CH372679A - Verfahren zur Herstellung von 2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin

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CH372679A
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methyluracil
methylpyrimidine
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CH7485359A
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Wolfgang Dr Schoenauer
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/30Halogen atoms or nitro radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von   2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin       2,5,6- Trichlor - 4- methylpyrimidin wurde von    Behrend (Annalen 229, 25) auf folgende Weise dargestellt: 5 g Methyluracil, 20 g PCl5 und 40 g   POCl3    werden in einer Bombenröhre 10 Stunden auf 120 bis   130"C    erwärmt. Der Röhreninhalt wird durch Abdestillieren vom überschüssigen   POS13    befreit und das zurückbleibende Öl mit Wasserdampf destilliert.



  Das übergehende Ö1 wird mit Äther ausgeschüttelt, getrocknet und nach Abdestillieren des   Athers    destilliert: Kp.   245-2470    C. Die Ausbeute beträgt 3 g = 38    /o    der Theorie. Das Öl bleibt auch in einer Kältemischung flüssig.



   Diese Methode gestattet apparativ die Herstellung grösserer Mengen nicht. Sie wurde deshalb insofern abgeändert, als nicht unter Druck, sondern im Kolben bei gewöhnlicher Siedetemperatur des Gemisches gearbeitet wurde, wobei dafür zur Beendigung der Umsetzung etwas länger erhitzt wurde. Bei der Destillation des erhaltenen Öls erhielt man nie einen konstanten Siedepunkt. Dieser stieg von 108 bis   145     11 mm. Bei fraktionierter Destillation zeigten die einzelnen Fraktionen steigenden Chlorgehalt, so dass es sich bei dem erhaltenen Produkt vermutlich um ein Gemisch von Di-, Tri-, Tetra- und Pentachlormethylpyrimidin handelte.

   Dies geht auch daraus hervor, dass bei der letzten Fraktion ein Teil der Substanz auszukristallisieren begann: F. über 700 C (F. des Pentachlorderivates   82-830 C).    Wie sich später zeigte, wird das reine 2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin bei   20,50    C fest. Das Produkt von Behrend muss daher ein Gemisch gewesen sein, obwohl die Chlorbestimmung zufällig stimmte.



   Es wurde nun gefunden, dass man   2,5,6-Trichlor-    4-methylpyrimidin grosstechnisch mit bedeutend besserer Ausbeute und in reiner Form herstellen kann, wenn man 4-Methyluracil in organischem Reaktionsmedium vorerst monochloriert und das erhaltene 5-Chlor-4-methyluracil durch Behandeln mit Phosphoroxychlorid in das   2,5,6-Trichlor-4-    methylpyrimidin überführt
Die Chlorierung des 4-Methyluracils erfolgt vorteilhaft mit Chlor oder Sulfurylchlorid in z. B. Eisessig, Tetrachlorkohlenstoff oder Chlorbenzol, wobei direkt   5-Chlor-4-methyluracil    erhalten wird. Dieses Verfahren ist einfacher als die von Behrend in Annalen 236, 61, beschriebene Methode. Behrend stellte 5-Chlor-4-methyluracil über Dichloroxymethyluracil her. Dieses reduzierte er mit Zinn und Salzsäure.



   Zur Überführung des 5-Chlor-4-methyluracils in   2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin    setzt man mit Vorteil einen Halogenüberträger, z. B. Diäthylaminobenzol, ein.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
101 Teile 4-Methyluracil werden in 310 Teilen Eisessig verrührt. Zu dieser Suspension lässt man bei   15-20     langsam innerhalb von 2-3 Stunden 110 Teile Sulfurylchlorid zutropfen und rührt über Nacht bei Zimmertemperatur. Dann erwärmt man langsam auf   40 ,    rührt die Masse 2 Stunden bei   40     und erwärmt dann noch so lange auf   95-100 ,    bis die Gasentwicklung beendet ist. Dies ist nach ungefähr 2 Stunden der Fall. Man lässt nun auf   10-15     abkühlen, saugt den Kristallbrei auf einer Nutsche ab, wäscht ihn erst mit wenig Eisessig, dann mit Eiswasser, bis das Filtrat neutral ist. Der Filterkuchen wird im Vakuum bei   50     getrocknet. Auf diese Weise erhält man in guter Ausbeute das 5-Chlor-4-methyluracil.



