CH378311A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime

Info

Publication number
CH378311A
CH378311A CH6857459A CH6857459A CH378311A CH 378311 A CH378311 A CH 378311A CH 6857459 A CH6857459 A CH 6857459A CH 6857459 A CH6857459 A CH 6857459A CH 378311 A CH378311 A CH 378311A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
reaction
cycloalkane
mixture
chloride
nitrosyl chloride
Prior art date
Application number
CH6857459A
Other languages
English (en)
Inventor
Schickh Otto Dr Von
Horst Dr Metzger
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Publication of CH378311A publication Critical patent/CH378311A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D201/00Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
    • C07D201/02Preparation of lactams
    • C07D201/04Preparation of lactams from or via oximes by Beckmann rearrangement
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur   Her-    stellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Keto  xime durch Nitrosierung von cycloaliphatischen    Kohlenwasserstoffen, welches im Dauerbetrieb, besonders im kontinuierlichen Betrieb, Vorteile aufweist.



   Es ist bekannt, dass man Hydrochloride von cycloaliphatischen Ketoximen erhält, wenn man cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe mit nitrosierenden Mitteln, z. B. mit Nitrosylchlorid oder von Stickstoffmonoxyd und Chlor, gegebenenfalls unter Zugalbe von Chlorwasserstoff bei gleichzeitiger   Einwir-    kung von aktivem Licht behandelt. Diese bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass sich beim ununterbrochenen Dauerbetrieb die   Glasteile    der Apparatur, die für den Durchtritt des Lichtes   erforder-    lich sind, bzw. die Lampe selbst, mit einem festen oder zähflüssigen,   gelbgefärbten    Belag versehen.

   Dadurch wird der freie Durchtritt des Lichtes gestört, was wiederum bewirkt, da¯ die Umsetzungsgeschwin  digkei,    zurückgeht, so dass man insbesondere beim kontinuierlichen Arbeiten die Umsetzung in gewissen ZeitabstÏnden abbrechen und die Apparatur bzw.



  Lampe reinigen muss.



   Es ist bei den bekannten Verfahren unmöglich, die anfängliche Umsetzungsgeschwindigkeit auch im Dauerbetrieb aufrechtzuerhalten und die   Lichtquanten,    die f r die Umsetzung erforderlich sind, voll f r die Umsetzung zur Verfügung zu halten.



   Es wurde nun gefunden, dass man ohne die erwähnten Nachteile zu Hydrochloriden   cycloalipha-    tischer Ketoxime gelangt durch Einwirkung eines   nitrosierend    wirkenden Mittels, z. B. Nitrosylchlorid oder von   Stickstoffmonoxyd    und Chlor, auf gesättigte cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe mit 5-10 Koh  lenstoffatomen, gegebenenfalls    in Gegenwart von Chlorwasserstoff, bei gleichzeitiger Behandlung mit aktivem   Lioht,    wenn man bei der Umsetzung solche Mengen eines bei der   Nitrosierung    des gleichen Cy  cloalkans    entstandenen, von Oxim und Cycloalkan    befreiten ReaktioasgamischEs zusetzt, dass der Gc-    halt an organisch gebundenem Chlor in der Reaktionslosung mindestens 0, 5 Gew.

   .%, bezogen auf die verwendete Menge Cycloalkan, vorteilhaft 0, 8 bis 3 Gew.%, betrÏgt.



   Als Ausgangsstoffe sind z. B. Cyclopentan, Cyclohexan, Cycloheptan, Cyclooctan und Cyclodecan geeignet.



   Gemische, wie sie, erfindungsgemäss dem zu    nitrosierenden, cycloahphatischen Kohlenwasserstoff    in den genannten Mengen bei der Umsetzung zugesetzt werden, sind, wie gesagt, die bei der Auf  arbeitung    des durch Umsetzung von Cycloalkanen mit   den genannten Nitrosierungsmitteln    nach Abtrennung der Oximhydrochloride und Abdestillieren des nicht umgesetzten   Cycloalkans      anfallende Rück-      stände. Sie bestehen im wesentlichen    aus   entsprechen-    den chlorierten Cycloalkanen,   Cyclo, alkylnitrat,    Cy  cloalkanol    und Cycloalkanon, wobei Mono-und Dichlorcycloalkane die Hauptbestandteile sind.

