An der Windschutzscheibe eines Automobils angeordneter Rückblickspiegel Die Erfindung betrifft im allgemeinen Rückblick spiegel, und zwar einen Spiegel, der direkt an der Innenfläche der Windschutzscheibe eines Automo bils angebracht ist.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, den Rück blickspiegel, gewissermassen infolge der modernen Konstruktion des. Automobils und besonders wegen der kürzlichen Zunahme der Glasscheibenfläche an der Vorderseite des Kraftwagens, direkt an der Wind schutzscheibe eines Automobils zu befestigen.
Die üblicherweise verwendeten Rückblickspiegel haben sich unter den genannten, durch die gegenwärtigen Automobilkonstruktionen herbeigeführten Verhältnis se hauptsächlich aus dem Grunde als unzufrieden stellend erwiesen, dass übermässig lange Befestigungs arme oder spiegeltragende Ausleger erforderlich sind, um das reflektierende Spiegelelement in richtige Blicklage vor den Wagenlenker zu bringen. Solche Befestigungsmittel für den Rückblickspiegel sind sehr empfindlich gegen Wagenerschütterungen und stören daher die Stabilität des vom Spiegelelement reflek tierten Bildes.
Ferner erstrecken sich diese Befesti gungsmittel vor der Windschutzscheibe nach unten und beeinträchtigen die Sicht des Wagenlenkers in einem sehr unerwünschten Masse.
Der Rückblickspiegel gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Spiegel direkt an der Innenfläche der Windschutzscheibe in einer Lage zwischen letzterer und dem Fahrer befestigt ist, um dem Fahrer eine unbehinderte Sicht auf die Strassen verhältnisse hinter dem Automobil zu gewähren.
In der beiliegenden Zeichnung sind eine beispiels weise Ausführungsform des. Erfindungsgegenstandes und mehrere Varianten dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines direkt an der Windschutzscheibe eines Automobils ange brachten Rückblickspiegelhalters, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 einen Teilschnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht des Grund- teils und des Halteteils vor dem Zusammenfügen, Fig. 5 eine Seitenansicht eines abgeänderten Aus führungsbeispiels mit zusammengefügtem Grundteil und Halteteil, Fig. 6 eine Draufsicht auf Fig. 5, Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Abänderung, wobei die Teile vor ihrem Zusammenfügen dargestellt sind.
Fig. 8 einen Teilschnitt durch ein weiteres abge ändertes Beispiel, wobei Teile weggebrochen sind, um letzteres deutlicher zu zeigen, Fig. 9 eine schaubildliche Darstellung einer wei teren Abänderung des Rückblickspiegelhalters, wobei die genannten beiden Teile zusammengefügt sind, Fig. <B>10'</B> eine Draufsicht auf Fig. 9, und Fig. 11 eine schaubildliche Ansicht der Abände rung gemäss den Fig. 9 und 10, wobei die Teile vor ihrer Verbindung dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt ein Automobil 20, an dessen gläser nen Windschutzscheibe 21 der Rückblickspiegel 22 angebracht ist. Der an der Innenfläche der Wind schutzscheibe angeordnete Rückblickspiegel 22 ge währt dem Fahrzeugführer beste Sicht nach hinten und ist ferner annähernd frei von unerwünschten Vi- brationen. Der Spiegel 22 ist infolge seiner neuar tigen Ineinanderpassung sowohl dauerhaft als auch ökonomisch beim Einbau und Instandhalten.
Der Rückblickspiegel 22 (Fig. 2 bis 4) besitzt im allgemeinen zwei lösbar miteinander verbundene Tei le, nämlich einen ersten Teil oder eine Grundplatte 23, die direkt an der Windschutzscheibe 21 befestigt wird, und einen zweiten Teil oder Befestigungsteil 24, welcher fest oder mindestens annähernd unbeweglich am Grundteil oder an der Grundplatte 23 angebracht ist.
