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Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, insbesondere Kalkschachtöfen.
Bei den bisher bekannten Beschickungsverfahren und Einrichtungen wird das zu behandelnde Gut und der Brennstoff mittels Aufzüge oder anderer Förder- mittel auf die Beschickungsbühne gebracht und den im oberen Schachtteil eingebauten Verteileinrichtun- gen zugeleitet, oder es wird in Kübel gefüllt, die nach ihrer Beförderung auf die Ofengicht ihren Inhalt unmittelbar in den Schacht entleeren. Nach einem weiteren bekannten Verfahren wird das gesamte Beschickungsgut in der für den Behandlungsprozess erforderlichen Schichtung und Verteilung in Kübel gefüllt und aus diesen durch plötzliches Öffnen des Kübelbodens in den Ofenschacht gegeben.
Im ersten Falle sind die im oberen Teil des Ofenschachtes fest eingebauten Verteileinrichtungen ständig der unmittelbaren Einwirkung der Abgase ausgesetzt, die infolge ihrer hohen Temperatur und chemischen Zusammensetzung eine frühzeitige Zerstörung dieser Einrichtungen bewirken.
Um eine derartige Zerstörung möglichst zu verzögern, müssen die Verteileinrichtungen und auch gegebenenfalls angeordnete Siebe robust ausgeführt sein. Ein anderer Nachteil dieser in den oberen Schachtteil eingebauten Verteileinrichtungen ist, dass sie nur für eine bestimmte Stückgrösse des Beschik- kungsgutes richtig arbeiten können, während sie bei Veränderung der Stückgrösse die Verteilung nicht mehr einwandfrei vornehmen. Eine Anpassung der Verteileinrichtungen an die schwankende Korngrösse des Beschickungsgutes ist nicht möglich, da eine Änderung der Verteileinrichtungen während des Ofenbetriebes schwierig ist.
Im zweiten Falle, wenn also ein Kübel auf der Ofensohle oder im Hüttenflur gefüllt, auf die Beschickungsbühne gefördert und sein Inhalt ohne Zwischenschaltung von Verteileinrichtungen in den Ofen entleert wird, tritt beim Ausschütten des Kübels eine Entmischung oder Vermischung des Kübelinhal- tes ein.
Im dritten Fall wird erreicht, dass durch das plötzliche Öffnen des Kübelbodens der im Kübel geschichtete Inhalt unter Aufrechterhaltung der Schichtung ohne Entmischung in den Ofenschacht fällt. Alle drei vorbeschriebenen Verfahren haben einen grossen Nachteil gemeinsam. Durch das schlagartige Entleeren einer grossen Menge Beschickungsgutes in den Ofen wird die im Ofen befindliche Materialsäule zusammengedrückt, wodurch es zum Zusetzen der Luftwege und zu Abtrieb kommen kann und dann kein einwandfreies Fertigprodukt erbrannt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Beschickungsgut gleichmässig verteilt und allmählich in den Ofen zu bringen, wobei feinkörniges Gut in die Randzone des Ofens zu liegen kommen soll. Zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens wird bei einer bevorzugten Ausführung der Vorrichtung das zu behandelnde Gut, beispielsweise Kalkstein, sowie der Brennstoff, beispielsweise Koks, in einem dem Brennprozess entsprechenden Gewichts-Verhältnis in je eine Kammer eines Behälters gegeben, wobei die Kammer für den Kalkstein nochmals in je eine solche für grössere und kleinere Stücke unterteilt sein kann.
Jede Kammer besitzt einen mechanisch zu be- tätigenden Verschluss bekannter Art. Der Behälter wird dabei aus Bunker beschickt, die zu ebener Erde oder auch auf der Beschickungsbühne aufgestellt sind.
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Nach Entfernung eines fahrbaren Ofenabschluss- deckels wird bei dieser Ausführung ein fahr- und drehbares Gerüst über einen von beispielsweise mehreren nebeneinander angeordneten Öfen gebracht und in dieses Gerüst der gefüllte Behälter eingehängt. Beim Einhängen des Behälters öffnen sich zweck- mässig selbsttätig die Verschlüsse der einzelnen Auslaufstutzen, wodurch das Material auf je eine jedem Auslauf zugeordnete Schurre läuft.
Die einzelnen Schurren sind als Vibrationschurren ausgebildet und besitzen vorteilhaft kreisausschnittartige Form. Bei gleichzeitiger Vibration der Schurren und Drehung des Gerüstes wird das Material gleichmässig über den ganzen Ofenquerschnitt verteilt und gelangt aus- serdem nicht schlagartig in den Ofen. Auf den Schurren zweckentsprechend angeordnete einstellbare Leit- bleche gewährleisten eine einwandfreie Verteilung des ablaufenden Materials.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ; es zeigen Fig. 1 eine Ansicht des Schachtofen-Oberteils ; Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schachtofen und Fig. 3 eine Vibrationsschurre in Draufsicht. Oberhalb des Schachtofens 1 befindet sich die Beschickungsbühne 2. Der auf den Schienen 3 fahrbare Ofenabschlussdeckel 4 lässt noch einen Spalt 5 offen, der durch den verschiebbaren Ring 6 verschlossen wird. Nach Wegfahren des Deckels 4 wird die Ofenöffnung freigegeben, wonach dann das auf den Schienen 7 fahrbare Gerüst 8 über die Ofenöffnung gefahren wird. Das Gerüst 8, das auf der Ringschiene 9 drehbar ist, trägt den Behälter 10.
