CH376271A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von formbeständigen verfilzten Matten nach dem Kaltpressverfahren aus nach dem Trockenverfahren hergestellten Holzfasern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von formbeständigen verfilzten Matten nach dem Kaltpressverfahren aus nach dem Trockenverfahren hergestellten Holzfasern

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CH376271A
CH376271A CH8073859A CH8073859A CH376271A CH 376271 A CH376271 A CH 376271A CH 8073859 A CH8073859 A CH 8073859A CH 8073859 A CH8073859 A CH 8073859A CH 376271 A CH376271 A CH 376271A
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mat
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cold pressing
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mats
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CH8073859A
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Robert Roberts James
Hobart Collins Ernest
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Weyerhaeuser Co
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    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
    • B27N3/10Moulding of mats
    • B27N3/14Distributing or orienting the particles or fibres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von formbeständigen verfilzten     Matten     nach dem     Kaltpressverfahren    aus nach dem Trockenverfahren hergestellten     Holzfasern       Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren und eine  Vorrichtung zur Herstellung von formbeständigen,  verfilzten Matten nach dem     Kaltpressverfahren    aus  nach dem Trockenverfahren gewonnenen Holzfasern,  wobei die Fasern vorzugsweise aus den Grundfasern  bestehen, die das Holz bilden.

   Die nach den bisher  bekannten Verfahren dieser Art hergestellten Matten  haben den Übelstand, dass sie nach dem Kaltpressen  ihre Gestalt vielfach wieder verändern, platzen und  aufspringen, jedenfalls ihr Volumen vergrössern und  damit der Weiterverarbeitung erhebliche Schwierig  keiten bereiten. Die Beseitigung dieses Übelstandes ist  der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung.  



  Die Herstellung von Hartplatten, Weichplatten,  isolierenden Wandbekleidungen und teilweise ver  dichteten verformbaren Platten aus     verfilzten    Matten  aus Holzfasern ist bekannt. Es gibt hauptsächlich zwei  Verfahren zur Gewinnung dieser Fasern, und zwar das  sogenannte     Nassverfahren    und das Trockenverfahren.  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das  Trockenverfahren, das in Amerika auch als das so  genannte     Luftverfilzungsverfahren    bekannt ist.

   Bei  diesem Verfahren werden die in bekannter Weise  gewonnenen Fasern, und zwar vorzugsweise die  Grundfasern,     röhrchenartige    Zellengebilde und     Flok-          ken    dieser Fasern mit Bruchstücken der Fasern auf  eine luftdurchlässige Unterlage, insbesondere ein  Förderband, gebracht, auf dem sich die Matte bildet.  Die Fasern werden durch einen Luftstrom unter Druck  einem perforierten Verteilerkopf zugeführt, aus wel  chem die Fasern sich in dem     Mattenbildungsraum     niederschlagen. Die so gebildete Matte wird der     Kalt-          presszone    zugeführt und zu einer bestimmten Dichte  zusammengepresst.

   Es können auch mehrere Verteiler  köpfe hintereinander angeordnet werden, so dass die  Matte aus mehreren Schichten besteht, wobei die    einzelnen Schichten verschieden zusammengesetzt sein  können. Die Fasern werden vorzugsweise in dem be  kannten     Asplund-Defibrator    gewonnen. Bindemittel,  wie wärmehärtende Harze, insbesondere auf Phenol  aldehydbasis, werden den Fasern     zugesetzt,    und zwar  normalerweise nach der Fasergewinnung, so dass eine  gleichmässige Mischung der Fasern mit den zugesetzten       Bindemitteln    dem     Mattenbildungsraum        zugeführt     werden.  



