CH373416A - Vorrichtung an Triebfahrzeugen zur Verminderung der durch die Zugkräfte hervorgerufenen Achsentlastungen - Google Patents
Vorrichtung an Triebfahrzeugen zur Verminderung der durch die Zugkräfte hervorgerufenen AchsentlastungenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C15/00—Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
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Description
Vorrichtung an Triebfahrzeugen zur Verminderung der durch die Zugkräfte hervorgerufenen Achsentlastungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung an Triebfahrzeugen mit Drehgestellen und Einzel achsantrieb zur Verminderung der durch die Zug kräfte hervorgerufenen Achsentlastungen, bei welcher durch im Fahrzeugkasten angeordnete Druckzylinder auf das vordere Ende wenigstens eines der Dreh gestelle eine abwärtsgerichtete Kraft ausgeübt werden kann. Bei dieser Art von Vorrichtungen zur Verminde rung von Achsentlastungen beim Anfahren des Fahr zeuges ist es bekannt, mit Druckluft beaufschlagte Zylinder im Fahrzeugkasten in vertikaler Anordnung unmittelbar über den zu belastenden Stellen der Drehgestellrahmen anzuordnen. Dabei wird der vom Kolben ausgeübte Druck über eine Gleitplatte oder eine Rolle auf den Drehgestellrahmen übertragen. Der Druckkolben kann so dem Federspiel der Dreh gestellfederung ohne weiteres folgen und die aus geübte Zusatzkraft bleibt mehr oder weniger kon stant. Im Fahrbetrieb haben sich funktionelle Anstände mit solchen Anordnungen gezeigt, die vermutlich mit dem Phänomen der beim Schleudern auftretenden Schwingungen des Drehgestellrahmens zusammen hängen. Die Erfindung beruht deshalb auf dem Ge danken, Schwingungen zwischen Kasten und Dreh gestell zu verhindern. Erfindungsgemäss soll dies da durch erreicht sein, dass ein dämpfendes Glied im tlbertragungsgestänge zwischen Druckzylinder und Drehgestellrahmen vorhanden ist. Durch das dämp fende Glied werden dann eventuell auftretende Schwingungen des Drehgestellrahmens schon im Ent stehungszustand gedämpft. Eine zweckmässige weitere Ausgestaltung der Vorrichtung besteht darin, dass am Fahrzeugkasten ein Anschlag angeordnet ist, durch welchen der Kolben- hub des betreffenden Druckzylinders auf eine be stimmte Grösse begrenzt wird. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 die Vorrichtung an einem Triebfahrzeug und Fig. 2 den einen der Druckzylinder mit übertra- gungsgestänge in grösserem Massstab. Das Triebfahrzeug besitzt zwei zweiachsige Dreh gestelle mit den Achsen 1 und den Drehgestellrah- men 2. Die letzteren sind in üblicher Weise federnd auf den Achsen abgestützt, wobei die Achsbüchsen und die Achsbüchsfedern in der Zeichnung nicht dargestellt sind. Der Fahrzeugkasten 3 ruht mittels ebenfalls nicht gezeichneter Wiegenfedern auf den Drehgestellen und ist mit diesen durch die Dreh zapfen 4 verbunden. An den beiden Enden des Fahrzeugkastens 3 ist ein Druckzylinder 6 befestigt, der aus der Leitung 7 mit Druckluft beaufschlagt werden kann. Die Kolben stange 8 des Druckkolbens ist an den Kniehebel 9 angelenkt, der seinerseits am Träger 10 des Fahr zeugkastens 3 gelagert ist. Der horizontale Arm des Kniehebels 9 ist mit einem einknickbaren Zugorgan, nämlich dem Drahtseil 11, verbunden, das mit seinem oberen Ende am äusseren Ende des Drehgestellrah- mens 2 angreift. Dieselben Teile sind an beiden Enden des Triebfahrzeuges vorgesehen. Beim Anfahren mit dem Triebfahrzeug in Fahrt richtung 12 wird vom Fahrzeugführer das Relais 13a unter Strom gesetzt. Dieses dreht den Dreiweghahn 14a in die gezeichnete Stellung, in welcher die Druck luftleitung 15 mit der Leitung 7 verbunden ist. Damit wird der Druckzylinder 6 unter Druck gesetzt und die Kolbenstange 8 herausgedrückt, bis sie an dem am Kasten 3 befestigten, einstellbaren Anschlag 16 anstösst und dabei über den Kniehebel 9 das Draht seil 11 und das äussere