   Eine genaue Angabe der Zusammensetzung dieser R ckstände, die man bisher verworfen und bei der kontinuierlichen Arbeitsweise aus dem im Kreislauf geführten Cycloalkan entfernt hat, ist deshalb nicht möglich, weil die Zerlegung der nicht chlorhaltigen Bestandteile der Gemische erhebliche Schwierigkeiten macht. Im allgemeinen beträgt der Anteil an den chlorhaltigen Verbindungen in den Rückständen etwa 75 bis 95 Gew. .%. An organisch gebundenem Chlor enthalten die Rückstände in der Regel etwa 20 bis 40   Gew.  /o.   



   Zur Verhinderung eines Beschlages auf den licht  durchlässigen Apparateteilen ist    es erforderlich, das  Gemisch der gesamten Rückstände, das heisst also ohne Abtrennung von Bestandteilen daraus, mit Aus  nahme    der Oxime un Cycloalkane, dem umzusetzenden Kohlenwasserstoff zuzugeben, und zwar, wie gesagt, in solchen Mengen, dass der Gehalt an organisch gebundenem Chlor in der Reaktionslösung, bezogen auf die verwendeten Mengen Cycloalkan, mindestens 0, 5   Gew."/c. beträgt.    Die zweckmässigsten Mengen sind für die einzelnen zu   nitrosierenden,    cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffe verschieden, jedoch lassen sie sich durch Vorversuche leicht ermitteln. Im allgemeinen liegen sie bei einem Gehalt an organisch gebundenem Chlor von 0, 5 bis 5   Gew.

    /o,    bezogen auf die Mengen Cycloalkan ; vor  teilhaft arbeitet man    mit etwa 0, 8 bis etwa 3   Gew.  /o.   



   Während die untere Grenze von mindestens 0, 5 Gew.% eine kritische Grösse darstellt und bei Einstellung eines   Mindestspiegels    an den   Nebenpro-    dukten, der unter der angegebenen Grenze liegt, der gewünschte Effekt, der Sauberhaltung der Apparatur von Beschlägen, nicht erzielt wird, ist die obere Grenze nicht kritisch. Sie wird mehr durch   Zweck-      mässigkeitsgründe    bestimmt, um nicht unnötig grosse Mengen an diesen Nebenprodukten im   Umsetzungs-    gemisch anwesend zu haben.



   Die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt zweckmässig in der an sich für die Umsetzung von cycloaliphatischen   Kohlenwasserstof-    fen mit nitrosierenden Mitteln bekannten   Arbeits-    weise, z. B. bei Temperaturen von-30 bis +   40 ,    vorzugsweise bei 10 bis   25 .   



   Man kann z. B. so vorgehen, dass man dem cycloaliphatischen Kohlenwasserstoff oder dem bereits für Nitrosierungsreaktionen ein oder mehrmals verwendeten Ausgangskohlenwasserstoff die aus früheren Umsetzungen anfallenden Gemische an Auf  arbeitungsrückständen    in der erwähnten, mindestens erforderlichen Menge zugibt und in das Gemisch, gegebenenfalls nach Sättigung mit Chlorwasserstoff, unter Bestrahlung mit aktivem Licht, z. B. mit Licht von etwa 350 bis 450   m, m, Nitrosylchlorid    oder Stickstoffmonoxyd und Chlor, gegebenenfalls unter weiterem Einleiten von Chlorwasserstoff, einbringt.



