CH372312A - Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten

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CH372312A
CH372312A CH6659658A CH6659658A CH372312A CH 372312 A CH372312 A CH 372312A CH 6659658 A CH6659658 A CH 6659658A CH 6659658 A CH6659658 A CH 6659658A CH 372312 A CH372312 A CH 372312A
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CH
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benzene
nortropan
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oily
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CH6659658A
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Ernst Dr Jucker
Anton Dr Ebnoether
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Sandoz Ag
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      Verfahren        zur        Herstellung    von neuen     Tropan-Derivaten       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen     Tropan-Derivaten    der For  mel I,  
EMI0001.0006     
    worin R ein Wasserstoffatom oder einen     einwertigen          Substituenten    bedeutet, welches dadurch gekennzeich  net ist, dass man     N-(2'-Hydroxyäthyl)-nortropan-3-on     der Formel     II     
EMI0001.0011     
    mit einem     Diphenylmethan-Derivat    der Formel     III,     
EMI0001.0014     
    worin X für Wasserstoff und Y für Halogen,

   oder       XY    für den     Diazorest,        N2,    steht,     kondensiert.     



  Es war schon bekannt (U. S. P. Nr.<I>2 595</I> 405), dass  aus     Tropin    und     Pseudotropin    durch Umsetzung     mit          Diphenyldiazomethan    die entsprechenden     Benz-          hydryläther    hergestellt werden können.

   Aus den    schweizerischen Patentschriften     Nrn.334838    und  339213 ist ebenfalls bekannt, dass man aus     N-Alkyl-          nortropinen    und aus     6-Alkoxy-tropinen    mit     Diphenyl-          diazomethan-    oder     Diphenyl-halogen-methan-Deri-          vaten    in     3-Stellung    des     Tropangerüstes        verätherte          Tropan-Derivate    herstellen     kann.    Die vorliegende  Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur Herstellung von       

  Benzhydryläthern    der     Tropanreihe,    die sich von  den erwähnten     Tropin-    und     Pseudotropinäthern    da  durch unterscheiden, dass die     Benzhydryläther-Grup-          pierung    über eine     Äthylenbrücke    mit dem Stickstoff  atom des     Tropangerüstes        verknüpft    ist.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird beispiels  weise folgendermassen     ausgeführt:    Man kondensiert  während mehrerer Stunden bei erhöhter Temperatur  und in     einer    Stickstoffatmosphäre     N-(2'-Hydroxy-          äthyl)-nortropan-3-on    in Gegenwart eines     halogen-          wasserstoffbindenden    Mittels, wie z.

   B. wasserfreies       Natriumcarbonat,    mit     Diphenylbrommethan.    Aus  dem Reaktionsgemisch kann     das    Kondensationspro  dukt der Formel I nach bekannten Methoden isoliert  und gegebenenfalls durch Überführen in ein     Salz          und/oder    durch     Umkristallisieren    gereinigt werden.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestell  ten, bisher     unbekannten        Tropan-Derivate    sind basi-      sehe Verbindungen, die mit anorganischen und orga  nischen Säuren beständige, bei     Zimmertemperatur     feste,     kristallisierte        Salze    bilden. Sie besitzen thera  peutisch     verwertbare        pharmakodynamische    Eigen  schaften.

   Sie zeichnen sich bei     geringer    Toxizität so  wohl durch     acetylcholinhemmende    Wirkung     (atropin-          ähnliche    Wirkung) als auch durch eine bemerkens  werte     histaminhemmende    Wirkung aus. Wichtig ist  dabei vor allem die lange Dauer des Antihistamin  effektes, worin die neuen     Tropan-Derivate    eine grosse  Anzahl der handelsüblichen     Antihistaminika    über  treffen. Die neuen Verbindungen sollen deshalb in  der Therapie als     Antihistaminika    Verwendung finden.  Sie dienen aber auch als Zwischenprodukte für die  Herstellung von Medikamenten.  



  In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle  Temperaturangaben in Celsiusgraden.    <I>Beispiel 1</I>       N-(2'-Benzhydryloxy-äthyl)-nortropan-3-on     Man versetzt eine Mischung von 8,5 g N-(2'  Hydroxyäthyl)-nortropan-3-on und 5,5 g wasser  freiem     Natriumcarbonat    bei 60  unter Rühren trop  fenweise mit einer Lösung von 12,4 g     Diphenylbrom-          methan    in 5     cm-'    Benzol. Dann erwärmt man unter  ständigem Rühren in einer Stickstoffatmosphäre  6 Std. auf 120 , versetzt das Reaktionsgemisch nach  dem Erkalten mit 50 cm?, Benzol und     filtriert    die  ausgefallenen anorganischen     Salze    ab.

