CH372614A - Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Schaumbildung in Kläranlagen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Schaumbildung in Kläranlagen

Info

Publication number
CH372614A
CH372614A CH6328658A CH6328658A CH372614A CH 372614 A CH372614 A CH 372614A CH 6328658 A CH6328658 A CH 6328658A CH 6328658 A CH6328658 A CH 6328658A CH 372614 A CH372614 A CH 372614A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
foam
wastewater
sewage treatment
foam formation
treatment plants
Prior art date
Application number
CH6328658A
Other languages
English (en)
Inventor
Joachim Dipl Ing Schneider
Heinrich Dr Luessem
Original Assignee
Passavant Werke
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Passavant Werke filed Critical Passavant Werke
Publication of CH372614A publication Critical patent/CH372614A/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/24—Treatment of water, waste water, or sewage by flotation

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description


  Verfahren und     Einrichtung        zur        Vermeidung    der     Schaumbildung    in     Kläranlagen       Der Umfang des Gebrauches künstlicher Wasch  mittel, die     Detergenzien    enthalten, in Haushaltungen,  Wäschereien usw. nimmt ständig zu, damit aber auch  der Umfang der Schwierigkeiten, die diese im Ab  wasser mitgeführten     Waschmittel    in Kläranlagen,  z. B. Belüftungsbecken,     Belebtschlammanlagen    usw.,  bei einer Wasserbewegung und Belüftung, beim Was  serabsturz in die Becken und dergleichen, durch ihre  Schaumbildung, die mehrere Meter hoch werden  kann, verursachen.

   Man ergreift deshalb     Massnah-          men,    die die Schaumbildung unterdrücken und sorgt  dafür, dass die mit Waschmitteln versetzten Abwäs  ser die Kläranlage durchlaufen, um gemeinsam mit  dem übrigen Abwasser gereinigt zu werden. Be  kannte Mittel zur Unterdrückung der Schaumbildung  sind das Berieseln des entstehenden Schlammes mit  Leitungswasser oder Abwasser und die Zugabe von       Entschäumungsmitteln.    Das Wasser muss man so in  einzelne Strahlen     verteilen    und auf den Schaum fal  lenlassen, dass einerseits die Energie ausreicht, ge  bildeten Schaum zu zerstören, andererseits aber keine  neue zusätzliche Schaumbildung auftritt.

   Der Schaum  fällt bei richtiger Handhabung zusammen, und die  Schaumstoffe bleiben, wie beabsichtigt, im Abwasser.  



  Die vorliegende Erfindung wählt zur Beseitigung  der     Störungen    durch Schaumbildung     grundsätzlich     einen dem bekannten gegenüber umgekehrten Weg;       hiernach    wird die Schaumbildung nicht     bekämpft,          sondern        gefördert.    Das     erfindungsgemässe    Verfahren  ist dadurch gekennzeichnet, dass das Abwasser vor  Einleitung in die Kläranlage von den Schaumbildnern  dadurch befreit wird, dass ihm Stoffe mit den  Waschmitteln entgegengesetzten elektrischen Ladun  gen, z.

   B.     Eisenhydroxyd    für     anionaktive,    schaum  bildende Waschmittel enthaltende Abwässer, beige  geben werden, worauf das Abwasser     kräftig    belüftet    und der entstehende Schaum von der Oberfläche ab  geführt wird. Das Abwasser wird also vor der eigent  lichen Kläranlage von den Schaumbildnern befreit, so  dass hernach in der Kläranlage     nicht        immer    wieder  dort, wo das Abwasser belüftet und bewegt wird,  störende Schaumbildungen auftreten.  



  Das     Verfahren    nach der     Erfindung    ist am ein  fachsten in einem     Eisenungs-    und Belüftungsgerät,  dessen wesentlichsten Bestandteile in einem Behälter  eingehängte Tauchpumpe mit Ansaugmöglichkeiten  für Luft und ein Rührorgan sind, durchzuführen. Ein  Gerät dieser Art ist z. B. der von der     Anmelderin     hergestellte und vertriebene     Pista-Eisenungsapparat.     Der Behälter dieses Gerätes wird     vollkommen    abge  deckt und erhält ausser dem Zulauf für das Abwas  ser und dem Ablauf für das behandelte Wasser einen  weiteren Abzugskanal für den sich     bildenden     Schaum.  



  In dem     Eisenungs-    und     Belüftungsgerät        bilden     sich     bekanntlich        Eisenhydroxyde,    die in statu     nas-          cendi    auf die künstlichen Waschmittel bzw.

       Deter-          genzien        einwirken.    Es entsteht ein     schmutzigweisser     und ziemlich fester, mit Schmutzstoffen beladener  Schaum, der gletscherartig durch den     Schaumablass-          kanal        abfliesst.    Er wird zweckmässig in einen  Schlammsumpf geleitet, wo er     zusammenfällt    und  das Restwasser versickert.  



  Mit dem     vorbeschriebenen    Verfahren     gelingt    es,       sämtliche        Detergenzien    bzw. künstlichen Waschmit  tel aus dem Wasser zu treiben, gleichzeitig aber auch  noch eine     Flockulation    der im Abwasser sonst noch  enthaltenen Schmutzstoffe einzuleiten. Die Kosten  sind nicht     wesentlich,    da es sich nur um ganz kleine  Mengen     Gusseisenspäne    handelt. Die Wirkung des Ver  fahrens und seine Auswirkungen sind überraschend,  und seine     Durchführung    ist     offensichtlich    sehr ein-      fach.

