CH377316A - Einrichtung zur Spannungsregelung von elektrostatischen Abscheidern - Google Patents

Einrichtung zur Spannungsregelung von elektrostatischen Abscheidern

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CH377316A
CH377316A CH7493359A CH7493359A CH377316A CH 377316 A CH377316 A CH 377316A CH 7493359 A CH7493359 A CH 7493359A CH 7493359 A CH7493359 A CH 7493359A CH 377316 A CH377316 A CH 377316A
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Description


  Einrichtung zur Spannungsregelung von elektrostatischen     Abscheidern       Der     Abscheidungsgrad    eines elektrostatischen     Ab-          scheiders    ist um so höher, je näher die Betriebsspannung  an der     Überschlagsgrenze    liegt. Da die Überschlags  grenze sich während des Betriebs in Abhängigkeit von  mehreren     Einflussgrössen,    wie Gaszusammensetzung,  Feuchtigkeit, Staubgehalt und Temperatur, ändert,  muss die Spannung des elektrostatischen     Abscheiders     in Abhängigkeit von der Höhe der     Überschlagsgrenze     geregelt werden.  



  Es sind Einrichtungen zur Spannungsregelung be  kannt, bei denen die Spannung bis an die Überschlags  grenze erhöht wird. Erfolgen ein oder mehrere Über  schläge, so wird die Spannung um einen bestimmten  fest vorgegebenen Betrag unter die     Überschlagsgrenze     abgesenkt und anschliessend wieder bis an die Über  schlagsgrenze erhöht. Der Verlauf der     Abscheider-          spannung    hat somit     sägezahnförmigen    Charakter, so  dass der Wirkungsgrad nicht den optimalen Wert  erreichen kann, da im zeitlichen Mittel die Spannung  zu sehr von der     Überschlagsgrenze    entfernt ist.  



  Es ist eine nach diesem Prinzip arbeitende Span  nungsregelung bekanntgeworden, bei der die Betäti  gung des Stellgliedes für die     Abscheiderspannung    von  dem Spannungszustand eines Kondensators abhängt,  der von einem auf Überschläge ansprechenden Schalt  glied plötzlich entladen und über einen Widerstand  von einer Batterie wieder aufgeladen wird. Die Höhe  der     Kondensatorspannung    beeinflusst die Phasenlage  der Gitterwechselspannungen an zwei     Thyratrons,     deren Anodenstrom zwei im Primärkreis der Filter  anlage liegende Stromwandler aussteuert. Diese Ein  richtung besitzt wesentliche Nachteile.

   Einmal wird  durch die abrupte Absenkung der     Abscheiderspannung     bei Überschlägen die Einstellung auf den neuen  Spannungswert schwingend     mit    hoher     Überschwing-          weite    vor sich gehen. Dabei können Kabelschäden  bzw. Schäden am     Gleichrichteraggregat    auftreten.    Hinzu kommt, dass die Absenkung der Spannung nach  einem Überschlag um einen von der Zahl und Dauer  der Überschläge unabhängigen konstanten Betrag  nach unten gesenkt wird, wodurch die     Abscheider-          spannung    im Mittel sehr weit unterhalb der Durch  schlagsgrenze liegt.

   Weiterhin hat die bekannte  Spannungsregelung den Nachteil, dass die     Aufladung     des Kondensators unabhängig von dem Betriebs  zustand des     Abscheiders    erfolgt.  



  Ausgehend von der vorstehend beschriebenen  bekannten Einrichtung zu Spannungsregelung von  elektrostatischen     Abscheidern    mit einem Verstärker,  vorzugsweise einem Magnetverstärker, als Stellglied  für die     Abscheiderspannung,    der in Abhängigkeit von  einer     Abscheidergrösse    ausgesteuert wird und dem als  Stehgrösse für die     Abscheiderspannung    eine Spannung  zugeführt wird, die an einem Kondensator (Regel  kondensator)     abgenommen    wird, der von einer  Gleichstromquelle aufgeladen sowie durch eine auf  Überschläge ansprechende Einrichtung entladen wird,  liegt der Erfindung im wesentlichen die Aufgabe zu  grunde,

   sowohl die Spannungsabsenkung beim Auf  treten von Überschlägen als auch die Aufwärts  regelung der     Abscheiderspannung    nach einer Span  nungsabsenkung in Abhängigkeit von dem jeweiligen  Betriebszustand des     Abscheiders    durchzuführen. Da  mit soll einmal die     Abscheiderspannung    im Mittel  möglichst dicht unterhalb der     Überschlagsgrenze    ge  halten werden und zum anderen sollen die Eigen  schaften des Regelkreises dem Verhalten und den  Bedingungen des     Abscheiders    in günstiger Weise  angepasst werden.  