Der Befestigungsteil 24 trägt das eigentliche Re flexionsmittel oder das Rückblickspiegelelement 25 und den Spiegelhalter 26, durch welchen das, Rück blickspiegelelement 25 am Befestigungsteil 24 ange bracht ist. Das Rückblickspiegelelement 25 und des sen Halterarm 26 werden nur soweit beschrieben, als es zum Verständnis des vorliegenden Rückblickspie- gels erforderlich ist.
Die Grundplatte 23 kann gemäss Fig. 2 an der inneren Oberfläche 27 der Windschutzscheibe 21 un ter Verwendung einer Folie oder Schicht 28 aus Po- lyvinylbutyralharz, oder anderem passendem Harz, oder Klebematerial entweder gleichzeitig mit oder nach dem Herstellen der Windschutzscheibe befestigt werden. Die Folie oder Schicht 28 kann zum Er zielen einer festen oder elastischen Klebeverbindung je nach Erfordernis gewählt werden.
Bezugnehmend auf Fig. 4 weist der vorzugsweise aus einem Glasblock bestehende Grundteil 23 Tra- pezform auf, wobei die nichtparallelen Flächen 29 von der, mit Bezug auf den Innenraum des Autos, inneren Oberfläche 30 zur äusseren Oberfläche 31 der Platte 23 nach innen abgeschrägt oder verbrei ternd verlaufen. Die Kanten 32, an denen die nicht parallelen Flächen 29 mit der Innenfläche 30 zusam- menstossen, sind ferner für einen später erklärten Zweck abgerundet.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist die Platte 23 normalerweise an der Innenfläche 27 der Windschutzscheibe 21 annähernd in der Mitte der selben so befestigt, dass die kürzere parallele Fläche 33 nach oben zum Autodach oder zur Oberkante der Windschutzscheibe gerichtet ist, während sich die längere parallele Fläche 34 unten erstreckt und der unteren Kante dieser Scheibe zugewandt ist.
Der Befestigungsteil 24 ist passenderweise aus Metall und vorzugsweise ein Gusstück, kann aber auch aus Kunststoff oder jedem zweckmässigen Me tall in gegossener, geformter oder maschinell bearbei teter Art hergestellt sein. Der Spiegelbefestigungsteil 24 hat eine geformte Aussparung 35 von annähernd der gleichen trapezförmigen Gestaltung und Grösse wie die Konturen der Platte 23.
Die Aussparung 35 wird gebildet, indem ein Teil der Endteile 36 des Befestigungselementes 24 zum Herstellen von V-för- migen Schlitzen 37 entfernt wird, welche schräge, innere Lagerflächen 38 an den Endteilen 36 aufwei sen, die an der Aussparung 35 angrenzen. Jede der Flächen 38 verläuft abgeschrägt, oder sich mit Bezug auf die Windschutzscheibe nach einwärts verjüngend und zwar unter dem gleichen Winkel wie die nicht parallelen Flächen 29 der Platte 23.
Wenn der Be festigungsteil 24 von der Platte 23 gleitend aufge nommen wird, legen s-ch daher die Flächen 38 an die nichtparallelen Flächen 29 an, wobei beide Flä chen 38 und 29 den gleichen Schrägungswinkel be sitzen und so geformt sind, dass sie, wie oben be schrieben, parallel zueinander verlaufen, wenn der Rückblickspiegel 22 montiert ist. Die V-förmigen Nuten 37 greifen somit, wie aus Fig. 3 ersichtlich, über die nichtparallelen Flächen 29 oder umklam mern letztere, wenn der Befestigungsteil über die Grundplatte 23 nach unten gedrückt wird, so dass die Flächen 29 und 38 in ineinanderpassender Be rührung gehalten bleiben.
