CH375103A - Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Magen- und Darmgeschwüre aus Lakritze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Magen- und Darmgeschwüre aus Lakritze

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CH375103A
CH375103A CH6630358A CH6630358A CH375103A CH 375103 A CH375103 A CH 375103A CH 6630358 A CH6630358 A CH 6630358A CH 6630358 A CH6630358 A CH 6630358A CH 375103 A CH375103 A CH 375103A
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CH6630358A
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Gerardus Van Loon Handelnd Unt
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/48Fabaceae or Leguminosae (Pea or Legume family); Caesalpiniaceae; Mimosaceae; Papilionaceae
    • A61K36/484Glycyrrhiza (licorice)

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen   Magen- und    Darmgeschwüre aus Lakritze
Es ist bekannt, dass Lakritze (Succus Liquiritiae) ein Heilmittel gegen Magen- und Darmgeschwüre ist.



  Es ist aber auch bekannt, dass Lakritze durch ihren Gehalt an Glycyrrhizin (das heisst dem Natriumund Calciumsalz der Glycyrrhizinsäure) und Glycyrrhetinsäure (dem Aglucon der Glycyrrhizinsäure) eine sehr nachteilige Wirkung in der oben erwähnten Therapie verursacht, da sie störende oder gar gefährliche   Ödeme    hervorruft   (s. z. 3. N. T. v. G. 96,    S. 2338-2341 [1952] und die Veröffentlichung von Molhuysen c. s. in ehe Lancet   123.    9. 1950] S. 382 und 383).



   Das Glycyrrhizin ist neben geringen Mengen Glycyrrhetinsäure gewöhnlich in der Lakritze in Mengen von   10-30 0/o    anwesend.



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Magen- und Darmgeschwüre aus Lakritze (Succus Liquiritiae), das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Lakritze auflöst, indem man sie mit Wasser verdünnt und erhitzt und die so erhaltene Lösung bei erhöhter Temperatur bis zu einem pH von 3,0 bis 2,0 ansäuert, rührt und die gebildete sirupartige Glycyrrhizinsäure und die Glycyrrhetinsäure, die beide ausfallen, entfernt. Hierauf wird die erhaltene Lösung neutralisiert und konzentriert oder in Pulverform übergeführt.



   Durch dieses Verfahren erhält man ein Erzeugnis, das einerseits vollständig oder fast vollständig von den oben erwähnten schädlichen Bestandteilen befreit ist und anderseits vollständig oder fast vollständig seine wertvollen Bestandteile behalten hat.



  Dieses Verfahren kann ohne Schädigung des sogenannten spasmolytischen Faktors des Erzeugnisses in technischem Massstab durchgeführt werden.



   Zweckmässig benutzt man zum Ansäuern verdünnte Schwefelsäure und zur Neutralisation Ammoniak. Dies hat den Vorteil, dass sich Ammoniumsulfat bildet, welches selbst auf die Eingeweide etwas spasmolytisch wirkt, während im Gegensatz hierzu Ammoniumchlorid einen nachteiligen Einfluss auf das Epithel des tractus digestivus ausübt.



   Beispiel
100 kg Lakritze werden mit der drei- bis vierfachen Gewichtsmenge Wasser gemischt und auf eine Temperatur von 40 bis 520 erhitzt. Die Lakritze löst sich zu einer schwarzbraunen und etwas trüben Flüssigkeit. Zu dieser Lösung gibt man allmählich 4n Schwefelsäure unter fortwährendem Rühren und unter Aufrechterhaltung der obengenannten Temperaturstrecke, bis der pH-Wert der Lösung sich auf etwa 3,0 bis etwa 2,0 stellt. Nachdem man 15 Minuten gerührt hat, wird die Lösung von der Glycyrrhizinsäure, die sich als sirupartige Masse abgesetzt hat, dekantiert und in einer schnell umlaufenden Zentrifuge   (z.B.einer      Überzentrifuge    mit etwa 16 000 Umdrehungen in der Minute) zentrifugiert, um die fein verteilte Glycyrrhetinsäure zu entfernen. Die klar ablaufende Flüssigkeit wird aufgefangen (erster Extrakt).

