CH377960A - Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe

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CH377960A
CH377960A CH7088259A CH7088259A CH377960A CH 377960 A CH377960 A CH 377960A CH 7088259 A CH7088259 A CH 7088259A CH 7088259 A CH7088259 A CH 7088259A CH 377960 A CH377960 A CH 377960A
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amino
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sulfonic acid
diazo
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CH7088259A
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Montmollin Rene Dr De
Henri Dr Riat
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/01Disazo or polyazo dyes

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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Disazofarbstoffe       Die vorliegende Erfindung     .bezieht    sich auf ein  Verfahren zur Herstellung neuer     Disazofarbs:toffe,    die  als freie Säuren der     Formel     
EMI0001.0005     
    entsprechen, worin D und     D1    je den Rest einer     ge@ge-          benenfall@s    verschiedenen,     sulfonsäure.gruppenhaltigen          Diazokomponente        bedeuten,    von denen     mindestens     einer einen über eine     Aminogruppe    gebundenen  Säurerest enthält,

   welcher mit     Fasermaterialien        unter          Bildung    einer .chemischen     Bindung    reagieren kann.  



  Als reaktionsfähige Säurereste kommen z. B. a,ss  u.ngesättigte     Acylreste    von     aliphatisehen        Carbonsäu-          ren,    wie der     Acrylrest,    der     a-Chlor-acrylrest    und die  Reste der Formel .  
EMI0001.0024     
    (worin eines der beiden X Wasserstoff und das  andere X Chlor bedeutet) und vorzugsweise beweg  liche     Halogenatome        enthaltende    Säurereste in Be  tracht.

   In .solchen Resten kann das bewegliche, das  heisst mit Fasermaterialien     reaktionsfähige    Halogen  atom in einem     he.terocyclischen,    zwei     bis    drei     Stick-          stoffatome        enthaltenden    Rest, z.

   B. in einem       Pyrimidinrest    oder an den Rest     einer    Säure mit  mindestens einer     Säuregruppe    der     Zusammensetzung     
EMI0001.0037     
    gebunden sein, also beispielsweise an einen sich von    der     Barbiturs:äure,    von der     Cyanursäure    oder von  einer     aliphatischen        Carbonsäure    herleitenden Säure  rest.

   Im Falle des von der     Cyanursäure    herstammen  den Säurerestes     enthalten    die     Farbstoffe    mindestens  ein     an        einen        1,3,5-Triazinring        ,gebundenes    Halogen  atom, also z. B. einen     Dichlortriazinrest    oder einen       Monochlortriazinrest,    wie diejenigen der     Formel     
EMI0001.0052     
    worin X eine gegebenenfalls weitersubstituierte       Aminogruppe    oder eine substituierte     Oxygruppe    be  deutet.

   Die sich von     aliphatisehen        Carbo:nsäuren          ableitenden,        halogenhaltigen        Acy1reste        enthalten    vor  zugsweise nur wenige, z.

   B. 2 bis 3     Kohlenstoffatome.          Als    Beispiele sind hier der     Chloracetylrest,    d er a-     oder          ss-Chlorpropionylrest    und vor allem der     a,ss-Dichlor-          propionylrest    und als     Pyrimidinrest    die     Di-    und     Tri-          chlorpyrimidinreste    zu     erwähnen.     



       Im        Farbstoffmolekül    der neuen Farbstoffe kann  beispielsweise ein derartiger     .Säurerest,        gegebenenfalls     auch zwei derartige Säurereste oder auch zwei ver  schiedene Säurereste vorhanden     sein.     



  Der Rest D kann     .einen        substituierten        Benzol-          rest,-    der ausser     Sulfonsäuregruppen    noch andere       Substituenten,    wie     Methyl-,        Alkoxy    ,     Nitrogruppen     oder Chloratome aufweist, oder auch     einen    grösseren  Rest, z. B. einen     sulfonsäu.regruppenhaltlgen        Naph-          thalmrest    darstellen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist .dadurch     ge-          kennzeichnet,        dass    man entweder die     1-Amino-8-oxy-          naphthalin-4-sulfänsäure        zweimal    mit einer sulfon-           säuregruppenhaltigen        Diazoverbindung    vereinigt,  welche mindestens einen über eine     Amino:

  gruppe    ge  bundenen Säurerest enthält, welcher mit Fasermate  rialien unter Bildung     einer    chemischen Bindung  reagieren kann, oder dass man die     .genannte        Naph-          ihalinsulfonsäure    nur einmal mit einer solchen     Diazo-          verbindung    und einmal     mit    einer davon     verschiedenen          Diazoverbindung    vereinigt.  