  Diese luftdurchlässigen Vliese oder Matten besitzen  allgemein geringere Dichte als die im     Nassverfahren     gewonnenen Matten. Ein typisches luftdurchlässiges  Vlies mag eine Dichte in der Ordnung von etwa 16  48     kg/m3    haben. Eine weitere Verdichtung der Matte  nach ihrer Bildung ist notwendig, um der Matte die  nötige Standfestigkeit zu geben, so dass sie handlich  wird und für Zwecke, wie Wandisolierungen oder  verformbare Platten gebraucht werden kann, oder  dass sie handlich ist für eine weitere Verarbeitung,  insbesondere     zur    weiteren Verdichtung zu einer Hart  platte. Diese weitere Verdichtung erfolgt durch Kalt  pressen der Matte mit geeigneten Mitteln, wie bei  spielsweise Walzen oder Platten.

   Wie bereits erwähnt,  ist diese Kaltverdichtung der Matten ausreichend für  solche Zwecke, wo eine geringe Dichtigkeit des End  produktes genügt. Wo das Endprodukt eine hohe  Dichtigkeit haben muss, wie bei Hartplatten, treten  bei der Handhabung dieser Matten und ihrer Weiter  verarbeitung gewisse Schwierigkeiten auf, die auf der  Kaltpressung oder     Vorpressung    beruhen. Das trockene  Fasermaterial, aus welchem die Matte gebildet ist, ist  sperrig und springt leicht infolge ihrer Elastizität nach  der Kaltpressung wieder auf zu einer Dicke oder  Dichte, die zwischen der Dicke bzw. Dichte der Aus  gangsmatte und der     kaltgepressten    Matte liegt.

   Die  Matten, die diese Zwischendichte bzw. -dicke haben,      tendieren zum Bruch durch Schubspannungen und  platzen, wenn sie zwischen den Platten einer Heiss  presse zu einer Hartplatte gepresst werden. Diese Er  scheinung beruht darauf, dass diese Matten nicht die  genügende Festigkeit haben, der Zerreissbeanspruchung  zu widerstehen, die durch den Ausstoss einer relativ  grossen Menge Luft in der Heisspresse verursacht wird.

    Die Bruchgefahr durch Schub- oder     Scherspannungen     und das Platzen können zum Teil behoben werden  durch Einsetzen eines Drahtschirmes oder eines  anderen Gebildes mit rauher     Oberfläche    zwischen den       Pressplatten.    Weitere Mittel zur Verhütung dieses  Übelstandes sind vorgeschlagen worden, so beispiels  weise die Verwendung von Bindemitteln, insbesondere  Harzen, kurz vor oder während der Heisspressung.

    Bei einem weiteren Verfahren besteht jedoch der  Übelstand, dass die Fasern die Tendenz haben, an den  Druckwalzen oder Druckplatten beim     Kaltverformen     zu kleben und die Oberfläche der Matten rauh zu  machen, während die Tendenz des     Wiederauf        bau-          schens    der Matte zu einem erheblichen Teil bestehen  bleibt. Nach einem weiteren Verfahren soll der  Feuchtigkeitsgehalt der Matten sehr stark erhöht  werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass  gleichfalls ein Festkleben von Fasern an den Druck  walzen auftritt und dass eine grosse Menge Wasser  ausgepresst werden muss, wobei das Wasser die wasser  löslichen wertvollen Bestandteile des Holzes mit  nimmt.

   Ausserdem verursacht der hohe Feuchtigkeits  gehalt ein längeres Pressen und ein längeres Trocknen  der Matten.  



  Es ist jetzt gefunden worden, dass trockene, luft  durchlässige Holzmatten in dichte, handliche und  brauchbare Produkte verformt werden können, welche  die vorher geschilderten Übelstände nicht haben. Die  nach der neuen Methode hergestellten Matten zeigen  ein Minimum des Bestrebens der Fasern, in der Matte  sich wieder auszudehnen, ohne die Notwendigkeit,  wärmehärtende Harze beim Pressen zuzusetzen oder  den Matten eine grosse Feuchtigkeit zu geben.  



