CH374802A - Verfahren zur Herstellung schlitzbarer Borsten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schlitzbarer Borsten

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CH374802A
CH374802A CH6721458A CH6721458A CH374802A CH 374802 A CH374802 A CH 374802A CH 6721458 A CH6721458 A CH 6721458A CH 6721458 A CH6721458 A CH 6721458A CH 374802 A CH374802 A CH 374802A
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slitable
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polyvinyl chloride
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CH6721458A
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Hans-Helmut Dr Frey
Emil Dr Kinzinger
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Hoechst Ag
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/44Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from mixtures of polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds as major constituent with other polymers or low-molecular-weight compounds
    • D01F6/46Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from mixtures of polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds as major constituent with other polymers or low-molecular-weight compounds of polyolefins

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Description


      Verfahren        zur        Herstellung        schlitzbarer    Borsten    Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf     ein     Verfahren zur     Herstellung    von Borsten, die sich     :in     ihrer Längsrichtung spalten lassen. Die     vorteilhafte     Verwendung von Natur- und synthetischen Borsten,  die an     ihrem        einen    Ende in     Längsrichtung    aufgespal  ten sind,     ist    bekannt.

   Die     Vorteile    bestehen     darin,     dass sich aus derartigen Borsten Fertigfabrikate, z. B.  Pinsel,     Bürsten,    Besen und     dergleichen    anfertigen las  sen,     die    sich durch einen besonders weichen Strich       auszeichnen.     



       Ein        in    der einschlägigen Industrie     heute    oft be  nutztes     Besteckungsmaterial    für Bürsten, Besen, Pin  sel und dergleichen sind Borsten aus     Po@lyvinylchlorid,     die     allerdings    die oben erwähnte     Schlitzbarkeit    nicht  besitzen.  



  Es ist     bekannt,    dass sich     aus        Polyvinylchlorid          schlitzbare    Borsten dadurch herstellen     lassen,        dass     man dem     Polymerisat    0,5-9 0/0 Polystyrol zumischt  und diese     Mischung    im geschmolzenen     Zustand    auf  der     Strangpresse    zu Borsten     verarbeitet.    Derartige  Borsten haben jedoch     für        verschiedene    Verwendungs  zwecke den     Nachteil,

          d@ass    sie     eine        zu    grosse Sprödig  keit     aufweisen,    weil durch die Zugabe des, spröden  Polystyrols zu     Polyvinylchlorid    die daraus     hergestell-          ten    Borsten noch spröder werden als die aus reinem       Polyvinylchlorid    hergestellten Borsten.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man     schlitzbare          Borsten    dadurch     erhalten        kann,    dass man     Vinyd-Poly-          merisaten    oder     -Mischpolymerisaten,        insbesondere          Polyvinylchlorid    oder dessen     Mischpolymerisaten    mit       Vinylidenchlorid,    3     bis        15        %,

          vorzugsweise        10        bis     15     Gew.O/o,    bezogen auf das     Vinylpolymerisat,        Poly-          olefine,        insbesondere    Polyäthylen und/oder     Poly-          propylen    oder     Mischpolymerisate    von     Olefinen    oder         Mischungen    von     Polyolcfinen    zufügt,

   und die Mi  schung zu Borsten     verarbeitet.    Die Wirkung     dieser          Zusätze    war nicht zu erwarten, da man bisher der  Meinung war, dass zur     Verbesserung    der     Schlitzbar-          kelt    von     Polyvinylchlorid-Borsten    nur     Zusatzmateri-          alen    von hoher     Sprödigkeit,    also geringer Schlag  zähigkeit, wie z. B. Polystyrol; brauchbar wären (vgl.       Deutsche        Auslegeschrift    Nr.<B>1</B>014 521, Spalte 2,  Zeile 32).

   Das für die     Herstellung    der Borsten gemäss  der     Erfindung        vorzugsweise        verwendete    Polyäthylen  ist jedoch     .eine    Substanz, die keineswegs als spröde  bezeichnet werden     kann..     



