Seilrolle, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen sowie Hängekästen bei Drahtseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen, mit einem auf dem Rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. Einlegering aus thermoplastischem Kunststoff Bei Seilrollen, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen bei Personenseilbahnen, sowie Hängekästen bei Materialseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen ist es bekannt, diese im Bereich der Seilrille mit einem Belag aus einem elastischen Kunststoff auf der Basis von Polyester mit Isocyanat modifiziert zu versehen, um dadurch das Drahtseil zu schonen und eine Dämpfung der Geräusche herbeizuführen.
Hierbei ist der Ver schleissbelag entweder auf dem Rollenkranz auf gegossen oder als auswechselbarer Einlegering auf gebracht.
Äusserst nachteilig ist bei diesem Kunststoff je doch die hohe Reibkraft bei Verwendung desselben bei Seilrollen insbesondere für die Laufwerke von Gondeln, Kabinen und Hängekästen bei Personen- bzw. Materialseilbahnen. So stellte sich in der Praxis heraus, dass hierbei der Fahrwiderstand derart erhöht wird, dass die Seilrollen beim Einlaufen auf Schienen in den Seilbahnstationen vielfach stehenbleiben, also trotz des vorhandenen, genügend grossen Gefälles beim Einlaufen der Gondeln, Kabinen oder Hänge kasten nicht von selbst weiterrollen.
Hinzu kommt, dass durch den hohen Fahrwider stand das Material noch stärker erhitzt wird und damit stark walkt. Dadurch tritt einvorzeitiger Ver schleiss ein, der sich vornehmlich an den Auflage flächen des Belages bemerkbar macht und zu einer Weitung und Lockerung desselben führt.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die geschilder ten Nachteile zu beseitigen, und gemäss ihr wird vorgeschlagen, für den im Bereich der Seilrille auf den Rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. auswech- selbaren Einlegering harten Polyamidkunststoff an zuwenden.
Versuche haben ergeben, dass dieser thermoplasti sche Kunststoff, der wesentlich härter als Polyester mit Isocyanat modifiziert ist, sich ganz besonders gut für den genannten Zweck eignet, wobei die durch die grössere Härte des Belages bzw. Einlegeringes bedingte geringere Federung ohne Nachteile in Kauf genommen werden kann.
Dieser Kunststoff hat noch die besonderen Eigen schaften,. was vorher nicht bekannt und auch nicht ohne weiteres vorauszusehen war, dass er die Draht seile in hohem Masse schont und auch geräusche dämpfend ist. Ebenso ist er auch beständiger gegen chemische- Einflüsse als Polyester mit Isocyanat, ferner ist die Hitze- und Kältebeständigkeit höher.
Die angestellten Versuche haben weiterhin er geben, dass Verschleissbeläge aus Polyamid-Kunststoff, die auf dem Rollenkranz aufgespritzt oder als aus wechselbare Einlegeringe aufgebracht sein können, infolge der grossen Druckfestigkeit des Materials nicht walken. Vor allem besitzt dieser Kunststoff eine ge ringere Reibkraft bezüglich Eisen und Stahl, und ist der Fahrwiderstand unwesentlich grösser als bei Seil- rollen nur aus Stahl oder Grauguss, diesen gegenüber aber ganz erheblich seilschonender. Dabei ist eine sehr hohe Abriebfestigkeit vorhanden.
Ein weiterer Vorteil besteht noch darin, dass die Sicherung des Belages aus dem harten Polyamid-Kunststoff gegen Verdrehen auf der Seilrolle wesentlich einfacher sein kann als bei einem Belag aus dem bekannten wei cheren Material.
In besonders gelagerten Fällen kann zur Ein sparung an hochwertigem Verschleissmaterial auf einen Rollenkranz ein Unterlagsring bzw. können einzelne umfänglich aneinandergereihte Segmente aus billigerem Material aufgebracht sein, der bzw. die mit einer entsprechend dünneren Auflage aus Poly amid-Kunststoff als Verschleissbelag in entsprechen der Form versehen sind.
