CH378895A - Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten

Info

Publication number
CH378895A
CH378895A CH1239661A CH1239661A CH378895A CH 378895 A CH378895 A CH 378895A CH 1239661 A CH1239661 A CH 1239661A CH 1239661 A CH1239661 A CH 1239661A CH 378895 A CH378895 A CH 378895A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
thiophene
parts
preparation
thiophene derivatives
formula
Prior art date
Application number
CH1239661A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr Duennenberger
Adolf-Emil Dr Siegrist
Erwin Dr Maeder
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH1239661A priority Critical patent/CH378895A/de
Priority to BE611489A priority patent/BE611489R/fr
Publication of CH378895A publication Critical patent/CH378895A/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D409/00—Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, at least one ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D409/14—Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, at least one ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms containing three or more hetero rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten der Formel
EMI1.1     
 worin R und   Rj    Wasserstoff oder organische Substituenten darstellen und R2 und   R5    für Wasserstoff oder Methyl stehen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man entsprechende o-Phenylendiamine oder deren Salze bei höheren Temperaturen und vorzugsweise in Gegenwart von Katalysatoren mit Thiophen-2,5-dicarbonsäure oder ihren funktionellen Säurederivaten umsetzt. Die so erhältlichen Kondensationsprodukte können weiter acyliert, alkyliert, alkenyliert, oxyalkyliert, aralkyliert und/oder   suifo-    niert und/oder in quaternäre Ammoniumverbindungen bzw. Säureadditionssalze übergeführt werden.



   Es wurde nun gefunden; dass sich als funktionelles Säurederivat der   Thiophen-2,5-dicarbonsäure    für die Herstellung der Thiophenderivate der Formel (1) nach dem angegebenen Verfahren des Hauptpatentes das 2,5-Dicyano-thiophen besonders gut eignet.



   Wie bei der Umsetzung der o-Phenylendiamine mit der freien Thiophen   2,5-dicarbonsäure    werden auch bei der Umsetzung mit 2,5-Dicyano-thiophen   (Thiophen-2,5-dicarbonsäuredinitril)    die Ausgangsstoffe mit Vorteil mindestens angenähert im theoretisch richtigen Mengenverhältnis eingesetzt, das heisst, auf ein Mol 2,5-Dicyano-thiophen verwendet man 2 Mol des o-Phenylendiamins oder eine hiervon nur wenig abweichende Menge.



   Die Umsetzung zwischen den beiden Komponen ten erfolgt auch im vorliegenden Fall bei höheren
Temperaturen, beispielsweise bei 160 bis 2600 C. Bei der Reaktion wird Ammoniak abgespalten, und es empfiehlt sich, die Anwesenheit von Wasser zu ver meiden und in Gegenwart solcher Mittel zu arbeiten, welche das entstehende Ammoniak zu binden ver mögen. Als Mittel dieser Art sind insbesondere
Polyphosphorsäuren einschliesslich Pyrophosphor säure, das heisst Phosphorsäuren der Zusammen setzung    Hn+2PnO3n+l p    worin n eine ganze Zahl bedeutet, zu erwähnen.



   Weiterhin arbeitet man mit Vorteil unter Ausschluss von Sauerstoff, z. B. in einem Strom von Inertgas wie Stickstoff.



   Die Thiophenderivate der Formel (1) können in  üblicher, an sich bekannter Weise aus dem Reak tionsgemisch abgetrennt und dann gereinigt werden.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die
Teile, wo nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.



   Beispiel 1
2,68 Teile 2,5-Dicyano-thiophen und 5,0 Teile o-Phenylendiamin werden in 50 Teilen Polyphosphor  säure, die einem Gehalt von   830/,      P205    entspricht, unter Ausschluss von Luft im Verlaufe einer Stunde auf   2200 C    erhitzt, und die entstandene braune Lösung wird weitere 30 Minuten bei dieser Temperatur gerührt. Nach dem Abkühlen auf   1400 C    wird das Reaktionsgemisch vorsichtig mit 100 Teilen Wasser versetzt und auf Raumtemperatur gekühlt.



  Der gelbe Niederschlag wird genutscht, mit Wasser gewaschen und zur weiteren Reinigung in 120 Volumteilen 2-normaler Natriumhydroxydlösung in der Wärme gelöst und mit Aktivkohle behandelt.



  Nach dem Filtrieren wird das Filtrat mit fester Kohlensäure im Überschuss versetzt, der hellgelbe Niederschlag genutscht, mit Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Man erhält etwa 6,08 Teile   2,5-Di-      [benzimidazolyl-(2')Fthiophen    der Formel
EMI2.1     
 in Form eines hellgelben Pulvers, das bei   3500 C    sintert und sich oberhalb dieser Temperatur langsam bräunt. Dreimaliges Umkristallisieren aus Äthanol Wasser   (10: 1)    ergibt ein hellgelbes, feinkristallines Pulver.



