CH376835A - Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere KalkschachtöfenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/10—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
- F27B1/20—Arrangements of devices for charging
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen. Bei den bisher bekannten Beschickungsverfahren und Einrichtungen wird das zu behandelnde Gut und der Brennstoff mittels Aufzüge oder anderer Förder- mittel auf die Beschickungsbühne gebracht und den im oberen Schachtteil eingebauten Verteileinrichtun- gen zugeleitet, oder es wird in Kübel gefüllt, die nach ihrer Beförderung auf die Ofengicht ihren Inhalt unmittelbar in den Schacht entleeren. Nach einem weiteren bekannten Verfahren wird das gesamte Beschickungsgut in der für den Behandlungsprozess erforderlichen Schichtung und Verteilung in Kübel gefüllt und aus diesen durch plötzliches Öffnen des Kübelbodens in den Ofenschacht gegeben. Im ersten Falle sind die im oberen Teil des Ofenschachtes fest eingebauten Verteileinrichtungen ständig der unmittelbaren Einwirkung der Abgase ausgesetzt, die infolge ihrer hohen Temperatur und chemischen Zusammensetzung eine frühzeitige Zerstörung dieser Einrichtungen bewirken. Um eine derartige Zerstörung möglichst zu verzögern, müssen die Verteileinrichtungen und auch gegebenenfalls angeordnete Siebe robust ausgeführt sein. Ein anderer Nachteil dieser in den oberen Schachtteil eingebauten Verteileinrichtungen ist, dass sie nur für eine bestimmte Stückgrösse des Beschik- kungsgutes richtig arbeiten können, während sie bei Veränderung der Stückgrösse die Verteilung nicht mehr einwandfrei vornehmen. Eine Anpassung der Verteileinrichtungen an die schwankende Korngrösse des Beschickungsgutes ist nicht möglich, da eine Änderung der Verteileinrichtungen während des Ofenbetriebes schwierig ist. Im zweiten Falle, wenn also ein Kübel auf der Ofensohle oder im Hüttenflur gefüllt, auf die Beschickungsbühne gefördert und sein Inhalt ohne Zwischenschaltung von Verteileinrichtungen in den Ofen entleert wird, tritt beim Ausschütten des Kübels eine Entmischung oder Vermischung des Kübelinhal- tes ein. Im dritten Fall wird erreicht, dass durch das plötzliche Öffnen des Kübelbodens der im Kübel geschichtete Inhalt unter Aufrechterhaltung der Schichtung ohne Entmischung in den Ofenschacht fällt. Alle drei vorbeschriebenen Verfahren haben einen grossen Nachteil gemeinsam. Durch das schlagartige Entleeren einer grossen Menge Beschickungsgutes in den Ofen wird die im Ofen befindliche Materialsäule zusammengedrückt, wodurch es zum Zusetzen der Luftwege und zu Abtrieb kommen kann und dann kein einwandfreies Fertigprodukt erbrannt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Beschickungsgut gleichmässig verteilt und allmählich in den Ofen zu bringen, wobei feinkörniges Gut in die Randzone des Ofens zu liegen kommen soll. Zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens wird bei einer bevorzugten Ausführung der Vorrichtung das zu behandelnde Gut, beispielsweise Kalkstein, sowie der Brennstoff, beispielsweise Koks, in einem dem Brennprozess entsprechenden Gewichts-Verhältnis in je eine Kammer eines Behälters gegeben, wobei die Kammer für den Kalkstein nochmals in je eine solche für grössere und kleinere Stücke unterteilt sein kann. Jede Kammer besitzt einen mechanisch zu be- tätigenden Verschluss bekannter Art. Der Behälter wird dabei aus Bunker beschickt, die zu ebener Erde oder auch auf der Beschickungsbühne aufgestellt sind. <Desc/Clms Page number 2> Nach Entfernung eines fahrbaren Ofenabschluss- deckels wird bei dieser Ausführung ein fahr- und drehbares Gerüst über einen von beispielsweise mehreren nebeneinander angeordneten Öfen gebracht und in dieses Gerüst der gefüllte Behälter eingehängt. Beim Einhängen des Behälters öffnen sich