Induktives Schaltelement Die Erfindung bezieht sich auf ein induktives Schaltelement mit zwei parallel geschalteten magneti schen Kreisen mit einer Primär- und einer Sekundär wicklung und einem beweglichen Teil.
Schaltelemente, insbesondere solche, die als End- schalter für elektrische Maschinensteuerungen in Ma schinen eingebaut bzw. angebaut werden sind dauernden schädlichen äusseren Einflüssen ausgesetzt, wie Feuchtigkeitsnebel von Kühlmitteln für die Werk zeuge bei Werkzeugmaschinen, Ölnebel von öl geschmierten Getrieben, Erschütterungen bei Pressen und Fräsmaschinen, Wettereinflüssen und Tempera turschwankungen bei Transportanlagen. Wenn es sich z. B. um in den Tropen aufgestellte Maschinen handelt, sind diese Temperaturschwankungen enorm.
Alle diese Einflüsse gefährden die Schaltsicherheit der Schaltelemente in einem Ausmass, das mit Rück sicht auf den dadurch gesteuerten Arbeitsablauf der Maschine nicht tragbar ist. Erschwerend kommt hin zu, dass bei Maschinensteuerungen in immer stärke rem Masse kleine Spannungen für die Betätigung von Kupplungen und Röhrensteuerungen verwendet wer den, wodurch die Störanfälligkeit der elektrischen Kontakte weiter erhöht wird.
Um die Schalter gegen die geschilderten Einflüsse zu sichern, hat man sie immer mehr eingekapselt. Die Kapselungen nehmen, wenn eine ausreichende Dich tigkeit erreicht werden soll, jedoch einen derartigen Umfang an, dass der Einbau gekapselter Schaltele mente schwierig ist, da der für den Einbau der Schalt elemente verfügbare Raum im allgemeinen knapp ist.
Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wurden Schaltvorrichtungen nach dem Induktionsprinzip ver wendet, bei denen, elektrische Kontakte vollständig wegfallen,. An der Maschine wurden Induktionsspulen angebracht und an dem Tisch der Maschine wurde ein Ankerteil angeordnet, der mit diesem an den Spu- len vorbeibewegt wurde, wobei durch den jeweiligen induzierten Spannungsstoss die beabsichtigte Schal tung bewirkt wurde.
Diese bekannte Einrichtung hat verschiedene Nachteile. Wenn die Schaltungen die erforderliche Genauigkeit haben sollen, muss das am Schlitten der Maschine befestigte Ankerteil sehr genau zu den In duktionsspulen angebaut sein.
Die Teile dieser Induktionsschalteinrichtungen waren ausserdem völlig offen an der Maschine an gebracht, so dass es unvermeidlich war, d'ass auf die Induktionsspulen Späne oder Schmutzteilchen fielen. Wenn auch das Ansetzen von Schmutz nicht die glei- chen Schwierigkeiten hervorruft wie beim Kontakt- schalter, so wird doch. z.
B. beim Ansetzen von Spä nen die Änderung des Magnetfeldes ungünstig be einflusst und die Genauigkeit der Schaltungen ge fährdet.
Schliesslich ist es ein besonders grosser Nachteil dieser bekannten Schalteinrichtung, dass das Vorbei bewegen von irgendwelchen Eisengegenständen, z. B. Werkzeugen, an den Spulen bereits einen Schalt impuls auslösen kann.
Zur Beseitigung dieser Nachteile wurde bereits vorgeschlagen, alle notwendigen Teile zur Erzeugung eines Induktionsstromes in einem Gehäuse anzuord nen. In das Gehäuse ist nach diesem Vorschlag ein Transformatorkern mit zwei Schenkeln eingebaut, von denen der eine die Primär-, der andere die Sekun därwicklung trägt. Die Sekundärwicklung ist an ein Relais angeschlossen. An einem durch das Gehäuse nach aussen geführten Betätigungsbolzen ist ein Joch isoliert befestigt, das durch die Bewegung des Bolzens auf die Schenkel des Transformatorkerns, aufgesetzt bzw. davon abgehoben wird.