  Analyse:   C,0H12N4S    (316,39) berechnet: C 68,33 H 3,82 N 17,71 gefunden: C 68,48 H 3,92 N 17,58
Das   2,5-Di-[benziraidazolyl-(2?1-thiophen    kann als optisches Aufhellmittel für Materialien aus Cellulose und Polyamiden verwendet werden.



   Beispiel 2
2,68 Teile   2,5-Dicyano-thiophen    und 5,0 Teile   4-Methyl-1,2-diamino-benzol    werden in 50   Teilen.   



  Pyrophosphorsäure unter Ausschluss von Luft im Verlaufe einer Stunde auf   2000 C    erwärmt, und die entstandene Lösung wird weitere 2 Stunden bei 200 bis   205o    C gerührt. Nach dem Abkühlen auf etwa   1300    C werden 150 Teile heisses Wasser zugetropft, das ausgefallene grüne Reaktionsprodukt wird auf Raumtemperatur gekühlt, genutscht und mit Wasser gewaschen. Zur weiteren Reinigung löst man das Nutschgut in 220 Volumteilen 2-normaler Natriumhydroxydlösung und 110 Volumteilen Äthanol in der Wärme und behandelt die Lösung mit Aktivkohle. Nach dem Filtrieren wird das Filtrat mit wässeriger Schwefelsäure auf den pH-Wert 8 gestellt, der hellgelbe Niederschlag genutscht, mit Wasser gewaschen und getrocknet.

   Man erhält etwa 4,5 Teile   2, 5-Di-[6'-methyl-benzimidazolyl-(2')]-thiophen    der Formel
EMI2.2     
 in Form eines hellgelben Pulvers, das bis   310     C nicht schmilzt. Nach dreimaligem Umkristallisieren aus Äthanol-Wasser   (4:1)    wird ein hellgelbes, feinkristallines Pulver erhalten.



     1 C20H10N4S 1 Analyse : 'ZH,O zu 2 H2O (353,45)    berechnet: C 67,96 H 4,85 N 15,85 gefunden: C 67,99 H 4,65 N 15,71   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten der Formel EMI2.3 worin R und R1 Wasserstoff oder organische Substituenten darstellen und R2 und R3 für Wasserstoff oder Methyl stehen, dadurch gekennzeichnet, dass man entsprechende o-Phenylendiamine oder deren Salze bei höheren Temperaturen mit 2,5-Dicyanothiophen umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von Säuren der Formel Hn+2PnQ3n+t erfolgt, worin n eine ganze Zahl bedeutet.
CH1239661A 1961-10-26 1961-10-26 Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten CH378895A (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1239661A CH378895A (de) 1961-10-26 1961-10-26 Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten
BE611489A BE611489R (fr) 1961-10-26 1961-12-13 Nouveaux dérivés du thiophène, procédé pour leur préparation et leur utilisation

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1239661A CH378895A (de) 1961-10-26 1961-10-26 Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten
CH367509T 1961-10-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH378895A true CH378895A (de) 1964-06-30

Family

ID=25710173

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1239661A CH378895A (de) 1961-10-26 1961-10-26 Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH378895A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2752287C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Salzen der Asparaginsäure
EP0177681A1 (de) Verfahren zur Herstellung von in 2-Stellung substituierten Imidazol-4, 5-dicarbonsäuren
DE676196C (de) Verfahren zur Herstellung von Imidazolverbindungen
AT269151B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Oxazinverbindungen
CH383381A (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten
AT236935B (de) Verfahren zur Herstellung von Bis-azolyl-thiophenverbindungen
CH617448A5 (en) Process for preparing basic oxazine dyes
DE850297C (de) Verfahren zur Herstellung von Amidinsalzen
DE2415748A1 (de) Verfahren zur herstellung von polyhalogenierten nicotinsaeuren
DE1720042A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer 5-Nitroimidazol-aether
AT216000B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Chlor-7-sulfonamido-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden
DE859019C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylolacetylendiharnstoffen
DE935667C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen
AT343119B (de) Verfahren zur herstellung neuer 10h-thieno (3,2-c) (1) benzazepin-derivate und deren saureadditionssalze
DE1770951A1 (de) Cyclopentanochinolonderivate und Verfahren zu deren Herstellung
AT214442B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen p-Benzochinon-bis-hydrazonen
AT234682B (de) Verfahren zur Herstellung der neuen 1,2,5-Thiadiazol-3,4-dicarbonsäure und von deren Salzen
EP0209773A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4,5-Dihydro-dithieno[3,4b:3',4'-e]-azepin-5,9-dion
AT236958B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Phenyl-2-hydroxy-6-amino-pyrimidinderivaten
AT307397B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dihydrofuranderivaten und ihren Salzen
AT303258B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 6-Aminopenicillansäurederivaten
AT208850B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 2,5-Di-[benzimidazyl-(2')]-furanverbindungen
AT274825B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen s-Triazinderivaten und ihren Salzen
DE1470368C (de) Vitamin B tief 1 Derivate und Verfah ren zu ihrer Herstellung
DE906334C (de) Verfahren zur Herstellung von Chinoliniumverbindungen