  Als Beispiele von     Diazoverbindungen,        die        hierbei     verwendet     wenden    können, seien beispielsweise die  jenigen erwähnt, welche aus folgenden Aminen erhält  lich sind:  A (Amine ohne     reaktionsfähigen    Säurerest):

         1-Amino-2-oxy-naphthalin-4@sulfonsäure,          6-Nitro-l-amino-2-oxy-naphthaän-4-sulfonsäure,     1     Amino        benzol-2-,        -3-,oder        -4-sulfonsäure,          1-Amino-benzol-2,5-disulfonsäure,          1-Ämino-2,5-dichlor-benzal-4-sulfonsäure,          1-Amino-2-methoxy-benzol-4-sulfonsäu,re,          1-Amino-4-methoxy-benzol-2-sulfonsäure.     



  B (Amine     mit    reaktionsfähigem Säurerest):       2-Amino-4,ss-ohlor-propionylamino-benzol-          1-sulfonsäu.re,          2-Amino-4,ss-brom-propionylamino-benzol-          1-sulfonsäu.re,          2-Amino-4-(a,ss-dichlor-propionyl.amino)-          benzol-l-sulfonsäure,     2     Amino-5,ss-chlor-propionylaanino-benzol-          1-sulfonsäure,

       die sekundären Kondensationsprodukte von  1     Mol        Cyanurchlorid        mit    einem     Mol    Ammoniak  oder     Aminobenzolsulfonsäuren    und einem     Mol          4,4'-Diamino-diphenyl-3        sulfonsäure,          4,4'-Diamino-stilben-2,2'-disulfonsäu.re,          1,3-Diamino-benzol-4-sulfo@nsäure    oder       1,4-Diamino-benzol-3-sulfo@nsäure,          2-Methoxy-1,

  4-diamino-benzol-5-sulfonsäure     und die Kondensationsprodukte aus einem     Mol          Trichlorpyrimidin    (Chlorid der     Barbitursäure)     mit einem     Mol    einer der drei     zuletztge:

  nannten          Diaminobenzolsulfonsäuren.     Man kann eine der     oben    genannten     Diazover-          bindungen    mit der     1-Amino-8-oxy-naphth.alin-4-          sulfonsäure    zunächst in saurem Medium kuppeln  und den so erhaltenen     Monoazofarbstoff    dann     in     alkalischem Medium mit     einer    weiteren     Diazover-          bindun:g    vereinigen.

   Mit Vorteil verwendet     man     sowohl für die saure als auch für die     alkalische     Kupplung     eine        Diazoverbindung    eines     unter    B ge  nannten Amins.  



       Trotz    .der     Anwesenheit    von labilen Halogen  atomen in den     erfindungsgemässen    Farbstoffen kön  nen sie, ohne ihre wertvollen     Eigenschaften    zu ver  lieren, isoliert und zu brauchbaren, trockenen Färbe  präparaten verarbeitet werden. Die Isolierung erfolgt       vorzugsweise    bei möglichst     niedrigen    Temperaturen  durch Aussahen und Filtrieren. Die     filtrierten    Farb  stoffe können gegebenenfalls nach Zugabe von     Cou-          pagemitteln    getrocknet werden; vorzugsweise wird  die Trocknung bei nicht zu hohen Temperaturen und    unter vermindertem Druck vorgenommen.

   Durch       Zerstäubungstrocknung    des     ganzen    Herstellungs  gemisches kann man in gewissen Fällen die trocke  nen Präparate direkt, das heisst ohne Zwischenisolie  rung der Farbstoffe herstellen.  



  Die neuen Farbstoffe eignen sich zum Färben  und Bedrucken der verschiedensten Materialien, wie  z. B.     cellulosehaltiger    Materialien faseriger Struktur,  wie Leinen, regenerierte     Cellulose    und Baumwolle.  Ebenso sind sie auch zum Färben von Wolle geeignet.  Sie eignen :sich ganz besonders zum Färben nach dem  sogenannten     Padfärbeverfahren,    wonach die Ware mit       wässrigen    und gegebenenfalls auch salzhaltigen     Farb-          stofflös,unge@n    imprägniert wird, und die Farbstoffe  nach einer     Alkalibehandlung    oder in Gegenwart von  Alkali. in der Wärme     fixiert    werden.