  Dieses neue Verfahren besteht darin, dass die Matte  vor der Kaltpressung mit trockenem Heissdampf be  handelt wird, zweckmässig so lange, bis die Matte ohne  wesentliche Erhöhung ihres Feuchtigkeitsgehaltes nach  der Kaltpressung eine innere Temperatur von min  destens 32 C aufweist, worauf die Kaltpressung er  folgt. Dieser trockene Heissdampf wird vorzugsweise  einem Raum oberhalb der Matte auf dem Förderband  zugeführt, wobei unterhalb des Förderbandes Unter  druck erzeugt wird, so dass der trockene Heissdampf  durch die Matte und das durchlässige Förderband  dringen muss und die Matte gleichmässig auf die ge  wünschte Temperatur     erhitzt.     



  Ein typisches Verfahren zur Herstellung von form  beständigen, verfilzten Matten aus den Grundfasern  von Holz ist folgendes: Das Holz wird in Stücke zer  kleinert, und mit diesen Stücken wird ein     Defibrator     nach     Asplund    beschickt. In dem     Defibrator    werden die  Holzstücke einer Dampfatmosphäre     mit    einem Druck    von etwa 3,5-14,0     kg/cm2    und einer dem gesättigten  Dampf entsprechenden Temperatur behandelt. Das  Produkt des     Defibrators,    das in der Hauptsache aus  den     Grundfasern    und Flocken und Zusammenballun  gen von solchen Fasern mit andern Fasern und Bruch  stücken besteht, stellt eine feuchte, flockige Masse dar.

    Dieser Masse werden in einem Luftstrom Bindemittel,  wie wärmehärtende Harze, beispielsweise auf der Basis  von     Phenolaldehyden,    zugesetzt, desgleichen andere       Zusatzmittel,    wie wasserabstossende Mittel und     Ent-          flammungsmittel.    Das so behandelte Fasermaterial  soll einen Feuchtigkeitsgehalt haben, der etwa     40 "          nicht    übersteigt. Danach werden grössere Stückchen  gröberer Faserbündel, die sich noch in der Masse  befinden können, aus dem die Fasern fördernden  Dampf- oder Luftstrom entfernt. Diese ausgesonderten  gröberen Teilchen werden zweckmässig erneut dem       Defibrator    zugeführt.

   Die verbleibenden Grundfasern,  welche den grössten Teil der Masse bilden, werden dann  auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa<B>8-18'.</B> ge  trocknet und darauf in einen Druckluftstrom gebracht.  



  Das weitere Verfahren soll anhand der Zeichnung  beschrieben werden, die Beispiele von Vorrichtungen  zur     Durchführung    des erfindungsgemässen Verfahrens  darstellt. Es zeigen       Fig.    1 eine Vorrichtung in Seitenansicht,       Fig.    2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach       Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der     Fig.    2,       Fig.    4 eine Vorrichtung zur Herstellung einer Mehr  schichtenplatte in Seitenansicht.  



  Der unter Überdruck stehende Luftstrom mit den  so behandelten Fasern wird über die Rohrleitung 10  einem zylindrischen Verteilerkopf 11 zugeführt, der  an der Unterseite mit Perforationen versehen ist und  ein Verteilerrad 15 enthält, das dazu beiträgt, dass die       Faserflocken    sich auflösen und die Fasern aus dem  Verteilerkopf austreten. Diese unter Druck austreten  den Fasern gelangen in den unter Atmosphärendruck  stehenden Raum 13 und von hier auf das luftdurch  lässige Förderband 14, das vorzugsweise aus einem  Drahtschirm oder Drahtgeflecht besteht. Auf der  Unterseite des Förderbandes 14 ist eine Unterdruck  kammer 15 angeordnet, dessen Unterdruck beliebig  einstellbar ist. Die Unterdruckkammer ist über die  Rohrleitung 17 mit dem Gebläse 16 verbunden.

   Die  Geschwindigkeit der mit Überdruck aus dem Verteiler  kopf kommenden Fasern wird mithin durch den  Unterdruck unter dem Förderband 14 noch erhöht,  so dass die Fasern sich völlig     unorientiert    zu der  Matte 19 auf dem Förderband 14 niederschlagen.  



