CH377207A - Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung zum Antrieb von Nebenaggregaten an Kraftfahrzeugen - Google Patents
Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung zum Antrieb von Nebenaggregaten an KraftfahrzeugenInfo
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Description
Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung zum Antrieb von Nebenaggregaten an Kraftfahrzeugen Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine hy draulische Kraftübertragungseinrichtung zum Antrieb von Nebenaggregaten an Kraftfahrzeugen mit zwei Pumpen von verschiedener Förderleistung. Derartige Nebenaggregate können beispielsweise Pumpen, Kom pressoren, Mischtrommeln und dergleichen sein.
Die erfindungsgemässe hydraulische übertra- gungseinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpen an gegenüberliegenden Seiten des Fahr zeugmotors angeordnet sind, dass die Pumpe mit kleinerer Förderleistung direkt von der Kurbelwelle des Fahrzeugmotors und die Pumpe mit grösserer Förderleistung vom Schwungrad oder von einer Aus gangswelle des Fahrzeuggetriebes angetrieben wird, und dass beide Pumpen mit einem Flüssigkeitsvor- ratbehälter und über ein gemeinsames Steuerventil mit mindestens einem hydraulischen Motor verbunden sind, der das Hilfsaggregat antreibt.
Dies ist der be kannten Tandem-Anordnung entweder auf der Vor derseite oder auf der Rückseite des Motors vorzu ziehen. Die ersterwähnte bekannte Anordnung hat den Nachteil eines grossen überhanges über das Chassis und die zweiterwähnte Anordnung hat den Nachteil, dass die Pumpen für den Unterhalt und Reparaturen unzugänglich werden. Da wo die Tan- demanordnung an den Getriebekasten gekuppelt ist, wird überdies der Gangwechsel sehr stark erschwert, weil die Trägheit der Pumpen eine Verzögerung bei der Betätigung der Kupplung bewirkt.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispiels weise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar handelt es sich um eine Ausführung, welche zum Antrieb eines Hilfs motors geeignet ist, der durch eine Kupplung oder ein Getriebe mit dem Kühl-Kompressor oder einem anderen rotierenden Ausrüstungsteil eines Fährzeu ges verbunden ist.
Die in der Zeichnung dargestellte hydraulische übertragungseinrichtung umfasst eine hydraulische Pumpe A mit niedriger Kapazität. Sie ist vor dem Fahrzeugmotor 1 angeordnet und mit demselben durch eine elastische Kupplung oder eine elastische Welle 2 verbunden. Eine hydraulische Pumpe B grös- serer Kapazität ist hinter dem Motor 1 durch eine Welle oder eine elastische Kupplung mit der Aus gangswelle 4 des Hauptgetriebes 5 verbunden.
Die Einlässe der beiden Pumpen sind durch Leitungen 8 bzw. 9 mit einem gemeinsamen Flüssigkeits-Vorrats- behälter 7 verbunden. Ein. Einwegventil 10 ist in jede der beiden Zuleitungen eingebaut. Die Auslässe der beiden Pumpen sind durch die Leitungen 11 bzw. 12 mit einem gemeinsamen Steuerventil 13 verbunden.
Das Steuerventil 13 ist durch eine Speiseleitung 14 und eine Rückführleitung 15 mit einem hydrau lischen Motor 16 verbunden, welch letzterer einen Kühlkompressor 17 oder einen ähnlichen Aus rüstungsgegenstand über eine Kupplung 18 antreibt. Vom Steuerventil 13 führt eine Rückführleitung 19 zum Vorratsbehälter 7. Vom letzteren geht ein Ab lauf 20 zum hydraulischen Motor 16. Zwischen dem Steuerventil und dem Motor ist ein Sicherheitsventil (Druckbegrenzungsventü) 22 angeordnet, welches die Leitungen 14 und 15 miteinander verbindet und ein Platzen der Leitungen zufolge von Wasserschlägen oder Sprungwellen verhindert.
Das Steuerventil 13 erhält somit Flüssigkeit von beiden Pumpen A und Bin veränderlichen Strömen, aber ähnlichen Drücken, und es leitet den erforder- lichen Strom im gewünschten Ausmass zum hydrau lischen Motor 16. Falls keine Flüssigkeit zugeführt werden soll, kann das Steuerventil in eine neutrale Stellung verbracht werden, wobei die Flüssigkeit un ter Umgehung des Motors 16 durch die Leitung 19 direkt zum Vorratsbehälter 7 geleitet werden kann.