  Die Lösung der obengenannten Aufgabe gelingt  gemäss der Erfindung dadurch, dass die Ladespannung  für den Kondensator am Ausgang einer durch Ver  gleich der     Abscheidergrösse    mit einem Sollwert die  Grösse der Ladespannung in Abhängigkeit von der           Abscheidergrösse    selbsttätig einstellenden Vergleichs  einrichtung abgenommen wird und dass der Konden  sator über ein stetig steuerbares Ventil zeitweilig  kontinuierlich in Abhängigkeit von den Überschlägen  im Sinne einer Erniedrigung der     Abscheiderspannung     beeinflusst wird.  



  Durch die Abhängigkeit der Grösse der Lade  spannung von einer elektrischen Grösse des     Ab-          scheiders    kann man eine vorteilhafte Anpassung an  die bei     Abscheiderregelungen    geforderten Bedingungen  der     Spannungsaufwärtsregelung,    z. B. bei kleinen     Ab-          scheiderstromstärken    eine     schnelle,    bei grossen     Ab-          scheiderstromstärken    eine sehr langsame Erhöhung  der     Abscheiderspannung    erreichen.

   Wenn die Lade  spannung mit steigendem     Abscheiderstrom    immer  kleiner wird, erfolgt somit die Erhöhung um so lang  samer, je mehr sich die     Abscheiderspannung    der       Überschlagsgrenze    nähert. Damit wird diese Grenze  sehr vorsichtig abgetastet.  



  Nimmt man die Einstellung der Ladespannung so  vor, dass diese einen bestimmten Betrag hat, wenn der       Abscheiderstrom    die Nennstromstärke erreicht hat,  so hat man den Vorteil, dass die Gleichrichter bzw. der  Hochspannungstransformator durch einen zu hohen  Dauerstrom nicht überlastet werden können, da der       Abscheiderstrom    auf Nennstrom eingeregelt wird.  



  Des weiteren ermöglicht die     erfindungsgemässe     Anordnung durch die zeitweise stetige Entladung des  Regelkondensators in Abhängigkeit von den Über  schlägen den Vorteil, dass die     Abscheiderspannung     nach Überschlägen zwar sehr schnell, jedoch nur um  einen durch die Dauer der Überschläge gegebenen  Betrag herabgesetzt wird. Man erreicht damit in  vorteilhafter Weise, dass die     Abscheiderspannung    nicht  unnötig tief gesenkt wird, so dass der     Abscheider    mit  einem optimalen     Entstaubungsgrad    arbeitet.

   Durch  entsprechende Einstellung kann man dabei erreichen,  dass die     Entladezeitkonstante    kleiner als die Auflade  zeitkonstante ist, d. h. dass die     Abscheiderspannung     bei einem Überschlag schneller abgesenkt als sie  danach erhöht wird.  



  Es ist auch bekannt, einen Kondensator als Ist  wertgeber für die Zahl der Überschläge zu verwenden,  indem dieser Kondensator über Widerstände bzw. ein  Ventil durch von den Überschlägen abgeleitete Im  pulse aufgeladen wird, d. h. eine Integration der Über  schlagsimpulse vornimmt. Der in der erfindungs  gemässen Schaltung vorgesehene Kondensator hat  dagegen eine andere Aufgabe. Er dient nicht zur  Erzeugung eines     Istwertes,    sondern ist ein Steuerungs  glied, das das Stellglied in Abhängigkeit von der  Abweichung der zu vergleichenden Grösse aussteuert.  



  Es ist weiterhin eine Spannungsregelung für elek  trostatische     Abscheider    bekannt, bei der ein Magnet  verstärker als Stellglied für die     Abscheiderspannung     vorgesehen ist, der in Abhängigkeit von elektrischen  Grössen ausgesteuert wird. Über die eine Steuer  wicklung des Magnetverstärkers wird dabei eine  Strombegrenzung vorgenommen. Der von einem  Stromwandler gelieferte und danach gleichgerichtete         Strom-Istwert    wird mit einem Sollwert verglichen.