Diese ineinandergreifende Verbindung entfernt fast alles Oszillieren, bzw. längs weises oder seitliches Bewegen der Grundplatte 23 oder des Spiegelbefestigungsteiles relativ zueinander, wenn die genannten Teile zur Bildung des ortsfesten Rückblickspiegels 22 zusammengefügt werden. Es hat sich als wünschenswert erwiesen, die Kante 32, wie erwähnt, abzurunden, um jedes Absplittern des Teils 23 an oder längs den Kanten 32 zu verhindern, wo ein grosser Teil der Beanspruchung der Kanten lagerung normalerweise erfolgen würde.
Passender thermoplastischer Klebstoff könnte auch entweder in der jeweils zwischen den Flächen 29 und 38 vorhan denen Öffnung, die durch die abgerundeten Kanten 29 bei 32 frei liegt, an der auswärts gerichteten Ober fläche 39 des Teils 24, oder an der einwärtsgerich- teten, gegenüberliegenden Oberfläche 30 der Platte 23 aufgetragen werden, um zwecks Verhinderns von Vibration zwischen diesen Teilen eine feste Verbin dung der beiden Teile vorzusehen.
Es ist somit ersichtlich, dass ein Spiegelbefesti- gungsteil 24, welcher das Rückblickspiegelelement 25 trägt und eine Aussparung 35 aufweist, aus seiner in Fig. 4 gezeigten Lage an dem zweiten, vorher an der Windschutzscheibe 21 befestigten Teil 23 herabge- schoben und am Teil 23 verkeilt werden kann, um den in Fig. 2 dargestellten Rückblickspiegel 22 zu bil den.
Der Befestigungsteil 24 kann mit einer eine Ge windebohrung aufweisenden Nabe 40 zur Aufnahme einer Stange 41 mit Aussengewinde versehen sein, welche am Befestigungsteil 24 durch eine Sperrmut ter 42 fest angebracht wird. Am andern Ende der Stange 41 kann das reflektierende Spiegelelement 25 in irgendeiner passenden Weise angebracht sein, und da diese Welle gegen das Glas selbst nicht an liegt, kann sie aus jedem gewünschten Material her gestellt sein, so beispielsweise aus Metall, Aluminium, Kunststoff, usw. Selbstverständlich kann jedes pas sende Haltemittel 26 in jeder gewünschten Form be nutzt werden, um das Spiegelelement 25 mit dem Be festigungsteil 24 zu verbinden.
Das Spiegelhaltemit- tel 26 kann zum Beispiel ganz unabhängig ausge bildet und durch irgendein passendes Mittel, wie Schrauben, am Befestigungsteil 24 befestigt sein.
Der vorstehend beschriebene Rückblickspiegel 22, welcher das Rückblickspiegelelement 25 für ein Au tomobil mit einer Windschutzscheibe verbinden kann, weist somit eine Glasplatte 23 und einen Metallteil 24 auf, welche durch die Keilwirkung und das zu- sammenarbeitende Ineinandergreifen der beiden Teile in oben beschriebener Weise leicht miteinander ver bunden werden.
Der vorliegende Rückblickspiegel 22 besitzt ein Spiegelhaltemittel, das im wesentlichen aus zwei Tei len besteht, von denen der eine Teil (d. h. die Grund platte 23) an der Windschutzscheibe ungefähr zur Zeit von deren Herstellung angebracht werden kann, während der andere Teil (d. h. der Befestigungsteil 24) dem erstgenannten Teil zu einem späteren Zeit punkt zugeordnet werden kann. Der Glasblock 23 oder der erste Teil kann durch eine verbindende Zwischenschicht an der Windschutzscheibe ange bracht werden.
Ferner weist die Platte 23 eine ziemlich geringe Dicke auf, so dass sie sich nicht merklich von der Oberfläche der Windschutzscheibe abhebt. Wenn je doch eine aus einem einzigen Stück bestehende Anordnung an der Windschutzscheibe befestigt wird und wenn eine solche Montierung einen spiegeltragen den Block einschliesst, von dem ein beträchtlicher Teil ziemlich weit von der Scheibenoberfläche, wor an er befestigt ist, abragt, dann würde sich ein sehr schwerwiegender Nachteil ergeben.