   Dieses     Verfahren     und die     Direktfärbemethode,    die bei vielen der gemäss  vorliegendem Verfahren erhaltenen Farbstoffen auch  anwendbar ist, führt ebenso wie das Druckverfahren  zu Färbungen und Drucken, die sich in der Regel  durch eine gute     Lichtechtheit    und vor allem durch  hervorragende     Waschechtheiten    auszeichnen.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  27,85 Teile     4"R-Chlor-propionylamino-2-amino-          benzol-l-sulfonsäure    werden in 400 Teilen Wasser  unter Zugabe von 5,5 Teilen     Natriumcarbonat    gelöst,       mlt    30 Teilen 30     o/oiger    Salzsäure versetzt und bei 0  bis 5  in üblicher Weise mit 25     Vol.-Teilen    4n Na  triumnitritlösung dianotiert.

   Zu der so erhaltenen       salpetrigsäurefreien        Diazosuspension    lässt man all  mählich eine auf     pH    2 gestellte Suspension von  23,9 Teilen     1-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure          in    600     Teilen    Wasser     zufliessen.    Das Kupplungs  gemisch wird über Nacht gerührt. Danach wird durch  Zugabe von etwa 70 Teilen 4n     Natriumacetatlösung     das Reaktionsgemisch bei .einem     pH-Wert    zwischen  1,5 und 2,5 gehalten.

   Nach beendeter Kupplung wird  der Farbstoff durch Zugabe von etwa 70 Teilen       Natriumchlorid    .abgeschieden, filtriert, mit     l0o/oiger          Natriumchloridlösung    gewaschen und bei 60 bis 70 '  getrocknet.  



  42,85 Teile des so erhaltenen     Monoazofarbstoffes     werden unter Zugabe von 100 Teilen 411     Natrium-          acetatlö        ung    in 600 Teilen Wasser gelöst, auf 0 bis  5  abgekühlt und mit einer wie oben beschrieben  hergestellten     Diazosuspension    aus 27,85 Teilen       4,f-Chlor-propionylamino-2-amino-benzol-1-sulfon-          säure    versetzt. Das Kupplungsgemisch wird mehrere  Stunden gerührt. Danach wird das Reaktionsgemisch  durch Zugabe von 20 Teilen     Natriumbicarbonat          schwach    alkalisch gestellt.

   Durch Zugabe von 75 Tei  len     Natriumchlorid    wird der Farbstoff abgeschieden,  mit     l0o/oiger        Natriumchloridlösu        :ng        gewaschen    und  bei 60 bis 70  im     Vakuum-    getrocknet. Der so erhal  tene Farbstoff der Formel    
EMI0003.0001     
    färbt Baumwolle nach dem sog.     Padsteamverfahren     und Wolle aus schwach saurem bis sehwach alka  lischem Bade     in        rotstichig    blauen Tönen.  



  Einen     ähnlichen,        jedoch    etwas     grünstichigeren     Farbstoff erhält man, wenn man als     Diazokompo-          nente        5,ss-Chlor-propionylamino-2-amino-benzol-l-          sulfonsäure    verwendet.  



  Verwendet man anstelle der erwähnten     ss-Chlor-          propionylderivate    die     entsprechenden        ss-Brom-pro-          pionylderivate    oder     a,ss-Dichlor-    oder -Dibrom-         propionylderivate,    so gelangt man zu     ähnlichen    Farb  stoffen.  



       Ebenfalls    blaue     Farbstoffe    werden erhalten, wenn  man     Diazoverbindungen    der     im        Kolonne    I und     1I     angegebenen Amine auf     1-Amino-8-oxy-naphthalin-          4=sulfonsäure    so kuppelt, dass     diejenigen    der     Kolonne     1 unter sauren und diejenigen der Kolonne     II        unter          schwach    alkalischen     Bedingungen    zur Anwendung  kommen.

    
EMI0003.0034     
  
    I <SEP> 1I
<tb>  1 <SEP> 4,ss-Chlor-propionylami-no- <SEP> 5,ss-Chlor-propionylamimo  2-amino-benzol-l-sulfonsäure <SEP> 2-aminobenzol-l-sulfonsäure
<tb>  2 <SEP> 1-Amino-benzol <SEP> 4-sulfonsäure <SEP>  
<tb>  3 <SEP> 1-Amino-benzol-3-sulfonsäure <SEP>  
<tb>  4 <SEP> 1-Amino-benzol-2-sulfonsäure <SEP>  
<tb>  5 <SEP>   <SEP> 4,ss-Chlor-propionylamino  2-aminobenzol-l-sulfonsäure
<tb>  6 <SEP> \\ <SEP> - <SEP> <B> </B> <SEP> 4-(a,ss-Dichlor-propionylamino)  2-aminobenzol-l-sulfonsäure       <I>Beispiel 2</I>  <B>31,65</B> Teile des sekundären     Kondensationspro-          duktes    aus 1     Mol        Cya@nurchlorid,    1     Mol        2,