   Die  Differenz zwischen Soll- und     Istwert    erzeugt eine den  Magnetverstärker aussteuernde     Durchflutung.    Eine  andere Wicklung des Magnetverstärkers kann in Ab  hängigkeit von der Zahl der Überschläge ausgesteuert  werden, wobei die dadurch erzeugte     Durchflutung          (Istwert)    der durch einen     Konstanthalter    erzeugten       Durchflutung    in einer dritten Steuerwicklung (Soll  wert) entgegenwirkt.  



  Bei der bekannten Anordnung erfolgt somit der       Soll-Istwertvergleich    jeweils direkt im Stellglied,     d.h.     die zu vergleichenden elektrischen Grössen werden  unmittelbar auf den Magnetverstärker gegeben.  



  Eine derartige Aussteuerung des Stellgliedes für  die     Abscheiderspannung    bedingt jedoch ein sehr  ungünstiges Zeitverhalten der     Abscheiderspannung.     Durch die unmittelbare     Aufschaltung    der Regel  abweichung für die Stromregelung läuft der     Ab-          scheiderstrom    und damit die     Abscheiderspannung     beim Einschalten der Anlage sprunghaft hoch und  gelangt sofort in den     Überschlagsbereich.    Durch die  entstehenden Überschläge bzw. den Überstrom wird  der Magnetverstärker jedoch durch die unmittelbare       Aufschaltung    sofort wieder gesperrt, d. h. die Span  nung und der Strom nehmen sprunghaft ab.

   Eine  derartige Regelung arbeitet somit sehr unruhig, d. h.  die Regelung nimmt  Schaltverhalten  an. Es ent  stehen sehr heftige Regelschwingungen mit grossen       Überschwingweiten.    Die mittlere erreichbare Hoch  spannung liegt relativ weit vom     Optimaiwert    entfernt,  d. h. der     Abscheidegrad    eines     Abscheiders    mit dieser  Regelanordnung ist relativ klein. Die Einrichtung nach  der Erfindung besitzt diese Nachteile nicht.  



  Durch die Aussteuerung des Stellgliedes mittels  eines Kondensators, dessen     Aufladung        z.B.    vom       Abscheiderstrom    und dessen Entladung von den  Überschlägen beeinflusst wird, besitzt die Einrichtung  nach der Erfindung ein wesentlich besseres Zeit  verhalten. Sprunghafte Änderungen werden durch den  Kondensator ausgeglichen.

   Die erfindungsgemässe  Spannungsregelung tastet die     Überschlagsgrenze    ela  stischer ab und gestattet, die Spannung jeweils in un  mittelbarer Nähe der     Überschlagsgrenze    zu halten,  d. h. der     Abscheidegrad    für     Abscheider    zu erhöhen  und zu erreichen, dass die Regelung sehr ruhig arbeitet  und keine Regelschwingungen mit grosser Über  schwingweite auftreten, was eine Überdimensionierung  der Bauelemente nach sich führen würde.  



  Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Aus  führungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert  werden.  



  Mit     u1    ist ein elektrostatischer     Abscheider    be  zeichnet, der von einem Brückengleichrichter     n1    die  Hochspannung erhält. Der Gleichrichter wird von  einem Hochspannungstransformator     rn3    gespeist, der  primärseitig durch ein Schütz     e1    an Netzspannung  gelegt wird. Als Stellglied dient ein stromsteuernder  Magnetverstärker     pl,    dem ein spannungssteuernder  Magnetverstärker p2 vorgeschaltet ist. Dieser Magnet  verstärker p2 wird über die rechte Steuerwicklung von      dem Regelkondensator K1 ausgesteuert.

   Die mittlere  Steuerwicklung des Magnetverstärkers p2 wird in  noch später zu erläuternder Weise bei stehenden       Lichtbogenüberschlägen    ausgesteuert. Die linke Steuer  wicklung erhält von dem Gleichrichter n3, der vom  Netz gespeist wird, eine konstante     Vormagnetisierung.     