Dieser abragen- de Vorsprungsteil würde zur Folge haben, dass der Versand von Windschutzscheiben, im Vergleich mit der gegenwärtig versendbaren Anzahl von üblichen Windschutzscheiben, beträchtlich erschwert würde. Das würde eine sehr unerwünschte Einschränkung bedeuten und das Handhaben von solchen Wind schutzscheiben erschweren ; dieser Nachteil ist je doch beim Verwenden der oben beschriebenen, neu artigen Befestigungsweise mit zwei Komponenten nicht vorhanden.
Da die relativ dünne Platte 23 nur einen geringen Vorsprung aus der Ebene der Wind schutzscheibe bildet, so ergibt sich daraus keine merk liche Verringerung in der Anzahl der in einem Kar ton oder Träger unterbringbaren Windschutzscheiben, verglichen mit der Anzahl der gegenwärtig unter bringbaren Scheiben.
Ein weiterer wichtiger Vorteil des, beschriebenen Rückblickspiegels besteht in der Normalisierung von dessen Befestigungskomponenten, insbesondere der Grundplatte 23. Da der Befestigungsteil 24 an seiner Oberfläche 39 eine Verzierung oder ein autoidenti fizierendes Abzeichen eingeschrieben oder angebracht haben kann, so ist es infolge der Normalisierung der Grösse und der Lage der Teile 23 und 24, deren Abzeichentyp an der Oberfläche 39 erscheint, nicht nötig, die Windschutzscheiben nach Autotypen zu trennen oder zu klassifizieren.
Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, da, wenn zum Beispiel die verschie denen Modelle durch unterschiedliche Entwürfe iden tifiziert werden sollen, und alle diese Modelle die selbe Klasse Windschutzscheiben benutzen, dann auch alle Windschutzscheiben den gleichen Block 23 daran angebracht haben könnten und es nicht erforderlich wäre, die Windschutzscheiben separat aufzubewahren, um sicher zu gehen, dass die richtige Windschutz scheibe mit dem richtigen Abzeichen am passenden Automobilmodell angebracht wird. Diese Normali sierung der Befestigungskomponenten bietet daher wichtige Vorteile für einen Automobilfabrikanten, der eine Anzahl unterschiedlicher Modelle herausbringt und dabei wünscht, jedem Modell durch Verwendung eines Spiegelkennzeichens ein besonderes Merkmal zu erteilen.
Es ist klar, dass die erwähnten Abzeichen jedem, der sich dem Wagen nähert, ohne weiteres sichtbar würden, da die Grundplatte. 23, sowie die klebend verbindende Zwischenschicht 28, durchsich tig sind.
Ein weiterer wichtiger Vorteil des beschriebenen Rückblickspiegels besteht darin, dass keine Bolzen, Schrauben oder Metallteile gegen die Windschutz scheibe anliegen. Auch das bei Beschädigung des Spiegels auftretende Ersatzproblem wird sehr verein facht, da keine Metallteile vorhanden sind, die unbe weglich in oder an der Grundplatte 23 oder an der Windschutzscheibe angebracht sind. Sollte das Spie gelelement 25 beschädigt werden, dann braucht der Befestigungsteil 24 nur gehoben oder aus, der Grund platte 23 herausgeschoben und dann eine vollstän dige, neue Einheit eingesetzt zu werden.
Wenn da gegen ein aus einem Stück bestehender Spiegel be nützt wird und dabei der das Spiegelelement 25 tra gende Block 24 fest an der Windschutzscheibe ange bracht ist, und dann das Spiegelelement 25 beschä digt wird, so würde es eine beträchtliche Zeit und viel Auslagen erfordern, um die gesamte Einheit zu ersetzen, und es; könnte sich sogar als notwendig er weisen, die ganze Windschutzscheibe 21 auszuwech seln.
