CH375813A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH375813A
CH375813A CH7669259A CH7669259A CH375813A CH 375813 A CH375813 A CH 375813A CH 7669259 A CH7669259 A CH 7669259A CH 7669259 A CH7669259 A CH 7669259A CH 375813 A CH375813 A CH 375813A
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dyes
sep
acid
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carboxylic acid
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CH7669259A
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Karl Dr Seitz
Henri Dr Riat
Max Dr Staeuble
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/20Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a pyrimidine ring
    • C09B62/22Anthracene dyes

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  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Farbstoffe       Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung neuer, wertvoller, organischer Farb  stoffe aus der Reihe der     Küpen-,        Acridon-,        Thio-          xanthon-    oder     Dioxazinfarbstoffe,    die den Rest einer       Pyrimidincarbonsäure    aufweisen, der an mindestens  ein     Kohlenstoffatom    des     heterocyclischen    Ringes ein  Halogenatom gebunden enthält.

   Sie bezieht sich vor  allem auf die Herstellung von Farbstoffen, die min  destens einen Rest der Formel  
EMI0001.0011     
    aufweisen, worin X und Y Halogenatome bedeu  ten, während Z ein     Wasserstoffatom    oder ebenfalls  ein Halogenatom darstellt.  



  Dieser Rest ist an das     Farbstoffmolekül    über eine       Aminogruppe,    z. B. eine     NH.-        Gruppe    oder eine durch  einen     aliphatischen,        cycloaliphatischen,        araliphati-          schen    oder aromatischen Rest substituierte     Amino-          gruppe    gebunden. Besonders wertvoll sind die Farb  stoffe der vorliegenden Erfindung, die mindestens  eine Gruppe der Formel  
EMI0001.0023     
    enthalten, worin n eine ganze Zahl im Werte von  höchstens 4 bedeutet.  



  Neben einer     Gruppe    dieser Art, welche     gegebe-          nenfalls    über einen     Alkylenrest,    vorzugsweise aber  an einen aromatischen Ring des     Farbstoffmoleküls     gebunden ist, können die     erfindungsgemässen    Farb  stoffe eine     wasserlöslichmachende    Gruppe, z.

   B.     eine     gegebenenfalls     acylierte        Sulfonsäureamidgruppe,    eine       Methylsulfongruppe,    eine     H03S-O-Gruppe    oder eine  ionisierte, stark saure,     wasserlöslichmachende    Gruppe,  wie eine     Carboxyl-    oder eine     Sufonsäuregruppe    ent  halten.

   Sie können auch weitere, insbesondere nicht  wasserlöslichmachende     Substituenten,    wie Halogen  atome,     Nitro-,        Acylamino-,        Alkyl-    oder     Alkoxy-          gruppe        aufweisen.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man Farbstoffe der genannten  Reihe, die eine     acylierbare        Aminogruppe,    vor allem       eine        -NH,-    Gruppe enthalten, mit einer den Rest  einer     Halogenpyrimidincarbonsäure    abgebenden Ver  bindung, z. B. mit dem     2,6-Dibrom    oder dem     2,6-          Dichlor-pyrimidin-4-carbonsäurechlorid    kondensiert.  Dadurch werden wertvolle, einen reaktionsfähigen       Substituenten    aufweisende Farbstoffe, die mit Textil  materialien, wie Wolle und Baumwolle, chemisch  reagieren können, erhalten.  



  Als Beispiele von     acylierbare        Aminogruppen    ent  haltenden     Farbstoffen,    welche gemäss     vorliegendem     Verfahren     acyliert    werden können, seien die folgen  den erwähnt:

   4-, 5- oder     8-Amino-l-acylamino-          anthrachinone    (die durch     Acylieren    von     1-Amino-          anthrachinonen,    welche in 4-, 5- oder     8-Stellung    eine       Nitrogruppe    aufweisen, mittels     Benzoesäurehalo-          geniden    und nachträgliche Reduktion der Nitrogruppe  in eine     Aminogrupe    erhalten werden),

       Aminodibenz-          anthronsulfonsäuren    und Amino-isodibenzanthron-           sulfonsäuren    (die durch     Einführung    von zwei     Sulfon-          säuregruppen    in     Aminodibenzanthron    oder in     Amino-          isodibenzanthron    erhalten werden können);

   ferner         1-Sulfophenylamino-4-amino-thioxanthon,        1-Amino-          acridon-4-carbonsäure,    und die Farbstoffe der For  meln  
EMI0002.0011     
    Die     Acylierung    der eine     acylierbare        Amino-          gruppe    enthaltenden Farbstoffe führt man zweck  mässig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie       Natriumacetat,        Natriumhydroxyd    oder     -carbonat    und  unter relativ milden Bedingungen, z. B. in organi  schen Lösungsmitteln oder bei relativ tiefen Tempera  turen in wässerigem Mittel aus.  