  Nachdem die Matte 19 die gewünschte Dicke er  halten hat, wird sie auf dem Förderband 14 weiter  transportiert zu einer Kammer 20 oberhalb des  Förderbandes und einer Unterdruckkammer 21 auf  der gegenüberliegenden Seite unterhalb des Förder  bandes. Die Dampfkammer 20 ist in     Fig.    3 dargestellt.  Ihre offene Seite ist zu der Matte hin gerichtet; sie soll  so dicht wie möglich oberhalb der Matte angeordnet      sein und es sollten Mittel vorgesehen sein, sie zu heben  oder zu senken, um sie den verschiedenen Dicken der  Matten anpassen zu können. Der trockene Dampf  strom wird durch die Rohrleitungen 22 in den inneren  Raum der Dampfkammer 20 eingeführt, der selbst  unter Atmosphärendruck steht.

   Um zu verhüten, dass  sich irgendeine Kondensation des Wasserdampfes  bildet und Tropfen auf die Matte fallen, die sich im  Endprodukt markieren würden, wird die Kammer  beheizt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel  wird ein heisses Medium durch die Leitungen 23 zu  geführt, durch das die Temperatur der Kammer auf  eine Temperatur über dem Siedepunkt des Wassers  gebracht wird.  



  Der durch die Leitungen 22 zugeführte trockene  Dampfstrom durchdringt unter dem     Einfluss    des  Unterdrucks die Matte gleichmässig und vollkommen  und gelangt dann über die Unterdruckkammer 21  in das Gebläse 16 und von hier ins Freie. In dem in       Fig.    1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide  Unterdruckkammern 21 und 15 an das Gebläse 16  angeschlossen, während beim Ausführungsbeispiel der       Fig.    4 für die Unterdruckkammer 21 ein besonderes  Gebläse 24 vorgesehen ist. Die Behandlung mit- dem  ungesättigten Heissdampf unter Druck ist sehr kurz  und die Temperatur des Heissdampfes wird der Dicke  der Matte angepasst. Auch die Höhe des Unterdrucks  wird der Dicke der Matte und der Geschwindigkeit  des Förderbandes und der Behandlungszeit angepasst.

    Diese Grössen werden so gewählt, dass in jedem Fall  die Matte innen nach der Kaltpressung eine Tempera  tur von etwa 32-54  C erhält, wobei der Feuchtigkeits  gehalt der Matte nicht sonderlich steigen darf. Unter  normalen Verhältnissen wird die Behandlungsdauer  etwa 3/4 bis 6 Sek. betragen. Bei dem Ausführungs  beispiel der     Fig.    1 ist in der Verbindungsleitung  zwischen Unterdruckkammer 21 und dem Gebläse 16  eine Drosselklappe 25 vorgesehen, um den Unterdruck  variieren zu können.  



  Beim Passieren der Matte 19 durch diese Stufe  erfolgt ein Zusammendrücken in einem nicht un  beträchtlichen Ausmass. Nach Verlassen dieser Dampf  behandlungszone gelangt die in ihrer Stärke reduzierte  Matte zu der     Kaltpressstufe,    in der sie zu einer vor  bestimmten Dichte von etwa     16-400        kg/m3    kompri  miert wird. Die     Kaltpressstufe    besteht bei dem Aus  führungsbeispiel der     Fig.    1 aus den beiden Kaltwalzen  26 und 27, bei dem Ausführungsbeispiel der     Fig.    4 aus  Förderbändern 28. Diese Methode der Kaltpressung  oder     Vorpressung    ist bekannt.  



  Bei dem neuen Verfahren wird erreicht, dass die so  hergestellten Matten keine nennenswerte Tendenz  mehr zeigen, sich wieder auszudehnen, um zu ihrer  früheren Dicke oder einer Dicke vor der Kaltpressung  zurückzukehren. Nach den gewonnenen Erfahrungen  ist das Ausdehnungsvermögen der neuen Matte auf  eine Dichte von unter 112     kg/m3    beschränkt. Die  Matten werden daher zweckmässig bis zu dieser Dichte  verdichtet, bei welcher sie eine ausreichende strukturelle    Festigkeit haben, um handlich zu sein, gelagert und  transportiert werden zu können. Die neue Matte kann  für verschiedene Zwecke Anwendung finden oder  weiter verdichtet werden. Bei der Heisspressung zu  Hartfaserplatten werden die Matten vorher auf be  stimmte Längen abgetrennt und diese Stücke dann der  Heisspresse zugeführt.