Letzterer ist in drei Kammern 11, 12 und 13 unterteilt, von denen die Kammer 11 groben, die Kammer 12 feinen Kalkstein und die Kammer 13 Koks aufnimmt. Die Auslaufstutzen der einzelnen Kammern sind durch nicht gezeigte Klappen, die durch das Aufsetzen bzw. Abnehmen des Behälters 10 betätigt werden, ver- schliessbar. Die drei Auslaufstutzen münden auf je eine der im Gerüst 8 eingebauten drei Vibrations- schurren 14, 15 und 16.
Die Fig. 3 zeigt eine Vibrationsschurre mit einstellbaren Leitblechen 17 und dem Drehpunkt 18.
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Method and device for charging shaft furnaces, in particular lime shaft furnaces The invention relates to a method and a device for charging shaft furnaces, in particular lime shaft furnaces.
In the previously known charging methods and devices, the material to be treated and the fuel are brought to the charging platform by lifts or other conveying means and fed to the distribution devices installed in the upper part of the shaft, or they are filled into buckets which, after being transported, are fed to the In the oven, empty the contents immediately into the shaft. According to a further known method, the entire loading material is filled into tubs in the stratification and distribution required for the treatment process, and from these, by suddenly opening the tub bottom, is given into the furnace shaft.
In the first case, the distribution devices installed in the upper part of the furnace shaft are constantly exposed to the direct action of the exhaust gases, which, due to their high temperature and chemical composition, cause the devices to be destroyed prematurely.
In order to delay such a destruction as much as possible, the distribution devices and any screens that may be arranged must be robust. Another disadvantage of these distribution devices built into the upper part of the shaft is that they can only work correctly for a certain piece size of the load, while when the piece size changes they no longer perform the distribution properly. It is not possible to adapt the distribution devices to the fluctuating grain size of the charge, since it is difficult to change the distribution devices while the furnace is in operation.
In the second case, when a bucket is filled on the oven floor or in the hallway, conveyed to the loading platform and its contents are emptied into the oven without the interposition of distributors, the contents of the bucket separate or mix when pouring out the bucket.
In the third case, the sudden opening of the bottom of the bucket causes the layered contents in the bucket to fall into the furnace shaft without segregation, while maintaining the layering. All three methods described above have one major disadvantage in common. The sudden emptying of a large amount of load material into the furnace compresses the material column in the furnace, which can clog the airways and lead to downforce and then no perfect finished product is burned.
The invention is based on the object of bringing the load evenly distributed and gradually into the furnace, with fine-grained material coming to lie in the edge zone of the furnace. To implement the inventive concept, in a preferred embodiment of the device, the material to be treated, for example limestone, and the fuel, for example coke, are each placed in a chamber of a container in a weight ratio corresponding to the burning process, the chamber for the limestone again in One such can be divided for larger and smaller pieces.
Each chamber has a mechanically operated lock of a known type. The container is loaded from bunkers that are set up on the ground or on the loading platform.
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After removing a mobile furnace cover, in this embodiment a mobile and rotatable frame is brought over one of, for example, several adjacent furnaces and the filled container is suspended in this frame. When the container is suspended, the closures of the individual outlet nozzles expediently open automatically, whereby the material runs onto a chute assigned to each outlet.
The individual chutes are designed as vibration chutes and advantageously have the shape of a segment of a circle. With simultaneous vibration of the chutes and rotation of the frame, the material is evenly distributed over the entire furnace cross-section and, moreover, does not suddenly enter the furnace. Adjustable guide plates, appropriately arranged on the chutes, ensure perfect distribution of the draining material.
In the drawing, an embodiment of the invention is shown; 1 shows a view of the shaft furnace upper part; FIG. 2 shows a plan view of the shaft furnace and FIG. 3 shows a vibrating chute in plan view. The loading platform 2 is located above the shaft furnace 1. The furnace cover 4, which can be moved on the rails 3, still leaves a gap 5 open, which is closed by the displaceable ring 6. After the cover 4 has been moved away, the furnace opening is released, after which the frame 8, which is movable on the rails 7, is moved over the furnace opening. The frame 8, which can be rotated on the ring rail 9, carries the container 10.
The latter is divided into three chambers 11, 12 and 13, of which chamber 11 receives coarse limestone, chamber 12 fine limestone and chamber 13 coke. The outlet nozzles of the individual chambers can be closed by flaps (not shown) which are actuated by placing or removing the container 10. The three outlet nozzles each open onto one of the three vibration chutes 14, 15 and 16 built into the frame 8.
3 shows a vibration chute with adjustable guide plates 17 and the pivot point 18.