CH378330A - Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate

Info

Publication number
CH378330A
CH378330A CH7596459A CH7596459A CH378330A CH 378330 A CH378330 A CH 378330A CH 7596459 A CH7596459 A CH 7596459A CH 7596459 A CH7596459 A CH 7596459A CH 378330 A CH378330 A CH 378330A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
formula
water
parts
preparation
elimination
Prior art date
Application number
CH7596459A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr Duennenberger
Adolf-Emil Dr Siegrist
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH7596459A priority Critical patent/CH378330A/de
Publication of CH378330A publication Critical patent/CH378330A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D235/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, condensed with other rings
    • C07D235/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, condensed with other rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D235/04Benzimidazoles; Hydrogenated benzimidazoles
    • C07D235/20Two benzimidazolyl-2 radicals linked together directly or via a hydrocarbon or substituted hydrocarbon radical

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer   Diimidazolderivate   
Es ist bekannt, dass Diimidazolderivate der For  mal   
EMI1.1     
 worin A den gegebenenfalls, z. B. durch Halogenatome, Alkyl-oder Alkoxygruppen, substituierten o-Phenylenrest und R und R, Wasserstoff oder gleiche oder verschiedene Substituenten, wie z. B. Alkyl-, Oxyalkyl-, Aryl-oder Aralkylgruppen, bedeuten, zum Teil wertvolle optische   Aufhellmittel    sind und dass sie durch Wasserabspaltung aus Verbindungen der Formel
EMI1.2     
 hergestellt werden können.

   Dabei kann man-wie ebenfalls bekannt ist-diese Wasserabspaltung auch ausführen, ohne die Ausgangsstoffe der Formel (2) zu isolieren, indem man o-Diamine der Benzolreihe, deren eine Aminogruppe primär und deren andere Aminogruppe höchstens sekundär ist, oder ihre Salze, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, mit Apfelsäure oder deren funktionellen Derivaten bei mässig hohen Temperaturen umsetzt und dann bei hohen Temperaturen Wasser abspaltet.



   Es wurde nun gefunden, dass diese Wasserabspaltungen besonders vorteilhaft ausgeführt werden, indem man Verbindungen der Formel (2) in einer phosphorhaltigen Säure der Formel    Hn-t-anOgn+l (3)    erhitzt, wobei n eine ganze Zahl bedeutet.



   Als o-Diaminobenzole, welche zur Herstellung der Ausgangsstoffe der Formel (2) dienen können, kommen solche Diaminobenzole in Betracht, die im Benzolkern von weiteren Substituenten frei sind oder weitere Substituenten, z. B. Halogenatome, wie Chlor, niedrigmolekulare Alkyl-oder Alkoxygruppen, wie Methyl-oder Methoxygruppen, enthalten. Die o-Diaminobenzole enthalten wie gesagt eine primäre und eine höchstens sekundäre Aminogruppe (-NHR). Die letztere kann beispielsweise eine Alkylaminogruppe, eine Oxyalkylaminogruppe, eine Alkenylaminogruppe oder eine Aralkylaminogruppe sein. Als Beispiele für geeignete o-Diaminobenzole seien 1,   2-Diamino-ben-    zol, l-Methyl-3, 4-diamino-benzol,   1-Methoxy-3,    4-di  amino-benzol,    1-Chlor-3, 4-diamino-benzol und 1 Amino-2-methylamino-benzol erwähnt.



   Die Umsetzung der o-Diaminobenzole mit Apfelsäure zwecks Herstellung der Ausgangsstoffe der Formel (2) erfolgt zweckmässig in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels bei mässig hohen Temperaturen, vorteilhaft in einem Inertgas, z. B. einem Stickstoffstrom. Als Lösungsmittel gelangen hierfür insbesondere mässig konzentrierte wässrige Mineralsäuren zur Anwendung. Auch organische Lösungsmittel, wie Xylol, Cymol oder Dichlorbenzol, kommen in Betracht.



   Für die Durchführung der Kondensation haben sich Temperaturen zwischen 130 und 200  C als   gün-    stig erwiesen. Vorteilhaft wird die Umsetzung derart geleitet, dass unmittelbar die Ausgangsstoffe der Formel (2) entstehen, d. h. dass die Acylierung der Amine und der   Imidazolringschluss    in einem Arbeitsgang erfolgen.