   Die Benzol  schicht wird dreimal mit je 15     cm33    2-n.     Salzsäure     durchgeschüttelt, wobei das in Wasser schwer lösliche  Hydrochlorid als Öl ausfällt. Es wird zusammen mit  der     wässrigen    Phase vom Benzol getrennt. Die     wäss-          rige    Phase wird     zusammen    mit dem öligen     Hydro-          chlorid    mit gesättigter     Kaliumcarbonatlösung    alka  lisch gemacht.

   Man nimmt die ausfallende ölige Base  in Benzol auf, trocknet die     Benzollösung    über     Magne-          siumsulfat    und dampft sie ein. Das zurückbleibende  Öl wird in 25     cm-'    Methanol gelöst und mit     wäss-          rigem    Bromwasserstoff     versetzt,    bis die Lösung ge  rade schwach kongosauer reagiert.

   Dann dampft man  zur Trockne ein und löst den schaumigen Rückstand  in     Isopropanol.    Beim Stehen kristallisiert     N-(2'-Benz-          hydryloxy-äthyl)-nortropan-3-on-hydrobromid.    Es       schmilzt    nach zweimaligem     Umkristallisieren    aus     Iso-          propanol    bei 155-156      (Zers.).       <I>Beispiel 2</I>  <I>N- (2' - p -</I>     Chlor-benzhydryloxy-äthyl)-nortropan-3-on     Man versetzt eine Mischung von 17 g     N-(2'-          Hydroxyäthyl)

  -nortropan-3-on    und 11g wasserfreiem       Natriumcarbonat    tropfenweise unter Rühren bei 60   mit einer Mischung von 24 g     4-Chlor-diphenyl-chlor-          methan    in 5     cm3    Benzol. Anschliessend wird das Re  aktionsgemisch noch 8 Std. in einer Stickstoffatmo  sphäre auf 120  erhitzt. Nach Erkalten setzt man  100     cm3    Benzol zu und filtriert die ausgefallenen  anorganischen     Salze    ab. Das Filtrat wird dreimal mit  je 20     cm-'    2-n.     Salzsäure    ausgeschüttelt. Das ölig    ausfallende Hydrochlorid wird zusammen mit der       wässrigen    Phase abgetrennt.

   Der     wässrige    Anteil wird  darauf zusammen mit dem öligen Hydrochlorid mit  gesättigter     Kaliumcarbonatlösung    alkalisch gemacht  und die ausgefallene ölige Base in Benzol aufgenom  men. Nach Trocknen über     Magnesiumsulfat    dampft  man die Lösung im Vakuum ein, löst das zurück  bleibende braune, viskose Öl in 50     cm--    Methanol,  gibt 46 cm- 2-n.     wässrigen    Bromwasserstoff zu und  dampft die Lösung im Vakuum zur Trockne ein. Der  Rückstand wird in 100     cm3        Isopropanol    gelöst.

   Beim  Anreiben kristallisiert     N-(2'-p-Chlor-benzhydryloxy-          äthyl)-nortropan-3-hydrobromid.    Es kristallisiert nach  Behandeln mit Tierkohle aus     Isopropanol    in farblosen  kleinen Kristallaggregaten vom     Smp.    156-158        (Zers.).     



  <I>Beispiel 3</I>       N-(2'-p-Methyl-benzhydryloxy-äthyl)-nortropan-3-ozz     Man versetzt die Mischung von 8,5 g     N-(2'-          Hydroxyäthyl)-nortropan-3-on    und 5,5 g wasser  freiem     Natriumcarbonat    bei 60  unter Rühren trop  fenweise mit<B>13,1</B> g     p-Methyl-diphenyl-brommethan.     Dann erwärmt man unter ständigem Rühren in einer  Stickstoffatmosphäre 1 Std. auf 90  und dann 6 Std.  auf 120 . Nach dem Erkalten versetzt man das Re  aktionsgemisch mit 50     cm3    Benzol und     filtriert    die  anorganischen Salze ab. Das Filtrat wird dreimal  mit je 10     cm33    2-n.

   Salzsäure durchgeschüttelt, wobei  das in Wasser     schwerlösliche    Hydrochlorid als Öl aus  fällt. Es wird zusammen mit der     wässrigen    Phase vom  Benzol getrennt. Die     wässrige    Phase wird zusammen  mit dem öligen Hydrochlorid mit gesättigter     Kalium-          carbonatlösung    alkalisch gemacht. Man nimmt die  ausfallende ölige Base in Benzol auf, trocknet die       Benzollösung    über     Magnesiumsulfat    und dampft sie  ein. Der ölige Rückstand wird in Aceton gelöst und  mit ätherischem Chlorwasserstoff versetzt, bis die  Lösung neutral reagiert.

