Aus Gleichlauf-, Leit- und Folgegerät bestehende Einrichtung mit einem zwei Unterbrecher enthaltenden Regelkreis Die vorliegende Erfindung betrifft eine aus Gleichlauf-, Leit- und Folgegerät bestehende Ein richtung mit einem zwei Unterbrecher enthaltenden Regelkreis, dessen Stromstärke die Geschwindig keit eines Folgegerätmotors, insbesondere eines Ka meramotors, entsprechend der Geschwindigkeit eines Leitgerätmotors, insbesondere eines Tongerätmotors, beeinflusst.
Wenn durch eine solche Einrichtung zwei ver schiedene Geräte verbunden werden, die nicht weit voneinander entfernt sind, so dass sie gemeinsam beobachtet werden können, kann man häufig nach dem Augenschein und dem Gehör feststellen, ob die Gleichlaufeinrichtung wirksam ist oder nicht. Wenn die Motoren ähnliche Charakteristik haben, stellt sich gewöhnlich von selbst eine ähnliche Dreh zahl der beiden Geräte ein, und die Gleichlaufein- richtung arbeitet wie vorgesehen. Wenn die Geräte aber ganz verschieden aufgebaut sind und z.
B. eines von einem Elektromotor, das andere von einem Federmotor angetrieben ist, so können stärkere Unterschiede in der Drehzahl der Geräte auftreten, die das Einwirken der Gleichlaufeinrichtung un möglich machen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Geschwindigkeit des Folgegerätes nur mittel bar beeinflusst wird, das heisst nicht unmittelbar durch Regelung der seinem Motor zugeführten Energie, und wenn die Einrichtung mit verschiedenen Folge geräten zusammenarbeiten soll, die eine verschieden starke Einwirkung der Gleichlaufeinrichtung ver langen.
Wenn nun noch die Geräte weiter vonein ander entfernt benützt werden und ihre bewegten Teile ganz oder teilweise verdeckt sind, so kann es der Aufmerksamkeit des Bedienenden entgegen, dass die Gleichlaufeinrichtung gar nicht wirksam ist, auch wenn beide Geräte in Gang sind. Auf diese Weise können Fehler oder Schäden hervorgerufen werden; beispielsweise können einmalige Bild- und Tonauf nahmen verlorengehen.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung da durch beseitigt, dass in den Regelkreis ein willkür lich einstellbarer Widerstand und ein die Strom stärke des Kreises anzeigendes Mittel eingeschaltet sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Sie zeigt in Fig. 1 das Schaltbild, in Fig. 2 eine Ansicht der miteinander verbundenen Geräte.
Mit einem Magnettongerät 1 (Fig. 2) ist ein Gleichlaufzusatz 2 verbunden. Das Tonband 3 des Magnettongerätes ist über eine Rolle 4 des Zusatzes geführt und treibt diese entsprechend der Geschwin digkeit des Magnettongerätes schlupffrei an. Auf derselben Achse 5 wie die Rolle 4 sitzt der Läufer 6 eines Unterbrechers 7 (Fig. 1), auf dessen Umfang eine Anzahl von Kontaktflächen 8, getrennt durch nichtleitende Zwischenräume, angebracht sind. Der Zusatz 2 ist durch einen Anschluss 9 mit dem Strom netz verbunden.
Die Netzspannung ist über einen Übertrager 10 an die Eckpunkte eines Zweiweg-Gleichrichters 11 gelegt. An dessen positiven Pol ist ein willkürlich einstellbarer Widerstand 12 angeschlossen, dessen wirksame Grösse mit Hilfe eines Handgriffes 13 ver ändert werden kann.
Von diesem Widerstand führt eine Leitung 14 zu einem Schleifring 15 des Läufers 6, der mit den Kontaktflächen 8 verbunden ist. Auf dem Umfang des Läufers 6 schleifen zwei Kontakte 16 und 17. Diese sind über Steckverbindungen 18 mit Hilfe eines Kabels 19 mit zwei Kontakten 20, 21 verbunden, die sich in einer Kamera 22 befinden.
Diese Kamera ist von einem Federmotor 23 an getrieben. Auf einer mit dem Laufwerk der Kamera verbundenen Welle 24 ist eine Nockenscheibe 25 untergebracht, die einen hin und her gehenden Kon takt 26 bewegt. Dieser berührt je nach der Stellung der Nockenscheibe 25 im Wechsel einen der Kon takte 20, 21, bildet also zusammen mit diesen einen Unterbrecher 27.
Der Kontakt 26 ist mit einem Startkontakt 28 verbunden, der mit dem Auslöser 29 der Kamera 22 zusammenwirkt. Von diesem Startkontakt führt eine Leitung 30 zu einem Bremsmagneten 31, der einer Scheibe 32 zugeordnet ist, die sich auf einer eben falls mit dem Laufwerk der Kamera verbundenen Welle 33 befindet. Der Bremsmagnet 31 ist über das Kabel 19 und eine der Steckverbindungen 18 durch eine Leitung 34 mit dem negativen Pol des Zweiwegegleichrichters <B>11</B> verbunden. Eine Abzwei gung 35 führt von dem Startkontakt 28 durch eine der Steckverbindungen 18 zu einer Leitung 36, die über eine Signallampe 37 an die Leitung 34 ange schlossen ist.
