CH378012A - Steuergerät in einer Gebäude-Heizungsanlage - Google Patents
Steuergerät in einer Gebäude-HeizungsanlageInfo
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Description
Steuergerät in einer Gebäude-l-leizungsanlage Zur Beheizung von Gebäuden ist es erwünscht, die Heizungsanlage so zu betreiben, dass ihre Tem peratur der Aussentemperatur angepasst wird. Einem Absinken der Aussentemperatur hat dabei z.B. im Fall einer Warmwasserheizung eine Erhöhung der Vorlauftemperatur des aus dem Kessel kommenden Wassers zu folgen, während eine Erhöhung der Aussentemperatur von einer Verminderung der Vor lauftemperatur begleitet sein soll.
Zu diesem Zweck sind besondere, Steuergeräte entwickelt worden, in welchen die Vorlauftemperatur mit der Aussentem peratur in der gewünschten Weise verffiichen wird und welche Steuerbefehle zur Betätigung des Regel gliedes der Heizungsanlage abgeben. Die Vorlauf temperatur und die Aussentemperatur werden dabei mit Hilfe<B>je</B> eines Widerstandsthermometers gemes sen. Die elektrischen Messgrössen dieser Thermo meter werden meistens in einer Messbrücke ver glichen, deren eine Brückendiagonale von einer Gleichspannung gespeist ist.
An die andere Brük- kendiagonale ist sodann der Eingang eines nor malerweise mehrstufigen elektronischen Verstärkers angeschlossen, dessen Ausgangsstromkreis die Wick- Jung eines Relais enthält. Die Kontakte dieses Relais werden dazu benützt, beispielsweise den Brenner der Heizungsanlage ein- bzw. auszuschalten.
EMI0001.0014
In <SEP> Heizu <SEP> <B>-</B> <SEP> ngsanlagen, <SEP> <B>-</B> <SEP> in <SEP> denen <SEP> die <SEP> Temperatur <B>-</B> <SEP> <U>oääL"IKW,</U> relais erforderlich, wobei das eine Relais anspricht, wenn d-ie Vorlauftemperatur zu tief ist, während das andere Relais anzusprechen hat, sobald die Vor lauftemperatur zu hoch ist.
Die Anschaltung der beiden Relais an die elektrischen Thermometer bzw. an die diese Thermometer enthaltende Messbrücke hat dementsprechend über einen oder zwei elektro nische Verstärker zu erfolgen, Vermittels dieser bei den Relais kann dann beispielsweise der Verstell- motor des Mischventils in der einen oder anderen Richtung angelassen und bei Erreichung der benö tigten Vorlauftemperatur wieder stillgesetzt werden.
Da die elektrischen Thermometer in der Regel keine hohe Strombelastung vertragen, sind im Dia- (Yonalzweig der Messbrücke nur sehr geringe elektrische C Spannungen erhältlich. Man benötigt daher mehrstufige Verstärker mit Elektronenröhren oder Transistoren, um Relais zu betreiben, deren Schaltkontakte die zur Betätigung des Regelgliedes der Heizungsanlage be nötigte elektrische Leistung schalten können. An die Ansprechempfindlichkeit und besonders an die zeitliche Stabilität der Verstärker müssen hohe Anforderun gen gestellt werden, die bisher nur mit beträchtli chem Aufwand erfüllt werden konnten.
Besonders kritisch sind die Betriebsbedingungen der Eingangs stufe der Verstärker, welche an die elektrische Mess-
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brücke <SEP> angeschlossen <SEP> ist; <SEP> meistens <SEP> müssen <SEP> zusätz <U>d <SEP> ig <SEP> er-Pe</U> <SEP> Be <SEP> <B>q</B> <B>17</B> infolge eines durch dessen Drehspule<B>18</B> in ent sprechender Richtung fliessenden elektrischen Stroms beispielsweise im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag <B>19',</B> so soll nur die öffnung <B>13'</B> freigegeben, der Photohalbleiter<B>5'</B> belichtet, die Glimmentladungs- röhre l' gezündet und das Relais 2' zum Ansprechen gebracht werden.
