CH374836A - Zwangszentriervorrichtung für geodätische Instrumente und Geräte - Google Patents
Zwangszentriervorrichtung für geodätische Instrumente und GeräteInfo
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Description
Zwangszentriervorrichtung. für geodätische Instrumente und Geräte Die beiden, bei den Theodoliten am meisten ver breiteten Zwangszentriervorrichtungen, nämlich die mit Hülsen und die mit Dreifussnuten versehenen, haben bekanntlich mehrere Nachteile.
Durch die Zwangszentrierung mit Hülsen wird die bauliche Ein- heitlichkeit des Theodolits gestört, denn der Theodolit muss aus zwei Teilen aufgebaut werden, und zwar aus einem in einen Zapfen auslaufenden oberen Teil: und dem Dreifuss, der die Hülse und die Fussschrauben enthält. Der Zapfen und die Hülse müssen beim Messen auseinandergenommen und im folgenden Standpunkt wieder zusammengepasst werden. Dabei können Staub und Verunreinigungen, die sich auf den Passflächen ablagern, die Präzision beeinträch tigen.
Bei der Zwangszentrierung mit Dreifussnuten, wo in der Grundplatte drei V-förmige Nuten um je 120 voneinander versetzt zur Aufnahme der spitzen Enden der Fussschrauben vorgesehen sind, kennt man fol gende Nachtedle: 1. Beim Verlegen in einen folgenden Standpunkt muss das Instrument wieder eingewägt werden.
2. Wegen der Verdrehung der Fussschrauben können die vorhandenen Exzentrizitäten beim zen trischen Aufstellen Fehler verursachen: 3. Der Gewindeteil der Fussschrauben äst zu einer genauen Führung nicht geeignet.
4. Die nach oben offenen Nuten können sich verschmutzen.
5. Für die Verdrehung der dreizweigigen Feder platte, die die Fussschrauben gegen die Grundplatte drückt, ist ein -grösserer Kraftaufwand erforderlich, der dann ein Ausrücken des Stativkopfes, und so Messfehler bedingen kann.
Die Zwangszentrierung mit Hülse und die mit Dreifussnuten haben den gemeinsamen Nachteil, dass der Vorgang des Fixierens, das heisst die Festlegung des Oberteiles am: Dreifuss oder an der Grundplatte, nicht automatisch vor sich geht.
Wenn man also ver gisst, die. Klemmschraube anzuziehen, kann das In- strument beim Weitertragen vom Stativ herunter- fallen: Die.- Vorrichtung nach. der Erfindung, die in die Gruppe. der Zwangszentriervorrichtungen mit Drei fussnuten gehört, ist frei von den aufgezählten Män geln.
Dabei sind die- Fussschrauben, vom Instrument getrennt; auf der - Grundplatte umgekehrt; mit ihren Spitzen nach oben gelagert und die dreizweigige Federplatte wird ständig durch eine Feder in die Grundstellung gedrückt.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfin dung.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht bzw. einen Schnitt mit zwei dargestellten Fussschrauben, mit der drei- zweigigen Federplatte und einer der-drei Fussnuten, wobei diese Nut, die sonst radial gerichtet ist, zur besseren Veranschaulichung um 90 verdreht wurde.
Fig.2 zeigt eine Untenansicht unter Weglassung der Grundplatte und der Fussschrauben, mit der drei zweigigen Federplatte, den Fussnuten und einem Knopf, der zum Verdrehen der Federplatte dient.
Bei den bekannten Vorrichtungen sind die je um 120 zueinander versetzten Fussschrauben am Drei fuss des Instrumentes gelagert, während bei der Vor richtung nach der Erfindung die Fussschrauben 2 in der Grundplatte 1 in umgekehrter Lage unterge bracht sind.
