CH374096A - Seilrolle, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen sowie Hängekästen bei Drahtseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen, mit einem auf dem rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. Einlegering aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Seilrolle, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen sowie Hängekästen bei Drahtseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen, mit einem auf dem rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. Einlegering aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Description
Seilrolle, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen sowie Hängekästen bei Drahtseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen, mit einem auf dem Rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. Einlegering aus thermoplastischem Kunststoff Bei Seilrollen, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen bei Personenseilbahnen, sowie Hängekästen bei Materialseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen ist es bekannt, diese im Bereich der Seilrille mit einem Belag aus einem elastischen Kunststoff auf der Basis von Polyester mit Isocyanat modifiziert zu versehen, um dadurch das Drahtseil zu schonen und eine Dämpfung der Geräusche herbeizuführen. Hierbei ist der Ver schleissbelag entweder auf dem Rollenkranz auf gegossen oder als auswechselbarer Einlegering auf gebracht. Äusserst nachteilig ist bei diesem Kunststoff je doch die hohe Reibkraft bei Verwendung desselben bei Seilrollen insbesondere für die Laufwerke von Gondeln, Kabinen und Hängekästen bei Personen- bzw. Materialseilbahnen. So stellte sich in der Praxis heraus, dass hierbei der Fahrwiderstand derart erhöht wird, dass die Seilrollen beim Einlaufen auf Schienen in den Seilbahnstationen vielfach stehenbleiben, also trotz des vorhandenen, genügend grossen Gefälles beim Einlaufen der Gondeln, Kabinen oder Hänge kasten nicht von selbst weiterrollen. Hinzu kommt, dass durch den hohen Fahrwider stand das Material noch stärker erhitzt wird und damit stark walkt. Dadurch tritt einvorzeitiger Ver schleiss ein, der sich vornehmlich an den Auflage flächen des Belages bemerkbar macht und zu einer Weitung und Lockerung desselben führt. Vorliegende Erfindung bezweckt, die geschilder ten Nachteile zu beseitigen, und gemäss ihr wird vorgeschlagen, für den im Bereich der Seilrille auf den Rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. auswech- selbaren Einlegering harten Polyamidkunststoff an zuwenden. Versuche haben ergeben, dass dieser thermoplasti sche Kunststoff, der wesentlich härter als Polyester mit Isocyanat modifiziert ist, sich ganz besonders gut für den genannten Zweck eignet, wobei die durch die grössere Härte des Belages bzw. Einlegeringes bedingte geringere Federung ohne Nachteile in Kauf genommen werden kann. Dieser Kunststoff hat noch die besonderen Eigen schaften,. was vorher nicht bekannt und auch nicht ohne weiteres vorauszusehen war, dass er die Draht seile in hohem Masse schont und auch geräusche dämpfend ist. Ebenso ist er auch beständiger gegen chemische- Einflüsse als Polyester mit Isocyanat, ferner ist die Hitze- und Kältebeständigkeit höher. Die angestellten Versuche haben weiterhin er geben, dass Verschleissbeläge aus Polyamid-Kunststoff, die auf dem Rollenkranz aufgespritzt oder als aus wechselbare Einlegeringe aufgebracht sein können, infolge der grossen Druckfestigkeit des Materials nicht walken. Vor allem besitzt dieser Kunststoff eine ge ringere Reibkraft bezüglich Eisen und Stahl, und ist der Fahrwiderstand unwesentlich grösser als bei Seil- rollen nur aus Stahl oder Grauguss, diesen gegenüber aber ganz erheblich seilschonender. Dabei ist eine sehr hohe Abriebfestigkeit vorhanden. Ein weiterer Vorteil besteht noch darin, dass die Sicherung des Belages aus dem harten Polyamid-Kunststoff gegen Verdrehen auf der Seilrolle wesentlich einfacher sein kann als bei einem Belag aus dem bekannten wei cheren Material. In besonders gelagerten Fällen kann zur Ein sparung an hochwertigem Verschleissmaterial auf einen Rollenkranz ein Unterlagsring bzw. können einzelne umfänglich aneinandergereihte Segmente aus billigerem Material aufgebracht sein, der bzw. die mit einer entsprechend dünneren Auflage aus Poly amid-Kunststoff als Verschleissbelag in entsprechen der Form versehen sind. Um bei dem verhältnismässig teuren Polyamid- Kunststoff weitere Einsparungen zu erzielen und zu gleich auch bei Seilrollen für Personenbahnen und Lifte die Elastizität der Einlegeringe bzw. -segmente zu erhöhen, kann der Polyamid-Kunststoffbelag im Bereich der Seilrille z. B. auf einen Ring oder Seg mente aus weicherem nachgiebigerem, thermoplasti schem Kunststoff, z. B. auf der Basis von Polyvinyl chlorid, aufgespritzt sein. Hierbei kann eine Schicht von etwa 4 bis 6 mm genügen, die nach Abnutzung wiederholt erneut werden kann. Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbei spiele der Erfindung. Fig. 1 ist ein Querschnitt durch einen :Seilrollen kranz mit Verschleissausfütterung nach dem ersten Beispiel. Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch den Rollen kranz mit mit einem Verschleissbelag versehenen Ausfütterung nach dem zweiten Beispiel. Fig. 3 ist eine der Fig. 2 entsprechende Darstel lung einer Ausführungsvariante zu Füg. 2. Fig. 4 ist ein Querschnitt durch einen Polyamid- Kunststoff-Einlegering mit eingebettetem Metall- Unterlagsring einer Seilrolle nach dem dritten Bei spiel. Fig. 5 ist eine Aufsicht von unten hiervon. Fig. 6 ist ein Querschnitt durch eine Seilrolle mit von einem Ring gebildetem Rollenkörper mit Verschleissbelag, bei dem die Seilrille nicht gezeichnet ist, nach dem vierten Beispiel. Fig. 7 ist ein Verschleissbelag im Profil und Fig. 8 ist eine weitere Ausführung einer Aus fütterung mit Verschleissbelag. Bei der z. B. für die Laufwerke von Gondeln, Kabinen sowie Hängekästen bei Personen- bzw. Materialseilbahnen oder für Lastkrane oder Bagger verwendbaren Seilrolle nach dem ersten Beispiel ist auf dem aus den Teilen 1 und 2 bestehenden Rollen kranz ein geschlossener, die Seilrille bildender Ein legering 3 aus hartem Polyamid-Kunststoff auswech selbar aufgebracht und zwischen den Kranzteilen durch Verschraubungen 4 verspannt. Das Sichern des Einlegeringes 3 gegen Verdrehen auf dem Rol lenkranz kann durch einen oder mehrere querver laufende, sich über die ganze Ringbreite erstrek- kende kantige Ansätze 5 erfolgen. Bei aus einem Stück bestehenden Seilrollen be steht die Ausfütterung aus einem aufgespritzten Be lag aus dem harten Polyamid-Kunststoff. Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 2 und 3 besteht die Ausfütterung des Rollenkranzes aus ein zelnen, umfänglich aneinandergereihten, je mit einem Polyamid-Kunststoffbelag 6 in dünnerer Schicht ver- sehenen Ringsegmenten 7 aus geeignetem Metall, die in der Mitte an ihrer Unterseite mit einem Schrau benbolzen 8 versehen sind, die je durch ein Loch im Boden 9 des Rollenkranzes hindurchgeführt und mit ihm verschraubt sind. Jeder Schraubenbolzen ist mit einem runden Ansatz 10 versehen, der sich in eine Erweiterung des Schraubenloches in der Boden fläche des Kranzes einlegt. Gemäss der Fig. 3 ist jedes Segment 7 an der Unterseite mit einem laschen- oder zungenartigen Ansatz 11 versehen, der in einen entsprechenden Schlitz im Rollenkranzboden stramm eingreift. Durch einen durch ein Loch 12 im Ansatz 11 und in den Seitenwandungen des Rollenkranzes hindurchgeführ ten Bolzen ist das Segment 7 fest mit dem Rollen kranz verschraubt. Das Polyamid-Verschleissmaterial kann auf dem Segment 7 aufgespritzt bzw. als fertiges Stück aus- wechelbar seitlich aufgeschoben sein. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 und 5 ist in dem Seilrollenkranz-Einlegering 3 aus Poly amid-Kunststoff ein die Seilrille bildender Ring 13 aus elektrisch leitendem Metall derart eingebettet, dass über seinen Umfang verteilte Teile 14 des Ringes 13 an der Innenfläche den Einlegering 3 ein geringes Stück überragen und mit dem Metall des Seilrollenkörpers in Kontaktverbindung stehen. Die Polyamid-Ausfütterung dämpft bei dieser Ausfüh rung die Geräusche. Eine derartig ausgebildete Rol lenkranzeinlage kann gleichzeitig als Stromleiter dienen. Bei der Ausführung nach Füg. 6 ist der auf der Achse 15 der Seilrolle fest aufgebrachte Rollen körperring 16 am Umfang gering konisch ausgebildet, so dass der die nichtgezeichnete Seilrille aufweisende Verschleissring 17 aus dem harten Polyamid-Kunst stoff beim Aufschieben auf den Ring 16 sich stramm verspannen lässt und ausgewechselt werden kann. Bei dem Verschleissbelag aus Polyamid-Kunststoff nach Fig. 7 ist die Sattelstärke des Belages mit 18 bezeichnet. Die Sattelstärke beträgt zweckmässig 11 bis 12 mm, da sich nach eingehenden Versuchen herausgestellt hat, dass diese :Stärke am vorteilhaf- testen ist. Bei grösserer