   Als nitrosierend wirkendes Mittel kann man auch ein Alkylnitrit, z. B. Amylnitrit, und Chlorwasserstoff verwenden, aus denen durch Umsetzung Nitrosylchlorid gebildet wird. Zur weitgehenden   Ausnut-    zung der wirksamen Lichtstrahlen trägt man zweckmäJ3ig laufend so viel der nitrosierend wirkenden    Umsetzungskomponente in das Cycloalkan ein, dass    immer eine zur weitgehenden Absorption der   wirk-    samen Lichtstrahlen ausreichende Konzentration an   nitrosierond wirkendem    Mittel im Reaktionsgemisch vorhanden ist. Zur Berechnung einer vorteilhaften Konzentration an   nitrosierendem    Mittel kann man die Lichtdurchlässigkeit bzw. Extinktion bei einer Wellenlänge von etwa 450 mÁ einer L¯sung des nitrosierenden Mittels, z.

   B. des   Nitrosylchlorids,    in dem Cycloalkan bei gegebener Schichtdickeheranziehen. Das bei der Umsetzung in flüssiger Form sich abscheidende Oximhydrochlorid kann am Boden des   Umsetzungsgefässes    leicht abgezogen werden, z. B. über eine   Florentinerflasche.   



   Um den zu Beginn der Umsetzung gewählten und einmal mittels des organisch gebundenen Chlors eingestellten Spiegel an Nebenprodukten bei einem kontinuierlichen Dauerbetrieb nicht unnötig anwachsen zu lassen, ist es zweckmässig, aus dem umgepumpten cycloaliphatischen Kohlenwasserstoff laufend oder von Zeit zu Zeit eine bestimmte Menge ab  zuzweigen und    den Kohlenwasserstoff nach Abtren  nung    der Nebenprodukte, z. B. durch Destillation, zurückzuführen.



   Es ist überraschend,   dal3    bei Einstellung eines   Mindestspiegels    an dem bei der erfindungsgemässen Nitrosierung von Cycloalkanen stets gebildeten Nebenprodukten in dem cycloaliphatischen Kohlenwasserstoff vor der   Nitrosierung    oder kurz nachdem die Umsetzung in Gang gebracht wurde, jedoch ein Nachlassen der Umsetzungsgeschwindigkeit bzw. die Bildung eines Beschlages auf Apparateteilen noch nicht beobachtet wird, die Bildung eines Belages auf den lichtdurchlässigen Apparateteilen nicht mehr erfolgt, während ein einmal vorhandener Belag auf diesen   Apparateteilen    selbst dann nicht entfernt wird, wenn man den   Mindest-oder    einen darüber liegenden Gehalt an diesen Nebenprodukten während der Umsetzung nachträglich einstellt.



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren er  haltenen Oximhydrochloride    sind von hoher Reinheit.



  Eine Verlängerung der für die Umsetzung einer be  stimmten    Menge an   nitrosierend    wirkendem Mittel erforderlichen Reaktionszeit tritt dabei auch bei kon  tinuierlichem Dauerbetrieb über    einen längeren Zeitraum, beispielsweise von 2 Monaten, nicht ein.



   Beispiel 1
In ein zylindrisches R hrgefϯ von 21 cm Länge und 9, 5 cm lichter Weite, an das unten ein Ablasshahn angebracht ist, wird ein oben offenes, mit Zulauf und Ablauf versehenes   Kühlgefäss    aus Glas eingesetzt und in dieses eine   Quecksilbertauchlampe    von 8Q Watt eingeführt.

   Man füllt das Reaktionsgefäss mit 830 g Cyclooctan, sättigt den   Kohlenwas-    serstoff bei Raumtemperatur mit Chlorwasserstoff und setzt dem Gemisch 25 g eines Gemisches zu, das als Rückstand bei der Aufarbeitung eines durch Umsetzung von Cyclooctan mit   Nitrosylchlorid    erhaltenen   Umsetzungsgemisches    nach Abtrennung des   Oximhydfochlorids    und   destillativer    Abtrennung des nicht umgesetzten   Cyclooctans    erhalten wurde und einen Gehalt an organisch gebundenem Chlor von 27   Gew. 11/c, h-at.