Die öffnung <B>13</B> bleibt abgedeckt, der Photohalbleiter<B>5</B> unbelichtet, die Glimmentla- dungsröhre <B>1</B> nicht gezündet und das Relais 2 un- erregt. In entsprechender Weise soll bei einer im Gegenuhrzeigersinn erfolgenden Verschwenkung der Abdeckfahne <B>15</B> bis zum Anschlag<B>19</B> nur die öffnung <B>13</B> freigegeben, der Photohalbleiter<B>5</B> be lichtet die Glimmentladungsröhre <B>1</B> gezündet und das elektromechanische Relais 2 zum Ansprechen gebracht werden.
Die Verschwenkung des beweg lichen Messgliedes <B>17</B> im Gegenuhrzeigersinn setzt dabei eine Umkehrung der Stromrichtung des durch die Drehspule<B>18</B> fliessenden elektrischen Stroms voraus. Um ferner die Empfindlichkeit der beschrie benen Anordnung nach Bedarf verändern zu können, ist parallel zur Drehspule<B>18</B> noch ein regelbarer Shuntwiderstand 20 vorgesehen.
Die Drehspule<B>18</B> des elektrodynamischen Mess- systems <B>16</B> ist nun im einen Diagonalzweig einer für Steuergeräte an sich bekannten elektrischen Mess- brücke eingeschaltet. Diese weist drei beispielsweise gleiche Längswiderstände 21, 22,<B>23</B> auf, die<B>je</B> etwa <B>100</B> Ohm haben können. Der vierte Längswider stand wird durch die Reihenschaltung von zwei Widerstandskombinationen bestimmt, welche an die Klemmen 24 und<B>25</B> angeschlossen werden.
Die an die Klemmen 24 gelegte Widerstandskombination enthält den temperaturempfindlichen Widerstand des elektrischen Thermometers zur Messung der Aussen temperatur, während die an die Klemmen<B>25</B> ge legte Widerstandskombination dann den temperatur empfindlichen Widerstand des elektrischen Thermo meters zur Messung der Vorlauftemperatur der Hei zungsanlage aufweist.
Die an die Klemmen 24 und <B>25</B> anzuschliessenden Widerstandskombinationen sind aus Gründen der übersichtlichkeit nicht näher darge stellt; sie enthalten ausser den temperaturempfind lichen Widerständen der beiden elektrischen Ther mometer noch Regelwid-erstände, um in an sich be kannter Weise die jeweils benötigte Kennlinie ein zustellen, gemäss welcher die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Aussentemperatur geregelt werden soll. Der andere Diagonalzweig der elektri schen Messbrücke 21 bis<B>25</B> wird von einer Gleich spannung gespeist, die nur wenige Volt beträgt.
Diese Gleichspannung kann mit Hilfe der Niederspannungs wicklung 12 des Netzanschlusstransformators 4, des Trockengleichrichterelementes <B>26</B> und des Filterkon- densators <B>27</B> von einigen Hundert Mikrofarad er zeugt werden.
Im übrigen ist das beschriebene Regelgerät dazu bestimmt, beispielsweise das Mischventil einer Hei zungsanlage mit Rücklaufbeimischung zu steuern. Dieses Mischventil oder auch ein anderes kontinu- ierlich verstellbares Regelorgan der Heizungsanlage wird zweckmässig vermittels eines in seiner Drehrich tung umkehrbaren Verstellmotors betätigt. Um eine hinreichend langsame Verstellung des Regelorgans der Heizungsanlage zu erhalten, wird dasselbe vom Verstellmotor aus über ein Untersetzungsgetriebe bewegt.
Der Verstellmotor selbst wird an das Wech- selstroninetz über die Kontakte<B>28</B> und<B>28',</B> der Relais 2 und 2' so angeschlossen, dass beim An sprechen des einen oder anderen der beiden Relais 2 bzw. 2' der Motor in der gewünschten einen oder anderen Drehrichtung läuft, während er stillgesetzt wird, wenn die Erregerwicklungen beider Relais 2 und 2' stromlos sind.
Varianten des beschriebenen Steuergerätes sind in grösserer Anzahl möglich, ohne dass der grund sätzliche Aufbau desselben verlassen wird. So kann man beispielsweise die elektrische Messbrücke 21 bis<B>25</B> teilweise in das elektrodynamische Messsystem <B>16</B> einbeziehen, indem man diesem zwei Drehspulen <B>18</B> gibt, welche das Messglied bewegen. Die eine Dreh spule<B>18</B> wird mit der sonst an den Klemmen 24 angeschlossenen Widerstandskombination in Reihe geschaltet, während die andere Drehspule<B>18</B> in analoger Weise mit der sonst an den Klemmen<B>25</B> angeschlossenen Widerstandskombination in Reihe liegt.