Stärke erhöht sich allmählich die Fliessbarkeit des Kunststoffes und wird dieser im Betrieb eher weicher. Bei der Ausführung nach Fig. 8 besteht die Rol lenkranz-Ausfütterung aus dem Unterlagsring bzw. den Ringsegmenten 19 aus weicherem, nachgiebige rem thermoplastischem Material, beispielsweise auf der Basis von Polyvinylchlorid, auf dem zur Ein sparung von teurem Material eine dünne Schicht 20 aus Polyamid-Kunststoff als Verschleissbelag auf gespritzt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Seilrolle, insbesondere für die Laufwerke von Gondeln und Kabinen bei Personenseilbahnen, sowie von Hängekästen bei Materialseilbahnen, und für ähnliche Einrichtungen, mit einem im Bereich der Seilrille auf dem Rollenkörper aufgebrachten Belag bzw. auswechselbaren Einlegering aus thermoplasti schem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass für diesen Belag bzw. Einlegering harter Polyamid- Kunststoff verwendet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Seilrolle nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Polyamid-Kunststoff als Belag auf dem Rollenkranz aufgespritzt bzw. als endloser Einlegering auswechselbar aufgebracht ist. 2.Seilrolle nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Polyamid-Kunststoffbelag auf auf dem Seilrollen kranz umfänglich aneinandergereihten, der Krüm mung des Seilrollenkranzes entsprechend gebogenen Segmenten aus Metall oder anderem Material auf gespritzt ist. 3. Seilrolle nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Polyamid-Kunststoff-Ringsegmente auf den ein zelnen umfänglich aneinandergereihten Ringsegmen ten aus Metall oder anderem Material von der Seite aus, mit entsprechenden Ansätzen in sich nach oben verjügende Aussparungen dieser Segmente, die par allel zur Achse der Seilrolle verlaufen, eingreifend, stramm aufgeschoben sind.4. Seilrolle nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Segmente aus Metall oder einem anderen Material in der Mitte auf ihrer Unterseite mit einem Schraubenbolzen versehen sind, die durch den Boden des Seilrollenkranzes hindurchgeführt und mit ihm verschraubt sind. 5.Seilrolle nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und; 3, dadurch gekennzeich net, dass die mit dem Polyamid-Kunststoff versehenen einzelnen Segmente aus Metall oder einem anderen Material an der Unterseite einen oder mehrere An sätze oder Laschen besitzen, die stramm in Aus sparungen oder Schlitzen des Rollenkranzbodens lie- gen und durch parallel zur Achse verlaufende, durch die Seitenwandungen des Rollenkranzes hindurch führende Bolzen fest mit dem Rollenkranz ver schraubt sind. 6.Seilrolle nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auswechselbare Ring aus Polyamid-Kunststoff an der Innenseite kantige Ansätze oder Aussparungen be sitzt, die in bzw. in die entsprechend kantige Aus sparungen bzw. Ansätze an der Bodenfläche des Rollenkranzes bzw. der Aussenfläche eines mit dem Rollenkranzboden fest verbundenen Unterlagsringes stramm eingreifen. 7.Seilrolle nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche eines als Rollenkörper auf die Seil- rollenachse aufgebrachten Ringes gering konisch aus gebildet ist, und auf diese konische Fläche der Ein legering aus Polyamid-Kunststoff stramm verspannt aufgeschoben ist. B.Seilrolle nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Einlegering aus Polyamid-Kunststoff im Bereich der Seilrille ein Ring aus, elektrisch leitendem Metall derart eingebettet ist, dass er in Abständen längs seines Umfanges auf der dem Rollenkranz zu gekehrten Fläche aus dem Einlegering hervorragt und mit dem Metall des Seilrollenkranzes in Kontakt- verbindung steht.9. Seilralle nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der auswechselbar aufgebrachte. Einlegering bzw. aufgespritzte Belag aus Polyamid-Kunststoff im Be reich der Seilrille eine Sattelstärke von etwa 11 bis 12 mm besitzt. 10. Seilrolle nach dem Patentanspruch und, den Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch :gekennzeichnet, dass eine Polyamid-Kunststoffschicht im Bereich der Seilrille auf Unterlagsringen bzw.Ringsegmenten aus weicherem nachgiebigem Polyvinylchlorid oder an derem nachgiebigem bzw. elastischem Material auf- gesprizt isst.
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| CH374096A true CH374096A (de) | 1963-12-31 |
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1959
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