CH376176A - Schutzvorrichtung für elektrische Instrumente gegen Überlastung - Google Patents
Schutzvorrichtung für elektrische Instrumente gegen ÜberlastungInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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Description
Schutzvorrichtung für elektrische Instrumente gegen Überlastung Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvor- richtung gegen Stromüberlastung für elektrische Instrumente, vorzugsweise für elektrodynamische Instrumente, vor allem gegen stossartig auftretende Überiastströme. Besonders elektrische Messwerke mit einer vom Messstrom quadratisch abhängigen Dreh momentkennlinie sind durch stossartige Überlastungen gefährdet. Wie schon durch den Hinweis auf die Drehmomentkennlinie zum Ausdruck kommt, besteht die Gefahr weniger in einer thermischen Überlastung, als vielmehr in einer mechanischen Überbeanspru- chung des beweglichen Organs. Bei einem Anzeige instrument kann durch Ausschläge über den Anzeigebereich hinaus der Zeiger verbogen werden oder abbrechen. Gleichzeitig sind damit auch die Lager bzw. die Welle des beweglichen Organs gefährdet. Bei einem Registriergerät wird auch noch die zum Teil sehr empfindliche Geradführung in Mitleidenschaft gezogen. Beschädigungen durch Überlaststösse werden vermieden, wenn die Drehmomentkennlim.e (Moment als Funktion der Messgrösse) etwas oberhalb des Skalenendwertes nach unten abknickt, oder wenn die Messgrösse von diesem Wert an eine zusätzliche Dämpfung einschaltet oder den beweglichen Messwerkteil sogar arretiert. Von diesen Erkenntnissen ausgehende Massnahmen sind auch schon bekanntgeworden. So gibt es durch den Zeigeranschlag betätigte Kontakte, welche das Instrument stromlos machen. Diese Endkontakte schützen das Messwerk aber nicht vor Über- laststössen, sondern nur vor thermischer Überlastung. Es sind auch sog. Schutzwandler bekannt. Ausserdem sind auch schon nichtlineare Widerstände verwendet worden, um eine geknickte Drehmomentkenrlime zu erreichen. Der mit den beiden letztgenannten Einrichtungen erzielbare Knick ist aber nicht scharf ausgeprägt, so dass auch schon im Ausschlagsbereich Verzerrungen des Skalenverlaufes unvermeidlich sind. Dazu kommt, dass Schutzwandier einen grossen Aufwand an Platz und Material erfordern und nichtlineare Widerstände im allgemeinen auch noch ziemlich stark temperaturabhängig sind. Eine Schutzvorrichtung für elektrische In & tru- mente gegen Stromüberlastung, bei der die obengenannten Mängel nicht auftreten, ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass im Feld mindestens einer der zur Ausbildung des Drehmomentes vorhandenen Spulen des Instrumentes ein abhängig von der Stärke des Feldes durch dieses betätigter und dadurch die Zeigerbewegung hemmende Massnahmen auslösender Schutzrohrkontakt angeordnet ist. Der vom Streufeld betätigte Schutzrohrkontakt bedeutet kein Hindernis im Ausschlagsweg des Zeigers. Er erfordert auch keine besondere Arbeitswicklung, wie sie ein gebräuchlicher Relaiskontakt benötigt. Die für andere Anwendungsgebiete entwickelten Schutzrohrkontakte sind so klein und benötigen eine so geringe Ansprechfeldstärke, dass sie leicht und ohne besonderen Aufwand im Streufeld, bess spielsweise im Streufeld der Feldspule eines dynamischen Instrumentes, angebracht werden können. Der Schutzrohrkontakt kann so eingestellt sein, dass er bei einer stärke des Streufeldes, welche leinem das Instrument gefährdenden Strom entspricht, ausgelöst wird. Die Kontaktblättchen des Schutzrohr- kontaktes können so mit einer der das Drehmoment des Instrumentes hervorrufenden Spulen verbunden sein, dass sie nach Auslösen diese Spule kurzschlie ssen. So kann z. B. die Drehspule kurzgeschlossen werden. Damit tritt eine Verringerung des entstehenden Drehmomentes ein. Der Kurzschluss kann auch über einen Kaltleiter mit entsprechend ausgewählter thermischer Zeitkonstanten erfolgen. Dann wird der Überlaststoss nur kurzzeitig abgefangen, danach bewegt sich der Messwerkzeiger langsam gegen den Endausschlag. Ein Schutzrohrkontakt besteht im Prinzip aus zwei magnetisierbaren Blattfedern, die