate    der  Formel     II    können hergestellt     werd--n,    indem man  entweder     N-(2'-Hydroxyäthyl)-nortropan-3-on    der  Formel     III     
EMI0002.0022     
    mit einem     Diphenylmethan-Derivat    der Formel IV,  
EMI0002.0024     
    worin R die gleiche Bedeutung wie in Formel I be  sitzt, X für Wasserstoff und Y für Halogen, oder       XY    für den     Diazorest,        N2,    steht,     kondensiert,

      oder  indem man     Nortropan-3-on    mit einem     2'-Halogen-          äthyl-benzhydryläther    der Formel V,  
EMI0002.0032     
    worin R die gleiche     Bedeutung    wie in Formel I be  sitzt und     Hal    für Chlor oder Brom steht, kondensiert.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestell  ten, bisher unbekannten     Tropan    Derivate sind ba  sische Verbindungen, die     mit    anorganischen und  organischen Säuren beständige, bei Zimmertempe  ratur feste,     kristallisierte        Salze    bilden. Sie besitzen  therapeutisch     verwertbare        pharmakodynamische     Eigenschaften.

   Sie zeichnen sich bei geringer     Toxi-          zität    sowohl durch     acetylcholinhemmende    Wirkung       (atropinähnliche    Wirkung) als auch durch     eine    be  merkenswerte     histaminhemmende    Wirkung aus.  Wichtig ist dabei vor allem die lange Dauer des     Anti-          histamineffektes,    worin die neuen     Tropan-Derivate     eine grosse Anzahl der handelsüblichen     Antihistami-          nika    übertreffen.

   Die neuen Verbindungen sollen  deshalb in der     Therapie    als     Antihistaminika    Ver  wendung finden. Sie dienen aber auch als Zwischen  produkte für die Herstellung von Medikamenten.    In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden.  



  <I>Beispiel 1</I>       N-(2'-Benzhydryloxy-äthyl)-nortropin     Eine Lösung von 10,6 g     N-(2'-Benzhydryloxy-          äthyl)-nortropan-3-on-hydrobromid        [Smp.    155-156        (Zers.)    aus     Isopropanol]    in<B>100</B>     cm3    Methanol schüt  telt man bei Zimmertemperatur und Normaldruck  mit 0,5 g Platinoxyd und Wasserstoff.     :lach    Auf  nahme von 1,3     Mol    Wasserstoff wird der Katalysa  tor     abfiltriert    und die Lösung im Vakuum einge  dampft.

   Der Rückstand wird in Aceton aufgenom  men, wobei rohes     N-(2'-Benzhydryloxy-äthyl)-nor-          tropin-hydrobromid        kristallisiert.    Es schmilzt nach  dreimaligem     Umkristallisieren    aus     MethanollAceton     bei     172-173         (Zers.).     



  <I>Beispiel 2</I>       N-(2'-p-Chlor-benzhydryloxy-äthyl)-nortropin     Eine Lösung von 2,8g     N-(2'-p-Chlor-benzhydryl-          oxy-äthyl)-nortropan-3-on-hydrobromid        [Smp.156    bis  158      (Zers.)    aus     Isopropanol]    in 50 cm-' Methanol  wird bei 40  bei einem Druck von 45     at    5 Stunden  mit     Raney-Nickel    und Wasserstoff geschüttelt.

   Dann       filriert    man den Katalysator ab, dampft die Lösung  zur Trockne ein und     krisallisiert    den Rückstand aus       Isopropanol.    Nach viermaligem     Umkristallisieren     aus Äthanol schmilzt die Verbindung bei 172-174        (Zers.).     



  <I>Beispiel 3</I>       N-(2'-p-Methyl-benzhydryloxy-äthyl)-nortropin     Die Lösung von 4,0 g     N-(2'-p-Methyl-benzhydryl-          oxy-äthyl)-nortropan-3-on-hydrochlorid        [Smp.    162  bis 163      (Zers.)    aus     AcetonjÄther]    in 100     cm3    Me  thanol wird bei 40  und einem Druck von 45     at    4  Stunden mit     Raney-Nickel    und Wasserstoff geschüt  telt. Nach Beendigung der Wasserstoffaufnahme wird      vom Katalysator     abfiltriert    und die Lösung im Va  kuum eingedampft.

   Der Rückstand wird     zweimal    aus       Äthanol!Äther        kristallisiert.        N-(2'-p-Methyl-benz-          hydryloxy-äthyl)-nortropin-hydrochlörid        schmilzt    bei  168-170 .  



  <I>Beispiel 4</I>       N-(2'-p-Chlor-benzhydryloxy-äthyl)-norpseudo-          tropin     Zur Lösung von 4 g     N-(2'-p-Chlor-benzhydroxyl-          äthyl)-nortropan-3-on    in 20     cm3    Benzol und 20 cm,

    Äther lässt man unter Rühren bei 0-5  eine     Auf-          schlämmung    von 250 mg     Lithiumalurniniumhydrid     in 10     cm3    Äther     zutropfen.    Nach dreistündigem  Rühren bei Zimmertemperatur lässt man darauf lang-         sam    und unter guter Kühlung 2     cm3    gesättigte     Na-          triumsulfatlösung        zutropfen.    Der entstandene Nieder  schlag wird dann     abfilriert    und dreimal mit Benzol  ausgekocht. Die vereinigten Filtrate werden dann  eingedampft.

   Der ölige Rückstand wird in Methanol  gelöst, die Lösung mit ätherischem     Chlorwasserstoff     angesäuert und wieder eingedampft. Der Rückstand       kristallisiert    aus     Aceton;Äther.    Nach mehrmaligem       Umkristallisieren    aus Äthanol     schmilzt    das     N-(2'-p-          Chlor    -     benzhydryloxy    -     äthyl)-norpseudotropin-hydro-          chlorid    bei 190-193      (Zers.)    nach Sintern ab 186 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan- Derivaten der Formel I, EMI0003.0037 worin R ein Wasserstoffatom oder einen einwertigen Substituenten bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein N-(2'-Benzhydryloxy-äthyl)-nortropan-3-on- Derivat der Formel II, EMI0003.0043 reduziert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass R ein Chloratom bedeutet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Chlor atom in p-Stellung des Phenylrestes steht.
CH815763A 1958-11-26 1958-11-26 Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten CH372310A (de)

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