Auf diese Weise wird jeweils eine Änderung des Magnetfeldes bewirkt und dadurch ein Stromstoss bzw. eine Änderung der Span- nung hervorgerufen, die eine Schaltung des Relais bewirkt.
Eine derartige Anordnung hat jedoch den Nach teil, dass die Art der Bewegung des Joches schlei chende Spannungsänderungen ergeben kann, die sich sehr ungünstig auf die Genauigkeit und Exaktheit der Schaltung des Relais auswirken können, und dass der erforderliche Magnetisierungsstrom insbesondere bei abgehobenem Joch, unverhältnismässig gross ist (etwa 10- bis 14mal höher als bei angelegtem Joch) und daher räumlich grosse Spulen erforderlich sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden.
Gemäss der Erfindung ist das Schaltelement da durch gekennzeichnet, dass der bewegliche Teil des die magnetischen Kreise bildenden Eisenkörpers in jeder Endstellung den einen magnetischen Kreis schliesst und den andern magnetischen Kreis öffnet.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dass in bei den Endstellungen ein Pfad für den magnetischen Fluss vorhanden ist. Damit wird der Magnetisierungs- strom der Primärwicklung ohne besondere zusätzliche Massnahmen niedrig gehalten. Die Abmessungen der Wicklung können daher klein sein und die Gefahr einer Unzulässigen Erwärmung ist ausgeschaltet. Der Luftspalt an der Seite des Schenkels, mit dem gerade keine Verbindung besteht, braucht ebenfalls nur klein zu sein.
Dadurch sind nur jeweils kleine Bewegungen des beweglichen Teiles, auch Joch genannt, bei einer Schaltung notwendig.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung soll einer der Schenkel des Transformatorkerns die Primärwick lung und mindestens ein Schenkel die Sekundärwick- lung tragen. Weiter soll einer der Schenkel des Trans formatorkerns ein unbewickelter Streuschenkel sein.
Bei dieser Ausführungsform ist in der Ausschaltstel lung des Schalters der Pfad für den magnetischen Fluss über das bewegliche Joch und den Streuschenkel ge schlossen, sofern nicht zum Zwecke der Schaltung durch das bewegliche Joch eine Verbindung zwi schen dem die Primär- und dem die Sekundärwick lung tragenden Schenkel hergestellt ist (Ein- und Ausschaltung).
Das Schaltelement kann jedoch auch so aus gebildet sein, dass der mittlere Schenkel des Trans:- formatorkerns die Primärwicklung und die beiden anderen Sehenkel je eine Sekundärwicklung tragen. Hierbei wird das bewegliche Joch der die Primär wicklung tragenden Schenkel mit einem der beiden die Sekundärwicklung tragenden: Schenkel verbunden. In beiden Endstellungen des Schalters kann dadurch je ein Schaltrelais geschaltet werden (Umschaltung).
Weiter soll nach einer besonderen Ausführungs form der Erfindung der Drehpunkt des beweglichen Jochs über dem Schenkel liegen, der die Primärwick lung trägt und das Joch als zweiarmiger Hebel aus gebildet sein, der jeweils mit einem Ende auf einem der beiden anderen Schenkel aufliegt, während das andere Ende von dem zugehörigen Schenkel ab gehoben ist. Durch diese Ausbildung wird eine besonders gün stige Betätigung des Schaltelementes erreicht. Das Joch braucht beim Abheben von einem Schenkel je weils nur bis etwa in seine Mittelstellung bewegt zu werden, dann werden die magnetischen Zugkräfte des anderen Schenkels so stark, dass das Joch schlagartig auf diesen Schenkel aufsetzt.
Hierdurch wird ein un bedingt sicheres Schalten möglich, wodurch ein sehr genaues und zuverlässiges Arbeiten der Anordnung gewährleistet ist, weil jeweils im Sekundärteil der Spannungsanstieg schlagartig ohne jede schleichende Spannungserhöhung erfolgt.