Die beiden Reihenschaltungen werden schliess lich in gegensinniger Weise an den Filterkondensator <B>27</B> angeschlossen. Die Brückenwiderstände 21 bis <B>23</B> fallen unter diesen Umständen fort und der Shunt- widerstand 20 wäre doppelt auszuführen, sofern die ser überhaupt noch benötigt würde.
Ferner kann man die Abdeckfahne <B>15</B> auch so ausführen, dass in der dargestellten Mittellage des beweglichen Messgliedes <B>17</B> beide Photohalbleiter<B>5</B> und<B>5'</B> von der Lampe<B>11</B> bestrahlt werden, wäh rend in den beiden Endlagen des Messgliedes <B>17</B> nur der eine oder andere der beiden Photohalbleiter <B>5</B> bzw. <B>5'</B> unter dem Einfluss der Lampe<B>11</B> steht.
An der Stelle von Photohalbleitern in der Form von lichtempfindlichen Cadmiumsulfidschichten kön nen auch andere lichtempfindliche Widerstände oder normale Photozellen verwendet werden. Die licht empfindliche Schaltelemente<B>5</B> und<B>5'</B> können ferner an zwei normale, einstufige, aus Hochvakuumver- stärkerröhren oder Transistoren gebildete Verstärker angeschlossen werden, deren Ausgangsstromkreise die Erregerwicklungen der Relais 2 und 2' speisen. Ferner wäre es möglich, die lichtempfindlichen Schalt elemente<B>5</B> und<B>5'</B> als Phototransistoren auszubilden, welche unmittelbar die Erregerwicklungen der Relais 2 und 21 beeinflussen.
Gegenüber der beschriebenen Ausführungen gemäss der Zeichnung haben diese und ähnliche Varianten aber den Nachteil geringe rer Betriebssicherheit und die Verwendung normaler Photohalbleiter<B>5</B> und<B>5'</B> in Verbindung mit zuge ordneten Kaltkathodenglimmlichtröhren <B>1</B> und<B>l'</B> hat sich als besser erwiesen.
Schliesslich kann man die Lampe<B>11</B> durch eine radioaktive Strahlungsquelle ersetzen, welche vorwie- gend a-Strahlen aussendet. An die Stelle der licht empfindlichen Schaltelemente<B>5</B> und<B>5'</B> treten dann Ionisationskammern, die im Prinzip gleich wie die Photohalbleiter an die Glimmentladungsröhren <B>1</B> und<B>l'</B> angeschlossen werden. In diesem Fall ist es zweckmässig, die radioaktive Strahlungsquelle unmit telbar auf dem beweglichen Messglied <B>17</B> anzubringen.
Eine weitere Vereinfachung ergibt sich im Steuer gerät, wenn dasselbe in Heizungsanlagen zu verwen den ist, die lediglich durch die Ein- und Ausschaltung eines oder mehrerer Brenner zur Verfeuerung von festen, flüssigen oder gasförinigen Brennstoffen ge regelt werden. Unter diesen Umständen kann im Regelgerät das Relais 2, die Glimmentladungsröhre <B>l',</B> das strahlungsempfindliche Schaltelement<B>Y,</B> die Widerstände<B>6', 7'</B> und<B>10'</B> und die Kondensatoren <B>8'</B> und<B>9"</B> weggelassen werden.