   Man    setzt die Quecksilberlampe in Betrieb, gibt zu der Mischung 10 g   Nitrosylchlorid    in einer Portion zu und leitet unter Rühren und Kühlen des Umsetzungsgemisches bei   etwa 25  lau-    fend einen Strom von Chlorwasserstoff ein, so dass die Lösung an Chlorwasserstoff gesättigt bleibt. Das gebildete   Cyclooctalnonoxilmhydrochlorid    scheidet sich als schweres, zu Boden   sinkendes    01   ab.    Sobald die  Reaktionslösung entfärbt ist, gibt man weitere 10 g   Nitrosylchlorid    zu. In der gleichen Weise wird fortgefahren, jedoch von Zeit zu Zeit das am Boden angesammelte   Oximhydrochlorid    abgezogen und durch friches Cyclooctan ersetzt.

   Nach Umsetzung von   ins-    gesamt 90gNitrosylchlorid ist die f r die Entfärbung einer we, iteren Portion   Nitrosylchlorid    von   10    g be  nötigte    Zeit nicht lÏnger, als sie für die Entfärbung der ersten   10-g-Portion    Nitrosylchlorid erforderlich ist. Die für die   Entfärbung einer 10-g-Portion    Nitro  sylchlorid    benötigte Zeit beträgt jeweils 185 Minuten.



  Eine Verfärbung der Reaktionslösung infolge von Verunreinigungen tritt nicht ein.



   Das Kühlgefäss aus Glas ist nach Umsetzung der insgesamt eingebrachten 100 g   Nitrosylchlorid    völlig frei von Belag. Nach Neutralisieren des erhaltenen   Cyclooctanonoximhydrochlorids mit    Natronlauge erhÏlt man insgesamt 187 g   Cyclooctanonoxim    vom Schmelzpunkt 42¯. Die Ausbeute an Oxim beträgt somit 87   X    der Theorie, bezogen auf eingesetztes   Nitrosylchlorid.   



   Arbeitet man in der gleichen Weise unter den gleichen Bedingungen, setzt   jedoch dem Ausgangs-    cyclooctan vor dem Eintragen der ersten 10 g   Nitre-      sylchlorid    nicht das Gemisch des Aufarbeitungsrückstandes zu, so ist die Reaktionszeit für die   Entfär-    bung der zehnten 10-g-Portion   Nitresylchlorid btreits    um die HÏlfte lÏnger, als sie für die Entfärbung der ersten 10 g   Nitrosylchlorid    erforderlich ist. Die für die Entfärbumg der ersten 10 g   NitrosylcMorid    benötigte Zeit beträgt 185 Minuten, f r die letzte der   10-g-Portionen    etwa 280 Minuten.



   Das Kühlgefäss aus Glas ist mit einem   gellben    Belag überzogen. Bezogen auf die insgesamt eingesetzte Menge an Nitrosylchlorid (100 g) beträgt in diesem Fall die aus dem erhaltenen Hydrochlorid in Freiheit gesetzte und   gewonnene Cyclooctanon-      oximmenge    nur 84%. Das erhaltene   Cyclooctanon-    oxim schmilzt bei   42 .   



   Beispiel 2
900 g Cyclohexan werden mit Chlorwasserstoff gesättigt und in die   Losung 15 g des Gemisches,    das als Rückstand bei der Aufarbeitung eines durch Umsetzung von Cylohexan mit   Nitrosylchlorid      erhalte-    nen Umsetzungsproduktes nach Abtrennung des   Oximhydrochlorids    und   destillativer Abtrennung    des nicht umgesetzten Cyclohexans verbleibt und 33   Gew. o/o    an organisch gebundenem Chlor enthält, eingetragen. Die Umsetzung dieser Mischung mit Nitro  sylchlorid    erfolgt in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise unter den dort angegebenen Bedingungen und in der dort näher beschriebenen Apparatur, jedoch bei einer Reaktionstemperatur von etwa   12 .   