  Die     erfindungsgemässen    Borsten haben folgende  Vorteile:     Bekanntlich    sind Borsten aus     Polyvinyl-          chlorid    in einzelnen     Fällen    wegen ihrer hohen Sprung       elastizität    besonders geschätzt.

   Diese Eigenschaft     hat     aber bei anderen Verwendungszwecken,     insbesondere     wenn die Borsten zur     Herstellung    von     Besen        Verwen-          dung    finden, erhebliche     Nachteile.    So wird beispiels  weise beim     Kehren    mit einem aus Borsten hoher       Sprungelastizität    besteckten Besen der Schmutz nicht  geschoben, sondern weggeschleudert.

   Die erfindungs  gemässen Borsten aus.     Vinylpolymerisaten    mit .einem  Zusatz von     Pöllyoleffnen    weisen diesen     Nachteil        nicht     auf. Sie     besitzen    eine sehr gute     Schlitzbarkeit    sowie  eine     verringerte        Sprungelastizität,    die je nach Höhe  des     zugesetzten        PoTyäthylcnanteiles    dem vorgesehe  nen Verwendungszweck angepasst wird.

   -Benötigt man  eine Borste mit hoher     Sprungelastizität,    so werden  wenig     Polyolefine    zugefügt, benötigt man eine aus  gesprochen weiche Borste (z. B. für die Besenherstel  lung), so werden die     Mengen    an     Palyalefinen    erhöht.  



       Erfindungsgemäss        arbeitet    man mit     einem    Zusatz  von     3-15_0/0,        vorzugsweise        mit    einem Zusatz von       10-15        %        Polyolefinen.        Bei        noch        höheren        Mengen        an         zugesetzten     Polyolefinen    wurde     keine        wesentliche          Verbesserung    der     

  Schlitzbarkeit        festgestellt.     



  Für die Herstellung der     erfindungsgemässen    Bor  sten eignen sich     Hochdruck-Polyäthylen    und Nieder  druck-Polyäthylen, ferner nach einem     Niederdruck-          pqlymerisationsverfahren        hergestelltes        Polypropylen          sowie        Mischpolymerisatz    von     Äthylen    und     Propylen.          Ausserdem    eignen sich Mischungen der     genannten          Polymerisate.    - Besonders     günstige    Ergebnisse -wurden  erzielt     

  mit        Nitderdruck-Polyäthylen    von     einer        redu-          zierten    Viskosität     von.    1,5 bis 2,0, gemessen     in    Tetra       hydronaphthalin    als     Lösungsmittel    (bei 120 C und       einer        Konzentration    von 5     gjl)    und mit einem nach       einem        Niederdruckpolymerisationsverfahren        herge-          stellten        Polypropylen.     



  Die Zugabe     der        Polyolefine    kann so erfolgen, dass  diese als Pulver oder Granulat dem in Pulver- oder       Granulatform    vorliegenden     Polyvinylchlori.d        bei-          gemischt    werden. Die     Herstellung    der Mischung     kann     auf     üblichen        Mischaggregaten        erfolgen,    wie z. B. auf       Mischwahen,        Strangpressen,        Knetern    u. a.

   Die  Mischung der beiden Komponenten in     Granulatform     ist dann besonders     vorteilhaft,    wenn man 2     Borsten-          typen,        nämlich        schlitzbare    und nicht     schlitzbare,    her  stellen     will.    Die Lagerhaltung wird dadurch     verein-          facht,    und die     Zumischung    des     Granulates    kann zur  Erzeugung von gefärbten Borsten auch     gemeinsam     mit einem     Farbstoff        erfolgen.     



  Die Aufspaltung des einen     Endes        der,erf'uidungs-          gemässen    Borsten     kann    durch einfaches Schlagen,  besser jedoch mit     Hilfe        einer    dafür     gebauten.        Schlitz-          maschine,    erfolgen.  



