CH377443A - Kupplung für Mehrfachtarifzählwerke, insbesondere bei Elektrizitätszählern - Google Patents

Kupplung für Mehrfachtarifzählwerke, insbesondere bei Elektrizitätszählern

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CH377443A
CH377443A CH406460A CH406460A CH377443A CH 377443 A CH377443 A CH 377443A CH 406460 A CH406460 A CH 406460A CH 406460 A CH406460 A CH 406460A CH 377443 A CH377443 A CH 377443A
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CH406460A
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Bollmann Carl
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Landis & Gyr Ag
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    • G01R11/56Special tariff meters

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Description


  



  Kupplung für   Mehrfachtarifzählwerke,    insbesondere bei Elektrizitätszählern
Die Erfindung betrifft eine Kupplung für Mehrfachtarifzählwerke, insbesondere bei   Elektrizitäts-    zählern, die durch eine   Tarifumschalteinrichtung    steuerbar ist und vorteilhafterweise nahezu ohne Druck auf den antreibenden Kupplungsteil arbeitet.



   Bei Mehrfachtarifzählwerken für Messgeräte, insbesondere für   Elektrizitätszähler,    z.   B.    bei Doppeltarifzählwerken, ist es bekannt, wahlweise das eine oder andere Tarifzählwerk an eine, von einem Messsystem aus angetriebene Welle zu kuppeln und das nicht angekuppelte   Tarifzählwerk gegen Weiterzah-    lung zu sperren. Als Steuermittel   fur    die Umschaltung wird vorzugsweise ein Elektromagnet, das heisst ein Tarifumschaltmagnet, verwendet.   Oblicherweise    wirkt der Anker des Tarifumschaltmagneten auf einen schwenkbaren Hebel, welcher die für beide   Tarifzähl-    werke gemeinsame Antriebswelle derart ausschwenkt, dass ein auf der Welle angeordnetes Zahnrad mit der anzutreibenden Zahlenrolle des einen oder anderen Zählwerkes kämmt.

   Ferner ist auch bekannt, die wahlweise Ankupplung der beiden Zählwerke auf eine gemeinsame Antriebswelle mittels eines Dif  ferentialgetriebes    vorzunehmen. In diesem Fall ist der Steg des Planetenrades auf der Antriebswelle angeordnet, und die beiden Sonnenräder können die beiden   Zählwerke    abwechselnd antreiben, wobei das Sonnenrad des nicht angetriebenen Zählwerkes durch eine durch den Tarifumschaltmagneten gesteuerte Klinke gesperrt ist. Zur baulichen Vereinfachung gegenüber dem in herkömmlicher Weise verwendeten Umschaltmechanismus mit Differentialgetriebe wurde weiter ein   Mehrfachtarifzählwerk    vorgeschlagen, bei dem zum Antrieb jedes Tarifzählwerkes eine durch einen Tarifumschaltmagneten gesteuerte Reibungskupplung vorgesehen ist.

   Diese ist jeweils in ihrer Ruhelage mit einem der beiden   Tarifzählwerke    gekuppelt und wird durch einen elektromagnetisch gesteuerten Hebel davon gelöst, wobei diese Steuerung auch gleichzeitig das Ankuppeln einer anderen Rei  bungskupplung    an das andere   Tarifzählwerk    bewirkt.



  Bei allen hierbei verwendeten Kupplungen kommt es in erster Linie darauf an, einerseits den Schlupf zwischen dem treibenden und dem angetriebenen Teil während des   Kupplungsvorganges    so klein als   mügtich    zu halten und anderseits, eine stets einwandfreic Mitnahme des zu treibenden Teils zu garantieren. Dazu sind bei   Reibungskupplungen,    bei denen das Drehmoment nur durch Reibung übertragen wird, in erster Linie ein genügend grosser Druck, der die beiden Kupplungsscheiben   aneinanderpresst.    und ein bestimmter mittlerer Reibungskreisdurchmesser   maf3gebend.   