   Die Entfärbung der ersten 10-g-Portion an Nitro  sylchlorid    erfolgt in 215 Minuten. Nach der por  tionsweisen    Umsetzung von insgesamt 90 g Nitro  sylchlorid    benötigt die Umsetzung von weiteren 10 g zugesetztem   Nitrosylohlorid    bis zur Entfärbung der Reaktionslösung 220 Minuten.



   Arbeitet man in der gleichen Weise, setzt jedoch der mit Chlorwasserstoff gesättigten   Cyclohexan-    menge keinen Zusatz an dem   Rückstandsgemisch    zu, so bedarf es für die Umsetzung der ersten 10 g   Nitrosylchlorid    bis zur Entfärbung 215 Minuten, während nach portionsweiser Umsetzung von insgesamt 90 g f r die Umsetzung von weiteren 10 g Nitrosylchlorid bis zur Entfärbung der   Umsetzungs-    lösung 330 Minuten benötigt werden.



   Beispiel 3
In ein Reaktionsrohr, das unten mit einem Ab  lasshahn    versehen ist und an dem sich seitlich : eine   Umpumpvorrichtung, verbunden    mit einem K hler, befindet, wird ein doppelwandiges, unten   geschlosse-      nes Glasgefäss    eingesetzt. In das innere Glasrohr bringt man eine Quecksilberdampflampe ein und lässt Kühlwasser durch den Mantel des   doppelwandi-    gen Glasgefässes strömen. Der Raum zwischen dem Kühlmantel und der Wandung des Reaktionsrohres, der ein Fassungsvermögen von 75 Liter hat, wird mit 60 Liter = 50 kg Cyclooctan gefüllt.

   Man sättigt das Cyclooctan mit Chlorwasserstoff und setzt der Lösung 2, 8 kg eines Gemisches zu, das als R ckstand des bei der Umsetzung von Cyclooctan mit Nitrosylchlorid erhaltenen Umsetzungsgemisches nach dessen Aufarbeitung verbleibt und einen Gehalt an organisch gebundenem Chlor von 28 Gew.% hat. Die Lösung wird bestrahlt, nachdem man ihr r eine Portion (570 g)   Nitrosylchlorid    zugegeben hat.



     Während des Bestrahlens    leitet man Chlorwasserstoff gasförmig ein und sorgt durch Umpumpen und Kuhlen dafür, dass das Reaktionsgut bei einer Tempera  tu°    von 20 gut durchmischt wird. Bis zur   Entfär-    bung der durch die   Nitrosylchloridzugabe rotbraun    gefärbten Reaktionslösung werden insgesamt 250 g Chlorwasserstoff eingeleitet. Nach der Umsetzung, das heisst nach der Entfärbung der ersten Portion   Nitrosylchlorid, wird    in der gleichen Weise unter Einleiten von Chlorwasserstoff eine zweite und danach eine 3.,   4.    usw. Portion von je   570      g    umgesetzt.



  Insgesamt werden 30 Portion, also 17, 1 kg Nitrosylchlorid, umgesetzt. Die Zeiten, die f r die Umsetzung jeder Portion, das heisst bis zur jeweiligen v¯lligen Entfärbung der   Umsetzungslösung, erforder-      lich sind, werden gemessen. Das sich    am Boden des    Reaktionsgefässes abscheidende flüssige Cyclooctanon-    oximhydrochlorid wird von Zeit zu Zeit abgelassen und in demselben Masse frisches Cyclooctan nachgeführt.

   Nach Umsetzung   der insgesamt zulgegebenen    17, 1 kg   Nitrosylchlorid    erhält man aus dem   gesam-      melten    und vereinigten, rohen Cyclooctanonoxim   hydrochlorid durch Neutratisation mit Alkalilauge    32, 1 kg   Cyclooctanoxim vom Schmelzpunkt 42 .    Die Ausbeute beträgt   87    Gew.% der Theorie, bezogen auf insgesamt eingesetztes   Nitrosylchlorid.   