Fig. 8 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Rückblickspiegelbefestigung, bei welcher die nach aussen gerichtete Oberfläche 31 der Grundplatte 23 gekrümmt ist, um der Kontur einer gebogenen Wind schutzscheibe zu folgen, so dass maximale Wählbar keit für die an der Windschutzscheibe vorhandene Lage der Grundplatte 23 gewährt wird.
Diese Tat sache ist von grösster Bedeutung, da es bei der ständigen Modelländerung der Krümmung der Wind schutzscheibe erforderlich werden kann, den Rück blickspiegel an einer ausgesprochen gekrümmten Windschutzscheibe anzubringen. Wie aus Fig. 8 er sichtlich, weist die Oberfläche 43 der Grundplatte 23 gewölbte Kontur auf, um sich annähernd der Wöl bung der Oberfläche 44 der Windschutzscheibe 21 anzupassen.
Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine Abänderung der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Befestigungsart, wo bei konkave Nuten 45 in den nichtparallelen, schrä gen Oberflächen 46 (die den zuvor beschriebenen Oberflächen 29 entsprechen) der Platte 47 (ähnlich der Grundplatte 23) eingeformt oder ausgefräst wur den.
Der dem beschriebenen Befestigungsteil 24 ent sprechende Teil 48 besitzt passende Wülste, Rippen oder Leitvorsprünge 49, welche in den Nuten 45 auf genommen werden können, wenn der Befestigungs, teil 48 an der Grundplatte angelegt und nach unten geschoben wird, um schliesslich in der gleichen Weise wie beim Beispiel gemäss den Fig. 2 bis 4 die in Fig. 6 dargestellte Lage einzunehmen.
Bezugnehmend auf Fig. 5 ist ersichtlich, dass die obere Oberfläche 50 des Befestigungsteiles 48 und die obere Oberfläche der Grundplatte 47 nach dem Zusammenfügen dieser beiden Teile annähernd in der gleichen horizontalen Ebene liegen würden. Das wäre übrigens auch der Fall für die Oberflächen 52 und 53 der Teile 23 und 24 gemäss den Fig. 2 bis 4. Sowohl im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 2 bis 4 als auch im Beispiel nach den Fig. 5 bis 7 ist somit eine Befestigung gebildet, welche beim Betrach ten von der Vorderseite ein angenehmes Aussehen aufweist.
Es ist jedoch selbstverständlich, dass beim Erfordernis irgendeiner anderen Form, oder eines anderen Konturenverlaufs die allgemeinen Dimen sionen der Teile 23 und 24 sowie der Teile 47 und 48 gemäss den Notwendigkeiten des Modellentwur fes, der Scheibenkontur und der konstruktiven Fes tigkeit abgeändert werden können, solange nur die grundlegende Keilverbindung zwischen den beiden beschriebenen Teilen unverändert aufrechterhalten bleibt.
Die in Fig. 7 dargestellte Grundplatte 47 weist bei 54 an beiden Seiten der nichtparallelen Flächen 46 eine Ausfräsung zur Bildung eines Befestigungs vorsprunges 55 auf. Die Oberfläche 56 des Fortsatzes 55, welcher der Windschutzscheibe 21 zugewandt ist und den Zwischenbelag aus einer verbindenden Kle beschicht 28 tatsächlich berührt, ist daher relativ zur Kantenfläche 46 erhöht. Ein Fortsatz 55 ist oft er wünscht, wenn eine Wölbung, wie in Fig. 8 darge stellt, benötigt wird, da der Rückblickspiegel an ei ner in der Windschutzscheibe vorhandenen Krüm mung angebracht werden soll.