  4-Diamino-          benzol-l-sulfonsäure    und 1     Mol        Ammoniak    werden  in 600 Teilen Wasser und 25 Teilen     30a/miger    Salz  säure aufgeschlämmt und in üblicher     Weise    mit  25 Teilen 4n     Natriumnitritlösung        diazotiert.     



  Die so erhaltene     Diazosuspension    wird zu     einer          Lösung    von 42,85 Teilen des     gemäss        Absatz    1 von  Beispiel 1 hergestellten     Monoazofarbstoffes,        in    700  Teilen Wasser und 25 Teilen     Natriumbicarbonat,    zu  gegeben. Nach beendeter Kupplung wird der Farb  stoff durch Zugabe von 70 Teilen     Natriumchlorid     abgeschieden, filtriert, mit     10o/aiger        Natrumchlorid-          lösung    gewaschen und bei 50 bis 60      getrocknet.     



  Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle     nach     der unten angegebenen     Färbevorschrift        und    Wolle aus  schwach saurem bis     schwach    alkalischem Bade in  blauen Tönen.  



  <I>Beispiel 3</I>  17,3 Teile     1-Amino-benzol-3-sulfonsäure    werden  wie üblich in Gegenwart von     Salzsäure    mit 6,9 Tei  len     Natriumnitrit        diazod@ert.    Die     Diazolösung    wird       bei    0 bis 5  mit einer Aufschlämmung von 23,9     Teilen          1-Amino-8-oxy-naphtha-lin-4-sulfonsäure    in 600 Tei  len Wasser vereinigt. Danach wird durch langsames       Zutropfen    von 60 Teilen 4n     Natriumacetat    der pH-    Wert auf 2,5 eingestellt.

   Man rührt noch eine Stunde,       filtriert    den     abgeschiedenen        Farbstoff    ab, wäscht     mit     etwas 5     o/oiger,    schwach kongosauer     Natriumchlorid-          lösung    nach. und trocknet.  



  31,65 Teile des sekundären     Kondensationspro-          duktes    aus 1     Mol        Cyanurchlorid,    1     Mol        2,4-Di-          amino,

  bbenzol-l-sulfo#usäure    und 1     Mol        Ammoniak     werden in 600 Teilen Wasser und 25     Teilen        30 /oiger          Salzsäure        aufgeschlämmt    und     in        üblicher        Weise    mit  25     Teilen    4n     Natriumnitritlösung        diazotiert.    Die er  haltene     .salpetrigsäurefreie        Diazosuspension    gibt man  zu 42,3 Teilen des oben beschriebenen     Monoazo-          farbstoffes,

      welcher     in    400     Teilen    Wasser und 30 Tei  len     Natriumbicarbonatgelöst    wurde,     rührt    bei 0 bis  5 , .bis die Kupplung     beendet        ist,    gibt 160     Teile          Natriumchlorid    zu, filtriert, wäscht     mit    15     I/oiger          Natriumchloridlösung    nach und     trocknet    bei 50     bis     60 .

   Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle       nach    der unten     angegebenen        Färbevorschrift    und  Wolle aus .schwach saurem bis     schwach        alkalischem     Bad in     rotstichig    blauen Tönen.  



       Ebenfalls    blaue     Farbstoffe    werden     erhalten,     wenn man     Diazoverb'mdungen    der     in    Kolonne I und       II        angeführten    Amine auf     1-Amino-8-oxy-naphthalin-          4;sulfonsäure    so kuppelt, dass     diejenigen    der Ko  lonne I unter sauren und     diejenigen    der     Kolonne        1I     unter schwach alkalischen Bedingungen zur Anwen  dung kommen.