Parallel zu dieser Signallampe ist ein Kondensator 38 zwischen die Leitungen 36 und 34 geschaltet.
Wenn mit der dargestellten Einrichtung synchron Bild und Ton für einen Film aufgenommen werden sollen, so setzt man zunächst das Tongerät 1 in Gang. Betätigt man den Auslöser 29, so beginnt die Kamera 22, angetrieben von dem Federmotor 23, zu laufen und nimmt die gewünschte Szene auf. Gleich zeitig mit dem Drücken des Auslösers werden der Startkontakt 28 und damit der Regelkreis über den Gleichrichter 11, die Unterbrecher 7 und 27 und den Bremsmagneten 31 geschlossen.
Je nach der Drehzahl des Unterbrechers 7 erhält im Wechsel einer der Kontakte 16 oder 17 und damit einer der Kontakte 20 und 21 Spannung. Liegt die Drehzahl der Nockenscheibe 25 in einem der Dreh zahl des Unterbrechers 7 entsprechenden Bereich das heisst, dass sie mit Rücksicht auf das Verhältnis der Zahl der in den Unterbrechern bewegten Kon takte sechsmal so gross als diese ist - so wird je nach dem Phasenunterschied in der Kontaktgabe bei der Unterbrecher im Regelkreis ein Strom von grö sserer oder kleinerer mittlerer Stärke fliessen, der sich aus einzelnen,
verhältnismässig kurzen Impulsen zusammensetzt. Dieser Strom bremst mit Hilfe des Bremsmagneten 31 die Scheibe 32 mehr oderweniger kräftig. Die Impulse werden dabei mit Hilfe des Kon- densators 38 so weit gedämpft, dass in dem Brems magnet ein gleichmässiger Strom fliesst, dessen Stärke etwa dem Mittelwert der zugeleiteten Impulse ent spricht.
Der Federmotor 23 der Kamera 22 ist so bemes sen, dass er die Kamera etwas schneller anzutreiben sucht, als es der Gleichlaufdrehzahl entspricht. Dadurch wird die Überdeckung der Kontaktzeiten der Unterbrecher 7 und 27 vermehrt und die Scheibe 32 stärker abgebremst. Das Laufwerk der Kamera stellt sich daher auf einen stabilen Betriebszustand ein, bei dem eine bestimmte Überdeckung der ge nannten Kontakte und damit der Gleichlauf der Ge räte aufrechterhalten werden.
Die Wirksamkeit dieser Einrichtung lässt sich daran erkennen, dass die Signallampe 37 gleichmässig entsprechend dem durch den Bremsmagnet 31 flie ssenden Strom aufleuchtet.
Da an den Gleichlaufzusatz 2 verschiedenartige oder mit verschieden starken Motoren ausgerüstete Kameras angeschlossen werden können, ist es mög lich, dass die Stärke der Bremsung nicht ausreicht, um die Kamera im Gleichlauf zu halten. Bremst der Magnet 31 zu stark, so kann die Kamera ebenfalls ausser Tritt fallen. Ebenso geht der Gleichlauf ver loren, wenn der Energievorrat des Federmotors erschöpft ist und die Geschwindigkeit der Kamera unter den gewünschten Wert sinkt. Der mittlere Strom im Regelkreis ist in diesen Fällen nicht mehr gleich, sondern schwankt in kürzeren oder längeren Zeit abständen zwischen 0 und einem Höchstwert.
Diese Schwankungen lassen die Signallampe 37 im gleichen Rhythmus aufleuchten. Der Bedienende erkennt daran sofort, dass der Gleichlauf gestört ist und kann Ab hilfe schaffen.
Wenn die Kamera nahezu abgelaufen ist - was sich aus der zurückliegenden Aufnahmedauer und auch dem Geräusch erkennen lässt - braucht sie nur frisch aufgezogen werden, und die Gleichlaufeinrich- tung arbeitet wieder.
Ist die Bremsung zu schwach oder zu stark, so hat der Aufnehmende die Möglichkeit, mit Hilfe des Handgriffes 13 den Widerstand 12 so lange zu ver ändern, bis die Lampe 37 wieder gleichmässig brennt, also die Bremswirkung die richtige Grösse hat und der Gleichlauf zwischen den Geräten wieder her gestellt ist. Dieser Widerstand muss insbesondere ein gestellt werden, wenn eine Kamera erstmalig mit dem Gleichlaufzusatz zusammenarbeiten soll.
Es ist auch möglich, statt der Signallampe 37 eine Signallampe 39 unmittelbar in der Leitung 34 anzu bringen, insbesondere, wenn die Lampe selbst mit einer gewissen Trägheit arbeitet. Statt der Lampen können auch die Stromstärke anzeigende Messgeräte verwendet werden, die insbesondere mit Dämpfungs- mitteln versehen sind, welche aus den verhältnismässig kurzen Impulsen des im Regelkreis fliessenden Stro mes eine mittlere Stromstärke abzuleiten und anzu zeigen erlauben.
Die beschriebene Einrichtung kann auch so aus gestaltet werden, dass erst bei Betätigung des Start kontaktes 28 das Tongerät 1 mit Hilfe einer an sich bekannten Fernbedienungseinrichtung in Gang ge setzt wird.