Um bei dem verhältnismässig teuren Polyamid- Kunststoff weitere Einsparungen zu erzielen und zu gleich auch bei Seilrollen für Personenbahnen und Lifte die Elastizität der Einlegeringe bzw. -segmente zu erhöhen, kann der Polyamid-Kunststoffbelag im Bereich der Seilrille z. B. auf einen Ring oder Seg mente aus weicherem nachgiebigerem, thermoplasti schem Kunststoff, z. B. auf der Basis von Polyvinyl chlorid, aufgespritzt sein. Hierbei kann eine Schicht von etwa 4 bis 6 mm genügen, die nach Abnutzung wiederholt erneut werden kann.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbei spiele der Erfindung.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch einen :Seilrollen kranz mit Verschleissausfütterung nach dem ersten Beispiel.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch den Rollen kranz mit mit einem Verschleissbelag versehenen Ausfütterung nach dem zweiten Beispiel.
Fig. 3 ist eine der Fig. 2 entsprechende Darstel lung einer Ausführungsvariante zu Füg. 2.
Fig. 4 ist ein Querschnitt durch einen Polyamid- Kunststoff-Einlegering mit eingebettetem Metall- Unterlagsring einer Seilrolle nach dem dritten Bei spiel.
Fig. 5 ist eine Aufsicht von unten hiervon. Fig. 6 ist ein Querschnitt durch eine Seilrolle mit von einem Ring gebildetem Rollenkörper mit Verschleissbelag, bei dem die Seilrille nicht gezeichnet ist, nach dem vierten Beispiel.
Fig. 7 ist ein Verschleissbelag im Profil und Fig. 8 ist eine weitere Ausführung einer Aus fütterung mit Verschleissbelag.
Bei der z. B. für die Laufwerke von Gondeln, Kabinen sowie Hängekästen bei Personen- bzw. Materialseilbahnen oder für Lastkrane oder Bagger verwendbaren Seilrolle nach dem ersten Beispiel ist auf dem aus den Teilen 1 und 2 bestehenden Rollen kranz ein geschlossener, die Seilrille bildender Ein legering 3 aus hartem Polyamid-Kunststoff auswech selbar aufgebracht und zwischen den Kranzteilen durch Verschraubungen 4 verspannt. Das Sichern des Einlegeringes 3 gegen Verdrehen auf dem Rol lenkranz kann durch einen oder mehrere querver laufende, sich über die ganze Ringbreite erstrek- kende kantige Ansätze 5 erfolgen.
Bei aus einem Stück bestehenden Seilrollen be steht die Ausfütterung aus einem aufgespritzten Be lag aus dem harten Polyamid-Kunststoff.
Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 2 und 3 besteht die Ausfütterung des Rollenkranzes aus ein zelnen, umfänglich aneinandergereihten, je mit einem Polyamid-Kunststoffbelag 6 in dünnerer Schicht ver- sehenen Ringsegmenten 7 aus geeignetem Metall, die in der Mitte an ihrer Unterseite mit einem Schrau benbolzen 8 versehen sind, die je durch ein Loch im Boden 9 des Rollenkranzes hindurchgeführt und mit ihm verschraubt sind. Jeder Schraubenbolzen ist mit einem runden Ansatz 10 versehen, der sich in eine Erweiterung des Schraubenloches in der Boden fläche des Kranzes einlegt.
Gemäss der Fig. 3 ist jedes Segment 7 an der Unterseite mit einem laschen- oder zungenartigen Ansatz 11 versehen, der in einen entsprechenden Schlitz im Rollenkranzboden stramm eingreift. Durch einen durch ein Loch 12 im Ansatz 11 und in den Seitenwandungen des Rollenkranzes hindurchgeführ ten Bolzen ist das Segment 7 fest mit dem Rollen kranz verschraubt.
Das Polyamid-Verschleissmaterial kann auf dem Segment 7 aufgespritzt bzw. als fertiges Stück aus- wechelbar seitlich aufgeschoben sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 und 5 ist in dem Seilrollenkranz-Einlegering 3 aus Poly amid-Kunststoff ein die Seilrille bildender Ring 13 aus elektrisch leitendem Metall derart eingebettet, dass über seinen Umfang verteilte Teile 14 des Ringes 13 an der Innenfläche den Einlegering 3 ein geringes Stück überragen und mit dem Metall des Seilrollenkörpers in Kontaktverbindung stehen. Die Polyamid-Ausfütterung dämpft bei dieser Ausfüh rung die Geräusche. Eine derartig ausgebildete Rol lenkranzeinlage kann gleichzeitig als Stromleiter dienen.
