CH378604A - In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung - Google Patents
In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige WellenkupplungInfo
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Description
In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung Die Erfindung bezieht sich auf eine in Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung, insbesondere für Schiffspropeller-Antrieb, bei der wenigstens ein Paar axial aufeinanderfolgender Ring reihen von elastischen und vorgespannten Körpern, z. B. aus Gummi, vorhanden ist.
Es sind elastische Kupplungen dieser Gattung bekannt, die zur Dämpfung von Schwingungen, zur Verstimmung des Systems und zum Absorbieren von Stössen und periodischen Impulsen dienen. Die Er findung stellt sich aber zur Aufgabe, eine weiche Kupplung zu schaffen, die trotz hoher Drehelastizität in der Lage ist, grosse axiale Belastungen sicher zu übertragen. Solche Kupplungen werden z. B. für Schiffsanlagen gefordert, bei denen zur Vergrösserung der Elastizität und zum Abfangen von Stössen eine elastische Kupplung in die Propellerwelle eingebaut werden soll, die den Propellerschub in beiden Rich tungen aufzunehmen und an das im Getriebe befind liche Drucklager weiterzuleiten hat.
Aber auch über all dort, wo sehr grosse Kräfte das Wellensystem in axialer Richtung beanspruchen und ein weicher stoss freier Betrieb durch ein elastisches Element sicher gestellt werden muss, können solche Kupplungen mit Erfolg verwendet werden.
Die gestellte Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Gummielemente einerseits an den einander zugekehrten Flächen von zwei in festem Abstand und konzentrisch zueinander liegenden Mitnehmerscheiben der einen Kupplungswelle, ander seits an einer zwischen den Ringreihen liegenden Zwischenscheibe der andern Kupplungswelle befestigt sind. Auf diese Weise dient die Zwischenscheibe zugleich als Druckscheibe für die Übertragung der Axialkräfte, welche z. B. von der Propellerseite ein geleitet werden. Dank der erfindungsgemässen Anordnung wird z. B. das Getriebe von Schiffsanlagen sowohl axial als auch radial vor Wasserschlägen und den erregen den Propellerkräften wirksam geschützt.
Ausserdem werden vom Getriebe gefährliche Schläge beim Auf fahren des Schiffes auf Grund bzw. beim Anschlagen des Propellers gegen schwimmende Gegenstände fern gehalten und Deformationen des Schiffskörpers bei starkem Seegang elastisch aufgenommen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. <B>1</B> einen Mittellängsschnitt durch die Kupp lung des ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Schnittlinie <B>11-11</B> der Fig. <B>1,</B> Fig. <B>3</B> einen Mittellängsschnitt der Kupplung des zweiten Ausführungsbeispiels, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Schnittlinie IV-IV der Fig. <B>3.</B>
Im ersten Ausführungsbeispiel ist die Antriebs welle<B>1</B> im Getriebegehäuse 2 gelagert. Sie ist mit einem Flansch<B>3</B> versehen, welcher die von der Pro pellerseite herrührenden Axialkräfte auf das Doppel- Axiallager 4 des Getriebes überträgt. Die Propeller welle ist mit<B>5</B> bezeichnet. Am Ende der Antriebs welle<B>1</B> ist die Mitnehmerscheibe <B>6</B> befestigt, während der Flansch<B>7</B> der Propellerwelle die Scheibe<B>8</B> trägt. Mit dieser ist die zweite Scheibe<B>9</B> mittels Distanz büchsen 14 und Bolzen<B>10</B> verbunden.
Zur elastischen Übertragung der Kräfte und Momente sind vier Ring reihen von Gummielementen<B>13</B> vorhanden, welche einerseits an den einander zugekehrten Flächen der beiden Scheiben<B>8</B> und<B>9</B> und anderseits an der Zwischenscheibe<B>6</B> befestigt sind. Alle Gummikörper sind vorgespannt, indem bei der Montage die Bolzen <B>10</B> so angezogen werden, dass die Distanzbüchsen 14 seitlich an den beiden Scheiben anliegen. Um auch die Körper der beiden innem Reihen mit möglichst grossem Wirkungsdurchmesser arbeiten zu lassen, sind die Elemente<B>13</B> in Fünfergruppen von <B>je</B> drei äusseren und zwei innern Körpern angeordnet, wobei die innern in die Lücken der äussern Elemente hineinragen.
Eine solche Fünfergruppe ist in Fig. 2 mit einem strichpunktierten Linienzug umrahmt.
Die Bolzen<B>10</B> dienen mit den Distanzbüchsen 14 zugleich als Anschläge für die Begrenzung der gegenseitigen Verdrehungen der beiden Wellen bei unzulässigen Belastungsspitzen. Zu diesem Zweck weist die Zwischenscheibe<B>6</B> längliche Öffnungen<B>15</B> auf, zu deren beiden Enden Gummianschläge<B>16</B> angeordnet sind. Es steht somit in beiden Drehrich tungen ein freies Arbeitsspiel s zur Verfügung, bevor durch das Anschlagen der Distanzbüchsen 14 das Drehmoment direkt von Scheibe<B>8</B> auf Scheibe<B>6</B> übertragen wird.
Aus dieser Gesamtanordnung ergibt sich, dass alle Gummielemente sowohl für die übertragung der Drehmomente als auch der Axialschübe voll bean sprucht sind, und zwar in Drehrichtung auf Scherung, in Axialrichtung dagegen auf Druck bzw. Zug. Die Elemente können so stark vorgespannt werden, dass selbst bei sehr grossen Axialkräften eine Beanspru chung auf Zug der auf der Gegenseite der Scheibe liegenden Ringreihen nicht eintritt. Auf diese Weise ist es möglich, die Beanspruchung speziell dem Werk stoff Gummi anzupassen.