  Die zur erfindungsgemässen Umsetzung mit Farb  stoffen bzw. mit     Farbstoffzwischenprodukten    benö  tigten     Halogenpyrimidincarbonsäurehalogenide    kön  nen dadurch     hergestellt    werden, dass man entspre  chende     Carbonsäuren    oder     Oxycarbonsäuren,    insbe  sondere die     2,6-Dihydroxypyrimidin-4-carbonsäure     (auch     Uracilcarbonsäure    genannt), mit     Halogenie-          rungsmitteln    behandelt, die imstande sind,

       Carbon-          säuregruppen    in     Carbonsäurehalogenidgruppen    um  zuwandeln und     heterocyclisch        gebundene        Hydroxyl-          gruppen    durch Halogenatome zu     ersetzen.     



  Als solche     Halogenierungsmittel    sind vor allem  die     Phosphortri-    und     Pentahalogenide,    insbesondere       Phosphorpentachlorid    und     Phosphoroxychloridgemi-          sche    zu     erwähnen.     



  Die Umwandlung der     Uracilcarbonsäure        in    die  erfindungsgemässen Halogenpyrimidincarbonsäure-         halogenide    wird zweckmässig bei Wärme unter wasser  freien     Bedingungen    vorgenommen. Die Isolierung der  gebildeten     Carbonsäurehalogenide    aus dem Reak  tionsmedium kann durch     Destillation    geschehen.  



  Die aus den so erhaltenen     Halogenpyrimidin-          carbonsäurehalogeniden    nach dem angegebenen Ver  fahren erhaltenen Farbstoffe sind neu. Sie eignen  sich zum Färben und Bedrucken der verschieden  sten Materialien, insbesondere     polyhydroxylierter    Ma  terialien faseriger Struktur, wie     cellulosehaltiger     Stoffe, und zwar sowohl künstlicher Fasern, z. B.  aus regenerierter     Cellulose,    als auch natürlicher Ma  terialien, z. B. Leinen oder vor allem Baumwolle.

    Sind sie wasserlöslich, dann eignen sie sich zum  Färben nach der sogenannten     Direktfärbemethode     und auch nach dem     Druck-    oder nach dem     Foular-          dierfärbeverfahren.    Die Farbstoffe können auf die  zu färbende Ware durch Alkali- und Wärmebehand  lung, z. B. durch Dämpfen, chemisch fixiert werden.  



  Zwecks     Verbesserung    der     Nassechtheiten    emp  fiehlt es sich, die so erhaltenen Färbungen und       Drucke    einem gründlichen Spülen mit kaltem und  heissem Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz eines       dispergierend    wirkenden oder die Diffusion nicht      fixierter Farbstoff     anteile    fördernden Mittels zu un  terwerfen.  



  Die mit den erfindungsgemässen Farbstoffen auf       cellulosehaltigen    Fasern     erhältlichen    Färbungen zeich  nen sich in der Regel durch die Reinheit ihrer Farb  töne, durch eine gute Lichtechtheit und vor     allem     durch     hervorragende        Nassechtheiten    aus.  



  Die erfindungsgemässen, wasserlöslichen Farb  stoffe eignen sich auch zum Färben und Bedrucken  von stickstoffhaltigen Textilmaterialien, wie Leder,  Seide und vor allem Wolle, sowie     Superpolyamid-          oder        Superpolyurethanfasern    aus schwach alkali  schem, neutralem oder .saurem Bade, z. B. aus essig  saurem Bade.  



  Die auf Wolle mit solchen     Farbstoffen    erhalte  nen Färbungen sind ausgezeichnet wasch- und walk  echt.  



  Zwecks Stabilisierung     können    den erfindungsge  mässen Farbstoffen Puffermittel als     Coupagemittel     zugesetzt werden; als solche kommen z. B.     Borate     oder Phosphate, z. B. Gemische von Mono- und       Dinatriumphosphat,    in Betracht.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind     in    Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  Verwendet man 7,96 Teile des     Farbstoffes    der  Formel  
EMI0003.0017     
    und     acyliert    die     Aminogruppe    nach der im Beispiel  1 angegebenen Weise mit     2,6-Dichlor-pyrimidin-4-          carbonsäurechlorid,    so erhält man einen Farbstoff,  der Baumwolle in gelben Tönen färbt.  



