Test- und Unterhaltungsmittel Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Test- und Unterhaltungsmittel, das ermöglicht, rasch und in einfacher Weise Antworten zweier oder meh rerer Beteiligter auf eine Anzahl ausgewählter Fra gen miteinander zu vergleichen und dabei unmittelbar Übereinstimmungen und Abweichungen festzustellen und diesen Vergleich in einer Punktwertung auszu drücken.
Das erfindungsgemässe Test- und Unterhaltungs mittel besitzt mindestens zwei blattförmige Schablo nen mit je einer Mehrzahl numerierter miteinander in Flucht befindlicher Felder, wobei jedes Feld drei zum Markieren bestimmte Zonen aufweist, die als eine Ja-Zone, eine Unbestimmt-Zone und eine Nein-Zone bezeichnet sind, das Ganze zum Zweck, nach dem Markieren der Antworten auf die den Fel dern zugeordneten Fragen entweder in den markier ten oder den unmarkiert gebliebenen Zonen Voll durchsicht zu gewähren.
Es ist leicht einzusehen, dass bei übereinander legen zweier derart markierter Schablonen auf Grund der teilweise oder nicht mehr vorhandenen Durch sicht durch die Zonen beider Schablonen sofort er sichtlich ist, ob mehr oder weniger oder gar keine Übereinstimmung zwischen den Antworten vorliegt.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Aus führungsbeispiele von Schablonen des erfindungsge mässen Test- und Unterhaltungsmittels dargestellt ; es zeigen Fig. 1 in Draufsicht ein erstes Beispiel einer Schablone, Fig. 2 ein Feld der Schablone nach Fig. 1 in ver schiedenen Markierungszuständen, Fig. 3 in Draufsicht eine Variante der Schablone nach Fig. 1, und Fig. 4 eine Ansicht eines Feldes analog Fig. 2.
Die in Fig. 1 gezeigte Schablone besteht aus ei nem länglichen, rechteckförmigen Blatt 1, auf wel chem eine Kolonne von zwölf in Flucht unterein- ander angeordneten durchsichtigen Feldern 2 ange ordnet ist. Die Felder 2 sind von oben her fortlaufend numeriert. Diese Felder 1-12 sind durch vertikale Zonenmarkierungen in drei gleichgrosse, nebenein- anderliegende Zonen 3, 4 und 5 unterteilt.
Die un- tereinanderliegenden Zonen 3 bilden die Ja-Zone, die untereinanderliegenden Zonen 4 bilden die Un- bestimmtzonen und die untereinanderliegenden Zonen 5 bilden die Nein-Zonen. über den einzelnen Kolon nen sind die drei Zonen mit -+-, ,.., bzw. - bezeichnet. Darunter oder daneben ist ein ebenfalls durchsichtiges Feld 2a angeordnet ; es. dient zur Aufnahme einer Resultatmarkierung.
Mit Schablonen der vorbeschriebenen Art kann z. B. ein Gesellschaftsspiel durchgeführt werden. Zu diesem Zweck erhält jeder Mitspieler eine Schablone. Der Spielleiter stellt nun zwölf, den zwölf Feldern 2 der Schablone zugeordnete Fragen die mit ja, unbe stimmt oder nein beantwortet werden können. Kann der Spieler eine Frage mit ja beantworten, so setzt er in die linke Zone 3 des der betreffenden Frage zugeordneten Feldes z.
B. mit einem Fettstift ein Kreuz ; ist er sich über die Antwort nicht schlüssig oder ist ihm das Thema der Frage gleichgültig, so setzt er sein Kreuz in die Mittelzone 4 und lautet seine Antwort nein, so markiert er die rechte Zone 5 mit einem Kreuz. Sind alle Fragen gestellt und durch entsprechende Markierung beantwortet, so können die Schablonen paarweise miteinander ver glichen werden. Zu diesem Zweck legt man die Schablonen zweier Mitspieler übereinander, wobei sich folgendes Bild ergibt. In Fig. 2 ist bei a ein durch einen ersten Spieler in der Zone 3 markiertes Feld gezeigt.
Hat der zweite Spieler die betreffende Frage ebenfalls mit ja beantwortet, so ergibt sich bei der Durchsicht der beiden Schablonen im betref fenden Feld 2, das bei b gezeigte Bild, wobei die Zonen 4 und 5 noch volle Durchsicht gewähren; die beiden Spieler erhalten dabei einen Punkt. Hat der zweite Spieler die Frage mit Unbestimmt (",) beantwortet, so ergibt sich bei Durchsicht das bei c gezeigte Bild, wobei nur die Zone 5 noch Volldurch sicht gewährt ; die Spieler erhalten dafür zwei Punkte. Wurde die Frage vom zweiten Spieler da gegen mit nein (-) beantwortet, so ergibt sich bei Durchsicht das Bild d, wobei nur die Mittelab schnitte 4 voll durchsichtig geblieben ist ; dafür er halten die Spieler drei Punkte.