Ist eine solche Wöl bung jedoch nicht erforderlich, so könnte man ohne die Ausfräsung 54 auskommen und die Kanten fläche 46 könnte, mit Ausnahme der Nuten 45, von der Innenfläche 58 zur Aussenfläche 56 eine gerad linige Verjüngung aufweisen. Eine solche Konstruk tion könnte auch beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 bis 4 angewandt und der Fortsatz 59 an der Grundplatte 23 weggelassen werden.
Es ist somit eine aus zwei Komponenten oder Teilen bestehende Spiegelbefestigung geschaffen, bei welcher die erste Komponente anfänglich direkt an der Windschutzscheibe anmontiert werden kann, während die zweite, das reflektierende Spiegelele ment tragende Komponente verschiebbar von der erstgenannten Komponente aufgenommen werden kann. Diese beiden Komponenten greifen ineinander, um eine Spiegelbefestigung mit aller erforderlichen Strukturfestigkeit zu schaffen, welche gleichzeitig noch grösstmöglichste Billigkeit bei der Herstellung, beim Einbau, bei der Wartung und bei einem mög lichen Ersatz gewährt,
und ausserdem eine wirksame Sicht durch den Rückblickspiegel vorsieht.
Einen wichtigen Umstand bei der Wahl des für die Grundplatte zu verwendenden Materials bildet die Notwendigkeit, dass der Ausdehnungskoeffizient solcher Materialien beim Verwenden von nicht aus Glas bestehenden Stoffen annähernd demjenigen des Windschutzscheibenglases entsprechen muss. Wenn die Ausdehnungskoeffizienten der die Grundplatte und Windschutzscheibe bildenden Materialien nicht annähernd zusammenpassen, dann könnte bei einer Abkühlung der Grundplatte 23 auf etwa - 370 C eine Deformation an der Verbindungsstelle zwischen den beiden Teilen auftreten und das Brechen des Glases der Windschutzscheibe in der Verbindungs zone verursachen.
Das tritt erfahrungsgemäss beson ders. in solchen Fällen auf, wo ein Bindemittel be nutzt wird, das eine starre Verbindung herstellt. Wird jedoch ein Bindemittel verwendet, das eine Kleb schicht mit nachgiebigen Eigenschaften aufweist, dann kann eine solche Schicht die Ausdehnung oder Schrumpfung des Scheibenglases oder des Platten materials absorbieren, wenn ein relativ grosser Un terschied zwischen ihren jeweiligen Ausdehnungs koeffizienten besteht.
Es hat sich beispielsweise beim Verwenden einer Aluminiumplatte herausgestellt, dass, wenn die Ver bindung zwischen Aluminiumplatte und dem Glas der Windschutzscheibe mittels eines starrwerdenden Klebemittelsi bewirkt und hernach die Einheit auf etwa - 290 C abgekühlt wird, das Glas dann bricht. Ist das betreffende Klebemittel jedoch plastiziert, um seine Elastizität zu erhöhen, so hat es sich als mög lich erwiesen, die Einheit ohne Zerbrechen des Glases auf - 540 C abzukühlen. Es darf jedoch nicht ver gessen werden, dass Spannungen in der Struktur selbst in Fällen hervorgerufen werden, wo eine elas tische Klebeschicht Anwendung findet, und dass diese Spannungen existieren, obgleich sie von der nachgiebigen Klebeschicht absorbiert werden.
Diese ständige Deformationsentwicklung hat die Tendenz, die Verbindung mit der Windschutzscheibe zu schwächen, falls sie sich über längere Zeiträume er streckt und besonders, wenn sie durch einschneidende Temperaturänderungen gekennzeichnet ist.
Durch Wahl der richtigen Klebeschichten hat es sich trotzdem möglich erwiesen, an der Windschutz scheibe eine Grundplatte 23 anzubringen, welche aus sehr verschiedenen Metallen zum Beispiel aus ver chromtem Stahl, rostfreiem Stahl oder Aluminium hergestellt sein kann, und dann die solche Platten tragenden Windschutzscheiben auf eine - 400 C un terschreitende Temperatur abzukühlen, ohne dass die auftretenden Spannungen das Glas der Windschutz scheibe zum Brechen bringen.