   Um feinmechanische Einrichtungen, wie   Mess-    instrumente,   Zählwerke,      Kupplungsmagnete    usw. in sehr kleinen Dimensionen herstellen zu können, ist es erforderlich, alle Bestandteile, aus denen eine solche Einrichtung aufgebaut ist, so klein als möglich zu halten. Während dies bei statischen Bauteilen in den meisten Fällen ohne weiteres durchführbar sein wird, ist es bei mechanisch bewegbaren Teilen oftmals mit Schwierigkeiten verbunden, da trotz der Verkleinerung die präzise Arbeitsweise nicht beeinträchtigt werden darf.

   So können insbesondere bei Reibungskupplungen, deren einwandfreie Funktion wie schon ausgeführt wurde, unter anderem auch vom Druck mit dem die beiden Kupplungsteile aneinander angepresst werden, und der durch eine entsprechend vorgespannte Druckfeder erzeugt wird, abhängt, bestimmte Mindestabmessungen, insbesondere der   Kupplungsmagneten,    nicht mehr unterschritten werden.



   Die nun im folgenden beschriebene Kupplung gibt selbst bei sehr kleinen Abmessungen ihrer Bauteile Gewähr für ein völlig einwandfreies Arbeiten, ohne dass es erforderlich ist, die beiden   Kupplungs-    teile mit einem   grusseren    Druck aneinanderzupressen, und zwar dadurch, dass sie aus einem auf einer Achse lose gelagerten Kupplungsrad, von dessen Stirnfläche eine mit dieser fest verbundenc, lÏnglich geformte Nase absteht, und aus einem mit dem Kupplungsrad auf derselben Achse sitzenden und in axialer Richtung verschiebbar angeordneten   Kupplungsschlitten,    der auf seiner dem Kupplungsrad zugekehrten Stirnflache mit einer feinen Riffelung versehen ist, besteht.



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung nÏher veranschaulicht.



   Es stellen dar :
Fig.   1    eine Kupplung im Längsschnitt, wobei beide Kupplungsteile miteinander in Eingriff stehen.



   Fig. 2 ein Kupplungsrad perspektivisch, in Blickrichtung A,
Fig. 3 eine Teilansicht der eigentlich kuppelnden Teile in Vergrösserung und
Fig. 4 zwei in einem Zählwerk eingebaute Kupplungen.



   In der Fig. 1, in der zwei Kupplungsteile miteinander in Eingriff stehend gezeigt sind, ist der eine   Kupplungsteil ein Kupplungsrad I    und der andere ein Kupplungsschlitten   2.    Beide sind auf einer   gemein-    samen Achse 3 lose gelagert, wobei der Kupplungsschlitten 2 überdies noch axial verschiebbar ist. Das dem   Kupplungsrad I zugekehrte    Ende des Kupplungsschlittens 2. ist an seiner Stirnfläche mit einer feinen Riffelung 4 versehen, mit der bei Aneinanderliegen beider Kupplungsteile eine vom Kupplungsrad   1    abstehende Nase 5 in Eingriff steht.

   Auf dem dem Kupplungsrad   I    abgekehrten Ende des Kupplungsschlittens 2 ist ein abgewinkelter Blechstreifen 6 oder dergleichen angebracht, dessen freies Ende durch einen Schlitz 7 eines Fortsatzes 8, der an einem Zehnerschaltrad 9 befestigt ist. hindurchragt, so dass dadurch der   Kupplungsschlitten    2 mit dem Zehnerschaltrad 9 beweglich in Verbindung steht. Das Zehnerschaltrad 9 ist mit der Kupplungswelle 3 fest verbunden. Zur axialen   Verschiebung des Kupplungs-    schlittens 2 in Richtung B dient eine Feder 10 und zu seiner Verschiebung in Richtung C ein Hebel 11.



  Ein mit einem weiter nicht dargestellten Antrieb, beispielsweise die Systemscheibe eines Elektrizitätszählers, über Zahnräder 12, 13 und 14 in Wirkverbindung stehendes Antriebsrad   15 kämmt    mit dem Kupplungsrad   1.   