Die Drehzahl des hydraulischen Motors 16 wird durch das Steuerventil 13 eingestellt, welches ausser der erwähnten neutralen Stellung drei weitere Stel lungen einnehmen kann, welche eine niedrige, eine mittlere bzw. eine maximale Drehzahl ergeben.
In der die niedrige Drehzahl ergebenden Stel lung ist lediglich der Auslass der Pumpe A von nied riger Kapazität mit dem Motor verbunden. In der die mittlere Drehzahl ergebenden Stellung des Steuer ventils ist lediglich die Pumpe B von grösserer Ka pazität mit dem Motor verbunden. In der die maxi male Drehzahl ergebenden Stellung sind die Auslässe beider Pumpen zusammen mit dem Motor verbunden.
Das Steuerventil kann von Hand oder automatisch betätigt werden, nötigenfalls auch durch eine Servo- steuerung oder durch eine durch einen Thermostat beherrschte Steuerung usw. Es können entweder im Steuerventil selbst oder durch ein zusätzliches Ventil Mittel vorgesehen sein, welche eine Änderung der Strömungsrichtung der umlaufenden Flüssigkeit ge statten, um dadurch die Drehrichtung des Motors än dern zu können.
Die zweite Pumpe könnte auch vom Schwungrad 6 anstatt vom Getriebe aus angetrieben sein.
Wo es erwünscht ist, das Hilfsaggregat auch bei ruhendem Fahrzeug und stillstehendem Motor anzu treiben, sind Mittel vorgesehen, um die eine oder andere der Pumpen, und zwar zweckmässig diejenige, welche mit der Ausgangswelle des Getriebes 5 oder dem Schwungrad 6 gekuppelt ist, durch eine äussere Kraftquelle anzutreiben, wie z. B. durch den strich punktiert angedeuteten Motor 21. Die Hauptwelle der Pumpe würde in diesem Falle so weit verlängert, dass sie mit dem Elektromotor 21 gekuppelt werden kann, und die Ausgangswelle des Getriebekastens ist dann nicht angeschlossen.
Ein Vorteil der beschriebenen Anordnung besteht darin, dass beim Ausfall der einen Pumpe ohne wei teres die andere benützt werden kann, die von der ersten völlig getrennt ist. Infolge der Verteilung der Bestandteile in der Längsrichtung des Chassis ist die beschriebene Übertragungseinrichtung derjenigen vorzuziehen, bei welcher eine Tandem-Pumpe vor- gesehen ist, welche die vorderen Lager und Kupp lungen erheblich grösseren Beanspruchungen unter wirft. Infolge der kurzen Kupplung zwischen einem Flansch am Vorderende der Kurbelwelle und einer vorderen Pumpe ist es vielfach möglich, die Pumpe in ein Fahrzeug einzubauen, ohne dass der Kühler geändert werden müsste.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung zum Antrieb von Hilfsaggregaten an Kraftfahrzeugen, mit zwei Pumpen von verschiedener Förderleistung, da durch gekennzeichnet, dass die Pumpen (A bzw. B) an gegenüberliegenden Seiten des Fahrzeugmotors an geordnet sind, dass die Pumpe (A) mit kleinerer För- derleistung direkt von der Kurbelwelle des Fahrzeug motors und die Pumpe (B) mit grösserer Förderlei- stung vom Schwungrad oder von einer Ausgangs welle des Fahrzeuggetriebes angetrieben wird und dass beide Pumpen (A bzw.B) mit einem Flüssig keitsvorratsbehälter (7) und über ein gemeinsames Steuerventil (13) mit mindestens einem hydraulischen Motor (16) verbunden sind, der das Hilfsaggregat antreibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (13) mindestens drei verschiedene Einstellungen aufweist, zum Zwecke, die Drehzahl des hydraulischen Motors (16) dadurch ändern zu können, dass ihm wahlweise Flüssigkeit von der einen oder der anderen Pumpe oder von beiden Pumpen gleichzeitig zugeführt wird. 2. Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventil vorgesehen ist, um die Drehrichtung des hydraulischen Motors (16) zu ändern. 3.Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfsmotor (21) vorgesehen ist, um die eine der beiden Pumpen anzutreiben, wenn der Fahrzeug motor (1) stillsteht.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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| CH7996659A CH377207A (de) | 1958-11-07 | 1959-10-28 | Hydraulische Kraftübertragungseinrichtung zum Antrieb von Nebenaggregaten an Kraftfahrzeugen |
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Also Published As
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| ES253256A1 (es) | 1960-02-01 |
| GB844142A (en) | 1960-08-10 |
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