  <I>Beispiel l</I>  100     Gewichtsteile        Polyvinylchlorid    vom     K-Wert     60 werden mit     einem        Gewichtsteil        Dibutylzinnbis-          thioglykolsäure-2=äthyl-hexylester    und     einem    Ge  wichtsteil     Glycerinmonooleat        gemischt,    bei     1600C     während 10     Minuten        verwalzt    und     anschliessend        gra          nuliert.     



  Zu 100     Gewichtsteilen        dieses"    Granulates mischt  man 12     Gewichtsbeile        Niederdruck-Polyäthylen-Gra-          nulat        mit        einer        reduzierten    Viskosität von 1,9.

   Die  aus diesem     Gemisch    mit     Hilfe    von     Strangpressen        her-          gestellten    Drähte werden in     Wasser    von     95         im        Ver-          hältnis    1 : 2,5     verstreckt    und     daraufhin    auf die ge-         wünschte        Länge    zu Borsten geschnitten.

   Die auf diese  Weise     hergestellten    Borsten von 0,20     mm    Durchmes  ser     sind    im     Gegensatz    zu     reinen        P'olyvinylchlorid-          Borsten        schlitzbar.    Sie weisen     eine    geringere     Sprung-          elastizität    auf als reine Borsten aus     Polyvinylchlorid     und     besitzen    ausserdem auch eine hervorragende Halt  barkeit.  



  <I>Beispiel 2</I>  100     Gewichtsteile        Polyvinylchlorid    in Pulverform  vom     K-Wert    60, ein Gewichtsteil     Dibutylzinnbisthio-          glykolsäure-2-äthyl-hexylvster        und    ein     Gewichtsteil          Glycerinmonooleat    werden     mit    8     Gewichtsteilen          Hochdruck-Polyäthylen    in Pulverform     gemischt,

      bei  160  C     während    10     Min.        verwalzt    und     anschliessend          granuliert.    Aus     diesem    Gemisch nach dem     Schmelz-          spinnverfahren        gemäss    Beispiel 1     hergestellte    Borsten       sind        schlitzbar.     



  <I>Beispiel 3</I>  100     Gewichtsteile        Polyvinylchlorid-Granulat    vom       K-Wert    60,     ein.    Gewichtsteil     DibutyLvnnbssthioglykol-          säure-2-äthyl-hexylester    und     ein        Gewichtsteil        Glyce-          rinmonooleat    werden mit 10     Gewichtsteilen        eines          Granulates.    aus     Polypropylen,

      das nach einem     Nied'er-          drukverfahren    gewonnen     wurde    und dessen reduzierte  Viskosität 13,1 beträgt, gemischt, anschliessend ge  mäss Beispiel 1 zu Borsten     verarbeitet.    Die so ge  wonnenen Borsten lassen sich mit Hilfeeiner Schlitz  maschine an     ihren    Enden     mühelos    aufspalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung schlitzbarer Borsten, dadurch gekennzeichnet, dass man Vinyl-Polymeri saten oder -Mischpolymerisaten vor der Verarbeitung 3-15 % Polyolefine zusetzt und die Mischung zu Borsten verformt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Polyolefine Niederdruck- Polyäthylen mit einer reduzierten Viskosität von 1,5 bis 20 verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Polyolefin Niederdruck- Polypropyl'en verwendet.
CH6721458A 1957-12-13 1958-12-11 Verfahren zur Herstellung schlitzbarer Borsten CH374802A (de)

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DE731522C (de) * 1938-05-18 1943-02-10 Ig Farbenindustrie Ag Borsten fuer Buersten, Besen o. dgl.
DE911434C (de) * 1951-06-18 1954-05-13 Huels Chemische Werke Ag Stabilisator fuer Polyvinylchlorid und vinylchloridhaltige Mischpolymerisate

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