      
EMI0004.0001     
  
    I <SEP> II
<tb>  Diazoverbindungen <SEP> aus <SEP> Aminen <SEP> der
<tb>  Formel
<tb>  SOsH
<tb>  112N
<tb>  N
<tb>  NH-C <SEP> C-Cl
<tb>  i <SEP> li
<tb>  N <SEP> N
<tb>  @C/
<tb>  R
<tb>  S03H
<tb>  1 <SEP> 1-Amino-benzol-3-sulfonsäure <SEP> R <SEP> = <SEP> <B>C>_NH-</B>
<tb>  <B>HO3S</B>
<tb>  2 <SEP>   <SEP> R <SEP> =
<tb>  <B>-NH-</B>
<tb>  <B>3</B> <SEP>   <SEP> R <SEP> = <SEP> HO <SEP> 3S-# <SEP> > <SEP> NH  4 <SEP>   <SEP> R <SEP> = <SEP> H03S-C-O  SO3H
<tb>  5 <SEP> 1-Amino-benzol-2-sulfansäure <SEP> R <SEP> =
<tb>  -NH  6 <SEP>   <SEP> R <SEP> = <SEP> NH2
<tb>  7 <SEP> 1-Amino-benzol-4=sulfonsäure <SEP> R <SEP> = <SEP> NH2
<tb>  8 <SEP> 4,,

  B-Brom-propionylamino-2-amino- <SEP> R <SEP> = <SEP> NH2
<tb>  benzol-l-sulfonsäure
<tb>  S03H
<tb>  9 <SEP>   <SEP> R <SEP> = <SEP>  < _>-NH  S03H
<tb>  10 <SEP>   <SEP> R <SEP> = <SEP> c <SEP> #-NH  \ <SEP> SOsH
<tb>  11 <SEP> 5,ss-Chlor-propionylamino-2-amino  benzol-l-.suifonsäure <SEP> R <SEP> = <SEP> c <SEP> -NH  12 <SEP>   <SEP> R <SEP> = <SEP> NH2  13 <SEP> 1-Amino-benzol-2,5-disulfonsäure <SEP> R <SEP> = <SEP> NH2  <I>14 <SEP> 4-(a,,8</I> <SEP> Dichlor-propionylamino)- <SEP> R <SEP> = <SEP> NH2  2-amino-benzol-l-sulfonsäure         <I>Färbevorschrift .</I>  



  2 Teile des gemäss Beispiel 1, 1. und 2. Absatz,  erhaltenen Farbstoffes werden in 100 Teilen Wasser  gelöst. Mit der erhaltenen Lösung wird ein     Mlwoll-          gewebe    imprägniert, so     :dass    es um 75     %    seines Ge  wichtes zunimmt, und dann getrocknet.  



  Darnach imprägniert man das Gewebe mit einer  20" warmen Lösung, die pro Liter     10g    Natrium  hydroxyd und 300g     Natriumchlorid    enthält, quetscht       auf        75        %        Gewichtszunahme        ab,        dämpft        die        Färbung     während 60 Sekunden bei 100 bis 101 ,     spült,    seift  während einer Viertelstunde in einer 0,3     o/o%gen,     kochenden Lösung eines     ionenfreien    Waschmittels,  spült und trocknet.  



  Man erhält eine wasch- und lichtechte,     rotstichig     blaue Färbung.  



  Verwendet man statt des     7ellwollgewe:bes    ein  Baumwollgewebe, so erhält man ein     ähnlich    gutes  Resultat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man entweder die 1-Amino-8-oxy-naphthalin-4-sulfonsäure zweimal mit einer sulfonsäuregruppenhaltigen Diazoverbindung vereinigt, welche :
    mindestens einen über eine Amino- gruppe gebundenen Säurerest enthält, welcher mit Fasermaterialien unter Bildung einer chemischen Bindung reagieren kann, oder dass man die genannte Naphthalinsulfonsäure nur einmal mit einer solchen Diazove:rbindung und einmal mit einer -davon ver schiedenen Diazoverbindung vereinigt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren :gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Amino-8-oxy naphthalin- 4-4su,Ifons:äure einerseits mit einer Diazoverbindung der Benzo(Ireihe und anderseits mit einer gegebenen falls davon verschiedenen Diazoverbindung der Ben- zoIreihe vereinigt, von denen mindestens eine einen über eine Aminogruppe gebundenen halogenhaltigen Acylrest enthält. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Diazoverbindungen,die als Säurerest einen über eine Aminobrücke gebunde nen Halogen-1,3,5-triazinrest enthalten, verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Diazoverbindungen, die als Acylrest einen über eine Aminobrückegebundenen Rest einer niedrigmolekularen aliphatischen Halogen carbonsäure enthalten, verwendet. 4.
    Verfahren gemäss, Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass man 1-Amino-8-oxy-naphthalin- 4-su.1fonsäure beidseitig mit Halogenacylreste enthal tenden Diazoverbindungen der Benzolreihe umsetzt.
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