   In der Fig. 2 ist eine beispielsweise konstruktive Ausführung der länglich geformten Nase 5 sowie ihre Befestigung auf dem   Kuppiungsrad l gezeigt.    Die Nase   5 ist aus    einer dünnen, auf dem Kupplungsrad   1      befestigten B) echscheibe    17 derart herausgebogen. dass ihre obere Längskante vorzugsweise radial auf der Stirnfläche des   Kupplungsrades I ausgerichtet    ist.



  Es ist auch möglich, die Nase 5 aus dem Material des   Kupplungsrades    I selbst   herauszuarbeiten,    oder un  mittclbar    auf dessen Stirnfläche eine Nase entsprechender Form und Lage zu befestigen. Die Nase 5 ist dabei so angeordnet, dass sie beim Aneinanderliegen des Kupplungsrades 1 und des Kupplungsschlittens 2 stets in die Riffelung 4 des letzteren   ein-    greift.



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Kupplung ist die folgende : Im ausgekuppelten Zustande wird der   Kupplungsschlitten    2 vom Hebel   11    in Richtung   C    festgehalten. Die einander zugekehrten Stirnflächen des   Kupplungsrades      I    und des Kupplungsschlittens 2 stehen dadurch mit Abstand   einander gegeniiber,    und die Nase 5 greift nicht in die Riffelung 4 ein. Die Feder 10, die ihre   Widerlage    am   Zehnerschaitrad    9 hat, ist zusammengedrückt, und das freic, durch den Schlitz 7 hindurchragende Ende des Blechstreifens 6 ist ebenfalls in Richtung C hin verschoben, wobei das Zehnerschaltrad 9 und der Kupplungsschlitten 2 jedoch miteinander verbunden bleiben.

   Eine Drehung des   Kupplungsrades 1    ist in dieser Stellung der Kupplung f r die Zählung bedeutungslos, da, wie erwÏhnt, das Kupplungsrad   1    lose drehbar auf der Achse 3 aufsitzt. Nach Rückkehr des Hebels 11 in die in der Fig.   1    dargestellten Lage bewegt die Feder 10 den   Kupplungsschlitten    2 axial in Richtung Die Feder 10 ist in bezug auf ihre Federspannung derart dimensioniert, dass ihre Druckkraft nach dem Aufliegen des   Kupplungsschlittens    2 auf dem Kupplungsrad 1 nur noch sehr gering ist. In der neuen Lage greift die Nase 5 in die Riffelung 4 ein und nimmt dadurch den Kupplungsschlitten 2 mit.

   Es ist vorteilhaft. wie in der Fig. 3 veranschaulicht, die Nase 5 in Drehrichtung D des Kupplungsrades 1 geneigt, auszubilden und die Flanke der Riffelung, an der die Nase 5 kuppelnd angreift, senkrecht zur Stirnfläche, auf der die Riffelung 4 vorgesehen ist, anzuordnen.



   Um die Trennung der beiden   Kupplung@teile zu    erleichtern, das heisst um f r die   Entkupplung cinc    noch geringere Kraft aufzuwenden, ist es   zweckmässig.    auch die Flanke der Riffelung   4    nicht genau senkrecht, sondern etwas geneigt anzuordnen.



   Die Fig. 4, in der f r die   bercits    beschriebene n Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet worden sind, zeigt ein praktisches Anwendungsbeispiel der Kupplung bei einem teilweise in Ansicht   dargestcllten      Doppeltarifzählwerk.    Der vom Zählersystem ausgehende Antrieb erfolgt  ber Zahnräder 12 bis 14 und Antriebsräder   15    bzw. 115, auf die beiden Kupp  lungsräder 1    bzw. 101. Beim TarifzÏhlwerk I sind mit der Achse 3 eine   Zahlenrolle    18 und das   Zchncr-    schaltrad 9 fest verbunden.