Bei der Ausführung nach Füg. 6 ist der auf der Achse 15 der Seilrolle fest aufgebrachte Rollen körperring 16 am Umfang gering konisch ausgebildet, so dass der die nichtgezeichnete Seilrille aufweisende Verschleissring 17 aus dem harten Polyamid-Kunst stoff beim Aufschieben auf den Ring 16 sich stramm verspannen lässt und ausgewechselt werden kann.
Bei dem Verschleissbelag aus Polyamid-Kunststoff nach Fig. 7 ist die Sattelstärke des Belages mit 18 bezeichnet. Die Sattelstärke beträgt zweckmässig 11 bis 12 mm, da sich nach eingehenden Versuchen herausgestellt hat, dass diese :Stärke am vorteilhaf- testen ist. Bei grösserer Stärke erhöht sich allmählich die Fliessbarkeit des Kunststoffes und wird dieser im Betrieb eher weicher.
Bei der Ausführung nach Fig. 8 besteht die Rol lenkranz-Ausfütterung aus dem Unterlagsring bzw. den Ringsegmenten 19 aus weicherem, nachgiebige rem thermoplastischem Material, beispielsweise auf der Basis von Polyvinylchlorid, auf dem zur Ein sparung von teurem Material eine dünne Schicht 20 aus Polyamid-Kunststoff als Verschleissbelag auf gespritzt ist.
Rope pulley, in particular for the drives of gondolas and cabins as well as suspension boxes in cable cars, and for similar devices, with a covering or insert ring made of thermoplastic plastic applied to the roller body For rope pulleys, in particular for the drives of gondolas and cabins in passenger ropeways, as well as suspension boxes Material ropeways, and for similar devices, it is known to provide these in the area of the rope groove with a covering made of an elastic plastic based on polyester modified with isocyanate in order to protect the wire rope and to dampen the noise.
Here, the wear lining is either cast on the roller cage or placed as a replaceable insert ring.
Extremely disadvantageous with this plastic, however, is the high frictional force when it is used in pulleys, in particular for the drives of gondolas, cabins and hanging boxes in passenger and material cableways. In practice, it turned out that the driving resistance is increased to such an extent that the rope pulleys often stop when they run into the rails in the cable car stations, i.e. despite the existing, sufficiently large gradient when the gondolas, cabins or hanging boxes enter, they do not continue to roll by themselves .
In addition, the high resistance to driving causes the material to heat up even more and thus flex a lot. This results in premature wear, which is mainly noticeable on the contact surfaces of the covering and leads to widening and loosening of the same.
The present invention aims to eliminate the disadvantages described, and according to it it is proposed to use hard polyamide plastic for the covering or exchangeable insert ring applied to the roller body in the area of the rope groove.
Tests have shown that this thermoplastic plastic, which is much harder than polyester modified with isocyanate, is particularly suitable for the purpose mentioned, the lower suspension caused by the greater hardness of the covering or insert ring being accepted without disadvantages can.
This plastic still has the special properties. What was previously unknown and could not be foreseen without further ado is that it is extremely gentle on the wire ropes and also absorbs noises. It is also more resistant to chemical influences than polyester with isocyanate, and it is more heat and cold resistance.
The experiments that have been carried out have also shown that wear linings made of polyamide plastic, which can be sprayed onto the roller ring or applied as replaceable insert rings, do not tumble due to the material's high compressive strength. Above all, this plastic has a lower frictional force with regard to iron and steel, and the driving resistance is insignificantly greater than with rope pulleys made only of steel or gray cast iron, but considerably more rope-friendly. It has a very high abrasion resistance.
Another advantage is that securing the covering made of the hard polyamide plastic against twisting on the pulley can be much easier than with a covering made of the known white material.