  Die Ladegleichspannung für den Regelkondensator  K 1 wird von dem Gleichrichter n6 erzeugt, dem ein       Glättungskondensator    K2 nachgeschaltet ist. Ein       Potentiometer    r6 dient zur Einstellung der Auflade  zeitkonstante, die die Geschwindigkeit der Aufwärts  regelung der     Abscheiderspannung        bestimmt.     



  Der die Ladespannung liefernde Gleichrichter n6  wird über einen Transformator     rnl    von einem Magnet  verstärker p3 mit Wechselspannung gespeist. Dieser  Magnetverstärker dient zur Einstellung der Lade  spannung in Abhängigkeit von einer     Abscheidergrösse,     in diesem Beispiel vom     Abscheiderwechselstrom,    d. h.  dem Primärstrom des Transformators m3. Zur Er  fassung dieses Stromes ist ein Stromwandler f 1 vor  gesehen, dessen durch einen Gleichrichter n2 gleich  gerichtete und dem     Abscheiderwechselstrom    propor  tionale Sekundärspannung     (Istwert)    die linke Steuer  wicklung des Magnetverstärkers p3 aussteuert.

   Die  rechte Steuerwicklung des Magnetverstärkers p3 wird  über einen einstellbaren Widerstand r9 von dem  bereits erwähnten Gleichrichter n3 mit einer kon  stanten Spannung (Sollwert)     beaufschlagt.    Die Durch  flutung in der rechten Steuerwicklung wirkt dabei der       Durchflutung    in der linken Steuerwicklung entgegen.  Die rechte Wicklung soll in Öffnungsrichtung, die  linke Wicklung in Sperrichtung     beaufschlagt    werden.  Die Höhe der Ausgangs- bzw. Ladespannung hängt  von der Differenz der     Durchflutungen    ab.

   Bei kleinen       Abscheiderstromstärken,    d. h. bei geringer Durch  flutung in der linken Steuerwicklung, ist dadurch die  Ladespannung grösser als bei kleinen     Abscheider-          stromstärken,    weil dann der Magnetverstärker mehr       geöffnet    ist. Da bei steigendem     Abscheiderstrom    bzw.

    bei Annäherung an den Sollwert der Verstärker p3  immer mehr schliesst und die Ladespannung immer  kleiner wird, stellt sich schliesslich ein Gleichgewichts  zustand ein, bei dem der     Abscheiderstrom    konstant  bleibt bzw. selbsttätig auf diesem Wert gehalten wird,  wobei zu beachten ist, dass ein     P-Regler    vorliegt, weil  im eingeregelten Zustand an dem Kondensator K1  eine bestimmte Spannung noch ansteht (Nennstrom  regelung). Die Grösse des eingeregelten     Abscheider-          stromes    bzw. der     Abscheiderspannung    wird durch die  Grösse des Sollwertes am     Magnetstromverstärker    p3  festgelegt.

   Durch die     Aufladung    des das Stellglied     p1     aussteuernden Kondensators K1 über den Widerstand  r6 steigt die     Abscheiderspannung    gemäss der Auflade  kurve des Regelkondensators an, d. h. sie erhöht sich  mit einer Zeitkonstanten, die durch K1 und r6 ge  geben ist. Diese Zeitkonstante wird bei der praktischen  Ausführung so dimensioniert, dass sie etwa eine Minute  beträgt.

   Durch die unterschiedliche Grösse der Lade  spannung bei verschiedenen     Abscheiderströmen    erfolgt  die Erhöhung der     Abscheiderspannung    bei kleinen         Abscheiderströmen    wesentlich schneller als bei grossen       Abscheiderströmen,    d. h. die Erhöhung wird um so  langsamer, je mehr die     Abscheiderspannung    sich der       Überschlagsgrenze    nähert. Damit wird diese Grenze  sehr vorsichtig abgetastet. Treten Überschläge (Wischer)  auf, so wird der Kondensator K1 entladen und damit  die     Abscheiderspannung    abgesenkt.