Diese magnetische Sprungschaltung kann noch durch eine der bekannten mechanischen Sprungschal- tungen unterstützt werden.
In vorteilhafter Weise wird durch diese Anord nung ausserdem der Einfluss von primärseitigen Span- nungsschwankungen auf die Schaltvorgänge aus geschaltet, da die Gleichgewichtslage des Joches prak tisch unabhängig von der Grösse der Primärspannung ist und die Schaltbewegung zwan:gläufig erfolgt, so bald das Joch ein wenig nach der einen oder der an deren Seite aus der Gleichgewichtslage herausbewegt wird.
Nach einer besonderen vorteilhaften Ausführung der Erfindung trägt einer der äusseren Kernschenkel des Transformators eine kurzgeschlossene Sekundär wicklung, und die Primärwicklung liegt mit den Ar beitsspulen aller Relais in Reihe, wobei der Transfor mator als einzige Sekundürwickluna die kurgeschlos sene Wicklung besitzt. In diesem Falle ist der dritte Schenkel unbewickelt.
Ebenso kann bei dieser Ausführungsform die Primärwicklung nur mit einem Teil der Relaisspulen in Reihe liegen, während der dritte Schenkel des Transformatorkerns noch eine offene Sekundärwick lung trägt.
Diese beiden zuletzt beschriebenen Ausführungs formen der Erfindung wirken derart, dass beim Auf setzen des Kippjoches auf den die Kurzschlusswick- lung tragenden Schenkel der Transformator plötzlich stark belastet ist. Die Folge hiervon. ist eine nahezu schlagartig absinkende Impedanz der Primärwicklung. Dieses aber bedeutet wiederum, dass sowohl die Pri märwicklung als auch die in Reihe mit dieser am Netz liegenden Relaisspulen stärkere Spannung erhal ten, so dass die Relais ansprechen. Wird dagegen das Kippjoch auf den leeren Schenkel gelegt, so wird die Impedanz der Primärwicklung sehr hoch, und die Relaisspulen sprechen nicht an bzw. fallen ab.
Die zuletzt beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung stellen eine besondere Vereinfachung gegenüber den. übrigen Ausführungen dar und weisen eine Reihe von Vorteilen auf.
Der Transformator besitzt nur zwei Anschluss- klemmen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Tatsache, d@ass der durch die Primärwicklung bei zu geschalteter Kurzschlusswicklung fliessende Strom und damit der magnetische Fluss im Transformatorkern durch den Widerstand der Verbraucher, also der Relaisspulen., begrenzt ist. Diese Grenze kann so niedrig gelegt werden., dass der die Kurzsch'lusswick- lung tragende Schenkel des Transformators im Quer schnitt verhältnismässig klein gehalten werden kann.
Daraus ergibt sich wiederum eine kleine mittlere Länge der Kurzschlusswicklurng und damit ein klei nerer Widerstand, eine kleinere Streupermeanz bzw. letzten Endes eine kleine Eigenimpedanz des Systems. Er kann also im Transformator der Einrichtung nach den beiden letzten Ausführungsformen infolge des geringeren Raumes, den die Sekundärwicklung ein nimmt, die Leerlaufseite sehr gross und damit für grö ssere Gesamtleistung bemessen werden. Weiterhin ermöglicht die Hintereinanderschaltung der Primär wicklung und der Verbraucher folgende günstige Schaltanordnung: Einmal kann man die Primärwicklung mehrerer Transformatoren: mit dem oder den Verbrauchern in Reihe schalten.
Schafft man hierbei, was sehr leicht möglich ist, ein Impedanzverhältnis von etwa 100#: 1 zwischen Leerlaufstel'liung und der Stellung, in der die Kurzschlu:sswicklun:d eingeschaltet ist, so tritt an dem oder den Verbrauchern erst dann eine ausreichend hohe Betriebsspannung auf, wenn bei allen Transfor matoren die Kurzschlusswicklung eingeschaltet ist, sich also alle Transformatoren in Arbeitsstellung be finden.