Notwendigerweise ist die Lage auch bei den Fussnuten 3 umgekehrt, die mit diesen versehenen Stützglieder sind nämlich jetzt nicht an der Grund- platte, sondern in je um 120 versetzten Bohrungen angeordnet, die im Gussstück - 4 des Unterteiles des Instrumentes vorgesehen sind. Aus der umgekehrten Anordnung folgen diese Vorteile:
a) Das Instrument soll mit den Fussschrauben nur einmal nivelliert werden, da eine auf die Fussschrau- benspitzen 5 gelegte Berührungsebene waagrecht liegt, so dass beim Austausch (wenn der Theodolit z. B. gegen eine Zieltafel ausgetauscht wird) die eingewägte Lage wieder zugesichert ist.
b) Die Stützglieder sind in den Bohrungen des Gussstückes 4 vor Staub und Verunreinigungen besser geschützt und mit ihren Nuten nach unten ange bracht.
c) In der Zwangszentrierung lässt sich eine grö ssere Präzision erreichen, da die Genauigkeit nicht bei der Fertigung der beweglichen Bestandteile (Fuss schrauben), sondern nur bei der Fertigung der Fuss nuten gesichert werden muss.
Die Verbindung zwischen der Grundplatte und dem Instrument wird durch die Federplatte 7 herge stellt, die am Gussstück 4 um die Mittellinie der stehenden Achse 6 des Instrumentes drehbar gela gert ist. Die dreizweigige Federplatte 7 drückt sich gegen sphärische Flächen, die an den Fussschrauben 2 ausgebildet sind,
die in die Schlitze der Federplatte hineinragen. Hierdurch werden die Fussschrauben in die am Instrument befindlichen Fussnuten 3 hinein gesetzt. Eine zentrisch zur Stehachse 6 des Instru mentes angeordnete Spiralfeder 8; deren ein Ende am Instrument und das andere Ende an der Federplatte befestigt ist, drückt diese Platte ständig in ihre Grundlage.
Zum Verdrehen der Federplatte aus ihrer Grundlage dient ein am Gussstück 4 drehbar gela gerter Knopf 9. Ein zusammen mit diesem Knopf drehbares Zahnrad 10 und ein an der Federplatte vorgesehenes verzahntes Segment 11 ergeben eine Untersetzung, wodurch zum Drehen der Grundplatte entgegen der Federkraft eine geringe Kraft ausreicht.
Dies hat die Bedeutung, da.ss beim Lösen der Verbindung zwischen dem Instrument und der Grund platte wegen des geringen Kraftaufwandes keine Ver schiebung befürchtet werden muss. Nach Verdrehen des Knopfes 9 kann das Instrument von den Enden der auf der Grundplatte befindlichen Fussschrauben abgehoben und je nach dem Zweck der Messung gegen ein anderes Gerät wie Signaltafel, optisches Lot und dergleichen ausgetauscht werden.
Beim Fixie- ren ist keine Kraft aufzuwenden, da die Feder 8 so stark ist, dass sie die drei Zweige der Grundplatte entgegen den auftretenden Reibungen selbsttätig gegen die sphärische Fläche der Fixierschrauben zieht. So kann nicht der Fall vorkommen, dass wegen Ver gesslichkeit zwischen dem Instrument und der Grund platte keine Verbindung zustande kommt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zwangszentriervornichtung mit Dreifussnuten für geodätische Instrumente und Geräte, bei welcher die Fussnuten zur Aufnahme der Spitzen der Fussschrau ben am Instrument vorgesehen sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fussschrauben auf der mit dem In strument in lösbarer Verbindung stehenden Grund platte mit ihren Spitzen nach oben gelagert sind und ein elastisches Glied, das die Fussschraubenspitzen in die Fussnuten drückt, derart um die Mittellinie der Stehachse des Instrumentes drehbar gelagert ist,dass es durch ein weiteres elastisches Glied ständig in der Feststellage gehalten wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH172760A CH374836A (de) | 1960-02-16 | 1960-02-16 | Zwangszentriervorrichtung für geodätische Instrumente und Geräte |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH172760A CH374836A (de) | 1960-02-16 | 1960-02-16 | Zwangszentriervorrichtung für geodätische Instrumente und Geräte |
Publications (1)
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| CH374836A true CH374836A (de) | 1964-01-31 |
Family
ID=4217180
Family Applications (1)
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| CH172760A CH374836A (de) | 1960-02-16 | 1960-02-16 | Zwangszentriervorrichtung für geodätische Instrumente und Geräte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH374836A (de) |
-
1960
- 1960-02-16 CH CH172760A patent/CH374836A/de unknown
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