   Das erhaltene Schleudergut und die Glycyrrhizinsäure, die beim Dekantieren zurückgeblieben ist, werden erneut 15 Minuten mit höchstens der fünffachen Gewichtsmenge Wasser von 40 bis 520 gerührt, das auch auf einen pH Wert von etwa 3,0 bis etwa 2,0 gebracht worden ist. Nach dieser Zeit lässt man, um eine möglichst vollständige und schnelle Gewinnung der zurückbleibenden wertvollen Bestandteile zu erreichen, die Temperatur nicht unter   350.    fallen, sondern hält sie vorteilhafterweise auf 35 bis   45".    Hierauf wird das  so erhaltene Gemisch ebenfalls zentrifugiert und das erhaltene klare   Zentriftigat    mit dem Extrakt aus der ersten Stufe vermischt.

   Die vereinigten Extrakte werden nunmehr mit reinem Ammoniak   (100/obiger    Ammoniaklösung) neutralisiert, wobei Lackmuspapier als Indikator verwendet wird.



   Die neutralisierte Lösung wird in einem Destillierapparat bei niedriger Temperatur und im Vakuum zu einer dicken Flüssigkeit (sp. Gew. etwa 1,30) eingedampft und alsdann in flache emaillierte Schalen übergeführt und in der üblichen Weise im Trockenschrank in einen trockenen Extrakt übergeführt und, falls gewünscht, pulverisiert.



   Das erhaltene trockene Pulver enthält höchstens   50/0. Wasser    und höchstens   10/o    Glycyrrhizinsäure und im wesentlichen keine Glycyrrhetinsäure, aber im übrigen alle ursprünglichen Bestandteile der Lakritze. Diese beiden Säuren können quantitativ nebeneinander bestimmt werden, indem man von ihrer verschiedenen Löslichkeit in   400/obigem    Alkohol Gebrauch macht Die Glycyrrhetinsäure ist nämlich darin sehr schwer löslich.



   Die Ausbeute an trockenem deglycyrrhinisiertem Lakritzepulver ist abhängig von dem Ausgangsmate  rial;    im allgemeinen erhält man jedoch eine Ausbeute, die dem Gewicht der Lakritze entspricht, verringert um ihren Gehalt an Glycyrrhizin und Glycyrrhetinsäure und Wasser.



   In der Praxis hat sich gezeigt, dass in einer grossen Anzahl von Fällen diese deglycyrrhinisierte    Lakritze in der Therapie keine zu :) Ödeme verursacht,    auch nicht bei Personen, die hierfür besonders anfällig sind.



   Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellte deglycyrrhinisierte Lakritze kann in Formen, die für therapeutische Dosierungen üblich sind, wie z. B. Tabletten und dergleichen, gebracht werden. Für bestimmte Zwecke kann das Verfahrenserzeugnis mit andern Arzneimitteln für Magenund/oder Darmkrankheiten, wie z.   B    Wismutpräparaten, vermischt werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Magen- und Darmgeschwüre aus Lakritze, dadurch gekennzeichnet, dass man Lakritze auflöst, indem man sie mit Wasser verdünnt und erhitzt und die so erhaltene Lösung bei erhöhter Temperatur bis zu einem pH-Wert von 3,0 bis 2,0 ansäuert, rührt und die gebildete, ausgefallene sirupartige Glycyrrhizinsäure und die ausgefallene Glycyrrhetinsäure entfernt, die erhaltene Flüssigkeit neutralisiert und konzentriert oder in Pulverform überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ansäuerung mit verdünnter Schwefelsäure und die Neutralisation mit verdünntem Ammoniak durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausfällung der Glycyrrhizinsäure und der Glycyrrhetinsäure bzw. ihre Auswaschung bei Temperaturen von 40 bis 520 vornimmt.
CH6630358A 1958-11-18 1958-11-18 Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Magen- und Darmgeschwüre aus Lakritze CH375103A (de)

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