   Die Wasserabspaltung aus dem Rest der Formel   -CHOH-CH2-erfolgt    beim vorliegenden Verfahren in phosphorhaltigen Säuren der Formel (3), d. h. in Orthophosphorsäure, Pyrophosphorsäure oder   Poly-    phosphorsäuren der Bruttozusammensetzung    Hn-I-oPnO3n i    worin n eine ganze Zahl im Werte von mindestens 3 bedeutet. Diese Polyphosphorsäuren können aus Orthophosphorsäure und Phosphorpentoxyd in passendem Mengenverhältnis erhalten werden (z. B. so, dass sich eine Zusammensetzung   HEP401    ergibt).

   Im übrigen kann dahingestellt bleiben, ob man die Polyphosphorsäuren als Umsetzungsprodukte von Orthophosphorsäure und Phosphorpentoxyd   (n-l)      P, Og    + (n + 2)H3PO4 = 3 Hn+2PnO3n+1(4) oder als   Entwässerungsprodukte    der Orthophosphorsäure nH3PO4 = Hn+2PnO3n+1 + (n-1)H2O (5) betrachtet. Es können auch Gemische der genannten Phosphorsäuren verwendet werden, so dass n einen Durchschnittswert darstellt, der nicht ganzzahlig sein muss und worin ausser Polyphosphorsäuren (n    >  2)    und/oder Pyrophosphorsäure (n = 2) auch noch andere Phosphorsäuren, wie Orthophosphorsäure, vorhanden sein können.



   Zur Wasserabspaltung wird vorteilhaft mit einem   Uberschuss    an Phosphorsäure gearbeitet, z. B. mit der   fünf-bis    zwanzigfachen Menge Ortho-, Pyro-oder   Polyphosphorsäure,    bezogen auf die Menge der Verbindung der Formel   (2).    Die Wasserabspaltung erfolgt in der Wärme, mit Pyro-oder Polyphosphorsäure, z. B. bei Temperaturen zwischen 130 und   2000 C, zweckmässig    bei etwa 160¯ C. Orthophos  phorsäure    kann auch vorteilhaft in Form ihrer konzentrierten wässerigen Lösung, z.   B.    mit einem Gehalt an   H3PO4    von etwa 80 bis   90e/, verwendet    werden.



  Man arbeitet in diesem Falle zweckmässig bei Temperaturen von 140 bis 220  C, vorzugsweise zwischen 180 und   220  C,    wobei das verdampfende Wasser fortlaufend entfernt wird. Weitere Zusätze wie Katalysatoren oder Verdünnungsmittel sind beim vorliegenden Verfahren nicht erforderlich. Dagegen empfiehlt es sich auch hier, unter Luftabschluss, z. B. im Stickstoffstrom oder im Vakuum, zu arbeiten.



   Die Aufarbeitung ist sehr einfach. Man braucht nach beendeter Umsetzung beispielsweise nur das Gemisch mit Wasser zu verdünnen, Alkalihydroxyd bis zur schwach alkalischen Reaktion zuzufügen und das so abgeschiedene Produkt aus der wässerigen Suspension zu isolieren. Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, dass man die Endstoffe in guter Ausbeute und unmittelbar in sehr reinem Zustand erhält.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile, und die Prozente Gewichtsprozente.



   Beispiel 1
27, 8 Teile   a,      ss-Di-    [benzimidazyl- (2)]-monooxy äthan werden mit 200 Teilen   Polyphosphorsäure    unter Luftausschluss 2 Stunden bei 160  C verrührt.



  Dann trägt man das Gemisch unter starkem Rühren in 750 Teile Wasser ein, stellt mit   300/exiger    Natrium  hydroxydlösung    auf einen pH-Wert von 8 ein, nutscht, wäscht das Nutschgut mit 200 Teilen Wasser und trocknet bei 100 bis   110  C.    Man erhält etwa 25 Teile (entsprechend   97 /o    der Theorie)   a, -Di- [benzimid-      azyl- (2)]-äthylen    in Form von gelben Kristallen, die über   350  C    schmelzen.