Schaltet man anderseits die Primärwicklung mehrerer Transformatoren parallel und die Gruppe anschliessend in Reihe mit dem oder den Verbrau chern, so erhalten letztere schon eine ausreichende Spannung, sobald die Kurzschlusswick'lung irgendeines der Transformatoren zugeschaltet wird. In beiden Fällen verhält sich die Schalteinrichtung prinzipiell wie ein Kontaktsystem.
Der geringe Raumbedarf der Kurzschlusswicklung macht es möglich, die übergangsquerschnitte zwi schen dem Ständer und Kippjoch sehr gross zu halten. Hierdurch sinkt die magnetische Induktion, und die Leerlaufi:mpedanz wird. grösser. Ferner sinken die mechanischen Kräfte, welche an den Flu.ssübertritts- stellen hervorgerufen werden. Dies bedeutet aber, dass auch die Betätigungskräfte, wenn man beispiels weise ein induktiv-magnetisches Relais verwendet, kleiner werden, also der Betätigungsmagnet in seiner Grösse und Leistung klein gehalten wird.
Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die für den Betätigungs magneten erforderliche Leistung so gering zu hallten, dass er ohne Schwierigkeit durch ein induktives Schaltelement gesteuert werden kann.
Weiter können in den Enden des Transformator- kippjoches Kurzschlusswindungen oder Kurzschluss ringe zur akustischen Beruhigung eingebettst sein. Es ist selbstverständlich auch möglich, dass quer durch die Enden des Kippjoches in Schlitze verlegte Nieten zusammen mit Messingendblechen Kurzschlu@ssringe bilden.
Zur Unterstützung der Kippjochbewegungen kann ferner eine die Kippbewegung des Joches beschleu- nigende, permanent=magnetisch wirkende Vorrichtung vorgesehen sein.
Die beschriebenen Schaltelemente können auch mit einer hydraulisch oder pneumatisch angetrie benen Betätigungsvorrichtung versehen sein. Ebenso kann ein Ausdehnungskörper, z. B. ein Bimetallstrei- fen, als Betätigungsvorrichtung benutzt werden. Die Betätigung kann natürlich auch von Hand oder me chanisch durch Anschläge an sich bewegenden Teilen einer zu steuernden Maschine erfolgen.
Sollen statt Gleichstromrelais Wechselstromrelais verwendet werden, kann zwecks Phasenkompensation zu jeder Relaisspule ein Kondensator parallel geschal tet werden.
Die Anzugs- und Abfallspannung .eines Relais kann auch durch Serienschaltung eines Kondensators oder. durch Kombination zweier oder mehrerer Kon densatoren in Serie oder parallel der Transformator charakteristik angepasst werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Transformatorkern mehr als zwei Sekundärspulen aufweisen, so dass beispielsweise auch die Hubbegren zung eines in mehreren Richtungen beweglichen Arbeitstisches einer Werkzeugmaschine .gesteuert wer den kann. Dies gilt bei gleichem Erfolg auch für Transformatoren mit offenen Sekundärwicklungen..
Endlich wird nach der Erfindung vorgeschlagen, dass der mittlere Schenkel des Transformatorkerns selbst als kippbares Joch in der Weise ausgebildet ist, dass er im :festen Joch drehbar gelagert ist und sich als Zunge abwechselnd an den einen oder anderen der U-förmig eingewinkelten, äusseren Schenkel anlegt. Auch diese Ausbildung kann bei Transformatoren mit offenen Sekundärwicklungen angewendet werden.
Dies hat neben der gedrungenen Bauweise den weiteren Vorteil, dass die Zunge mehrerer nebenein- anderliegende,r Transformatoren auf einer gemein samen Achse gelagert und über diese .gemeinsam ge schaltet werden können.