Ferner ist die ganze über- tragungsanlage vor schädlichen Auswirkungen von Wärmedeformationen und Montagefehlern geschützt. In schwingungstechnischer Hinsicht kann durch die grosse Elastizität einer solchen Kupplung eine gün stige Abstimmung des ganzen Wellensystems erreicht werden.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. <B>3</B> und 4 ist die getriebeseitige übeitragungsscheibe 20 ebenfalls am Ende der Antriebswelle<B>1</B> befestigt. An # dieser Antriebsscheibe 20 ist die zweite Scheibe angeschraubt. Diese bildet mit dem Mantelstück 22 einen äusseren Ring, der die Kupplung nach aussen hin schützt. Durch Anziehen der Befestigungsschrau ben<B>23</B> können die Gummielemente<B>13</B> wieder in den gewünschten vorgespannten Zustand gebracht werden.
Die Zwischenscheibe 24 ist am Flansch<B>7</B> der Pro pellerwelle<B>5</B> befestigt und greift zwischen die beiden Ringreihen der Gummikörper<B>13.</B> Die übertraguno, der Kräfte erfolgt also bei diesem Ausführungsbei spiel in analoger Weise derjenigen des ersten Aus führungsbeispiels, mit dem Unterschied, dass die Zwi schenscheibe zur Schiffswelle gehört anstatt zur An triebswelle.
Zur Begrenzung der relativen Verdrehungen der beiden Wellen sind auf der inneren Seite der Gummi- elementreihen besondere Vorrichtungen angebracht. Diese bestehen aus einer grösseren Anzahl von An schlägen<B>25,</B> die an der Scheibe 20 befestigt, und aus Anschlägen<B>26,</B> die mit der Scheibe 24 verschraubt sind. Die Anschläge<B>26</B> sind an ihren beiden Seiten mit Gummikörpern<B>27</B> versehen. In beiden Dreh richtungen verbleibt somit ein freies Arbeitsspiel s zwischen den festen und den elastischen Anschlägen. Da die Kupplung des zweiten Ausführungsbeispiels nur<B>je</B> eine Ringreihe von Gummielementen besitzt, wird<B>-</B> gleiche Kupplungsmomente vorausgesetzt<B>-</B> der Aussendurchmesser bedeutend grösser als bei dem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Kupplung nach Fig. <B>3</B> und 4 ist demzufolge für Anlagen geeignet, bei denen einerseits grosse rotierende Massen und grosse<B>Ab-</B> messungen nur eine untergeordnete Rolle spielen, anderseits die axialen Wechselkräfte eine gewisse Grösse nicht übersteigen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung, insbesondere für Schiffspropeller- Antrieb, mit wenigstens einem Paar axial aufeinander- folgender Ringreihen von elastischen, vorgespannten Körpern, dadurch gekennzeichnet, dass die Körper <B>(13)</B> einerseits an den einander zugekehrten Flächen von zwei in festem Abstand und konzentrisch zu einander liegenden Mitnehmerscheiben <B>(8, 9</B> bzw. 20, 21) der einen Kupplungswelle, anderseits an einer zwischen den Ringreihen liegenden Zwischenscheibe <B>(6,</B> 24)der andern Kupplungswelle befestigt sind, so dass die Zwischenscheibe zugleich als Druckscheibe für die übertragung der Axialdrücke dient. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Kupplung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Mitnehmerscheiben <B>(8,</B> <B>9)</B> der einen Kupplungswelle durch Bolzen<B>(10)</B> und Distanzbüchsen (14) gegeneinander distanziert sind, die zugleich als Anschläge für die Drehhubbegrenzung dienen (Fig. <B>1</B> und 2). 2.Kupplung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Mitnehmerscheiben (20, 21) der einen Kupplungswelle durch einen auf der einen Radialseite der Körper<B>(13)</B> liegenden Ring (22) gegeneinander distanziert sind und dass Drehhub- begrenzungsmittel <B>(25-27)</B> auf der andern Radial- se te der Körperreihen vorgesehen sind (Fig. <B>3</B> und 4).<B>3.</B> Wellenkupplung nach Patentanspruch, bei wel cher die elastischen Körper jeder Seite zwei konzen trisch zueinanderliegende Reihen bilden, dadurch ge kennzeichnet, dass die Körper<B>(13)</B> in Fünfergruppen von<B>je</B> drei äussern und zwei innern Elementen ange ordnet sind, wobei die beiden innern in die Lücken der äussern Körper hineinragen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH496860A CH378604A (de) | 1960-04-30 | 1960-04-30 | In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH496860A CH378604A (de) | 1960-04-30 | 1960-04-30 | In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH378604A true CH378604A (de) | 1964-06-15 |
Family
ID=4285658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH496860A CH378604A (de) | 1960-04-30 | 1960-04-30 | In Dreh- und Axialrichtung elastisch nachgiebige Wellenkupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH378604A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0452272A1 (de) * | 1990-04-10 | 1991-10-16 | SLM Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik AG | Elastische Kupplung |
-
1960
- 1960-04-30 CH CH496860A patent/CH378604A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0452272A1 (de) * | 1990-04-10 | 1991-10-16 | SLM Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik AG | Elastische Kupplung |
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