   Für die     Hartplattenverarbeitung     hat die neue Matte den Vorteil, dass die Öffnung der       Heisspressplatten    die gleiche ist, ob eine dickere Platte  mit weniger Dichte oder eine dünne Platte mit höherer  Dichte daraus hergestellt werden sollen. Bei den bis  her .nach dem Kaltverfahren hergestellten musste die  Plattenöffnung der Heisspresse jedesmal eingestellt  werden. Der Ausstoss der Luft aus den inneren Regio  nen der Matte ist nicht mehr gefährlich, weil die Matte  jetzt eine grössere Dichte und eine strukturelle Festig  keit besitzt.  



  Die neuen Matten haben eine solche strukturelle  Festigkeit, dass sie ohne weitere Hilfsmittel, wie Draht  schirme, in die Heisspresse gebracht werden können.  Die folgenden Versuche zeigen den Vorteil des neuen  Verfahrens.  



       Versuch   <I>1</I>  Im     Asplund-Defibrator    gewonnene weisse Fasern  von Tanne oder Fichte und behandelt mit 1 % Phenol  formaldehydlösung, 2,5 %     Petrolatum    und 5 % Alu  miniumsulfat wurden in einem Luftstrom auf einen  Feuchtigkeitsgehalt von etwa 12% gebracht. Die  Prozentgehalte beziehen sich auf das Trockengewicht  der Holzfasern. Diese so präparierten Fasern wurden  zu einer verfilzten Matte von einer Dicke von etwa  82,5     mm    nach dem vorstehend geschilderten Verfahren  niedergeschlagen.

   Der kontinuierliche     Mattenstrang     wurde dann in Einzelstücke bestimmter oder be  liebiger Längen zerschnitten, von welchen einige unter  ungeheizten Druckwalzen     kaltgepresst    wurden, wäh  rend andere der Wirkung des trockenen Dampfstromes  während einer Zeit von etwa 5 Sek. ausgesetzt wurden.  In dieser Zeit drang der heisse, trockene Dampf von  der Kammer 20 durch die     Mattenstücke    in die Unter  druckkammer. Nach dieser     Heissdampfbehandlung     wurden dann die     Mattenstücke        kaltgepresst,    genau  in der gleichen Weise wie die nicht     mit    Heissdampf  behandelten Stücke.  



  Die nicht     mit    Heissdampf behandelten Stücke  hatten eine Dicke von etwa 35,5 mm nach der Kalt  pressung und eine Zugfestigkeit von 35,2-70,4     g/cm2.     Die mit Heissdampf behandelten Stücke dagegen  hatten eine Dicke von 25,4 mm nach der Heissdampf  behandlung und     behielten    eine Dicke von 12,7 mm  nach der Kaltpressung und hatten eine Zugfestigkeit  von 774,4     g/cm2.     



  Es wurde gefunden, dass die nicht mit Heissdampf  behandelten     Mattenstücke    etwa 12% Feuchtigkeit  enthielten, während die behandelten Matten eine  Feuchtigkeit von<B>11,9%</B> hatten. Die Temperatur der  behandelten Matten war wesentlich höher als die der  unbehandelten Matten, und zwar in der Grössen  ordnung von 48,9-54,4  C.      Beim Transport der unbehandelten     Mattenstücke     zu der Heisspresse wurde gefunden, dass diese schwer  zu handhaben waren, die Tendenz zeigten, zu platzen  oder zu brechen. Auch in der Presse, beim Schliessen  der Presse entstanden     Abplatzungen    und Risse.

   Die  dagegen     mit    Heissdampf behandelten     Mattenteile     waren leicht zu transportieren, da sie eine ausreichende  Standfestigkeit hatten und konnten ohne Beschädigung  oder Platzen in der Heisspresse gepresst werden.  