   Die Entladung  erfolgt durch eine dem Regelkondensator K1 parallel  geschaltete, über einen Widerstand r5 negativ vor  gespannte Elektronenröhre p4, in deren Anodenkreis  ein einstellbarer Widerstand r11 liegt, der zusammen  mit der Kapazität des Kondensators K1 die Entlade  zeitkonstante     bestimmt.    Je nach dem     Aussteuerungs-          zustand    der Röhre p4 wird der Kondensator K1 ent  laden. Der     Aussteuerungszustand    der Röhre wird  dabei durch den Ladezustand eines Kondensators K5  bestimmt, der zur Integration der Überschläge dient,  d. h. eine Spannungsregelung in Abhängigkeit von der  Zahl der Überschläge ermöglicht.

   Von den Über  schlägen werden durch einen Widerstand Spannungs  impulse abgeleitet, die über ein Ventil n5 und einen  Widerstand     r2    den Kondensator K5 aufladen. Um zu  gewährleisten, dass vereinzelte Überschläge eine ge  ringere Wirkung ausüben als eine dichte Überschlags  folge, wird der Kondensator K5 ständig über einen  Widerstand entladen.  



  Wenn die Spannung am Kondensator K5 so gross  ist, dass sie die negative     Gittervorspannung    an der  Röhre p4 aufhebt, so     öffnet    entsprechend ihrer Kenn  linie die Elektronenröhre und entlädt über den Wider  stand r11 den Kondensator     K1.    Wegen der stetigen  Aussteuerung der Röhre erfolgt dabei auch die Ab  senkung der     Abscheiderspannung    stetig, und zwar  nicht um einen konstanten Betrag, sondern immer nur  so viel, wie notwendig, um die Spannung gerade unter  die     Überschlagsgrenze    bzw. so weit, dass eine schäd  liche     Überschlagszahl    vermieden wird, zu senken.  



  Durch entsprechende Einstellung der Widerstände  r6 bzw. r5 kann man dabei erreichen, dass die Entlade  zeitkonstante kleiner als die     Aufladezeitkonstante    ist,  wodurch die     Abscheiderspannung    bei Überschlägen  in vorteilhafter Weise schneller abgesenkt als sie  danach erhöht wird. Bei der Aufwärtsregelung ist es  bekanntlich wesentlich, dass die     Überschlagsgrenze     elastisch bzw.  weich  abgetastet wird, während die       Abwärtsregelung    nach Überschlägen möglichst schnell  und stetig vorgenommen werden soll.  



  Die bisherigen Betrachtungen sind auf eine Span  nungsregelung gerichtet, bei der die     Abscheider-          spannung    bis zum Auftreten von Überschlägen ge  steigert und dann gesenkt wird. Bei der Einrichtung  ist auch eine Spannungsregelung im Überschlags  bereich möglich. Man kann die Kondensatoren bzw.  die Widerstände des     Spannungsregelkreises    so dimen  sionieren, dass sich bezüglich der     Beeinflussung    des  Regelkondensators     KI    durch die Überschläge im  Sinne der     Abwärtsregelung    und der Beeinflussung  durch die Ladespannung im Sinne der Aufwärts  regelung ein Gleichgewichtszustand bei einer bestimm  ten Zahl von kurzzeitigen Überschlägen (Wischern)      einstellt.

   Der Regelkondensator K1 wird über die  Röhre p4 durch eine diese Röhre     öffnende,    von der  Zahl der Überschläge abhängige Spannung an K5  entladen. Diese Entladung kann jedoch durch eine       gleichgrosse        Aufladung    aufgehoben werden. Es stellt  sich     somit    eine bestimmte     Abscheiderspannung    bei  einer     bestimmten        Überschlagszahl    ein.  



  Ferner ist eine Anordnung vorgesehen, die den als  Stellglied vorgesehenen Verstärker     p1    bei Lichtbogen  überschlägen sperrt; denn, obwohl Überschläge prak  tisch nur als Wischer auftreten, kann es vorkommen,  dass sich infolge besonders ungünstiger Umstände ein  stehender Lichtbogen ausbildet, der auch bei Nenn  strom nicht erlischt. In einem solchen Fall, der ja  elektrisch praktisch einem Kurzschluss gleichkommt,  liegt die Netzspannung nur am magnetischen Ver  stärker     p1.    Durch diese Spannung wird über das  Ventil n4 und den Widerstand r10 der Kondensator  K4 aufgeladen, so dass durch die mittlere Steuer  wicklung des Magnetverstärkers p2 ein Strom fliesst,  der in Sperrichtung wirkt und den Magnetverstärker       p1    ganz sperrt.