In special cases, to save on high-quality wear material, a washer ring or individual circumferentially lined up segments made of cheaper material can be applied to a roller cage, which is provided with a correspondingly thinner layer of poly amide plastic as a wear layer in the same shape are.
In order to achieve further savings with the relatively expensive polyamide plastic and at the same time to increase the elasticity of the insert rings or segments in the case of pulleys for passenger railways and lifts, the polyamide plastic coating in the area of the cable groove can be used for. B. on a ring or Seg elements made of softer, more flexible, thermoplastic cal plastic, z. B. be based on polyvinyl chloride, sprayed. A layer of about 4 to 6 mm can be sufficient, which can be repeated again after it has worn off.
The drawing shows several Ausführungsbei games of the invention.
Fig. 1 is a cross section through a: pulley wreath with wear lining according to the first example.
Fig. 2 is a longitudinal section through the roller wreath provided with a lining according to the second example.
Fig. 3 is a representation corresponding to FIG. 2 development of a variant to Füg. 2.
Fig. 4 is a cross section through a polyamide plastic insert ring with an embedded metal washer ring of a pulley after the third game.
Fig. 5 is a bottom plan view thereof. 6 is a cross section through a rope pulley with a pulley body formed by a ring with a wear lining, in which the rope groove is not shown, according to the fourth example.
Fig. 7 is a wear lining in profile and Fig. 8 is a further embodiment of a lining from with wear lining.
At the z. B. for the drives of gondolas, cabins and hanging boxes in passenger or material ropeways or for load cranes or excavators usable rope pulley according to the first example is a closed ring 3 from the parts 1 and 2 existing rollers, the rope groove forming a Hard polyamide plastic applied interchangeably and clamped between the crown parts by screw connections 4. The securing of the insert ring 3 against twisting on the Rol steering ring can be done by one or more angular lugs 5 running across the entire width of the ring.
In the case of rope pulleys consisting of one piece, the lining consists of an injection-molded Be lay made of the hard polyamide plastic.
In the embodiments according to FIGS. 2 and 3, the lining of the roller ring consists of a single, circumferentially strung together, each with a polyamide plastic coating 6 in a thinner layer provided ring segments 7 made of suitable metal, which in the middle on their underside with a screw benbolzen 8 are provided, which are each passed through a hole in the bottom 9 of the roller assembly and screwed to it. Each screw bolt is provided with a round shoulder 10, which lays in an extension of the screw hole in the bottom surface of the wreath.
According to FIG. 3, each segment 7 is provided on the underside with a tab-like or tongue-like extension 11 which tightly engages in a corresponding slot in the roller and cage base. Through a bolt through a hole 12 in the shoulder 11 and in the side walls of the roller ring, the segment 7 is firmly screwed to the roller ring.
The polyamide wear material can be sprayed onto the segment 7 or, as a finished piece, can be pushed onto the side and can be replaced.
In the embodiment according to FIGS. 4 and 5, a ring 13 made of electrically conductive metal forming the cable groove is embedded in the cable sheave insert ring 3 made of poly amide plastic in such a way that parts 14 of the ring 13 distributed over its circumference form the insert ring 3 on the inner surface protrude a little bit and are in contact with the metal of the pulley body. The polyamide lining dampens the noise in this version. Such a trained Rol steering wreath insert can also serve as a conductor.
When executing according to Füg. 6, the roller body ring 16, which is firmly attached to the axis 15 of the pulley, is slightly conical on the circumference, so that the wear ring 17 made of the hard polyamide plastic, which has the non-illustrated cable groove, can be tightened and replaced when it is pushed onto the ring 16 .
In the case of the wear lining made of polyamide plastic according to FIG. 7, the saddle thickness of the lining is denoted by 18. The saddle thickness is expediently 11 to 12 mm, since extensive tests have shown that this: the thickness is the most advantageous. With greater thickness, the flowability of the plastic gradually increases and it tends to become softer during operation.
In the embodiment of Fig. 8, the Rol steering wreath lining consists of the washer ring or the ring segments 19 made of softer, more flexible rem thermoplastic material, for example based on polyvinyl chloride, on which a thin layer 20 of polyamide to save expensive material -Plastic is sprayed on as a wear layer.