In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt. Weitere Einzel heiten .der Erfindung sind aus den Zeichnungen zu entnehmen.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des Schaltelementes, bei dem ausser dem Schenkel mit der Primärwicklung ein Schenkel mit einer Sekundär wicklung und ein uribewickelter Streuschenkel vor handen ist.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des Schal!te'lementes, bei dem ein Schenkel die Primär wicklung, die beiden anderen Schenkel je eine Sekun därwicklung tragen.
Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf ein Schaltelement entsprechend Fig. 1.
Fig. 3a zeigt die Seitenansicht der Fig. 3.
Fig. 4 zeigt ein Schaltelement entsprechend Fig. 1, eingebaut in ein an sich. bekanntes Endschalter- gehäuse (Draufsicht mit abgenommenem Gehäuse deckel). Fig. 4a zeigt einen Schnitt durch. die in Fig. 4 dargestellte Anordnung.
Fig. 5 zeigt eine Schalteinrichtung mit einem äusseren Kurzsch'lussschenkel und einem äusseren un- bewickelten Schenkel und Kippjoch.
Fig. 6 zeigt eine Schalteinrichtung, deren mittlerer Schenkel als Kippjoch ausgebildet ist.
In Fig. 1 ist über dem dreischenkligen Transfor- matorkern 1 das bewegliche Joch 2 angeordnet. Der Drehpunkt 3 des Joches 2 liegt über dem mittleren Schenkel 4 des Transformatorkernes 1, der die vom Netz gespeiste Primärwicklung 5 trägt. Von den Schenkeln zu beiden Seiten des Schenkels 4 trägt der Schenkel 6 die Sekundärwicklung 7, an die unter Zwischenschaltung eines Gleichrichters 8 ein Gleich stromrelais 9 angeschlossen ist.
Der dritte Schenkel 10 des Transformatorkernes ist ein unbewickelter Streuschenkel. Solange in der Sekundärwicklung 7 kein Strom induziert werden soll, wird über diesen Streuschenkel und das. bewegliche Joch 2 ein Pfad für den durch die Primärspannung erzwungenen magnetischen Fluss hergestellt.
Die Einzelteile der in Fig. 2 dargestellten Anord nung entsprechen denen der Fig. 1. Der Schenkel 10 trägt hier jedoch eine zweite Sekundärwicklung 11, durch die ein weiteres Relais betätigt werden kann. Bei diesem Schalteiement wird also je nach Stellung des beweglichen Joches in der Wicklung 7 oder in der Wicklung 11 ein Sekundärstrom induziert.
Schaltelemente gemäss Fig. 2 sind mit Vorteil bei Stufen- oder überlappungsschaltungen zu verwenden. Gemäss der Fig. 3 und 3a ist der Transformator kern 1 aus gewöhnlichem Dynamoblech hergestellt. Der Schenkel 10 ist ein unbewickelter Streuschenkel. Auf den mittleren; Schenkel 4 ist die Primärspule 5 aufgeschoben:. über die Klemmen 12 und 13 wird die Primärspule 5 ans Netz angeschlossen. Auf dem Schenkel 6 ist die Sekundärspule 7 aufgeschoben mit den Klemmern 14 und 15 für den Anschluss eines Relais.
Das bewegliche Joch 2 ist ebenfalls aus Dynamoblechen hergestellt und auf dem Mittelschen kel 4 kippbar gelagert.
Zum Bewegen des Joches 2 ist gemäss einer wei teren Ausführungsform der Erfindung eine schwenk bar gelagerte zweiarmige Gabel 16 angeordnet. Um eine Schaltung durchzuführen, wird die Gabel um ihren Drehpunkt 17 verschwenkt. Dabei berührt der Arm 18 der Gabel 16 das äusserste Ende des Joches 2 und hebt dieses vom Streuschenkel 10 ab, zunächst bis in eine mittlere Gleichgewichtslage, in der die magnetischen Kräfte, die von den Schenkeln 6 und 10 auf die beiden Enden des Joches 2 wirken., gleich gross sind.
