CH379698A - Gekühlte Stranggiesskokille - Google Patents
Gekühlte StranggiesskokilleInfo
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Description
Gekühlte Stranggiesskokille Die Erfindung bezieht sich auf das Stranggiessen von Metall und betrifft eine gekühlte Stranggiess- kokille. Es ist bereits bekannt, zum Stranggiessen von Kupfer, zinkfreien Kupferlegierungen und zinkhal- tigen Kupferlegierungen, deren Zinkgehalt weniger als 1011/o beträgt, eine Kokille zu verwenden, die auf der Seite, die mit dem flüssigen Giessgut in Berührung kommt, aus Graphit besteht.
Der Graphitteil wird entweder als Einsatz oder Futter in den Metallmantel mit Übermass eingepresst, oder es wird der erwärmte Metallmantel auf das Graphitfutter aufgeschrumpft. Der Press- oder Schrumpfsitz ergibt insbesondere bei runden Kokillen einen guten Berührungsschluss zwischen dem Graphitfutter einerseits und dem Me tallmantel anderseits, was für die Wärmeableitung aus dem flüssigen Giessgut innerhalb der Kokille günstig ist. Eine gleich gute Wärmeableitung ist natürlich auch bei solchen Kokillen erwünscht, die einen von der Kreisform abweichenden Innenquer schnitt haben.
Jedoch hat sich gezeigt, dass der Zusammenbau trotz aller aufgewandten Vorsicht schwierig durchzuführen ist, wenn alle gestellten Anforderungen erfüllt sein sollen. Darüber hinaus wurde aber auch schon die Beobachtung gemacht, dass bei aus Graphit und Metall bestehenden Kokillen, deren Innenquerschnitt von der Kreis form abweicht, das Graphitfutter dazu neigt, sich von der Metallwand mit steigender Gebrauchs dauer abzuheben, wodurch zwangläufig der Wärme übergang zwischen Graphitfutter und Metallmantel leiden muss. Das kann zu Folgen führen, die in verschiedener Hinsicht nachteilig sind und deshalb vermieden werden müssen.
Entsprechende Beobach tungen konnten beim Stranggiessen von Hohlbolzen und Rohren gemacht werden, wo häufig der Dorn unter starker Wärmebelastung steht. Die vorstehend beschriebenen Schwierigkeiten werden bei der gekühlten, Graphit enthaltenden Stranggiesskokille mit metallischer Aussenseite durch die Erfindung dadurch vermieden, dass die Kokille aus einem Metall-Graphit-Verbundwerkstoff besteht. Der Metallüberzug kann durch elektrisches Ab scheiden oder Aufspritzen des Metalles erhalten werden. Bevorzugt wird das galvanische Nieder schlagsverfahren, insbesondere dann, wenn der Gra phit beispielsweise mit Kupfer überzogen werden soll.
Auch das Aufbringen des Metallüberzuges durch Tauchen in flüssiges Metall hat sich bewährt.
Durch den erfindungsgemässen Aufbau der Ko kille aus Metall-Graphit-Verbundwerkstoff ergeben sich schon bei einteiligen Kokillen, beispielsweise mit einem kreisförmigen Querschnitt, beachtliche Vorteile. Diese sind aber noch grösser bei zusammen gesetzten Stranggiesskokillen, z. B.
Plattenkokillen mit rechteckigem Querschnitt; denn die -Verwendung des Verbundwerkstoffes zur Herstellung von ein- oder mehrteiligen Stranggiesskokillen irgendwelcher Bau form vermeidet auf alle Fälle ein Abheben des Graphits von dem metallischen Mantel, wodurch die Nachteile grundsätzlich ausgeschlossen sind, die bei Metallkokillen mit losem Graphitfutter unter Umständen eintreten können.
Darüber hinaus er möglicht die erfindungsgemässe Kokille eine über raschende zusätzliche Steigerung der Giessgeschwin digkeit, wodurch das Gefüge des hergestellten Guss- stranges gegebenenfalls feinkörniger wird. Bei der erfindungsgemässen Kokille können auch keine Risse mehr auftreten, wie sie beispielsweise mit sehr nach teiligen Folgen bei eingesetzten Graphitplatten einer Plattenkokille beobachtet worden sind.