   Nach einer ganzen Umdrehung der Achse 3 wird  ber das Zchnerschaltraci 9 und ein   Übersetzungsrad      16.    ein Zahnrad 19   fiir    den Antrieb einer weiteren   Zahlenrolle      20    um einen Zehntel seiner vollen Umdrehung weitergedreht. \Neitere, nicht dargestellte Zahlenrollen werden in gleicher Weise fortgeschaltet. Das Tarifziihlwerk 11 ist gleich wie das Tarifzählwerk   I    ausgebildet. Die Steuerung der Kupplung geschieht mit einer axial verschiebbaren Stange 21, die durch einen Anker   22,    welcher unter dem Einfluss eines   Elektromagneten 23 und einlr    Druckfeder 24 steht, betÏtigt wird. An der Stange 21 sind zur Ein- und Auskupplung der beiden Kupplungen zwei Hebel 11 und 111 angeordnet.

   In der g Stellung ist der Elektromagnet 23 entregt, und das Tarifzählwerk   I    ist ausgekuppelt und   htockiert. wahrend das Tarifzählwerk II eingekup-      pelt ist. Wird der Elektromagnet    23 zur Tarifumschaltung erregt, so wird die Stange 21 in   Richtung E      bexnegt    und der Hebel 11 kuppelt den Kupplungsschlitten 2 ein und der Hebel 111 den   Kupplungs-      schlittez      111    aus.



   Der besondere Vorteil der beschriebenen Kupp  lung    liegt darin, dass in der eingekuppelten Lage die   beiden Kupp) ungstei ! e    nur mit einem sehr geringen Druck aneinandergepresst werden müssen, so dass zur Betätigung der Kupplung ein verhältnismässig klein   iimensionierter    Kupplungsmagnet genügt. Sie ist demnach im Gegensatz zu ähnlich arbeitenden Rei  bungskupplungen, vollig unabhängig    vom Reibungskoeffizienten. Dadurch wird nunmehr erst ermöglicht, Kupplungen und   Kupplungsmagnete    mit ausserordentlich kleinen Abmessungen herzustellen, die verlässlich und schlupflos arbeiten, ohne dass sich bewegende bzw. drehende Teile zu rasch verschleissen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Kupplung für Mehrfachtarifzählwerke insbesondere bei Elektrizitätszählern, die durch eine Tarifumschalteinrichtung steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem auf einer Achse (3) lose gelagerten Kupplungsrad (1), von dessen Stirnfläche eine mit dieser fest verbundene, länglich geformte Nase (5) absteht, und aus einem mit dem Kupp lungsrad (1) auf der Achse (3) sitzenden und in axialer Richtung verschiebbar angeordneten Kupplungsschlitten (2), der auf seiner dem Kupplungsrad (1) zugekehrten Stirnfläche mit einer feinen Riffelung (4) versehen ist, besteht.
    UNTERANSPRUCHE 1. Kupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die linglich gcformte Nase (5) ein aus einer auf der Stirnfläche des Kupplungsracles (1) befestigten dünnen Biechscheibe (17) aufgebo- gener Lappen ist.
    2. Kupp) ung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die länglich geformte Nase aus dem Material des Kupplungsrades (1) selbst herausgearbeitet ist.
    3. Kupplung nach Patentanspruch und Unteran- sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die länglich geformte Nase (5) auf der Stirnfläche radial angeordnet ist.
    4. Kupplung nach Patentanspruch und Unteranspriichen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (5) derart auf dem Kupplungsrad (1) angeordnet ist, dass sie beim Anliegen an der Stirnfläche des Kupplungsschlittens (2) in deren Riffelung (4) eingreift.
    5. Kupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder (10) vorgesehen ist. mittels welcher der Kupplungsschlitten (2) in seiner eingekuppelten Lage gehalten ist.
    6. Kupplung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur axialen Verschiebung des Kupplungsschlittens (2) auf der Achse (3) ein elektromagnetisch betätigter Hebel (11) vorgesehen ist.
    7. Kupplung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4. dadurch gekennzeichnet, dal3 eine Flanke der Riffelung (4) mindestens angenähert senkrecht zur Stirnfläche des Kupplungsschlittens (2) in der die Riffelung (4) vorgesehen ist, stcht.
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