   Das Ventil     n4    ist z. B. aus einer grösseren  Zahl von in Reihe geschalteter     Selengleichrichter-          platten    aufgebaut. Die Zahl der Platten ist so be  messen, dass bei normalem Betrieb die Spannung     p1     kleiner ist als die Schwellspannung des Ventils n4.  Es fliesst also erst dann ein Strom, wenn ein stehender       Lichtbogenüberschlag    vorliegt.  



  Durch die beschriebene Einrichtung wird somit  bewirkt, dass bei kurzzeitigen Überschlägen (Wischern)  die     Abscheiderspannung    um ein geringes Mass kon  tinuierlich, und bei stehenden Überschlägen (Licht  bogenüberschlägen) sehr weit abgesenkt wird, was  einer Abschaltung der Anlage gleichkommt.  



  Anstelle der im Beispiel dargestellten magnetischen  Verstärker lassen sich natürlich auch alle anderen  Schaltungen der magnetischen Verstärker, insbeson  dere der     Rücklaufverstärker,    verwenden, ebenso Ver  stärker mit Röhren und Transistoren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Spannungsregelung von elektro statischen Abscheidern mit einem Verstärker, vor zugsweise einem Magnetverstärker, als Stellglied für die Abscheiderspannung, der in Abhängigkeit von einer Abscheidergrösse ausgesteuert wird und dem als Stellgrösse für die Abscheiderspannung eine Spannung zugeführt wird, die an einem Kondensator (KI) ab genommen wird, der von einer Gleichstromquelle aufgeladen sowie durch eine auf Überschläge an sprechende Einrichtung<I>(n5 ...
    p4)</I> entladen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladespannung für den Kondensator (KI) am Ausgang einer durch Ver gleich der Abscheidergrösse mit einem Sollwert die Grösse der Ladespannung in Abhängigkeit von der Abscheidergrösse selbsttätig einstellenden Vergleichs einrichtung (p3) abgenommen wird und dass der Kondensator (K1) über ein stetig steuerbares Ventil (p4) zeitweise kontinuierlich in Abhängigkeit von den Überschlägen im Sinne einer Erniedrigung der Ab- scheiderspannung beeinflusst wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Einstellung der Ladespannung in Abhängigkeit von der Abscheidergrösse ein Regel verstärker (p3), z. B. ein Magnetverstärker, vorgesehen ist, dessen gleichgerichtete Ausgangsspannung die Ladespannung für den Regelkondensator (K1) dar stellt und der einmal von der Abscheidergrösse als Istwert, zum anderen von einem der erfassten Ab- scheidergrösse entgegenwirkenden Sollwert beaufschlagt wird, derart,
    dass im eingeregelten Zustand der Ab- scheidergrösse eine definierte Ausgangsspannung vor handen ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ladespannung des Kondensators (K1) in Abhängigkeit von aus dem Regelkreis abge leiteten Grössen veränderbar ist (rg). 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Verstärker als Stellglied (p1) für die Abscheiderspannung bei Überschlägen im Ab- scheider verzögert oder unverzögert im Sinne einer Spannungssenkung beaufschlagt wird und diese Be- aufschlagung so lange dauert, bis der Überschlag beendet ist. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die von den Überschlägen abge leiteten Spannungsimpulse über ein Ventil (n5) und einen einstellbaren Widerstand (r2) einen Kondensator (K5) aufladen, dessen Spannung eine parallel zum Regelkondensator (K1) geschaltete Elektronenröhre (p4) stetig öffnet bzw. schliesst. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass durch die bei einem Lichtbogen überschlag an dem Verstärker (P1) als Stellglied auf tretende erhöhte Spannung über ein Ventil (n4) ein Steuerstrom gewonnen wird, der über einen weiteren Verstärker (p2) und das Stellglied (p1) eine Spannungs senkung bewirkt. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schwellspannung des Ventils (n4) grösser ist als die bei Normalbetrieb des Ab- scheiders an dem Ventil (n4) auftretende Spannung.
CH7493359A 1958-07-02 1959-06-24 Einrichtung zur Spannungsregelung von elektrostatischen Abscheidern CH377316A (de)

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