gleichzeitig als durch die magnetische Anziehung aufeinandergepresste Kontakte dienen und die in einem Schutzrohr, meist aus Glas, angeordnet (bzw. darin em- geschmolzen) sind. Es ist auch möglich, die magnetische Kraftwirkung der Blattfedern direkt zur Be tätigung einer Arretiervorrichtung für das bewegliche System auszunutzen. Der Schutzrohrkontakt kann natürlich auch dazu benutzt werden, eine elektromechanische Arretiervorrichtung für das bewegliche Organ des Messwerkes einzuschalten. Es können auch ein oder mehrere Schutzrohrkontakte so angeordnet sein, dass sie bei Messgrössen ansprechen, welche noch innerhalb des Messbereiches des Instrumentes liegen. In diesem Falle lassen sich die Schutzrohrkontakte als Grenzwertkontakte benutzen, was so weit im Rahmen der Erfindung liegt, als dies dem Schutz des Instrumentes gegen Stromüberlastung dient. Der Schutzrohrkontakt kann natürlich auch einen Teil der Feldspule allein oder zusammen mit der Drehspuie kurzschliessen. Zur Erläuterung der Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen dient eine Zeichnung mit zwei Figuren. Fig. 1 zeigt eine Anordnung leines Schutz- rohrkontaktes 3 im Streufeld der Feldspule 2 eines eisengeschlossenen elektrodynamischen Messwertes. Mit 1 ist das Feldeisen bezeichnet. Die Zeichnung stellt einen Schnitt senkrecht zur Drehachse des Messwerkes dar. Bei einem bestimmten, durch seine Ausbildung und Anordnung sowie durch die Stromstärke in den Spulen des Instrumentes bedingten Wert des ihn durchdringenden magnetischen Flusses schliesst sich der Schutzrohrkontakt (vgl. Pos. 6 in Fig. 2). Fig. 2 zeigt ein Prinzipschaltbild eines elektrodynamischen Messwertes, in dem mit 4 Feldspulen bezeichnet sind und 5 eine Drehspule bedeutet. 6 ist ein Schutzrohrkontakt, der bei seiner Betätigung die Drei spule 5 kurzschliesst. Ein Justierwiderstand 7 liegt parallel zur Drehspule 5.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schutzvorrichtung für elektrische Instrumente gegen Stromüberlastung, dadurch gekennzeichnet, dass im Feld mindestens einer der zur Ausbildung des Drehmomentes vorhandenen Spulen des Instrumentes ein abhängig von der Stärke des Feldes durch dieses betätigter und dadurch die Zeigerbewegung hemmende Massnahmen auslösender Schutzrohrkontakt angeordnet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzrohrkontakt so angeschlossen ist, dass er bei seiner Betätigung die das Drehmoment des Instrumentes erzeugenden Spulen mindestens teilweise kurzschliesst.2. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzrohrkontakt so angeschlossen ist, dass er bei seiner Betätigung eine zusätzliche Dämpfung des beweglichen Systems bewirkt.3. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuitzrohrkontakt so angeschlossen ist, dass er bei seiner Betätigung die Drehspule des Instrumentes kurzschliesst.4. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzrohrkontakt so angeschlossen ist, dass er bei seiner Betätigung die Drehspule und einen Teil der Feldspule kurzschliesst.5. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzrohrkontakt so angeschlossen ist, dass er bei seiner Betätigung einen Teil der Feldspule kurzschliesst.6. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dlass der Schutzrohrkontakt so angeschlossen ist, dass er bei seiner Betätigung die Drehspule über einen Kaltleiter schliesst.7. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dlass dem Schutzrohrkontakt eine elektromechanische Arretiervorrichtung für das bewegliche Organ des Messwerkes so zugeordnet ist, dass er sie bei seiner Betätigung einschaltet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0059608 | 1958-08-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH376176A true CH376176A (de) | 1964-03-31 |
Family
ID=7493438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7698859A CH376176A (de) | 1958-08-28 | 1959-08-14 | Schutzvorrichtung für elektrische Instrumente gegen Überlastung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH376176A (de) |
-
1959
- 1959-08-14 CH CH7698859A patent/CH376176A/de unknown
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