zweck- mässig selbsttätig die Verschlüsse der einzelnen Auslaufstutzen, wodurch das Material auf je eine jedem Auslauf zugeordnete Schurre läuft. Die einzelnen Schurren sind als Vibrationschurren ausgebildet und besitzen vorteilhaft kreisausschnittartige Form. Bei gleichzeitiger Vibration der Schurren und Drehung des Gerüstes wird das Material gleichmässig über den ganzen Ofenquerschnitt verteilt und gelangt aus- serdem nicht schlagartig in den Ofen. Auf den Schurren zweckentsprechend angeordnete einstellbare Leit- bleche gewährleisten eine einwandfreie Verteilung des ablaufenden Materials. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ; es zeigen Fig. 1 eine Ansicht des Schachtofen-Oberteils ; Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schachtofen und Fig. 3 eine Vibrationsschurre in Draufsicht. Oberhalb des Schachtofens 1 befindet sich die Beschickungsbühne 2. Der auf den Schienen 3 fahrbare Ofenabschlussdeckel 4 lässt noch einen Spalt 5 offen, der durch den verschiebbaren Ring 6 verschlossen wird. Nach Wegfahren des Deckels 4 wird die Ofenöffnung freigegeben, wonach dann das auf den Schienen 7 fahrbare Gerüst 8 über die Ofenöffnung gefahren wird. Das Gerüst 8, das auf der Ringschiene 9 drehbar ist, trägt den Behälter 10. Letzterer ist in drei Kammern 11, 12 und 13 unterteilt, von denen die Kammer 11 groben, die Kammer 12 feinen Kalkstein und die Kammer 13 Koks aufnimmt. Die Auslaufstutzen der einzelnen Kammern sind durch nicht gezeigte Klappen, die durch das Aufsetzen bzw. Abnehmen des Behälters 10 betätigt werden, ver- schliessbar. Die drei Auslaufstutzen münden auf je eine der im Gerüst 8 eingebauten drei Vibrations- schurren 14, 15 und 16. Die Fig. 3 zeigt eine Vibrationsschurre mit einstellbaren Leitblechen 17 und dem Drehpunkt 18.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen, dadurch gekennzeichnet, dass das zu behandelnde Gut unterschiedlicher Korn- grösse und der erforderliche Brennstoff über den gesamten Ofenquerschnitt gleichmässig verteilt und allmählich eingebracht wird, wobei feinkörniges Gut in die Randzone des Ofens geleitet wird. PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in einem fahr- und drehbaren Gerüst (8) mehrere Vibrationsschurren 14, 15, 16 und ein Behälter (10) angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schurren kreisausschnittför- mig ausgebildet sind und mit einstellbaren Leitble- chen (17) versehen sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der im Gerüst (8) angeordnete Behälter (10) so unterteilt ist, dass mehrere Kammern (11, 12 und 13) gleicher oder unterschiedlicher Grösse mit je einem Auslaufstutzen entstehen, und jeder Auslaufstutzen auf eine der Schurren (14, 15 und 16) mündet, wobei der Behälter (10) auswechselbar und jeder Auslaufstutzen derart mit einem mechanischen Verschluss versehen ist, dass beim Abheben des Behälters (10)die Ausläufe automatisch verschlossen und beim Aufsetzen auf das drehbare Gerüst (8) automatisch geöffnet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD5916359 | 1959-01-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH376835A true CH376835A (de) | 1964-04-15 |
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ID=5477344
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7975759A CH376835A (de) | 1959-01-30 | 1959-10-22 | Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH376835A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1758155B1 (de) * | 1968-04-11 | 1970-10-22 | H Eberhardt Maschf | Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen |
-
1959
- 1959-10-22 CH CH7975759A patent/CH376835A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1758155B1 (de) * | 1968-04-11 | 1970-10-22 | H Eberhardt Maschf | Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen |
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