       Ein    gelber     Farbstoff        wird        ebenfalls    erhalten, wenn  anstelle des angegebenen     Thioxanthonfarbstoffes    der  jenige der Formel  
EMI0003.0027     
    verwendet     wird.       <I>Beispiel 2</I>  Verwendet man 7,27 Teile des Farbstoffes der Formel  
EMI0003.0029     
    dessen Herstellung bekannt und z.

   B. in der fran  zösischen     Patentschrift   <B>1116</B> 564 beschrieben ist, und       acyliert    die beiden     Aminogruppen    mit 2,6-Dichlor-         pyrimidin        4-carbonsäurechlorid    nach den Angaben  des Beispiels 1, so erhält man     einen    Farbstoff, der  Baumwolle in     graustichig    blauen Tönen färbt.    <I>Beispiel 3</I>    3,45 Teile     1-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon     werden in 75 Teilen trockenem Nitrobenzol suspen  diert und mit 2,4 Teilen     2,6-Dichlorpyrimidin-4-car-          bonsäurechlorid    versetzt.

   Man     kondensiert    während    5 Stunden unter Rühren bei 125 bis l30 , kühlt       dann    auf Raumtemperatur ab und isoliert den     in     Nadeln     auskristallisierten    Farbstoff durch Filtration,  wäscht mit Aceton und trocknet bei 40      im    Vakuum.    Der Farbstoff der Formel  
EMI0003.0045     
      färbt Baumwolle und     regenerierte        Cellulose    aus der  alkalischen     Hydrosulfitküpe    in orangeroten Tönen.  



  Ersetzt man in obigem Beispiel das     1-Amino-4-          benzoylaminoanthrachinon    durch die     äquimolekulare     Menge     1-Amino-5-benzoylamino-anthrachinon,    so  erhält man einen gelben Farbstoff mit     ähnlichen     Eigenschaften.

      Ähnliche, Baumwolle und regenerierte     Cellulose     in den in Kolonne<B>111</B> der nachstehenden Tabelle  angegebenen Tönen färbende Farbstoffe werden er  halten, wenn anstelle des     1-Amino-4-benzoylamino-          anthrachinons    die     äquimolekulare    Menge der in  Kolonne     II    der nachstehenden Tabelle angeführten  Ausgangsprodukte verwendet werden:

    
EMI0004.0014     
  
    <U>I <SEP> I <SEP> I</U>I <SEP> I <SEP> <U>I</U>II
<tb>  CO
<tb>  1 <SEP> @ <SEP> <B> < _>_C</B> <SEP> = <SEP> C <SEP> , <SEP> orangerot
<tb>  S <SEP> NH2
<tb>  <B>Co</B> <SEP> C <SEP> O <SEP> @NHZ
<tb>  2 <SEP> \ <SEP> \C <SEP> = <SEP> C/ <SEP> ' <SEP> blauviolett
<tb>  <B>\,/</B>\S/ <SEP> \S/@
<tb>  O
<tb>  /
<tb>  NH2
<tb>  3 <SEP> gelbbraun
<tb>  /
<tb>  1I
<tb>  O
<tb>  O <SEP> <B>NH-</B>
<tb>  4 <SEP> grünblau
<tb>  1I <SEP> I
<tb>  O <SEP> NH2

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung organischer Farbstoffe aus der Reihe der Acridon-, Thioxanthon-, Dioxazin- und Küpenfarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens eine acylierbare Aminogruppe ent haltende Farbstoffe der obengenannten Reihe mit einer den Rest einer Halogenpyrimidincarbonsäure abgebenden Verbindung kondensiert. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als den Rest einer Halogen- pyrimidincarbonsäure abgebende Verbindung ein Dihalogen-pyrimidincarbonsäurehalogenid verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als den Rest einer Halo- genpyrimidincarbonsäure abgebende Verbindung 2,6- Dichlorpyrimidin-4-carbonsäurechlorid verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff einen solchen verwendet, der mindestens eine NH2 Gruppe enthält. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation in Ge genwart eines säurebindenden Mittels vornimmt.
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