   100 Teile 5-Chlor-4-methyluracil, 5 Teile Di äthylaminobenzol und 320 Teile Phosphoroxychlorid  werden unter Rühren so lange zum Sieden erhitzt, bis sich alles gelöst hat. Dabei steigt die Temperatur von 105 auf   125".    Man kühlt auf Raumtemperatur ab und giesst die Lösung in feinem Strahl auf Eis, wobei gut gerührt werden muss, saugt den Kristallbrei bei   0"    ab und wäscht ihn mit Eiswasser. Zur Entfernung der anhaftenden Phosphorsäure wird der Nutschkuchen mit ungefähr 100 Teilen Wasser von 500 zum Schmelzen gebracht, in einem Scheidetrichter ausgeschüttelt, mit Wasser gewaschen, bis die wässrige Schicht nur noch ganz schwach sauer reagiert, abgetrennt und im Vakuum destilliert. Fast die ganze Menge des Chlorierungsproduktes geht bei 109 bis   1100111    mm über.

   Man erhält auf diese Weise in guter Ausbeute reines   2,5, 6-Trichlor-4-methyl-    pyrimidin vom Kp.   109 l11,    F. 20,50. Der Chlorgehalt beträgt   53,40/o      (ber.      53,90/o).   



   Beispiel 2
25,2 Teile 4-Methyluracil werden in 105 Teilen Eisessig verrührt. Nun leitet man bei ungefähr 200 so lange einen langsamen Chlorstrom durch die Masse, bis die Gewichtszunahme 16 Teile beträgt.



  Zur Beendigung der Reaktion erwärmt man noch während 2 Stunden auf   95-100     und kühlt dann auf Zimmertemperatur ab. Die Aufarbeitung des erhaltenen 5-Chlor-4-methyluracils und dessen Uberführung in das   2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin    erfolgt in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise.



   Beispiel 3
101 Teile 4-Methyluracil werden in 330 Teilen Chlorbenzol verrührt. Zu dieser Suspension lässt man innerhalb von 3   -4    Stunden bei   35-400    110 Teile Sulfurylchlorid gleichmässig zutropfen, lässt über Nacht bei   45-500    rühren und treibt dann das Chlorbenzol mit Wasserdampf ab. Der Rückstand wird kalt gerührt, abfiltriert und mit Wasser neutral gewaschen. Das 5-Chlor-4-methyluracil wird im Vakuum getrocknet und nach Beispiel 1 in das Trichlormethylpyrimidin übergeführt.



   Anstelle von Chlorbenzol kann als Reaktionsmedium auch Tetrachlorkohlenstoff verwendet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2,5,6-Trichlor-4- methylpyrimidin, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Methyluracil in organischem Reaktionsmedium monochloriert und das erhaltene 5-Chlor-4-methyluracil durch Behandeln mit Phosphoroxychlorid in das 2,5,6-Trichlor-4-methylpyrimidin überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Chlorierung des 4-Methyluracils als organisches Reaktionsmedium Eisessig verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Chlorierung des 4-Methyluracils als organisches Reaktionsmedium Chlorbenzol verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Chlorierung des 4-Methyluracils als organisches Reaktionsmedium Tetrachlorkohlenstoff verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Chlorierung des 4-Methyluracils Chlor verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Chlorierung des 4-Methyluracils Sulfurylchlorid verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Überführung des 5-Chlor 4-methyluracils in das 2,5 6-Trichlor-4-methylpyri- midin einen Halogenüberträger einsetzt.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogenüberträger Di äthylaminobenzol einsetzt.
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