   Das Verfahren beruht auf der bisher nicht vor  handenen Erkenntnis der zur Schaumbildung füh  renden Zusammenhänge.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    der     erfindungsgemässen     Einrichtung     zur        Durchführung    des Verfahrens nach  der Erfindung zeigt die Zeichnung in zwei Abbildun  gen. Es zeigen       Fig.    1 einen Vertikalschnitt und       Fig.    2 eine Draufsicht auf die Einrichtung.  



  Der Behälter, z. B. eine Blechkonstruktion, in  den das Abwasser durch den Zulauf 1 eingeleitet  wird, ist mit 2 bezeichnet; er ist mit einem Deckel 3  vollkommen abgedeckt. In den     Behälter    2, in den       Gusseisenspäne    4 eingebracht sind,     taucht    das pum  penartige     Belüftungs-    und     Eisenungsgerät    5.

   Die  Luft wird durch die Ansaugöffnungen 6 am oberen  Ende des Ansaugrohres des Gerätes 5 vom Kreisel  körper 7     eingesaugt    und von diesem radial     ausgestos-          sen.    Das Wasser und die     Gusseisenspäne    werden  durch das Propellerrad 8 in die aus dem Kreiselkör  per 7 ausgestossene Luft     hineingeschleudert    ; Wasser,       Gusseisenspäne    und Luft werden auf diese Weise       gründlich    miteinander durchmischt. Der hierbei ent  stehende Schaum gelangt durch die obere Öffnung 9  des Behälters 2 in einen Schlammsumpf. Das be  handelte Abwasser läuft durch den Abzug 10 zur       Kläranlage.     



  Es sei bemerkt, dass das Verfahren nicht an  eine pumpenartige     Eisenungs-    und Belüftungseinrich-         tung    gebunden ist. Man kann auch einen entspre  chenden Behälter mit rotierenden     Belüftungsbürsten     ausstatten, wenn man in anderer Weise dafür sorgt,  dass dem Behälterinneren Luft zugeführt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Vermeidung der Schaumbildung in Kläranlagen durch künstliche, schaumbildende Waschmittel im Abwasser, dadurch gekennzeichnet, dass das Abwasser vor Einleitung in die Kläranlage von den Schaumbildnern dadurch befreit wird, dass ihm Stoffe mit den Waschmitteln entgegengesetzten elektrischen Ladungen beigegeben werden, worauf das Abwasser kräftig belüftet und der entstehende Schaum von der Oberfläche abgeführt wird. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass anionaktive, schaumbildende Waschmittel enthaltendem Abwasser Eisenhydroxyd beigegeben wird.
    PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen geschlossenen Behälter mit Zuleitungen und Ablei tungen für das Abwasser, einen Abzugskanal für den Schaum und ein pumpenartiges Eisenungs- und Belüftungsgerät.
CH6328658A 1957-09-27 1958-08-23 Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Schaumbildung in Kläranlagen CH372614A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP0019388 1957-09-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH372614A true CH372614A (de) 1963-10-15

Family

ID=7367425

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6328658A CH372614A (de) 1957-09-27 1958-08-23 Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Schaumbildung in Kläranlagen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH372614A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1459449A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur vollbiologischen Reinigung von Abwaessern
WO1985004306A1 (fr) Dispositif de filtration pour aquarium
DE1517413A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Fluessigkeiten insbesondere zum Sanieren von Abwaessern
AT208308B (de) Verfahren zur Beseitigung der störenden Schaumbildung von mit künstlichen Waschmitteln belandenem Abwasser
DE4112377C2 (de) Kompaktreaktor für die aerobe biologische Abwasserreinigung
DE3210516A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufbereiten von raumluft mittels ozon
EP0952113B1 (de) Waschwasser-Aufbereitungsanlage
DE2413894A1 (de) Vorrichtung zur enteisenung und reinigung von brauchwasser
DE69028016T2 (de) Rieselfiltervorrichtung
Lohmeyer Trickling filters and operation tips
DE475739C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Waesche, Geschirr, Gemuese o. dgl.
DE334974C (de) Rotierender Gaswascher mit konischer Trommel
CH521293A (de) Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Detergentien enthaltendem Abwasser mittels Ozon
DE4116919A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur vorklaerung von schmutzwasser
DE1517661A1 (de) Vorrichtung zur Entfernung von synthetischen Reinigungsmitteln und anderen Stoffen aus waessrigen Loesungen
CH656073A5 (en) Process for filtering waste water containing activated sludge, device for carrying out the process and use of the process
AT70099B (de) Vorrichtung zum Klären der Abwässer von Papier-, Zellulose- und ähnlichen Fabriken.
DE612604C (de) Ortsbewegliche Vorrichtung zur Reinigung der Luft von Staub, Rauch und Keimen
DE2843950A1 (de) Verfahren zur behandlung von oel- und/oder fetthaltigem alkalischem abwasser
DE2230370C2 (de) Gerät zum Reinigen von Maschinenteilen oder Werkzeugen
DE1137997B (de) Verfahren zum Reinigen von durch Schwebstoffe verunreinigtem Abwasser durch Auftrieb
DE43251C (de) Apparat zum Geruchlosmachen des Inhalts von Abzugskanälen oder Cloaken u. s. w
JPS5547187A (en) Waste water treatment equipment
DE4445147A1 (de) Gerät zum Abscheiden von Öl aus verunreinigtem Wasser
Amsbary et al. IRON REMOVAL PLANT AT CHAMPAIGN, ILLINOIS [with DISCUSSION]