       Versuch   <I>2</I>  Die verwendeten ' Fasern waren aus Tannen- oder  Fichtenholz gewonnen und enthielten     2 ,'        Amresharz,          3 ,ö        Petrolatum    und     0,5 ,ö    Aluminiumsulfat. Sie  wurden in der geschilderten Weise zur     Mattenbildung     gebracht. Einige dieser Matten wurden vor der Kalt  pressung in der geschilderten Weise etwa 1,3 Sek. mit  dem trockenen Heissdampf behandelt, und damit  wurde die Temperatur auf etwa 48,9-54,4 C gesteigert.

    Andere Matten bzw.     Mattenteile    wurden ähnlich be  handelt, aber die Menge Dampf, die durch die Matte  getrieben wurde, wurde so weit reduziert, bis die Matte  vor der Kaltpressung eine Temperatur von<B>26,7-</B>  <B>32,2'C</B> hatte. Beide behandelten     Mattenarten    hatten  eine Originalstärke von 82,5 mm. Die nach der Er  findung behandelten Matten, die nach der Dampf  behandlung eine Temperatur von 48,9-54,4 C auf  wiesen, hatten nach der Kaltpressung eine Stärke von  22 mm und waren leicht zu handhaben, ohne dass  Beschädigungen auftraten, und sie zeigten auch keine  Risse, Blasen und     Aufplatzungen    in der Heisspresse.

    Die Matten dagegen, die     mit    der reduzierten Menge  Dampf behandelt waren und eine niedrigere Tem  peratur erhielten, hatten nach der Kaltpressung eine  Stärke von 31,75 mm, waren schwierig zu handhaben  und tendierten zum Ausblasen in der Heisspresse, und  es zeigten sich Risse beim Schliessen der Heisspresse.  Der Feuchtigkeitsgehalt der Matten vor und nach der  Dampfbehandlung war etwa 11-16%.  



  <I>Versuch 3</I>  Weisse Grundfasern von Tannen- oder Fichtenholz  und kleine Flocken von ihnen hatten einen Gehalt  von     2,5 ö        Petrolatum,    %2%     Aluminiumsulfat    und  1      ,.ö    wärmehärtender     Phenolformaldehyd-Harzlösung     und einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa     12 ö    und  wurden durch einen Luftstrom mit Atmosphären  druck verteilt und passierten kontinuierlich mehrere,  hintereinander angeordnete Verteilerköpfe nach     Fig.    4,  um eine     Mehrschichtenmatte    zu bilden. Die auf dem  durchlässigen Förderband 14 niedergeschlagene Matte  hatte eine Stärke von 10,16 cm.

   Die so präparierte Matte  brauchte bei ihrer Wanderung auf dem Förderband  bis zu der     Kaltpresszone    28 etwa 8 %2 Sek., während  welcher Zeit Trockendampf bei einem reduzierten  Druck von 1,4     kg/cm2    in die unter Atmosphärendruck  stehende Kammer 20 eingeführt wurde. Der Heiss  dampf wurde während 1 %2 Sek. durch die Matte ge  sogen durch einen Unterdruck der Unterdruck-         kammer    21 von 254     mm    Wassersäule. Die Matte  wurde dann von den hydraulisch     gegeneinanderge-          drückten    Förderbändern 28 zu einer Dicke von 12,7       mm    gepresst.

   Die Matte wurde darauf in Stücke ge  schnitten und die einzelnen Stücke einer Heisspresse  zugeführt und hier zu einer Dicke von 3,17 mm und  einer Dichte von etwa 960     kg/m3    gepresst.  



  Die Stärke der verfilzten Matte von 10,16 cm wurde  durch die     Heissdampfbehandlung    auf 57,1 mm redu  ziert. Eine weitere Reduzierung fand durch die Kalt  pressung statt, und zwar auf 12,7     mm.    Nach dieser  Kaltpressung dehnte sich die Matte wieder zu einer  Dicke von 22,22 mm und einer Dichte von<B>137</B>     kg/m3     aus. Die Innentemperatur der Matte nach der Kalt  pressung war 48,9 C. Der Feuchtigkeitsgehalt der  Matte vor der Dampfbehandlung war     12 ö    und nach  der Dampfbehandlung 12,5 . Dieses Experiment  wurde wiederholt, jedoch dabei die Heissdampf  behandlung ausgelassen.