Meistens erübrigt sich auch die Lochblende 14; die Abdeckfahne <B>15</B> des beweglichen Messgliedes <B>17</B> wird so ausgeführt, dass in der einen Endlage des. Messgliedes <B>17</B> der verbleibende Photohalbleiter<B>5</B> von der Lampe<B>11</B> voll bestrahlt wird, während in der anderen Endlage des Messgliedes <B>11</B> der Photohalbleiter<B>5</B> von jeglicher Bestrahlung abgeschirmt ist. Die Kontakte<B>28</B> des Relais 2 können bei dieser Ausführung des Steuer- Cre , rätes unmittelbar zur Ein- und Ausschaltung des Brenners der Heizungsanlage herangezogen werden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Steuergerät in einer Anlage zur Beheizung von Gebäuden, bei welcher Anlage mittels eines vom Steuergerät beeinflussten Regelgliedes der Heizungs anlage deren Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Aussentemperatur gesteuert wird, wobei sowohl die Vorlauftemperatur als auch die Aussentempera tur mittels<B>je</B> eines elektrischen Thermometers ge messen und die elektrischen Messgrössen dieser Ther mometer im Steuergerät miteinander verglichen wer den und das Regelglied der Heizungsanlage nach Massgabe dieses Vergleiches verstellt wird, dadurch gekennzeichnet,dass das Steuerg.eeät wenigstens ein strahlungsempfindliches Schaltelement sowie eine Strahlungsquelle zur Bestrahlung dieses Schaltelemen tes aufweist, dass der Vergleich, der elektrischen Messgrössen der genannten Thermometer mittels eines im Steuergerät eingebauten elektrodynam-ischen Mess- systems erfolgt, dessen bewegliches Messglied die auf das betreffende strahlungsempfindliche Schaltelement fallende Strahlungsmenge steuert,und dass das Regel glied der Heizungsanlage in Abhängigkeit von dem durch das betreffende strahlungsempfindliche Schalt element fliessenden elektrischen Strom betätigt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Steuergerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei strahlungsempfindliche Schalt elemente vorgesehen sind, und dass das bewegliche Messglied des elektrodynamischen Messsystems in seiner Mittellage entweder die Bestrahlung beider strahlungsempfindlichen Schaltelemente bewirkt oder die Bestrahlung beider strahlungsempfindlichen Schaltelemente unterbindet,während in der auf der einen Seite dieser Mittellage befindlichen Endlage des beweglichen Messgliedes nur das eine strahlungs empfindliche Schaltelement und in der auf der an deren Seite dieser Mittellage befindlichen Endlage des beweglichen Messgliedes nur das andere strah lungsempfindliche Schaltelement bestrahlt wird. 2.Steuergerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Verwendung von nur einem strahlungsempfindlichen Schaltelement das beweg liche Messglied des elektrodynamischen Messsystems zwei Endlagen einnehmen kann, wobei in der einen dieser Endlagen das strahlungsempfindliche Schalt element bestrahlt und in der anderen dieser Endlagen die Bestrahlung des strahlungsempfindlichen Schalt elementes unterbunden ist.<B>3.</B> Steuergerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein elektrodynamisches Messsystem verwendet wird, dessen bewegliches Messglied bei stromloser Spule eine Mittellage einnimmt, und dass die Spule dieses Messsystems im einen Diagonal- zweig einer elektrischen Messbrücke liegt, welche die beiden elektrischen Thermometer zur Messung der Vorlauf- und der Aussentemperatur enthält und deren anderer Diagonalzweig von einer Gleichspannungs- quelle gespeist ist. 4.Steuergerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Strahlungsquelle eine elek trische Lampe ist, als strahlungsempfindliche Schalt elemente Photohalbleiter vorgesehen sind, und dass das bewegliche Messglied des elektrodynamischen Messsystems eine Abdeckfahne aufweist, welche in den Strahlengang zwischen Lampe und dem be treffenden Photohalbleiter eintauchen kann.<B>5.</B> Steuergerät nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass den betreffenden strahlungsemp findlichen Schaltelementen<B>je</B> eine Kaltkathoden- glimmlichtröhre mit Starterelektrode zugeordnet ist, wobei das strahlungsempfindliche Schalteleinent einen Bestandteil des die Starterelektrode enthaltenden Steuerstromkreises der zugeordneten Kaltkathoden- glimmlichtröhre bildet,und dass der Hauptentladungs- stromkreis der betreffenden Kaltkathodenglimmlicht- röhre elektromechanische Mittel zur Betätigung des Regelgliedes der Heizungsanlage aufweist.<B>6.</B> Steuergerät nach Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptentladungsstromkreis der betreffenden Kaltkathodenglimmlichtröhre von einer Wechselspannung gespeist ist und der die Star- terelektrode aufweisende Steuerstromkreis derart mit dem Hauptentladungsstromkreis derselben Kaltkatho- denglimmlichtröhre elektrisch gekoppelt ist, dass <B>je-</B> weils nach einmal erfolgter Zündung der Hauptent ladung deren Wiederzündung in den nachfolgenden Perioden der Wechselspannung begünstigt wird.
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