   Nach Zusatz von Äther  kristallisiert das     N-(2'-p-_'Methyl-benzhydryloxy-äthyl)-          nortropan-3-on-hydrochlorid    aus. Es wird zweimal  aus     AcetonjÄther    umkristallisiert.     Smp.        l62-163           (Zers.).     



  <I>Beispiel 4</I>       N-(2'-p-        Clalor-beyzzlzyclryloxy-ätlz        yl)-rzortropan-3-oh     Man versetzt eine Mischung von 17 g     N-(2'-          Hydroxyäthyl)-nortropan-3-on    und 11g wasserfreiem       Natriumcarbonat    tropfenweise unter Rühren bei 60   mit einer Mischung von 24 g     4-Chlor-diphenyl-chlor-          methan    in 5     cm-'    Benzol. Anschliessend wird das  Reaktionsgemisch noch 8 Std. in einer Stickstoff  atmosphäre auf 120  erhitzt. Nach Erkalten setzt man  100 cm- Benzol zu und filtriert die ausgefallenen  anorganischen Salze ab.

   Das Filtrat wird dreimal mit  je 20     cm3    2-n. Salzsäure ausgeschüttelt. Das ölig aus  fallende Hydrochlorid wird zusammen mit der     wäss-          rigen    Phase abgetrennt. Der     wässrige    Anteil wird dar  auf zusammen mit dem öligen Hydrochlorid mit  gesättigter     Kaliumcarbonatlösung    alkalisch gemacht  und die ausgefallene ölige Base in Benzol aufgenom-           rnen.    Nach Trocknen über     Magnesiumsulfat    dampft  man die Lösung im Vakuum ein, löst das zurück  bleibende braune, viskose<B>öl</B> in 50     cm3    Methanol,  gibt 46 cm- 2-n.

       wässrigen    Bromwasserstoff zu und  dampft die Lösung im Vakuum zur Trockne ein. Der  Rückstand wird in 100     cm3        Isopropanol    gelöst. Beim  Anreiben kristallisiert     N-(2'-p-Chlor-benzhydryloxy-          äthyl)-nortropan-3-on-hydrobromid.    Es kristallisiert  nach Behandeln mit     Norit    aus     Isopropanol    in farblosen,  kleinen Kristallaggregaten vom     Smp.    156-158        (Zers.).     



  <I>Beispiel 5</I>       N-(2'-Benzlzydryloxy-äthyl)-nortropan-3-on     Die Lösung von 3,4 g     N-(2'-Hydroxyäthyl)-nor-          tropan-3-on    in 5     cms        abs.    Benzol wird mit     Diphenyl-          diazomethan    (hergestellt aus 7,5 g     Benzophenon-          hydrazon    und 8,5 g     Quecksilber-II-oxyd)    am Rück-         fluss    während 3 Std. auf 80-85  erwärmt.

   Nach dem  Erkalten wird das Reaktionsgemisch     mit    50     cm3    Ben  zol und     mit    600     cm3        0,5proz.    wässriger eisgekühlter       Salzsäure    versetzt, wobei das in Wasser schwer lös  liche Hydrochlorid als Öl ausfällt. Nach dem Ab  trennen der     Benzolschicht    wird der     wässrige    Anteil  zusammen mit dem öligen Hydrochlorid mit gesät  tigter     Kaliumcarbonatlösung    alkalisch gemacht.

   Man       nimmt    die ausgefallene ölige Base anschliessend in  Benzol auf, trocknet die     Benzollösung    über     Magne-          siumsulfat    und dampft ein. Der ölige Rückstand wird  in Methanol gelöst und die Lösung mit     wässrigem     Bromwasserstoff auf     pH    5 gestellt. Man dampft zur  Trockne ein und kristallisiert den Rückstand aus       Isopropanol    um.

   Nach mehrmaligem     Umkristallisieren     aus     Isopropanol        schmilzt    das     N-(2'-Benzhydryloxy-          äthyl)-nortropan-3-on-hydrobromid    bei 155-156        (Zers.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten der Formel I, EMI0003.0047 worin R ein Wasserstoffatom oder einen einwertigen Substituenten bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man N-(2'-Hydroxyäthyl)-nortropan-3-on der For mel 1I EMI0003.0051 mit einem Diphenylmethan-Derivat der Formel III, EMI0003.0054 worin X für Wasserstoff und Y für Halogen, oder XY für den Diazorest, N2, steht, kondensiert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass R ein Chloratom bedeutet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Chlor atom in p-Stellung des Phenylrestes steht.
CH6659658A 1958-11-26 1958-11-26 Verfahren zur Herstellung von neuen Tropan-Derivaten CH372312A (de)

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