   Hierbei zeigte sich, dass, nach  dem die Matte durch die Kaltpressung auf<B>12,7</B> mm  zusammengepresst war, die Matte schnell wieder eine  Stärke von 90,8 mm und eine Dichte von etwa 50     kg/m3     annahm, sich also sehr kräftig ausdehnte. Die Tem  peratur der Matte blieb ungefähr konstant und zeigte  Umgebungstemperatur und der Feuchtigkeitsgehalt  blieb konstant bei     12 ö.     



  Die nach dem vorliegenden Verfahren behandelte  Matte war fest und leicht zu handhaben, konnte leicht  in Stücke getrennt werden und leicht in die Heisspresse  gebracht werden. Beim Schliessen der Presse trat kein  Ausblasen der Fasern auf oder es traten nicht irgend  welche Schubkräfte auf. Die nicht durch Heissdampf  behandelten Matten dagegen hatten     kerne    Standfestig  keit, waren daher schwer zu handhaben, kaum zu  schneiden und schwer zur Heisspresse zu bringen.  Erhebliches Ausblasen trat beim Heisspressen auf,  desgleichen traten erhebliche Scherkräfte zwischen den  Heissplatten und dem     Pressling    auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von formbeständigen verfilzten Matten nach dem Kaltpressverfahren aus nach dem Trockenverfahren gewonnenen lignocel- lulosehaltigen Fasern, die aus einem oder mehreren Verteilerköpfen zur Mattenbildung auf einen luft durchlässigen, als Förderband dienenden Träger nieder geschlagen werden, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Kaltpressung oberhalb des Trägers der Matte trockener Heissdampf zugeführt wird, der durch eine Unterdruckzone unterhalb des Trägers durch die Matte gezogen wird. Il.
    Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung nach dem Verteilerkopf bzw. den Verteilerköpfen (11) oberhalb des Förderbandes (14) eine unten offene Kammer (20) angeordnet ist, die an eine Leitung (22) für trockenen Heissdampf angeschlos sen ist, und dass darunter unter dem Förderband (14) eine Unterdruckkammer (21) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur des trockenen Heissdampfes und die Behandlungsdauer so gewählt werden, dass die Matte nach der Kaltpressung innen eine Temperatur von mindestens 32 C erhält. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fasern in der Hauptsache aus Grundfasern des Holzes bestehen und bei der Matten bildung einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8-180/., bezogen auf das Trockengewicht der Fasern, haben. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Behandlungsdauer so gewählt wird, dass praktisch keine Erhöhung des Feuchtigkeits- gehaltes der Matte durch die Heissdampfbehandlung auftritt. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fasern aus Tannen- oder Kiefer holz bestehen, und dass sie mit einer Lösung aus Phenolformaldehyd als Bindemittel behandelt werden. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (20) auf eine die Kondenswasserbildung verhindernde Temperatur heiz bar ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindungsleitung von der Unterdruckkammer (21) zu ihrem Gebläse (16) eine Drosselklappe (25) angeordnet ist.
CH8073859A 1959-11-18 1959-11-18 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von formbeständigen verfilzten Matten nach dem Kaltpressverfahren aus nach dem Trockenverfahren hergestellten Holzfasern CH376271A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4031171A1 (de) * 1990-10-03 1992-04-09 Siempelkamp Gmbh & Co Pressenanlage fuer das pressen von pressgutmatten im zuge der herstellung von spanplatten

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DE4031171A1 (de) * 1990-10-03 1992-04-09 Siempelkamp Gmbh & Co Pressenanlage fuer das pressen von pressgutmatten im zuge der herstellung von spanplatten
DE4031171C3 (de) * 1990-10-03 1998-07-09 Siempelkamp Gmbh & Co Pressenanlage für das Pressen von Preßgutmatten im Zuge der Herstellung von Spanplatten

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