   In der folgenden Tabelle sind für jede 5. Portion Nitrosylchlorid die gemessenen Zeiten für die Umsetzung dieser   Nitrosylchloridportionen      zusam-      mengestellt.    Daneben enthält die Tabelle auch die   Umsetzungszeiten,    die bei der gleichen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung keines Zusatzes des Rückstandgemisches enthaltenden Cyclooctans, für die Entfärbung jeder 5. Portion   Nitrosylchlorid benötigt    werden.

   Unter Verwendung eines solchen Cyclooctans erhält man aus der nach der Umsetzung von insgesamt 30 Portion   Nitrosylchlorid    von je 570 g aus der angefallenen Menge Oximhydrochlorid durch Neutralisation mit Alkalilauge 31, 1 kg Cyclooctanonoxim vom Schmelzpunkt   42 .    Die Ausbeute beträgt hierbei   @ 84 %    der Theorie, bezogen auf eingesetztes Nitrosylchlorid.



   Tabelle
Umsetzungszeit bis zur völligen
Entfärbung der Reaktionslösung bei Bezeichnung der einem   Ausgangscyclooctan,    dem umgesetzten    Portion an ein Rückstands-.



  Nitrosylchlorid gemisch an gemisch
Nebenprodukten zugegeben wurde zugesetzt ist   
Minuten Minuten
1. 90 88
5. 88 100
10. 93 115
15. 90 145
20. 90 185
25. 87 230
30. 92 265
Beispiel 4
In ein zylindrisches Rührgefäss von 21 cm Länge und 9, 5 cm lichter Weite, an das unten ein Ablasshahn angebracht ist, wird ein oben offenes, mit Zulauf und Ablauf   versehenes Kuhlgefäss    aus Glas eingesetzt und in dieses eine   Quecksilbertauchlampe    von 80 Watt eingef hrt.

   Man füllt das Reaktionsgefäss mit   850 g Cyclohexan, sättigt    den Kohlenwasserstoff bei Raumtemperatur mit Chlorwasserstoff und setzt dem Gemisch 30 g eines Gemisches zu, das als Rückstand bei der Aufarbeitung eines durch Um  setzung von Cyclohexan mit Nitrosylchlorid    oder Stickstoffmonoxyd und Chlor in Gegenwart von Chlorwasserstoff erhaltenen Umsetzungsproduktes nach Abtrennung des   Oximhydrochlorids    und destil  lativer    Abtrennung des nicht umgesetzten Cyclohexans verbleibt und 32   Gew."/a an organisch    gebundenem Chlor enthält.

   Man setzt die   Quecksilber-    lampe in Betrieb und leitet bei   15     unter kräftigem Rühren mit einem     Hösch-Rührer      gleichzeitig ein Gemisch von stündlich 2300 cm3 Stickstoffmonoxyd und 1000   cmS    Chlorgas sowie 300 cm3 trockenen Chlorwasserstoff ein.

   Das sich am Boden des Reak  tionsgefässes    abscheidende flüssige Cyclohexanon  oximhydrochlorid    wird von Zeit zu Zeit abgelassen, in Wasser gelöst und mit 2n Natronlauge neutrali  siert.    Nach   21/o    Stunden Reaktionsdauer erhält man auf diese Weise 6, 8 g Cyclohexanonoxim vom F. = 88 bis   89 .    Man fÏhrt in der gleichen Weise fort und ersetzt das abgetrennte   Cyclohexanonoximhydro-    chlorid durch frisches Cyclohexan. Nach insgesamt 25 Stunden Reaktionszeit werden nach Neutralisieren des   Oximhydrochlorids    in der beschriebenen Weise insgesamt 66 g Cyclohexanonoxim erhalten. Das   KüMgefäss    aus Glas ist völlig frei von Belag.