Sobald das Joch 2 auf der Seite des Streuschen kels 10 nur wenig über diesen Punkt hinaus angeho ben wird, wird das andere Ende des Joches 2 von dem die Sekundärspule 7 tragenden Schenkel 6 an gezogen, und das Joch 2 kippt schlagartig, so dass nunmehr für den magnetischen Fluss der Pfad durch den Schenkel 6 hergestellt ist und in der Sekundär spule 7 ein Strom und eine in ihrer Höhe dem über- setzungsverhältnis des Induktionssystems entspre chende Spannung induziert wird.
Die Gabel 16 ist so ausgebildet, dass diese Kipp- bewegung des Joches 2 mit dem geringstmögjichen Kraftaufwand eingeleitet wird, indem das Joch von den Armen 18 und 19 der Gabel 16 jeweils nur bis etwa in die Mittellage bewegt wird. Dadurch, dass die Arme 18 und 19 der Gabel 16 weiter auseinander gespreizt sind, als es der Breite dies eingreifenden Endes des Joches 2 entspricht, bleibt, während der eine der Arme 18 und 19 bei einer Schaltbewegung am Joch 2 angreift, zwischen dem anderen Arm und dem Joch 2 ein Abstand, der so gross ist, dass das Joch 2 bei der plötzlichen Kippbewegung nach über schreiten der Mittellage behindert ist.
In den Fig. 4 und 4a ist das Schaltelement in ein an sich bekanntes Endschaltergehäuse 20 eingebaut, um eine Beeinträchtigung des magnetischen Pfades durch Eisenspäne usw. zu vermeiden. Dieses Ge häuse kann aus .nichtmagnetischen Werkstoffen, wie Pressstoff oder Nichteisenmetall, z. B. Druckgussalu- minium hergestellt werden. Dadurch wird verhindert, d'ass durch das Induktionssystem das Gehäuse magne tisch wird, und dass sich Späne oder sonstige Eisen teile an dem Gehäuse sammeln.
Der Schaltvorgang dieser Anordnung wird mecha nisch ausgelöst, indem -ein sich bewegender Teil der zu steuernden Maschine (meist der Schlitten) ,gegen die Rolle 21 des aus dem Gehäuse herausragenden Rollenhebels 22 stösst. Der Rollenhebel 22 betätigt über eine Nockenscheibe 23 und den Steuerhebel 24 die Gabel 16. Die Gabel 16 greift nun, wie beschrie ben am Joch 2 bzw. an einem an diesem angeord neten Bolzen 25 an.
Wird der Rollenhebel 22 um den Winkel a nach links oder nach rechts verschwenkt, so bewegt sich die Gabel 16 um den Winkel f3 ent gegen dem Uhrzeigersinn. Nockenscheibe 23 und Steuerhebel 24 sind in an sich bekannter Weise so ausgeführt, dass die Gabel 16 jeweils nach der glei chen Seite bewegt wird, gleichgültig nach welcher Seite der Rollenhebel 22 aus seiner Mittellage heraus geschwenkt wird. Die eigentliche Schaltbewegung geht wie bereits beschrieben vor sich.
Bei einem Ausschlag des Rollenhebels 22 und der hervorgerufenen Bewegung der Gabel 16 wird zu nächst das Joch 2 von, dem Arm 18 der Gabel 16 nicht berührt, dann greift der Arm 18 am Bolzen 25 an und drückt das Joch 2 in die Mittellage. Der Arm 19 der Gabel 16 hat in dieser Stellung vom Bolzen 25 etwas Abstand, so dass :die durch die Anzugskraft des Schenkels 6 mit der Sekundärspule 7 hervorgerufene restliche Kippbewegung des Joches 2 schlagartig und unabhängig von der Gabelbewegung erfolgen kann.