Es wurde weiter gefunden, dass der neue Kokillen- Bauwerkstoff sich auch zur Herstellung von Dornen für Hohlblock- oder Rohrgiesskokflen eignet. Es kommt dann auf die Wärmebelastung der form gebenden Kokillenflächen an, ob sie ganz oder nur teilweise aus dem erfindungsgemässen Verbundwerk stoff hergestellt werden, wobei denkbar ist, dass eine Ganzmetallkokille einen Dorn aus Verbundwerk stoff erhält, oder umgekehrt, oder beide Teile aus dem Verbundwerkstoff bestehen.
Die erfindungsge mässe Kokille ist vornehmlich zum Stranggiessen von Kupfer und Kupferlegierungen der eingangs näher bezeichneten Art bestimmt, jedoch auf diese Metalle nicht beschränkt; sie eignet sich auch z. B. für das Stranggiessen von Eisen und Eisenlegierungen, insbesondere Stahl.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar in der Gestalt einer Rohrkokille mit Dorn, zum Giessen von Hohlblöcken, wird nachstehend be schrieben und an der Zeichnung erläutert. Diese zeigt in Fig. 1 eine seitliche Schnittansicht der Kokille, Fig. 2 einen Querschnitt durch Fig. 1 nach A-B. Mit 10 ist ein metallischer Kühlmantel bezeichnet; 10a und 10b deuten die Wasserzu- bzw. -abführung an. Der rohrförmige Teil 11 schliesst den Kühlman tel 10 nach innen ab; 12 bezeichnet den Kühlwasser raum.
Der Rohrteil 11 besteht an seiner innern Seite lla aus Graphit, an seiner äussern llb aus Metall; er sei erhalten durch elektrolytisches Nieder schlagen des Metalles auf den Graphit. Die Ober fläche des Graphitteiles lla ist die formgebende Innenfläche der Kokille.
In gleichachsiger Anordnung zu dem von dem Rohrteil 11 gebildeten Formhohlraum 16 ist ein Dorn 13 vorgesehen, der aus einer nach unten sich verjüngenden Röhre aus Metall-Graphit-Ver- bundwerkstoff besteht, wobei die Aussenseite Graphit, die Innenseite Metall ist. Um einen Kühlwasser raum 17 zu bilden, ist die Dornröhre 13 oben und unten mit Deckeln 18 und 19 abgeschlossen und Kühlwasser wird durch die Rohre 14 und 15 zu- bzw. abgeleitet.
Die Betriebsart einer derartigen Kokille ist be kannt; flüssiges Metall wird von oben her in den Formhohlraum 16 eingeführt und Vorsorge getroffen, dass es im Formhohlraum so weit erstarrt, dass sich eine Art Stopfen bildet und im fortlaufenden Betrieb unten aus der Kokille ein wenigstens im äusseren erstarrter Strang herausgezogen wird, während oben Metall nachgefüllt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Gekühlte, Graphit enthaltende Stranggiess- kokille mit metallischer Aussenseite, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kokille aus einem Metall-Graphit- Verbundwerkstoff besteht. II. Verfahren zur Herstellung einer gekühlten Stranggiesskokille nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass erst eine aus Graphit bestehende Kokille hergestellt und dann auf die Oberfläche dieser Kokille ein Metall aufgebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Gekühlte Stranggiesskokille nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokille eine einteilige Rohrkokille ist. 2.Gekühlte Stranggiesskokille nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kokille zum Giessen von Hohl blöcken mit einem Dorn versehen ist. 3. Gekühlte Stranggiesskokille nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokille aus Platten zusammengesetzt ist. 4. Gekühlte Stranggiesskokille nach Patentan spruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kokille zum Giessen von Hohl blöcken mit einem Dorn versehen ist. 5.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall-Graphit-Verbund- werkstoff durch Aufspritzen des Metalles auf den Graphit erhalten wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall-Graphit-Verbund- werkstoff durch elektrolytisches Abscheiden des Metalles auf den Graphit erhalten wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall-Graphit-Verbund- werkstoff durch Tauchen des Graphits in flüssiges Metall erhalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW0023493 | 1958-06-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH379698A true CH379698A (de) | 1964-07-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7385359A CH379698A (de) | 1958-06-12 | 1959-06-01 | Gekühlte Stranggiesskokille |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE579515A (de) |
| CH (1) | CH379698A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3459255A (en) * | 1966-12-07 | 1969-08-05 | Ascast Corp | Graphite continuous casting mold |
-
1959
- 1959-06-01 CH CH7385359A patent/CH379698A/de unknown
- 1959-06-10 BE BE579515A patent/BE579515A/fr unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE579515A (fr) | 1959-10-01 |
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