Eine analoge Kon trolle erfolgt nun für jedes den einzelnen Fragen zu geordnete Feld. Die jeweils gefundenen Punkte wer den am Schluss zusammengezählt und in das Feld 2a eingetragen. Je kleiner die Totalpunktzahl ausfällt (im Minimum 12 Punkte bei total 12 Fragen für 12 Felder), umsomehr übereinstimmung herrscht offen bar zwischen den Antworten der beiden Spieler, während eine grosse Punktzahl (im Maximum 36 Punkte bei total 12 Fragen) für gegensätzliche Ant worten spricht. Bei geschickter Wahl der Fragen lassen sich so in einfacher Weise übereinstimmungen bzw.
Verschiedenheiten im Charakter, Geschmack, Wissen usw., zweier oder mehrerer Mitspieler fest stellen.
Beim Beispiel nach den Fig. 3 und 4, dessen Schablonenblatt 1, z. B. aus Karton, wiederum eine Mehrzahl z. B. zwölf von übereinanderliegend an geordneten numerierten Feldern 2 und ein unterstes Feld 2a aufweist.
Die Felder 2 sind durch eine Randperforation begrenzt und ausserdem durch ver tikale Perforationslinien je in vier Abschnitte 6, 7, 8 und 9 unterteilt. Die Doppelkolonne der Abschnitte 6, 7 bildet die Ja-Zone 3 und ist über den Feldern mit -f- bezeichnet; die Doppelkolonne der Ab schnitte 7, 8 bildet die Unbestimmt-Zone 4 und ist über den Feldern mit ", bezeichnet, während die Doppelkolonne der Abschnitte 8, 9 die Nein-Zone 5 bildet und über den Feldern mit - bezeichnet ist.
Zur Markierung der einzelnen Antworten werden hier jeweils die entsprechenden perforierten Doppel abschnitte 6, 7 bzw. 7, 8 herausgetrennt, so dass sich in den so markierten Zonen freie Durchsicht durch die Schablone ergibt.
Das Feld a in Fig. 4 ist von einem ersten Spieler durch Heraustrennen der der Ja-Zone entsprechen den Abschnitte 6 und 7 markiert worden. Wird die gleiche Frage durch den zweiten Spieler ebenfalls mit Ja beantwortet, so ergibt sich beim übereinanderle- gen der beiden Schablonen das bei b gezeigte Bild ; in diesem Fall erhalten die Spieler einen Punkt.
Hat der zweite Spieler durch Heraustrennen der beiden mittleren Abschnitte 7, 8 in unbestimmtem Sinne geantwortet, so bieten bei übereinanderliegenden Schablonen nur die Abschnitte 7 volle Durchsicht, wie dies bei c dargestellt ist ; dafür erhalten die Spieler einen halben Punkt; das gleiche Resultat, allerdings bei freier Durchsicht durch den Abschnitt 8, würde sich ergeben, wenn der erste Spieler die einem Nein entsprechenden Feldabschnitte 8 und 9 herausgetrennt hätte. Wurde dagegen vom ersten Spieler die Frage mit Ja und vom zweiten Spieler mit Nein beantwortet, so ist bei übereinanderliegen- den Schablonen jede Durchsicht verwehrt ; das Re sultat für die Spieler ergibt somit 0 Punkte.
Je mehr Punkte hier zwei Spieler bei einem Schablonenver- gleich erhalten (maximal mögliche Punktzahl gleich Zahl der Felder bzw. Fragen) umso grösser ist ihre übereinstimmung auf dem Gebiet, aus welchem die Fragen entnommen wurden, während Null Punkte völlige Verschiedenheit in dieser Beziehung bedeu tet. Diese Art Schablone ist besonders geeignet, wenn es sich um die Beantwortung von Fragen eines Leh rers oder Psychiaters durch Schüler oder Patienten handelt und die Antworten zwecks Auswertung auf bewahrt werden sollen.
Beiden beschriebenen Beispielen ist gemeinsam, dass durch die Markierung der Felder entsprechend der zu gebenden Antwort die Durchsicht der Felder in bestimmter Weise beeinflusst wird, so dass sich bei übereinanderliegenden Schablonen je nach völ liger, teilweiser oder gänzlich fehlender übereinstim- mung der Antworten eine nach Punkten auszählbare Durchsicht bzw. Überdeckung der übereinanderlie- genden Felder ergibt.