   Beispiel 2
18, 9 Teile a,   ss-Di- [benzimidazyl- (2)]-monooxy-      äthan-monosulfat    werden mit 100 Teilen   100 /oiger    Orthophosphorsäure während 2 Stunden bei 190 bis   195     C verrührt. Man versetzt mit 100 Teilen Wasser, kühlt auf 200 C und nutscht. Das Nutschgut wird nun während 2 Stunden in 200 Teilen   5 /oigem    Ammoniak verrührt, wieder genutscht und neutral gewaschen. Man erhält so etwa 12, 3 Teile   a, ss-Di- [benz-      imidazyl- (2)]-äthylen    in Form hellgelber Nadeln, die bei 350  C noch nicht schmelzen.



   Beispiel 3
Ersetzt man im Verfahren gemäss Beispiel 2 die 18, 9 Teile   a, -Di- [benzimidazyI- (2)]-monooxyäthan-    monosulfat durch 13, 8 Teile der freien Base, so erhält man das gleiche Reaktionsprodukt in einer Ausbeute von etwa 12, 5 Teilen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Diimidazolderivaten der Formel EMI2.1 worin A den gegebenenfalls substituierten o-Phenylenrest und R und Ri Wasserstoff oder gleiche oder verschiedene Substituenten bedeuten, durch Wasserabspaltung aus Verbindungen der Formel EMI2.2 dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserabspaltung durch Erhitzen der Verbindungen der Formel (2) in phosphorhaltigen SÏuren der Formel Hn+2PnO3n+1 erfolgt, worin n eine ganze Zahl bedeutet.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel (2), worin R und Ri Wasserstoff bedeuten, als Ausgangs- stoffe verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man a, ss-Di- [benzimidazyl- (2)]- monooxyäthan als Ausgangsstoff verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserabspaltung mit Pyrooder Polyphosphorsäure bei Temperaturen zwischen 130 und 200 C ausgeführt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserabspaltung mit konzentrierter Orthophosphorsäure bei Temperaturen zwischen 140 und 220 C ausgeführt wird.
CH7596459A 1959-07-20 1959-07-20 Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate CH378330A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH7596459A CH378330A (de) 1959-07-20 1959-07-20 Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH7596459A CH378330A (de) 1959-07-20 1959-07-20 Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH378330A true CH378330A (de) 1964-06-15

Family

ID=4534581

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH7596459A CH378330A (de) 1959-07-20 1959-07-20 Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH378330A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH420150A (de) Verfahren zur Herstellung von 10-Aminoalkyl-5,5-dialkylacridanen
CH378330A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Diimidazolderivate
DE1082907B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 5-diarylamino-3, 6-dihydro-terephthalsaeureestern
DE1105423B (de) Verfahren zur Herstellung von Diimidazolverbindungen
DE2000509C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(N-Cyanoäthylamino)-benzolen
CH658856A5 (de) Verfahren zur herstellung von organischen, aromatischen und heterocyclischen hydroxy-verbindungen.
DE3434553C2 (de)
AT273142B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Piperazin-Derivaten und deren Salzen
CH405328A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Tetrahydrothiophenderivate
AT337173B (de) Verfahren zur herstellung von neuen isoindolinderivaten und ihren salzen
AT212470B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Oxydationsfarbstoffen
DE1811832A1 (de) Neue Pyrrolidinoguandidine und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT216504B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Isoindolinderivaten
AT206898B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thioxanthen-Derivaten
AT229321B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenthiazinderivaten und deren Salzen
AT244333B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrrolderivaten
AT266140B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrazinverbindungen
AT163629B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Imidazoline
AT273106B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzoxazolverbindungen
DE842064C (de) Verfahren zur Herstellung des 2-Diphenylmethoxymethyl-imidazolins
DE2054564A1 (de) Verfahren zur Herstellung wasser löslicher kationischer Farbstoffe
DE1812135A1 (de) 1,2,3,4-Tetrahydrochinoline
DE1067441B (de) Verfahren zur Herstellung von Diimidazolderivaten
DE1695893B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-5-acylamidomethylpyrimidinen
DE1015796B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Mono- und N-Di-(tertiaeren butyl)-anhydrotetracyclinen