Die Fig. 9 bis 11 zeigen eine weitere Abänderung in der Befestigungsweise des Rückblickspiegels, wobei die der Platte 23 entsprechende Grundplatte 60 an der Innenfläche 61 einer Windschutzscheibe 62 mit tels einer Zwischenschicht 63 in beschriebener Art befestigt ist. Die Grundplatte 60 ist annähernd recht eckig und hat mindestens zwei parallele Kanten.
In der oberen, freiliegenden Randfläche 64 befinden sich zwei Aussparungen oder Nuten 65, während in der abwärtsgerichteten Randfläche 66 eine einzige Aussparung oder Nut 67 vorgesehen ist.
Der dem Teil 24 entsprechende Befestigungsteil 68 ist U-förmig ausgebildet und weist einen annähernd flachen Zwischenteil 69 sowie zwei dazu senkrechte Endwände 70 und 71 auf. Die eine Endwand 70 be sitzt zwei nach abwärts gerichtete Zapfen 72, welche mit Bezug auf Grösse und Form den zusammenwir- kenden Aussparungen 65 angepasst sind. Beim dar gestellten Ausführungsbeispiel verlaufen die Zapfen 72 nach unten verjüngt und sind kegelförmig ausge bildet, um eine gute Reibungsverbindung zwischen den Teilen 60 und 68 zu erzielen.
Wenn die Zapfen 72 in die Aussparungen 65 eingefügt sind und da durch den Teil 68 an oder über den Teil 60 befes tigen, so fällt eine in der Endwand 71 des Teils 68 vorgesehene Öffnung 73 mit der Aussparung 67 im Teil 60 zusammen. Die Öffnung 73 weist ferner ein Innengewinde zur Aufnahme einer Stellschraube 74 auf.
An der nach auswärts gerichteten Fläche 75 (Fig. 9) des Teiles 68 ist eine Nabe oder ein anderes Zapfenlager 76 angebracht, um die Tragstange 77 zur Abstützung des reflektierenden Spiegelelementes 78 aufzunehmen. Wie bereits ausgeführt, kann ir gendein passendes Verbindungsmittel vorgesehen sein, um das Reflexionsmittel 78 am Befestigungsteil 68 abzustützen.
Nachdem die Grundplatte 60 an der Innenfläche 61 der Windschutzscheibe 62 fest angebracht ist, wird der Befestigungsteil 68 über den Grundteil geschoben oder gelegt und durch Einfügen der Zapfen 72 in die Aussparungen 65 daran angepasst. Der Teil 68 kann nach abwärts schwingen, so dass sich die Ober fläche 79 des Zwischenteils 69 des Befestigungsteils 68 dicht gegen die Oberfläche 80 des Teils 60 an legen kann. Dies ist in den Fig. 9 und 11 deutlich dargestellt. Wenn sich der Befestigungsteil 68 in sol cher Lage mit Bezug auf den Teil 60 befindet, legt sich die Endwand 71 schlüssig gegen die Oberfläche 66 des Teils 60 an, so dass die Öffnungen 73 und 67 beider Teile zur Deckung kommen.
Zu diesem Zeitpunkt wird dann die Stellschraube 74 in die Öff nung 73 eingeführt und eingeschraubt, so dass sie in die Aussparung 67 des Teils 60, wie in Fig. 9 dargestellt, eingreift. Der Befestigungsteil 68 wird so mit mit der Grundplatte 60 versperrt und fest damit verbunden, so dass die beiden Teile, d. h. die Grund platte 60 und der Befestigungsteil 68, so. miteinander verbunden werden, dass sie relativ zueinander frei von Vibrationen sind, und auch beide Teile relativ zur Windschutzscheibe erschütterungsfrei lagern.