Ende des rechtsseitigen Dreh gestellrahmens 2 um einen entsprechenden Betrag nach unten zieht. Durch diesen Vorgang werden die Achsbüchsfedern des vorderen Radsatzes I etwas stärker zusammengedrückt und diejenigen des hin teren Radsatzes 1I entsprechend gelöst. In diesem wenig nach rechts geneigten Zustand des Drehgestell rahmens hat die vordere Achse eine zusätzliche Belastung und die hintere Achse eine entsprechende Entlastung erfahren. Das am linken Ende des Fahrzeuges angebrachte Relais 13b wird beim Fahren in Pfeilrichtung nicht in Funktion gesetzt, und das Dreiwegventil 14b ver bleibt in der Sperrstellung. Durch das als dämpfendes Glied wirkende Draht seil 11 werden eventuell auftretende Schwingungen des Drehgestellrahmens 2 schon im Entstehungs zustand gedämpft. Ferner wird der Drehgestellrahmen 2 durch den Anschlag 16 an der Ausführung von extremalen Schwingungsausschlägen gehindert. Die Vorrichtung könnte auch so ausgebildet sein, dass die Übertragung der Zusatzkraft über Druck organe erfolgt. In diesem Fall würde eines dieser Druckorgane als dämpfendes Glied ausgebildet sein. Die Achsdrücke verändern sich damit beim Anfahren des Fahrzeuges folgendermassen: Durch die Kippmomente, welche durch die an den Aufstandspunkten der Räder wirkenden Zug kräfte und die an den Drehzapfen und den Zughaken wirkenden gleich grossen Gegenkräfte zufolge ihrer ungleichen Höhenlagen entstehen, treten an den beiden vorlaufenden Achsen I und III Entlastungstendenzen auf, während für die beiden nachlaufenden Achsen 1I und IV die Tendenz für entsprechend zusätzliche Achsdrücke besteht. Bekanntlich fallen nun die Achs entlastungen am kleinsten aus, wenn die Verhältnisse so ausgelegt sind, dass die Achsen 1, 1I und III etwa gleich stark entlastet werden und nur die Achse IV zusätzlich belastet wird (siehe Elektrische Bah- neu , Oktober<B>1930,</B> S. 297). Legt man diese Dis position dem vorliegenden Ausführungsbeispiel zu grunde, bei dem der ruhende Achsdruck 20 t be trage, so ergeben sich als resultierende Achsdrücke beim Anfahren und bei eingeschalteter vorderer Ent lastungsvorrichtung die in der Zeichnung eingetra genen Achsdrücke. Es resultiert somit für die Ach sen I, 1I und III eine Entlastung von je 1 t. Dem gegenüber würde bei vollständigem Ausbleiben jeg licher Entlastungseinrichtung der Achsdruck der vor laufenden Achse I des vorderen Drehgestelles um volle 2,5 t absinken und damit nur noch 17,5 t be tragen. Der Ausnützungsfaktor wird also durch die Vorrichtung von<B>87,5%</B> auf 95% gesteigert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung an Triebfahrzeugen mit Drehgestel len und Einzelachsantrieb zur Verminderung der durch die Zugkräfte hervorgerufenen Achsentlastun gen, bei welcher durch am Fahrzeugkasten angeord nete Druckzylinder auf das vordere Ende wenig stens eines der Drehgestelle eine abwärtsgerichtete Zusatzkraft ausgeübt werden kann, dadurch gekenn zeichnet, dass ein dämpfendes Glied (11) im über tragungsgestänge zwischen Druckzylinder (6) und Drehgestellrahmen (2) vorhanden ist. " UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass am Fahrzeugkasten (3) ein An schlag (16) angeordnet ist, durch welchen der Kolben hub des betreffenden Druckzylinders (6) auf eine bestimmte Grösse begrenzt wird. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung der Zusatzkraft über ein einknickbares Zugorgan (11) erfolgt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, bei der die Übertragung der Zusatzkraft über Druckorgane er folgt, dadurch gekennzeichnet, dass eines dieser Druckorgane als dämpfendes Glied ausgebildet ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=4536481
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Families Citing this family (1)
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Also Published As
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