Bei Rückführung des Rollenhebels 22 in dessen Mit tellage bewegt sich die Gabel 16 entgegengesetzt, also in Fig.4 im Uhrzeigersinn und drückt das Joch 2 wieder in entgegengesetzter Richtung, wobei bei überschreiten der Mittellage wiederum eine Schnapp bewegung des Joches 2 zum Streuschenkel 10 hin er folgt. Das Schaltelement ist für eine grosse Anzahl von Schaltanordnungen verwendbar. An die Sekundär wicklung kann sowohl, wie in Fig. 1 gezeigt, ein Gleichstromrelais als auch ein Wechselstromrelais angeschlossen werden.
Ein Gleichstromrelais hat gegenüber einem Wechselstromrelais den Vorteil, dass ein kleinerer Streuluftspalt und damit ein kleineres Induktionssystem erforderlich ist.
Bei Verwendung eines Wechselstromrelais wird der Spule ein Kondensator zur Phasenwinkelkompen- sation parallel geschaltet. Auf diese Weise ist kein grösserer Streulu.ftspalt erforderlich. Es wird damit auch bei Verwendung eines Wechselstromrelais der Aufwand der grösseren Abmessungen vermieden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann das Schaltelement sowohl durch mechanische als auch mit Handbetätigung in Verbindung mit einem Ma gnetverstärker bekannter Bauart mit einer oder meh reren Steuerwicklungen verwendet werden.
Indem das Schaltelement anstelle des nachgeschal teten Gleichstromrelais die Steuerwicklung des Ma gnetverstärkers erregt, nicht erregt, gegen- oder teil erregt, wird dadurch eine Vorrichtung geschaffen, mit der .ein völlig kontaktloses An- und Ausschalten und sogar Steuern von Elektromotoren möglich ist.
Bei der Steuerung kontinuierlicher Vorgänge, z. B. bei der Regelung der Drehzahl eines Elektro motors, würde die Sprungschaltung des Schaltelemen tes in Fortfall kommen und durch einen zwangläufi- gen Antrieb des Joches ersetzt werden, wobei jeder beliebigen Stellung des Joches eine entsprechend ver änderte Spannung oder veränderter Strom zugehört.
In Fig. 5 trägt der Schenkel 6 eine Kurzschluss- wicklung 26 des klappbaren Joches 2 über den von der Primärwicklung 5 umgebenen mittleren Schen kel 4 des dreischenkligen, offenen Eisenkernes 1 des Transformators um eine rechtwinklig zu einer durch den Kern 1 gelegten Mittellängsebene angeordnete Achse 3 drehbar gelagert. In der gezeichneten Stel lung liegt die eine Jochseite auf dem uribewickelten Streuschenkel 10 an. In dieser Stellung hat die Pri märwicklung eine sehr hohe Impedanz, so dass der Strom an der in Reihe an der mit der Primärwicklung 5 am Netz liegenden Relaisspulen 9 nicht ausreicht, das Relais anzuziehen.
Wird dagegen das Joch 2 gegen den Schenkel 6, der .die Kurzschlusswickl.ung 26 trägt, gekippt, so sinkt die Impedanz in der Primärwicklung 5 nahezu schlagartig ab, so dass der in dieser und in der Relaisspule 9 stärker fliessende Strom des Relais zum Ansprechen bringt. In die Enden des Joches 2 sind Kurzschlussringe 27 zur akustischen Beruhigung eingelegt.
In Fig. 6 sind de Schenkel 6 und 10, von denen der Schenkel 6 die Kurzschlusswicklung 26 trägt, U- förmig eingewinkelt. Hierbei bildet der mittlere Schenkel 4 selbst das Kippjoch, das im festen Joch um den Drehpunkt 28 drehbar gelagert ist und sich als Zunge abwechselnd an den einen oder anderen U- förmig eingewinkelten äusseren Schenkel 6, 10 an- legt. In die Enden der beiden äusseren Schenkel 6, 10 sind Kurzschlussringe 27 eingelegt.
Die Kurzschlusswicklungen beider Ausführungs formen können aus einem geschlossenen Kupferman tel bestehen.