   Arbeitet man in der gleichen Weise unter den gleichen Bedingungen, setzt jedoch dem   Ausgangs-    cyclohexan zu Beginn der Umsetzung nicht das Gemisch des   Aufarbeitu, ngsrückstandes    zu, so erhält man nach insgesamt 25 Stunden Reaktionszeit nur 51 g Cyclohexanonoxim. Das Kühlgefäss aus Glas ist mit einem   gelbbraunen    Belag überzogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime durch Einwirkung eines nitrosierend wirkenden Mittels auf gesättigte cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen, bei gleichzeitiger Bestrahlung mit aktivem Licht, dadurch gekennzeich- net, dass man bei der Umsetzung solche Mengen eines s bei der Nitrosierung des gleichen Cycloalkans entstandenen, von Oxim und Cycloalkan befreiten Re aktionsgemisches, zusetzt, dass der Gehalt an organisch gebundenem Chlor in der Reaktionslösung min destens 0, 5 Gew.''/o, bezogen auf die verwendete Menge Cycloalkan, beträgt.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Umsetzung der Gehalt an organisch gebundenem Chlor in der Mischung 0, 5 bis 5 Gew."/o, bezogen auf die Cycloalkanmenge, betrÏgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das nitrosierende Mittel auf das mit Chlorwasserstoff gesättigte Cycloalkan einwirken lässt und bei fortschreitender Nitrosierung vor Nachlassen der Umsetzungsgeschwindigkeit das bei der Nitrosierung des Cycloalkans entstandene Gemisch an Nebenprodukten zusetzt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das nitrosierende Mittel Nitrosylchlorid i, st.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Chlorwas- se, rstoff arbeitet.
CH6857459A 1958-02-14 1959-01-20 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime CH378311A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB0047847 1958-02-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH378311A true CH378311A (de) 1964-06-15

Family

ID=6968391

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6857459A CH378311A (de) 1958-02-14 1959-01-20 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE575278A (de)
CH (1) CH378311A (de)
NL (1) NL236090A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL236090A (de) 1964-03-10
BE575278A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH407115A (de) Verfahren zum Reinigen von reduzierbaren, cyclischen, organischen Verbindungen
CH378311A (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cycloaliphatischer Ketoxime
DE1070172B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hydrochloriden cyclioaliphatischer Ketoxime
DE2005309A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3-Cyclohexylendiisocyanaten
DE944012C (de) Verfahren zur Reinigung von Rohacrylsaeurenitril
DE870853C (de) Verfahren zur Herstellung von Diisopropylbenzolhydroperoxyden
DE2501341A1 (de) Verfahren zur thermolyse von styroloxid
DE1807738A1 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von unreinem Vinylacetat
DE805513C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid
DE1445932C3 (de) Verfahren zur Reinigung von 4,4'-Bipyridyl
DE901775C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclohexan
DE321938C (de) Verfahren zur katalytischen Reduktion von organischen Verbindungen mit Hilfe von Nickelcarbonyl
DE338281C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylaethern des Vinylalkohols und seiner Homologen
DE3040756C2 (de)
DE2313405C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Monochloracetylchlorid
DE849240C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 6-Dimethylheptan-2, 4, 6-triol
AT224626B (de) Verfahren zur Herstellung von Peroxyden
AT229281B (de) Verfahren zur Herstellung von Olefinen
DE172653C (de)
DE2211935A1 (de) Verfahren zur Herstellung von n-Paraffinoximen
DE2260126A1 (de) Verfahren zum reinigen und stabilisieren von malonsaeuredinitril
DE971577C (de) Verfahren zum Nitrieren von Toluol in einem Arbeitsgang zu Di- oder Trinitrotoluol
DE1003207B (de) Verfahren zur Reinigung von nieder-polymere Acetylenverbindungen enthaltendem Acrylsaeurenitril
DE2332170A1 (de) Verfahren fuer die chlorierung von c tief 8-c tief 16-kohlenwasserstoffen in fluessiger phase
DE1934856A1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Rueckgewinnung brauchbarer Bestandteile der Gase,welche bei der katalytischen Herstellung von Chlorcyan aus Blausaeure und Chlor bzw. bei der anschliessenden Trimerisierung des Chlorcyans zu Cyanurchlorid in der Dampfphase anfallen